klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Der “Vater” der wissenschaftlichen Klimatologie bezieht Stellung zum “Klimaschwindel”

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Gastbeitrag von Michael Krüger

Auch erschienen bei Readers Edition

Sonntag, den 8. November 2009 um 18:21 Uhr von Michael Krüger

Reid Bryson

In den 1960er Jahren stand die moderne Klimaforschung noch am Anfang. Einer der ersten Klimaforscher, der besagte, dass menschliche Aktivitäten das Klima ändern könnten, war Reid Bryson.

Zur Person

Reid Bryson, geboren am 7 Juni 1920 und verstorben am 11 Juni 2008, war ein amerikanischer Atmosphärenforscher, Geologe und Meteorologe. Er war Professor an der Universität von Wiscounsin-Madison. Dort war er Vorsitzender der Abteilung für Meteorologie. Er wurde 1970 der erste Direktor des Instituts für Klimastudien. Er hat fünf Bücher und mehr als 230 andere Publikationen verfasst und wurde vom britischen Institute der Geographen als der am häufigsten genannte Klimaforscher in der Welt identifiziert.

Zwischen 1968-1975 verfasste Bryson einige Bücher und Abhandlungen zum Thema Luftverschmutzung und deren Auswirkung auf das Klima. Er war einer der meist gefragten und anerkanntesten Klimaforscher seiner Zeit. Selbst die CIA hat auf seine Studien zurückgegriffen.

Bryson und die CIA

Schon 1974 hatte die CIA die Regierung darauf aufmerksam gemacht, dass ein Klima-Umschlag stattfinde, der „bereits zu großen Wirtschaftsproblemen auf der ganzen Welt geführt hat“.

So glaubt der amerikanische Klimatologe Reid Bryson von der University of Wisconsin, auf dessen Studien sich die CIA stützte, dass sich auf der gesamten nördlichen Halbkugel das Klima immer mehr abkühle. In ihrem Report warnten die Geheimdienstler vor durch Wetterumschwünge hervorgerufene Energie- und Nahrungsmittelkrisen, die ihrerseits zu politischen Krisen führen könnten. [1]

Angesichts der „Getreidekrise“ im Jahre 1972 herrschte nach etlichen Wetter bedingten Missernten in den sechziger Jahren eine kollektive Angstsituation. Die Nachrichten und Schlagzeilen in den Medien häuften sich und es kam zu einer Nachrichtendichte, die den amerikanischen Geheimdienst CIA veranlasste, den vielen wilden Spekulationen nach den Ursachen dieser Wetterkapriolen nachzugehen und die führenden Klimatologen um Auskunft und Rat zu ersuchen.

Anfang der siebziger Jahre kam die CIA zu dem Ergebnis, dass die Veränderungen des Klimas „vielleicht die größte Herausforderung (seien), der sich Amerika in den kommenden Jahres ausgesetzt sehen wird“. Aus der Angst heraus, dass die USA ihre Vormachtstellung als Getreideexporteur durch Missernten verlieren könnten, gab der CIA mehrere Studien über das Klima der Welt, die wahrscheinlich zu erwartenden Veränderungen und deren vermutliche Auswirkungen auf Amerika und die übrige Welt in Auftrag.

Politischer Sieger unter den diversen Studien war die Wiskonsin-Studie, die unter der Leitung von Professor Reid Bryson entstand. Sie sagte vorher, „dass die Erde zu dem Klimasystem zurückkehrt, das von Beginn des 17. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts geherrscht hat und üblicherweise die neoborale oder „Kleine Eiszeit“ genannt wird.“ In dieser Zeit lebte Nordeuropa überwiegend in der Dämmerung ständigen Winters. Schlechte Ernährung hatte große Epidemien in Europa, Russland, Indien und Afrika zur Folge, während die Iberische Halbinsel, Italien und Griechenland blühten. Professor Brysons Gedankengang lautet so: „Bis etwa 1940 wurde die Welt wärmer; Mitte der vierziger Jahre setzte dann eine entgegen gesetzte Entwicklung ein, da sich die Polarluft nach Süden ausdehnte und sich die nördliche Halbkugel abkühlte. Prof. Bryson glaubte, dass die 3 Hauptfaktoren dabei sind: vulkanische Asche, vom Menschen erzeugter Staub und Kohlendioxid.“ Er glaubte, dass die Chancen für einen beschleunigten Abkühlungstrend hoch sind, wie übrigens viele Klimaforscher seiner Zeit (z.B. Prof. George Kukla).

Die nachrichtendienstlich relevanten Ergebnisse des CIA wurden 1977 in den USA unter dem Titel “The Weather Conspiracy”, “Die Wetter Verschwörung” publiziert. 1978 erschien dieses Buch in Deutschland von einem Impact-Team unter dem Titel “Der Klima-Schock” veröffentlicht. Auf der Titelseite liest man: “Die nächste Eiszeit steht kurz bevor. Der Bedarf an Heizenergie wird unerfüllbar. Große Teile der Erde werden unzugänglich. Der Hunger wird größer.”… [2]

In einem Interview von 2007 nahm, der inzwischen verstorbene Bryson, Stellung zur aktuellen Klimahysterie. [3]

Vor fast 40 Jahren stand Bryson, der als “Vater” der wissenschaftlichen Klimatologie gilt, vor der American Association for the Advancement of Science – weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft und Herausgeber der Zeitschrift Science – und präsentierte eine Veröffentlichung, die besagte, dass menschliche Aktivitäten das Klima ändern könnten.

„Ich wurde ausgelacht, als ich das sagte“ teilte er mit.

In den 1960er Jahren galt diese Idee noch als eine radikale Vorstellung. Heute haben sich die Dinge aber genau ins Gegenteil verkehrt. Erneut ist Bryson ein Gegner der weitläufigen Meinung. Er sagt:

„Das Klima hat sich schon immer geändert und das rapide zu den unterschiedlichen Zeiten, und zwar durch Veränderungen in der Vergangenheit“

„Bevor es genug Menschen gab, vor zwei Millionen Jahren, war Niemand da um das Klima zu verändern und doch änderte sich das Klima. OK?“

„Diese ganze Argumentation, ob die Temperatur steigt, oder nicht, ist absurd. Natürlich geht sie rauf. Sie geht rauf seit den frühen 1800er Jahren, also schon vor der industriellen Revolution und zwar weil wir aus der kleinen Eiszeit kommen und nicht weil wir mehr CO2 in die Atmosphäre entlassen.“

In seinen weiteren Ausführungen weist Bryson auf die mittelalterliche Warmzeit der Wikinger-Ära hin und auf mittelalterliche Funde unter den derzeitigen Alpengletschern.

Angesprochen auf die Treibhauswirkung von CO2, weist er darauf hin, dass Wasserdampf ein vielfach potentielleres Treibhausgas als CO2 ist und eine CO2-Verdopplung nur einen geringfügigen Einfluss auf die Temperatur hat. Die Daten, mit welchen die Computermodelle gefüttert werden, bewerten das CO2 über und den Einfluss der Wolken und des Wasserdampfes unter, so Bryson.

Bryson sagt, er schaut in die entgegengesetzte Richtung, auf vergangene klimatische Bedingungen, um Hinweise über das künftige Klima zu gewinnen. So würden beispielsweise die Studien zu den antarktischen Eiskernen zeigen, dass in den letzten 650.000 Jahren immer zuerst ein die Temperatur angestiegen ist und dann das CO2. [4]

In einem weiteren Interview von 2007 (original erschienen in The Capital Times) sagte er Folgendes [5]

“Keine Frage, die Erde hat sich erwärmt. Immerhin kommen wir aus der “Kleinen Eiszeit”.”

“Wie auch immer, es gibt keinen glaubwürdigen Beweis dafür, dass dieses aufgrund der Menschheit und deren CO2-Ausstoß geschieht. Wir kommen seit 300 Jahre aus der Kleinen Eiszeit… Es erwärmt sich also schon seit langer Zeit.”

“Die Menschen verschmutzen zwar die Luft und fügen der Atmosphäre CO2 hinzu, aber der Effekt ist gering.”

“Das die Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinde an einer vom Menschen verursachten Erwärmung glaubt, dass sagt absolut nichts aus. Konsens beweist gar nichts, in der Wissenschaft oder anderswo, mit Ausnahme in der Demokratie, vielleicht.”

“Damit kann eine Menge Geld gemacht werden. Sie können keine Zuschüsse erhalten, es sei denn, Sie sagen: “Oh die globale Erwärmung, ja, ja, Kohlendioxid.”“

“Da ist sehr wenig Wahrheit, in dem was gesagt wird und eine Menge von Religion. Es ist geradezu eine Religion. Du hast an die anthropogene (vom Menschen gemachte) globale Erwärmung zu glauben, oder du wirst für Verrückt erklärt.”

Bryson hat den Film von Al Gore “An Inconvenient Truth.” (”Eine unbequeme Wahrheit”) nicht gesehen. Er sagt:

“Es ist keine Wissenschaft, es ist nicht wahr.”

In einer TV-Diskussion von 2007 bezieht Bryson noch einmal eindrücklich Stellung.

Reid Bryson in einer TV-Diskussion im Dez. 2007

Quellverzeichnis

[1] Kälte: Carters erste Prüfung. DER SPIEGEL 07/1977 vom 07.02.1977, Seite 78

[2] Geheimdienst CIA propagierte “Blitzkrieg des Schnees”

[3] Wisconsin Energy Cooperative. May 2007 Issue. The Faithful Heretic. A Wisconsin Icon Pursues Tough Questions.

[4] klimanews. Der Globale-Cooling-Konsens der 1970er Jahre, alles nur ein Mythos?

[5] “Global Warming is a Bunch of Hooey” – Legendary Professor of Scientific Climatology

Written by admin

Montag, 9 November, 2009 um 17:50

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

5 Antworten

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  1. Hallo Chef

    Was hälst Du eigentlich davon????
    http://wattsupwiththat.com/2009/11/09/the-climate-engine/#more-12655

    Ist da was dran?

    MfG
    Heinz Eng

    Heinz Eng

    Dienstag, 10 November, 2009 at 09:28

  2. @Heinz Eng
    Wenn der Mann nicht Weinbauer wäre und ich mehr über ihn und seine „Eignung“ zum Threma gefunden hätte wäre mir wohler. Ich hatte vorgehabt, den Originalink zu verwenden um es in R-E zu bringen, fand dann aber zu viele „Angriffsflächen“ für die Vollhorste, die dort versammelt sind.
    Die Aussagen wirke vernünftig, aber, normal, rufen auch viel Widerspruch hervor, bis hin zu „naiv“.
    Ich such erst mal weiter, ggfs. auch über seinen Co.

    krishnag

    Dienstag, 10 November, 2009 at 17:00

  3. @Heinz Eng
    Carl Wolk heißt sein Co Autor, ich suche mal

    krishnag

    Dienstag, 10 November, 2009 at 17:03

  4. @Heinz Eng
    Weil dieser Wolk einen Kommentar abgegeben hat, habe ich das:
    http://met.hu/doc/idojaras/vol111001_01.pdf
    gefunden, und zwar Greenhouse effect in semi-transparent planetary atmospheres by Miskolczi – a review
    Interessant, daß in dem Paper auch auf die optical depth eingegangen wird, wie S. Schneider seine mögliche Abkühlung begründete.

    krishnag

    Dienstag, 10 November, 2009 at 17:22

  5. @Krishna

    Danke mein Freund, also kommen die Jungs da auf 0,24 Grad Temperaturerhöhung bei Verdopplung der CO2 Konzentration, hmmm.

    Reicht leider nicht aus um die derzeitige Panik zu untermauern….inzwischen sind wir ja schon bei 6 Grad Überhitzung bis 2020 angekommen.
    Dann auch noch die Inder mit ihren Gletschern und die Finnen wollen im TV den netten Herrn Mann et al. und seinen Hockey-Stick zerlegen, wo soll das alles noch hinführen?

    Kopenhagen wird wohl zur Witznummer des Jahrtausends und zumal viel zu kalt für jettende Badeurlauber.

    H.E.

    Heinz Eng

    Mittwoch, 11 November, 2009 at 08:56


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