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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Das schmutzige Geheimnis der grünen Elektromobilität

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Auto

Die Elektromobilität ist mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in aller Munde. Denn Elektromobilität ist sauber, umweltfreundlich und klimafreundlich, dank Strom aus Erneuerbaren Energien. So denken zumindest die Ökologisten. Ist dem aber wirklich so?

Im November 2008 hatten die vier Bundesministerien für Umwelt, Verkehr, Wirtschaft, Forschung noch erklärt, dass Deutschland „Leitmarkt für Elektromobilität“ werden solle. „Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft“ hieß es. Bis 2020 sollten eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Denn rund 20% der CO2-Emissionen in Deutschland werden durch den Verkehr erzeugt. Dort gibt es also erhebliches CO2-Einsparpotential.

Die hoch gesteckten Ziele konnten bisher nicht erreicht werden. Seit Beginn des Jahres wurden nur rund 4.000 Elektroautos neu zugelassen. Im letztem Jahr waren es rund 3.000. Derzeit fahren nur einige Tausend Elektroautos auf deutschen Straßen. Man ist also weit weg von dem einst erklärten Ziel der Bundesregierung, von einer Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020.

Das Problem ist, niemand möchte Elektroautos haben, denn die Reichweite, sowie die Leistungsfähigkeit und der Komfort sind sehr begrenzt und die Preise exorbitant hoch. Sprich, ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis ist gegeben.

Hinzu kommt, auch die Klimabilanz für Elektroautos fällt nicht sonderlich gut aus. Ozzie Zehner, Gastprofessor an der University of California in Berkeley schreibt dazu:

“Immer mehr Studien belegen, dass die Fertigung von Hybrid- und Elektroautos nicht so “grün” ist, wie die Fahrzeughersteller es gerne vormachen. […] Berechnungen der britischen Royal Society of Chemistry haben ergeben, dass der umfassende Einsatz von Elektroautos in Großbritannien den CO2-Ausstoß des Landes um lediglich etwa 2 % senken würde. Einer Untersuchung des Congressional Budget Office (CBO) der USA zufolge würden Subventionen für Elektroautos „in den nächsten paar Jahren nur eine geringe oder überhaupt keine Senkung des Gesamtspritverbrauchs und der Treibhausemissionen aller US-amerikanischen Fahrzeuge bewirken“. […] Einer Analyse der U. S. National Academies zufolge werden vom Stromnetz abhängige Hybriden und Elektroautos der Umwelt noch mindestens bis 2030 mehr Schaden zufügen als herkömmliche Benzin-Modelle – selbst unter Annahme entsprechender technischer Fortschritte. […] Bei näherer Betrachtung bekommt man den Eindruck, dass die Umstellung von Benzin-Modellen auf mit Strom betriebene Fahrzeuge so ist, als würde ein Raucher von einer Zigarettenmarke zu einer anderen wechseln. […] Befürworter von Elektroautos favorisieren erneuerbare Energie gerne als Antriebssystem für ihre Motoren, doch ignorieren sie dabei geflissentlich die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt.”

Die Auswirkungen der Elektromobilität auf die Umwelt sind in der Tat beträchtlich. Denn die Herstellung von Elektroautos und deren Betrieb mit Strom aus Erneuerbaren Energien erfordern viel Ressourcen und schaden dadurch der Umwelt. Ich nenne es das schmutzige Geheimnis der grünen Elektromobilität.

In E-Mobilen stecken u.a. Neodym und Lanthan. Beispiel: Jeder elektrische Prius benötigt 1 Kilo Neodym und jeder Prius-Akku benötigt 10 bis 15 kg Lanthan. Neodym und Lanthan gehören zu den Seltenen-Erden-Metallen. Seltene-Erden-Metalle treten in Verbindung mit radioaktiven Stoffen wie Thorium oder mit Uran auf. Daher ist der Abbau gefährlich und umweltschädlich. Das ist vor allem problematisch, da der Abbau zu großen Teilen China geschieht. Teils unter widrichsten Bedingungen in illegalen Minien mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt.

Zudem steckt viel Kupfer in den E-Mobilen. Allein durch den Elektromotor steigt beispielsweise der Kupferanteil im Fahrzeug von 25 auf 65 Kilogramm. Für eine 20 KWh Lithium-Ionen-Batterie sind nach heutigem Stand der Technik nochmals bis zu 80 kg Kupfer erforderlich. Kupfer wird u.a. in Peru und Afrika unter verheerendsten Bedingungen für Menschen und Umwelt abgebaut. Einhergehend mit Belastungen von Menschen und Tieren mit Schwermetallen, Fehlbildungen, … und Schwefeldioxid-Emissionen, welche Gesundheitsschäden bei der anwohnenden Bevölkerung wie Atemnot und Lungeninfektionen auslösen.

Hinzu kommt, für das “umweltfreundliche” Aufladen der Akkus der E-Mobile braucht man Strom, d.h. viel Strom aus Erneuerbaren Energien. Die Windkraft ist von den Erneuerbaren Energien am besten dazu geeignet. Denn in der Nacht gibt es oft Überschüsse an Windstrom und die E-Mobile stehen zum Aufladen bereit. Die Windkraft hat allerdings, wie alle Erneuerbaren Ennergieformen, eine geringe Energie-/ Leistungsdichte. Daraus folgt, die Erneuerbare Energien sind – gegenüber konventionellen Energien – flächenintensiv und materialintensiv und beanspruchen somit viel Ressourcen und vernichten viel Naturraum.

Gerade in Windkraftanlagen wird viel Kupfer und Neodym verarbeitet. Bei den großen Offshore-Windkraftanlagen (5 MW) in Nord- und Ostsee werden bis zu 30 Tonnen Kupfer pro Windrad eingesetzt und bis zu 1 Tonne Neodym! Dabei wird natürlich auch schmutzig erworbenes Kufer und Neodym eingesetzt. Der Hohn, Neodym in Windkraftanlagen ist eigentlich nicht erforderlich und wird auch erst seit einigen Jahren eingesetzt. Es dient der Kostenreduzierung und der Gewinnmaximierung der Windkraftanlagenhersteller. Windkraftanlagen können dadurch ohne Getriebe, kleiner und kostengünstiger gebaut werden. Das geht natürlich zu Lasten der Umwelt.

Fazit: Betrachtet man all diese Gesichtpunkte zusammen, so ist das Fahren eines E-Mobils umweltschädlicher als das Fahren eines Autos mit Verbrennungsmotor.

Written by admin

Donnerstag, 9 Januar, 2014 um 13:26

Eine Antwort

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  1. Lieber Autor, dein Artikel klingt spannend. Ich fände es jedoch im Sinne der Nachvollziehbarkeit nützlich, hinter den ganannten Aussagen Quellenangaben zu machen. Woher hast du Zahlen wieviel Kupfer o.ä bei einem Windrad nötig ist? Vielen Dank

    Thomson

    Freitag, 21 August, 2015 at 11:52


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