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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Kältetote nach Wintereinbruch in Polen – Minus-Rekorde in Deutschland

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In Polen sind nach dem Wintereinbruch mindestens vier Menschen erfroren, in Wien schneite es am Donnerstag bei Temperaturen um null Grad.

In Sachsen schuf Schneetreiben vor allem im Erzgebirge weiße Landschaften. Autofahrer hatten mit glatten Straßen zu kämpfen, die Polizei registrierte mehr Unfälle als sonst.

Der kurze Wintereinbruch bescherte Deutschland Minus-Rekorde: Auf dem Feldberg im Schwarzwald war es in der Nacht zum Donnerstag mit unter minus 8 Grad so kalt wie noch nie zu dieser Jahreszeit.

Der bisherige Rekord für die zweite Oktoberdekade wurde am 18. Oktober 1992 mit minus 6,6 Grad erreicht, wie der Wetterdienst Meteomedia mitteilte. Noch kälter sei es am Donnerstagmorgen in Bernau im Schwarzwald mit minus 10,6 Grad gewesen.

In der Nacht zum Donnerstag wurden in der Westhälfte Deutschlands vereinzelt Kälterekorde für diese Jahreszeit aufgestellt: Am Düsseldorfer Flughafen zeigte das Thermometer minus 3,6 Grad an – der tiefste Wert für Mitte Oktober lag bisher bei minus 3,0 Grad und stammte aus dem Jahre 1972.

Auch am Flughafen Köln/Bonn hatte der Frost einen 37 Jahre alten Rekord mit minus 5,6 Grad unterboten.

Der unerwartet frühe Wintereinbruch hält das sächsische Bergland weiter fest im Griff. In der Nacht schneite es erneut kräftig, so dass etwa an der Wetterstation in Zinnwald-Georgenfeld 24 Zentimeter Neuschnee zusammenkamen. „Seit Beginn der Schneemessungen im Jahre 1971 wurde an der Station noch nie so früh so viel Schnee gemessen“, sagte Thomas Sävert von der Meteomedia Unwetterzentrale gegenüber wetter.info.

Doch eine geschlossene Schneedecke ist keineswegs nur in den Höhenlagen des Erzgebirges zu finden. Selbst im nur 300 Meter hoch gelegenen sächsischen Lichtenhain-Mittelndorf wurde eine Schneehöhe von zehn Zentimetern gemessen. In den bayerischen Alpen meldet die Zugspitze unterdessen bereits 112 Zentimeter Schnee.

Insgesamt liegt in Zinnwald nun eine 42 Zentimeter hohe Schneedecke. Der bisherige Höchstwert für die zweite Oktoberdekade lag bei 21 Zentimetern und wurde am 17. Oktober 1974 erreicht.

In Polen mussten hundertausende weiter ohne Strom auskommen. Im Winterkurort Zakopane wurde ein 54-Jähriger tot im Wald gefunden. In Gron in der Tatra wurde im Schnee die Leiche eines 33-Jährigen entdeckt. Im Bezirk Malopolska im Süden gab es zwei weitere Kältetote.

Besonders betroffen von den Stromausfällen war die Region um Krakau im Süden des Landes, wo mehr als 180.000 Haushalte keine Elektrizität hatten, berichtete die Polnische Presse-Agentur PAP am Donnerstag. In Zakopane lagen 58 Zentimeter Schnee.

Wegen der plötzlichen Schneefälle werden Österreichs Skigebiete deutlich früher öffnen als geplant.

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Written by admin

Montag, 19 Oktober, 2009 um 17:21

Veröffentlicht in Klimawandel

3 Antworten

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  1. Was wollen Sie eigentlich mit dem gehäuften Zitieren von Wettermeldungen zu Kälteeinbrüchen erreichen?

    Ich kann nur interpretieren, dass Sie beim Leser die Meinung erzeugen wollen, dass diese Ereignisse der „These“ der Klimaerwärmung widersprechen würde. Wenn es tatsächlich so wäre (einen anderen Grund kann ich mir auch beileibe nicht vorstellen), dann disqualifizieren Sie sich selbst.

    Entweder wissen Sie nicht, dass Wetter nicht gleich Klima ist und man folgerichtig aus einzelnen Wetterereignissen nicht auf klimatische Entwicklungen schließen kann. Oder Sie versuchen bewusst, die Meinung des Lesers zu manipulieren. Entweder fehlt es Ihnen also an Wissen, oder an Integrität.

    Marcus

    Dienstag, 27 Oktober, 2009 at 16:56

  2. @Marcus
    Vielleicht entgeht es Ihrer gefilterten Meinungsbildung, wie wir immer wieder gern von den Medien und interessierten Vertretern diverser NGOs und anderer Institutionen mit „Katastrophen“meldungen in Hinblick auf den „bösen Klimawandel“, seinen „furchtbaren Folgen“ sinnlos zugemüllt werden, Arktis eisfrei in x, x+5, x+7, x+10 Jahren etc und blah blah.
    Leider habe ich noch nicht das Vergnügen gehabt Ihre „potente Meinung“ hiergegen irgendwo zu lesen. Das sind auch bloß „Wettermeldungen“, die auch noch auf eine „kommende Katastrophe“ hinweisen sollen.
    Letztendlich passen Kälterekorde nicht in eine „verbrennende Welt“ eines Schellnhuber oder Rahmstorf.

    krishnag

    Dienstag, 27 Oktober, 2009 at 17:07

  3. Klima ist Wetter………..über 30 Jahre gemittelt für einen bestimmten Ort der Erde.

    Wie oft durften wir uns die letzten Jahre doch immer wieder anhören……Heißester Tag seid Beginn der Aufzeichnung…….Klimawandels Schuld am Sturm/Taifun/Hurrikan/Trockenheit/Starkregen und vieles mehr, also sind dementsprechend auch Kälterekorde Klimarelevant, zumal sie große Gebiete der Nordhalbkugel betroffen haben.

    Mit selektiven Wettergeschrei ist nun mal keiner Seite geholfen aber das ignorieren von kalten Werten auch nicht.

    MfG
    H.E.

    Heinz Eng

    Donnerstag, 29 Oktober, 2009 at 12:12


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