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Archive for Oktober 19th, 2009

Kältetote nach Wintereinbruch in Polen – Minus-Rekorde in Deutschland

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In Polen sind nach dem Wintereinbruch mindestens vier Menschen erfroren, in Wien schneite es am Donnerstag bei Temperaturen um null Grad.

In Sachsen schuf Schneetreiben vor allem im Erzgebirge weiße Landschaften. Autofahrer hatten mit glatten Straßen zu kämpfen, die Polizei registrierte mehr Unfälle als sonst.

Der kurze Wintereinbruch bescherte Deutschland Minus-Rekorde: Auf dem Feldberg im Schwarzwald war es in der Nacht zum Donnerstag mit unter minus 8 Grad so kalt wie noch nie zu dieser Jahreszeit.

Der bisherige Rekord für die zweite Oktoberdekade wurde am 18. Oktober 1992 mit minus 6,6 Grad erreicht, wie der Wetterdienst Meteomedia mitteilte. Noch kälter sei es am Donnerstagmorgen in Bernau im Schwarzwald mit minus 10,6 Grad gewesen.

In der Nacht zum Donnerstag wurden in der Westhälfte Deutschlands vereinzelt Kälterekorde für diese Jahreszeit aufgestellt: Am Düsseldorfer Flughafen zeigte das Thermometer minus 3,6 Grad an – der tiefste Wert für Mitte Oktober lag bisher bei minus 3,0 Grad und stammte aus dem Jahre 1972.

Auch am Flughafen Köln/Bonn hatte der Frost einen 37 Jahre alten Rekord mit minus 5,6 Grad unterboten.

Der unerwartet frühe Wintereinbruch hält das sächsische Bergland weiter fest im Griff. In der Nacht schneite es erneut kräftig, so dass etwa an der Wetterstation in Zinnwald-Georgenfeld 24 Zentimeter Neuschnee zusammenkamen. „Seit Beginn der Schneemessungen im Jahre 1971 wurde an der Station noch nie so früh so viel Schnee gemessen“, sagte Thomas Sävert von der Meteomedia Unwetterzentrale gegenüber wetter.info.

Doch eine geschlossene Schneedecke ist keineswegs nur in den Höhenlagen des Erzgebirges zu finden. Selbst im nur 300 Meter hoch gelegenen sächsischen Lichtenhain-Mittelndorf wurde eine Schneehöhe von zehn Zentimetern gemessen. In den bayerischen Alpen meldet die Zugspitze unterdessen bereits 112 Zentimeter Schnee.

Insgesamt liegt in Zinnwald nun eine 42 Zentimeter hohe Schneedecke. Der bisherige Höchstwert für die zweite Oktoberdekade lag bei 21 Zentimetern und wurde am 17. Oktober 1974 erreicht.

In Polen mussten hundertausende weiter ohne Strom auskommen. Im Winterkurort Zakopane wurde ein 54-Jähriger tot im Wald gefunden. In Gron in der Tatra wurde im Schnee die Leiche eines 33-Jährigen entdeckt. Im Bezirk Malopolska im Süden gab es zwei weitere Kältetote.

Besonders betroffen von den Stromausfällen war die Region um Krakau im Süden des Landes, wo mehr als 180.000 Haushalte keine Elektrizität hatten, berichtete die Polnische Presse-Agentur PAP am Donnerstag. In Zakopane lagen 58 Zentimeter Schnee.

Wegen der plötzlichen Schneefälle werden Österreichs Skigebiete deutlich früher öffnen als geplant.

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Montag, 19 Oktober, 2009 at 17:21

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Wintereinbruch in Sachsen – Skisaison eröffnet am 18.10.2009

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Written by admin

Montag, 19 Oktober, 2009 at 13:33

Veröffentlicht in Klimawandel