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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Warum regenerative Energien in Deutschland keine Zukunft haben

with 20 comments

Gastbeitrag von Michael Krüger, auch erschienen bei ScienceSkepticalBlog

Im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes sind regenerative Energien derzeit in aller Munde. Wie realistisch ist aber eine Voll-Versorgung durch regenerative Energien in Deutschland? Und was bringt es für das Klima?

Zu den regenerativen, oder Erneuerbaren Energien (EE) gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Biogas, Solarthermie und Photovoltaik und die Erdwärme (Geothermie).

Kann man mit diesen Energieformen den Primärenergieverbrauch in Deutschland abdecken?

Der Primärenergieverbrauch ist der Gesamtenergieverbrauch mit Strom, Wärme und Verkehr in Deutschland. Der primäre Energiebedarf Deutschlands wird derzeit zu über 90% aus den konventionellen Energieträgern Öl, Kohle, Gas und Kernenergie gedeckt. Die EE machen weniger als 10% aus.

Schaut man sich nur den Stromanteil an, so werden ca. 15% des Strombedarfes in Deutschland durch die EE gedeckt. Davon ca. 0,003% aus Erdwärme, 0,6% aus Photovoltaik, 3,4% aus Wasserkraft, 4,2% aus Biomasse und 6,6% aus Windenergie.

Vor allem die Photovoltaik- und Windkraftanlagen werden derzeit in Deutschland stakt beworben und ausgebaut. Hier besteht das größte Potential, zumindest, wenn man den Versprechungen der Werbung und den laufenden Kampagnen glauben schenkt.

Biomasse und Wasserkraft sind weitgehend ausgebaut. Der Ausbau der Biomasse ist alleine durch die landwirtschaftlichen Flächen sehr beschränkt und die Flüsse sind weitgehend ausgebaut, so dass hier keine großen Steigerungsraten zu erwarten sind. Wie sieht es mit der Erdwärme aus? Nur wenige Standorte in Deutschland sind für Erdwärmeprojekte geeignet, u.a. der obere Rheingraben und Standorte in Süddeutschland. Zudem muss man in Deutschland sehr tief bohren – einige Kilometer – um eine Temperatur von über 100°C zu erreichen, was die Sache sehr ineffektiv und zugleich unwirtschaftlich macht.

Es bleiben also die Photovoltaik und die Windkraft. Für Photovoltaikanlagen stehen noch genügend Flächen zur Verfügung, bei der Windkraft sieht das anders aus. Hier setzt man vor allem auf das so genannte Repowering, dabei werden alte Anlagen durch neuere, leistungsfähigere Anlagen ersetzt. Zudem gibt es noch Ausbaupotential im Meer. Aber auch das ist begrenzt. Zudem sind die negativen Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt zu berücksichtigen, wie z.B. Schallbeeinträchtigung (durch Infraschall), Schattenschlag, Vogelschlag, etc..

Wie bedarfsgerecht produzieren Photovoltaik- und Windkraftanlagen den Strom?

Derzeit ist eine Speicherung von Strom, jedenfalls im großen Umfang, nicht möglich. Zudem ist die Speicherung von Strom sehr teuer. Daher wird der Strom immer bedarfsgerecht produziert. Überkapazitäten und Unterkapazitäten müssen also ausgeglichen werden.

Zur Photovoltaik:
Schaut man sich die Globalstrahlung, darunter versteht man die gesamte an der Erdoberfläche auf eine horizontale Empfangsfläche auftreffende Solarstrahlung an, so zeigen sich starke jahreszeitliche und tägliche Schwankungen. Als Beispiel habe ich Wasserkuppe gewählt, eine zentrale Erhebung in Deutschland.

Moderne Photovoltaikzellen erreichen in etwa einen Wirkungsgrad von 10 – 20 %. Also nur 10 – 20 % der eingestrahlten Leistung werden in Strom umgesetzt.

In der Nacht ist es dunkel. Es wird kein Strom produziert. Im Winter sinkt die solare Verfügbarkeit beträchtlich ab. Hier ist der Bedarf aber ausgerechnet am größtem. Im Sommer steigt die solare Verfügbarkeit beträchtlich an. Hier ist der Bedarf aber am geringsten. Das gilt übrigens auch für Solarthermieanlagen. Bedarf und Verfügbarkeit stehen also genau im entgegengesetzten Verhältnis zueinander.

Zur Windenergie: Bei der ins Stromnetz eingespeisten Windenergie sieht es nicht wesentlich anders auf. Als Beispiel zeige ich die bei transpower (Tochtergesellschaft von E.ON) eingespeiste Windenergie im Jahre 2009.

Die 15. minütigen Mittelwerte der eingespeister Windenergie zeigen Schwankungen zwischen ca. 0 – 8.000 MW. D.h. die eingespeiste Leistung kann innerhalb von kürzester Zeit um mehrere tausend MW schwanken. Diese Schwankungen richten sich natürlich nicht nach dem Bedarf der Stromkunden. Entweder wird zu wenig Strom produziert, oder aber zu viel. Je nachdem, wie der Wind weht. Der Bedarf der Stromkunden muss also durch Regelkraftwerke ausgeglichen werden. Je weiter die Windenergie ausbaut wird, desto schwerer fällt es diese Schwankungen zu kompensieren. Immer leistungsfähigere Regelkraftwerke müssen her. Bisher können das nur konventionelle Kohle-, Gas-, oder Kernkraftwerke kompensieren, so genannte Schattenkraftwerke, die hinter jedem Windpark stehen müssen. Der Verschleiß ist durch das ständige hoch und runter fahren hoch.

Die Folgen

Der Strom aus den konventionellen Kraftwerken wird immer teurer, u.a. da nicht mehr mit Volllast produziert werden kann, sondern gedrosselt produziert werden muss, je nachdem wie viel Windstrom gerade eingespeist wird. Je weniger Strom die konventionellen Kraftwerke einspeisen können, desto länger dauert es, ehe sie sich bezahlt machen, oder desto höhere Preise muss man für den eingespeisten Strom verlangen, damit sich die Kraftwerke in gleicher Zeit bezahlt machen. Hinzu kommen die Kosten für Emissions-/ CO2-Zertifikate. Das führt dazu, dass Kohlekraftwerke unwirtschaftlich werden. Neubauten von effizienteren Kohlekraftwerken, die alte, emmisionsstarke Kohlekraftwerke ersetzen, werden dadurch verhindert. Diese Entwicklung erleben wir gerade. Das führt langfristig gesehen zu Versorgungslücken, die letztendlich über das Ausland abgedeckt werden müssen. Damit wird der Strom allerdings noch teurer.

Fazit: Schon jetzt wird der Strom aus EE hoch subventioniert. Über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden die Abnahme und ein Festpreis für Strom aus EE gesetzlich garantiert. Die überhöhten Preise werden als so genannte Umlage an die Stromkunden, also an Sie, weiter gegeben.

Die Energiekosten werden mit den Ausbau der EE weiter steigen. Zum Einen sinken die Produktionskosten für EE nicht so schnell wie erwartet. Zum Anderen verdrängen die EE durch die staatlichen Subventionen, die garantierte Abnahme und durch CO2-Zertifikate die konventionellen Kraftwerke, bzw. machen den Strom aus konventionellen Kraftwerken unwirtschaftlich, teurer und/ oder zusätzliche Strom-Importe erforderlich.

Auf kurz, oder lang müssen wir weg von den konventionellen Energien, die Rohstoffe sind begrenzt. Dazu eignen sich aber weder die Windkraft noch die Photovoltaik, noch die anderen EE in Deutschland. Es gibt weder die notwendigen Energiespeicher, um eine Versorgungssicherheit zu garantieren, noch genügend Ressourcen um eine Vollversorgung durch EE zu garantieren. Vielfach fallen in diesem Zusammenhang die Worte Kombilösung und Energieeffizienz. Eine Kombination aus verschiedenen EE kann Energielücken schließen, diese aber auch erzeugen. Man denke nur an Flauten, lange Winternächte, Ernteausfälle bei Biomasse, etc. die zusammenfallen. Zudem sind wir in Deutschland derzeit weit weg von Energieeffizienz. Der Stromverbrauch steigt von Jahr zu Jahr, trotz der Einführung energiesparender Geräte. Lediglich die Wirtschaftskrise hat im letzten Jahr zu einer geringfügigen Abnahme des Stromverbrauches geführt. Man bedenke, die steigenden Energiepreise gehen vor allem auf Kosten der Kleinverdiener.

Was bringen EE für das Klima?

Trotz Solar- und Windenergie-Booms wird in Europa kein Gramm CO2 eingespart. Denn für jedes neue Windrad in Deutschland darf in Osteuropa mehr Kohle verfeuert werden. Schuld daran ist ausgerechnet die Klimapolitik der Europäischen Union: Denn der EU-weite Emissionshandel legt die Gesamtmenge an CO2 fest, die Stromkonzerne und Industrie ausstoßen dürfen. Und diese Menge ist unveränderlich – egal wie viele Windräder errichtet werden.

Was würden die EE für das Klima bringen, wenn der Emissionshandel nicht wäre?

Maximal 0,002 °C (ZWEI TAUSENDSTEL GRAD) sind der deutsche Beitrag am Klimaschutz, welcher durch die geplanten Reduktionen bis 2020 den Berechnungen nach erreicht werden könnte. Eine Fortführung bzw. Verschärfung der deutschen Reduktionen nach 2020 würde einen weiteren Beitrag im TAUSENDSTEL BIS HUNDERTSTEL GRAD BEREICH leisten. Dieser wird uns weitere Milliarden kosten.

Datenquellen

Wetterdaten Wasserkuppe

transpower Windenergieeinspeisung

Written by admin

Donnerstag, 11 März, 2010 um 13:30

20 Antworten

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  1. Sehr geehrter Herr Krüger,

    lange nicht mehr so etwas interessantes von einem Erneuerbaren Energien Skeptieker gelesen.

    Interessant vor allem das Sie richtigerweise erwähnen dass die Energien einen Anteil am Stromverbrauch von 15 (mittlerweile 16 %) haben. Dazu hätten Sie aber auch noch die Steigerungsraten der erneuerbaren Energien aus den letzten 10 Jahren und den Vorraussagen aller (inklusive EE freundlichen Instituten) erwähnen sollen. Denen wurde nämlich eine Größenordnung von unter 4 % zum Jahre 2010 nachgesagt

    Aktuelle Zahlen vom BMU „Beitrag der Erneuerbare Energien in Deutschland zur Energieversorgung“ 1998 – 2007
    Anteil Primaerenergieverbrauch
    2,1 % -> 6,6 %
    Anteil EE gesamter Stromverbrauch
    4,8 -> 14,0 nun 16,1
    Anteil gesamte Wärmebereitstellung
    3,5 -> 6,5
    Anteil EE Kraftstoffverbrauch
    0,2 -> 7,0
    Anteil gesamten Endenergieverbrauch
    3,1 -> 8,4

    Dies ist auch ohne den angedachten Ausbau der von Ihnen noch nicht relevant genannten Zwischenspeicherung von EE Strom geschehen. Sollten Sie die aktuellen Entwicklungen verfolgt haben wissen Sie dass hier in den letzten Jahren sehr große Fortschritte gemacht wurden. Dazu gibt es eine aktuelle Studie von der DENA zu Pumpspeicherwerken, Hybridkraftwerke (Speicherung Windstrom mittels Wasserkraft) und der BHKW Initiative von Lichtblick in Kooperation mit VW um nur einige der aktuellen Massnahmen zu nennen.
    Auf die großen Initativen die ansonsten angedacht sind, wie die Nordseeanrainerleitungen zum Ausstausch von erneuerbaren Energien dieser Länder sowie diverser anderer EU-weiter Projekte gehe ich gar nicht erst ein.
    Über die Mär von den hohen Kosten der erneuerbaren Energien kann ich in erster Linie entgegenhalten dass diese eine der wenigen Hochtechnologischen Bereiche sind, wo der Standort Deutschland weltweit vorne liegt und dadurch sehr viele Arbeitsplätze entstanden sind und noch viele entstehen werden (über 300.000 mit einer jährlichen Steigerungsrate von ca. 10 %, seit 1998 eine Steigerung von 330 %!)
    Aus diesen und den Klimaschutztechnischen Gründen haben die erneuerbaren Energien mittlerweile eine Aktzeptanz von fast 80% nach einer aktuellen Forsa Umfrage.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Träder
    Quellen meines Wissens sind
    http://www.bmu.de
    http://www.dena.de
    http://www.euractiv.de
    http://www.lichtblick.de
    http://www.unendlich-viel-energie.de

    Sven Träder

    Donnerstag, 11 März, 2010 at 14:45

  2. Zitat aus dem Sondergutachten 2009 der von unserer Regierung eingesetzten Monopolkommission:
    „Das EEG 2009 ermöglicht nun auch die Direktvermarktung von EEG-Strom. Aus ordnungspolitischer Sicht ist zu bemerken, dass das EEG und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) im Kern keine geeigneten Instrumente zur Erfüllung ihrer hochgesteckten Ziele sind. Vor dem Hintergrund des europäischen Emissionshandels sind sie sogar redundant. EEG und KWKG leisten keinen Beitrag zur Reduktion des europäischen CO2-Ausstoßes. Sie verteuern aber kurzfristig sehr wohl die Stromproduktion in Deutschland. Die
    Monopolkommission weist darauf hin, dass in dem Maße, in dem Ineffizienzen aus dem EEG und dem KWKG die Volkswirtschaft belasten, der Spielraum für die Politik zur Erreichung weiterer Klimaziele schwindet. Je kosteneffizienter die heute bestehende Klimapolitik ist, desto größer wird der Spielraum für weitere Fortschritte beim Klimaschutz. Auch die langfristigen Wirkungen von EEG und KWKG erscheinen fragwürdig. Die Förderung von Zukunftstechnologien erschweren EEG und KWKG dadurch, dass sich ihr Ausschnitt förderungswürdiger Technologien auf heute bereits bekannte Verfahren zur Vermeidung von CO2-Emissionen beschränkt. Hierdurch werden die Möglichkeiten heute noch unentdeckter Problemlösungen systematisch unterschätzt. Ihre Entdeckung ließe sich durch die Förderung von Grundlagenforschung beschleunigen.“

    Man beachte den letzten obigen Satz, aus dem hervorgeht, daß zukünftige Entwicklungen behindert werden.
    Quelle des zitierten Textes: http://www.monopolkommission.de/sg_54/s54_volltext.pdf
    Infoseite: http://www.monopolkommission.de/aktuell_sg54.html

    Alanka

    Donnerstag, 11 März, 2010 at 19:54

  3. Sehr geehrter Herr Träder,Sehr geehrter Herr Träder,
    beim lesen ihres Beitrags kommen mir eine Fragen zu „interessanten“ Aspekten ihrer Argumentation. Am Anfang natürlich, warum sie sich in ihrer Aussage „Aktuelle Zahlen vom BMU “Beitrag der Erneuerbare Energien in Deutschland zur Energieversorgung” nur auf 1998 – 2007 beziehen. Es gibt ja schon die Statistiken, die auch 2008 und 2009 abdecken. Könnte es daran liegen, daß in diesem Zeitraum die von ihnen so hochgelobte Steigerung von EE zu Stocken gekommen ist? Liest man die Statistik 2009, so fällt sofort auf, daß trotz massiver Förderung, z.B. die Ausbeute der Windkraft gegenüber 2008 nicht mehr gesteigert werden konnte.
    Aber weiter im Text. Sie behaupten, es hätte in den letzten Jahren „sehr große Fortschritte“ in Speichertechnologien gegeben. Dazu verweisen sie auf eine Studie. Bitte nennen sie doch mal einige neue, schon getestete Speichertechnolgien. Ich bin daran sehr interessiert. Nur als Frage am Rande, hätten wir nicht erst in neue Speichertechnologien und dann in EE investieren sollen?
    Um es jetzt nich zu lang zu machen. Sprechen wir noch ihre lineare Prognose zum Thema Arbeitsplätze an. Mal abgesehen davon, was von solch linearen Studien zu halten ist, wie viele Arbeitsplätze sind eigentlich durch die enormen Kosten für EE bereits verloren gegangen, wie viele kleine Betriebe schon nur dadurch in der letzten Zeit Pleite gegangen? Ich würde mich doch sehr freuen, wenn wir diese dagegen rechnen würden. Sie werden mir sicher zustimmen, daß die Bilanz an Arbeitsplätzen dann wohl eher ins Negative driftet.

    Mit freundlichen Grüßen iwg

    iwg

    Freitag, 12 März, 2010 at 10:49

  4. EE und Arbeitsplätze, da werden Sie in Spanien geholfen – Nicht mehr, sondern weniger Arbeitsplätze – dank EE.

    krishnag

    Freitag, 12 März, 2010 at 11:58

  5. @iwg
    Die Entwicklung im Bereich der Arbeitsplätze in den Jahren 2008 und 09 sind auch weiterhin positiv, ob nun Studie von 2008 oder 2010 ist sehr irrelvant. Selbst in der die Finanzkrise hat der Markt zugelegt. Kenne keine andere Branche wo das so ist. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn Sie eine kennen.

    Wenn dagegen gerechnet wird, dann sollte man nicht nur die von Ihnen angebrachten Kosten für das EEG hinzurechnen sondern auch auch die wirtschaftliche Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien und deren Einfluss auf das Wirtscahftswachstum, sowie die Einsparungen im Bereich des CO2. Sie werden mir sicher zustimmen, dass es keine Hochtechnologische Branche gibt die solche Wachstumsraten hat, wie die der EE. Aus diesem Grund sind viele der sogenannten Wirtschaftsförderungsgesetze in Asien, Amerika und Europa in die Förderung der erneuerbaren Energien gegangen.
    Das kleine Betriebe an der Umlage für das EEG zu grunde gegangen sind, ist eine Behauptung die in keinester Art und Weise belegbar ist, da eine Insolvenz eines Unternehmens nie an nur einem Faktor liegt, sondern immer mehrere hat. Die Kosten an der Strompreiserhöhungen in den letzten zehn Jahren liegen bei gerade mal 10 %. Sollte an dieser Preisrhöhung ein Unternehmen insolvent werden, ist Kalkulation des Unternehmens auf sehr töneren Füssen gewesen und wäre spätestens mit der Wirtschafts- und Finanzkrise zahlungsunfähig gewesen. Aber vielleicht ist das EEG ja auch daran schuld….

    Auf die Frage mit den Speichertechnologien fällt mir in erster Linie ein, dass hier die Stromkonzerne gefragt sind und die investieren erst seitdem in diesen Bereich, seit dem sie sehen, welche Möglichkeiten in dem Bereich der erneuerbaren Energien stecken. Als Beispiel zu nennen ist da die Forschung von Evonik in eine neue Speicherbatterie http://corporate.evonik.com/en/company/evonik-in-focus/energy-efficiency/storing-the-sun/Pages/default.aspx , sowie das Nordseeanrainernetz, welches die Redunanzen der erneuerbaren Energien ausgleichen soll. Im weiteren die beschlossenen Förderprogramme der EU für europaweite Ausgleichsnetze http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/10/231&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en

    http://ow.ly/16Kn12

    Dieses wurde gerade erst beschlossen und hat sicherlich den Hintergrund, dass hier erst der Handlungsbedarf erkannt werden musste bevor Handlungsmöglichkeiten von den Unternehmen erkannt wurden.
    Weiterhin haben hier din erster Linie die Stromkonzerne den Ausbau von dezentralen Netzen zum bessern Ausgleich nicht vorangetrieben: http://www.neueenergie.net/index.php?id=1895
    http://www.wiwo.de/technik-wissen/das-stromnetz-der-zukunft-412399/

    Im weiteren würde ich gerne mal von Ihnen hier hören wie denn eigentlich ohne erneuebare Energien der zukünftige Energieverbrauch und die auf uns zukommende Ölknappheit zu regeln ist. Denn nur das eine schlecht machen und sagen das funktioniert so angeblich nicht, ist die eine Sache, hier aber Verbesserungsvorschläge zu tätigen, ist das andere. Dies ist mein größter Kritikpunkt an dem immer mehr verteilten Artikel hier. Hier werden keine lösungsansätze geboten sondern nur eine ÜBerzeugung vertreten die gegen etwas ist.

    MfG

    Sven Träder

    Welche

    Sven Träder

    Montag, 15 März, 2010 at 09:19

  6. @sven T.
    Abteilung Lösungsansätze:
    http://www.capital.de/politik/100028862.html

    MfG
    SG

    simon grünland

    Montag, 15 März, 2010 at 21:38

  7. @Träder

    „Im weiteren würde ich gerne mal von Ihnen hier hören wie denn eigentlich ohne erneuebare Energien der zukünftige Energieverbrauch und die auf uns zukommende Ölknappheit zu regeln ist. Denn nur das eine schlecht machen und sagen das funktioniert so angeblich nicht, ist die eine Sache, hier aber Verbesserungsvorschläge zu tätigen, ist das andere. Dies ist mein größter Kritikpunkt an dem immer mehr verteilten Artikel hier. Hier werden keine lösungsansätze geboten sondern nur eine ÜBerzeugung vertreten die gegen etwas ist.

    MfG

    Sven Träder“

    Lösungsansatz 1

    Kohleverflüssigung

    Lösungsansatz 2

    Gezeitenkraftwerke

    Lösungsansatz 3

    Kernfusion (ITER)

    klimakatastrophe

    Dienstag, 16 März, 2010 at 11:47

  8. @Träder

    „““Auf die Frage mit den Speichertechnologien fällt mir in erster Linie ein, dass hier die Stromkonzerne gefragt sind und die investieren erst seitdem in diesen Bereich….,““““

    Aha, andere verbocken den Mist und am Ende sind die Konzerne in der Pflicht?????
    Wo leben Sie eigentlich……..jedenfalls nicht in Deutschland.

    Ist Ihnen inzwischen aufgefallen das Vattenfall seine Stromnetze an einen Finanzinvestor verkauft und das auch schon EON in Verhandlungen mit Dritten sind?

    Was das bedeutet, können Sie sich mal von einem echten Energieexperten erklären lassen und das das zu Kosten der Stromkunden gehen wird, sollte hier jedem klar werden.

    Wir haben in Europa liberalisierte Strommärkte, EE sind dort nur eine unnötige Last und nur Dank der direkten Bezahlung durch den Stromkunden überhaupt rentabel.
    Speicherlösungen in diesen hohen Dimensionen (allein für Deutschland zirka 25 TWh) sind nicht in Sicht, der Ausbau von PSW so gut wie unmöglich und die nette Idee mit der Vernetzung europäischer Windparks wird an rein physikalischen Gesetzen scheitern.

    Was bleibt ist eine von aggressiven Lobbyisten gepushte Erzeugungsart die durch den deutschen Michel bezahlt wird und einigen wenigen die Taschen füllt, rein volkswirtschaftlich ist die derzeitige EEG eine Katastrophe, was Sie als elektrotechnischer Laie aber nicht einsehen wollen.

    Eine 100% EE versorgte deutsche Nation wird es so nie geben, es sei denn Sie schalten bei Flaute einfach immer die Stromkunden vom Netz.

    H.E.

    Heinz Eng

    Dienstag, 16 März, 2010 at 13:47

  9. An Sven Träder
    Auf der Webseite von wilfriedheck.tripod.com wird unter dem 14.3.2010 die Ineffizienz die Speicherung von Windstrom anhand einer Grafik dargestellt. Was halten Sie von dieser Grafik? Ist das Phantasie oder realitätsnah? Ihre Meinung dazu würde mich interessieren.

    Alina Alanka

    Mittwoch, 17 März, 2010 at 21:43

  10. Sven Träder schreibt: Die Kosten an der Strompreiserhöhungen in den letzten zehn Jahren liegen bei gerade mal 10 %

    Wenn die „erneuerbare Energie“ derzeit etwa 17% des Primärenergiebedarfes abdecken soll, dürfte an dieser Behauptung etwas nicht stimmen.

    MEstermeier

    Samstag, 20 März, 2010 at 21:29

  11. @MEstermeier

    „““Sven Träder schreibt: Die Kosten an der Strompreiserhöhungen in den letzten zehn Jahren liegen bei gerade mal 10 %“““

    Kann man jetzt pauschal nicht so sagen.
    1999 wurde die Stromsteuer/Ökosteuer von 2,05 Cent/kWh eingeführt, dann kamen EEG/KWK _Zwangsenteignungsgebühren dazu (derzeit etwa 2,3Cent/kWh) und anschließend die Erhöhung der Märchensteuer auf 19%………insgesamt übersteigen dieses Jahr der staatliche Ausbeutungsanteil deutlich die 42% des gezahlten Strompreises.

    Schwierig wird der Anteil der Erhöhung der Durchleitungsgebühren einzurechnen sein, denn besonders in WKA-Reichen Netzgebieten dürfte dieser Anteil besonders stark steigen.

    Einzig die Liberalisierung der Strommärkte hatten damals zu einer kurzfristigen Entlastung des Stromkunden geführt, selbst dieser Effekt wird durch den starken Konzentrationsproßess in der Energiewirtschaft sehr schnell ins Gegenteil verkehrt.

    Atomausstieg und die Verhinderung der Neubauten von modernen Kohlekraftwerken dürfte in der nahen Zukunft auch zu einer weiteren Steigerung der Erzeugerpreise führen, der Regelaufwand für immer mehr Windstrom muss dann am Ende von teuren Gaskraftwerken aufgebracht werden…….und das ist nicht billig.

    Fazit, der eigentliche Preistreiber der letzten 10 Jahre ist der Staat, der aber auch die EE-Gesetzgebung beschlossen hat und damit direkt Schuld an unserem Dilemma ist.

    MfG
    Heinz Eng

    Heinz Eng

    Montag, 22 März, 2010 at 10:30

  12. Herr Sven Träder,

    Energieversorgung der Zukunft.

    Zunächst einmal gibt es keine „Erneuerbaren Energien“. Wind u. Sonne sind aufgrund ihrer geringen Energiedichte und Unstetigkeit nicht für die Vesorgung eines Industriestaates geeignet. Aufgrund dessen bedarf es gewaltiger Anlagen um einen bescheidenen Ertrag nutzlosen Zufallsstroms zu erzeugen. Wind u. Solar sind umweltschädlich, nutzlos und extrem teuer.

    In den kommenden Jahrzehnten werden sicherlich Öl und Erdgas eine Hauptrolle spielen. Aufgrund der Verknappung und hoher Preise findet bereits heute eine Substitution zugunsten der Kohle statt. Irgendwann wird es dann eine Substitution zugunsten der Kernenergie geben. Kernenergie ist die umweltfreundlichste Energiequelle, keine Emissionen, sehr geringe Mengen toxischen, bzw. radiotoxischem Mülls. Uran kann für Millionen Jahre einigermassen preiswert gewonnen werden. Das Entwicklungspotential, insbesondere des Schnellen Brüters und des MSR Reaktors ist gewaltig. Artikel und Analysen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.oekoreligion.npage.de

    Vandale

    Horst Trummler

    Freitag, 2 April, 2010 at 22:32

  13. Kernfusionskonstante 50 Jahre…
    da können wir lange warten.
    LiquifiedCoal…fossile Energie.
    Gezeitenkraftwerke=EE

    Dann haben wir noch 24/7 Solarstrom.
    http://www.powersat.com

    High Altitude Wind
    http://europe.theoildrum.com/node/5538
    http://europe.theoildrum.com/node/5554
    http://www.kitegen.com
    http://www.makanipower.com

    Geothermische Stromerzeugung steht und fällt mit der Bohrtechnologie die sich mit besseren Exlorationsmethoden in der Erdölbohrung stetig weiter entwickelt. Bietet aber jetzt schon ein hohes Energiesparpotential bei der Thermischen Versorgung.

    Monokristaline Dünnschichtzellen aus langfristig verfügbaren Rohstoffen.
    http://www.crystalsol.com

    Wer meint dass EE sich nicht zur Versorgung eines Industriestaates eigenen unterschätzt den Menschen an sich. Sprich nicht gerade für den Intellekt dieser Person.

    Zu LFTR und MSR Träumereien empfehle ich
    http://europe.theoildrum.com/node/5929
    The Future of Nuclear Energy: Facts and Fiction – Part IV: Energy from Breeder Reactors and from Fusion?

    Heavyweather

    Samstag, 11 September, 2010 at 15:44

  14. @Heavyweather

    „Wer meint dass EE sich nicht zur Versorgung eines Industriestaates eigenen unterschätzt den Menschen an sich. Sprich nicht gerade für den Intellekt dieser Person.“

    Dann rechen Sie mir das mal vor.

    klimakatastrophe

    Montag, 13 September, 2010 at 12:06

  15. @klimakatastrophe

    Wozu. Diese Arbeit wurde bereits mehrfach gemacht. Durch verschiedene Universitäten. Z.B. auch an der TU-Graz (für Deutschland).
    Wobau in diesen Studien von sehr konservativen Entwicklungmöglichkeiten ausgegangen wird.
    Sprich kein Powersat, kein Kitegen.

    Technisch kein Problem. Ökonomisch natürlich noch entwicklungsfähig.

    Aber du wirst es auch nicht glauben wenn es 1000 mal peerrevied ist.
    Einfach abwarten und weiterbloggen…andere arbeiten für dich an der Zukunft.

    Heavyweather

    Montag, 13 September, 2010 at 13:33

  16. @Heavyweather

    Wozu. Diese Arbeit wurde bereits mehrfach gemacht. …
    Technisch kein Problem. Ökonomisch natürlich noch entwicklungsfähig. …

    Ahja?

    Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast …

    Warum klappt dann noch nicht einmal die autonome Versorgung mit EE von kleinen Dörfern (in Deutschland oder Österreich)? Die sind alle noch am öffentlichen Stromnetz angebunden.

    Mehr zu den EE finden Sie hier:

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/03/03/deutschland-auf-dem-weg-zum-strom-aus-100-erneuerbarer-energie-eine-illusion/

    klimakatastrophe

    Mittwoch, 15 September, 2010 at 11:52

  17. Habe seit dem Sommer einen Holzvergaser, verheize das Holz, das auf dem eigenen Grundstück nachwächst, bin sehr zufrieden!
    Es leben die nachwachsenden Rohstoffe!

    Walter Klag

    Freitag, 17 September, 2010 at 15:59

  18. @Walter Klag
    Klar, in China wollte man während der Kulturrevolution auch in jedem Dorf einen Mini-Hochofen betreiben… würde doch glatt dazu passen.
    Chris

    Chr!s

    Montag, 13 Dezember, 2010 at 20:49

  19. Verstehe den Witz nicht, möchte trotzdem lachen…

    Walter Klag

    Dienstag, 14 Dezember, 2010 at 16:52


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