KLIMANEWS

Ein Umweltphysiker/ Geowissenschaftler im Klimawandel/ in der Corona-Pandemie

Im Winter 2021/22 erwartet uns nicht nur eine Energiekrise, sondern auch eine Krise für Industriemetalle!

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Die Energiewende braucht nicht nur Gas als Überbrückungs-Energie bei Dunkelflaute, sondern auch Rohstoffe wie Industriemetalle! Rohstoffe boomen, vor allem in den Sektoren Energie und Industriemetalle. Nicht nur Computerchips sind derzeit Mangelware! Öl ist doppelt so teuer wie vor einem Jahr, die Preise für Erdgas explodieren, Aluminium hat sich im gleichen Zeitraum um 70% verteuert, Kupfer um 51%, Nikel um 30%, Zink um gut 40%! Und Magnesium wird bald gar nicht mehr von China geliefert!

In der Autoindustrie fehlt Aluminium. Die Stahlhersteller brauchen dringend mehr Magnesium für ihre Legierungen. In den Elektrokonzernen stöhnen sie über die Kupferknappheit. Keine Woche vergeht in der deutschen Wirtschaft ohne neue Meldungen über Rohstoffprobleme. Und viele tun dabei so, als sei das Thema ganz neu: Eine unerwartete Folge der Corona-Epidemie, ein plötzlicher Nachfrageschub in der Welt, eine unglückliche Überlastung der globalen Lieferketten. Von wegen.

Die hellsichtigeren Geister der deutschen Industrie sahen schon vor vielen Jahren, dass wir langfristig auf eine Krise zusteuern würden. Der BDI setzte das Thema schon vor 15 Jahren mit Macht auf die politische Tagesordnung. 2010 ließ sich das Bundeswirtschaftsministerium die Gründung einer Rohstoffagentur abringen. 2016 mahnte der damalige BDI-Präsident Ulrich Grillo eindringlich eine „nationale Rohstoffstrategie“ an. Doch in der Praxis passierte bis heute nichts.

Die Förderung von Magnesiumoxid, aus dem man das Metall gewinnt, ist kein Problem. Die chemische Verarbeitung auch nicht. Trotzdem findet heute 88 Prozent der weltweiten Magnesium-Produktion in einem einzigen Land statt: in China. Die Chinesen setzten sich in den vergangenen Jahrzehnten mit Kampfpreisen durch – und verdrängten die Konkurrenz. Bis auf wenige Warner sah darin niemand ein größeres Problem. Nun verhängt China einen Lieferstopp für das Metall, weil der Strom für die energieintensive Produktion fehlt. Und alle jammern.

Aber Deutschland will davon unbeirrt seine Energiewende, die enorme Mengen an Magnesium/ Aluminium, Kupfer und Gas und grünen Strom benötigt, nun noch schneller vorantreiben. Es fragt sich nur womit? Zumal auch die Fachkräfte dafür fehlen. Selbst wenn die Rohstoffe zum Ausbau der Erneuerbaren und Netze und E-Autos billig zur Verfügung stehen würden, was derzeit und in Zukunft aber nicht der Fall sein wird, würde das Projekt Energiewende schon an den mangelnden Fachkräften scheitern. Aber erklärt das mal einen Politiker, oder Klimaschützer … Nicht zu machen …

Written by Michael Krüger

Montag, 25 Oktober, 2021 um 11:05

Veröffentlicht in Klimawandel

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