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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Extremwetter einmal anders: In Kairo fällt nach 112 Jahren wieder Schnee

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Für viele Ägypter ist es das erste Mal, dass sie Schnee zu Gesicht bekommen. In Kairo fiel am Morgen des 13. Dezembers nach 112 Jahren erstmals wieder Schnee, wie von diversen Medienanstalten berichtet wurde. Bei Twitter kursieren Bilder von diesem ungewöhnlichen Ereignis. Hier einige Auszüge:

Schnee-Aegypten-13-12-2013

Heftiger Schneefall auch in Jerusalem

Das Extremwetter macht anscheinend was es will, auch in Deutschland

Vor wenigen Jahren noch hatten uns die Klimaforscher warme und verregnete Winter in Deutschland versprochen. Allen Vorhersagen zum Trotz erlebten wir in Deutschland aber fünf Kältewinter infolge. Hier die Daten (Temperaturanomalien in °C):

Winter: vs. Referenz-Winter 1961-1990, vs. Referenz-Winter 1981-2010
Winter 2012/2013: 0.1 -0.6
Winter 2011/2012: 0.8 0.1
Winter 2010/2011: -0.8 -1.5
Winter 2009/2010: -1.5 -2.2
Winter 2008/2009: -0.5 -1.2

In Anbetracht der Tatsachen stellten einige Klimaforscher die These auf, dass strenge Winter in Mitteleuropa eine direkte Folge der Klimaerwärmung seien. Die Klimaforscher verlautbarten: Die Wahrscheinlichkeit für kalte, schneereiche Winter in Mitteleuropa steigt, wenn die Arktis im Sommer von wenig Meereis bedeckt ist. Na, wers glaubt?

Auch in Sachen Extremwetter gab es ein Umdenken. Zunächst hieß es, die mit einer Erwärmung einhergehenden/ angedachten Extremwetterereignisse sollten deutlich zunehmen. Das bewahrheitete sich aber auch nicht. Neuerdings lautet die Devise, die Extreme in beide Richtungen sollen zunehmen, also auch die Kältewellen. Na dazu passt doch hervorragend der aktuelle Schneefall in Ägypten.

Aber nicht nur in Ägypten und im nahen Osten bibberten die Menschen in diesem Winter. Auch den Osten von Kanada und der USA sucht gerade eine ungewöhnliche Kältewelle heim, wie sie die Menschen seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben. Der Winter in Deutschland lässt in diesem Jahr hingegen noch auf sich Warten. In der nächsten Woche sollen die Temperaturen aber kräftig fallen. Bisher war der Winter in Deutschland zu warm. Das ist nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit und auf die Nordatlantische Oszillation zurückzuführen (einem Wettersystem über dem Atlantik), welches uns bisher warme Westwinde und zahlreiche, regenreiche Tiefdruckgebiete beschert hat.

Written by admin

Donnerstag, 9 Januar, 2014 um 19:54

Eine Antwort

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  1. Liebe Klimakatastrophe,

    mich betrübt sehr, dass anscheinend die versprochene neue Warmzeit wohl doch noch nicht aufzieht. Nach den langen kalten Jahrhunderten seit Ende der Warmzeit des Mittelalters wäre das nun wirklich bannig Zeit. Doch leider hat unsereins und haben unsere Wünsche keinen Einfluss auf das ‚Klima‘. Es macht, was es will… Unerhört!

    Was haben uns diese ‚Klimaapostel‘ alles versprochen? – Gleichsam Kokosnüsse aus Bullerbü und Plamen auf Rügen! Aber: Nix da! Alles Schwindel! Und in den kommenden Wochen soll’s saukalt werden… Frechheit! Latif & Co. (PIK) sollten dafür verklagt und umgehend vor Gericht gezerrt werden.

    Unterklimatisierte Grüße von
    M. Manie

    M. Manie

    Freitag, 10 Januar, 2014 at 05:31


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