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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Der Klimaberater der Kanzlerin und die explodierende Erde

with 8 comments

Prof. Schellnhuber „… dann würde die Erde explodieren“ TV Spot in PHOENIX TV am 13.11.2008

Written by admin

Dienstag, 17 März, 2009 um 14:42

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

8 Antworten

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  1. Der wirkt irgendwie als hätte er gekifft oder am Lachgas genippt ;-)

    LG
    Eddy

    Eddy

    Dienstag, 17 März, 2009 at 16:59

  2. Zum Thema Überbevölkerung:

    Wie sieht die Wirklichkeit denn aus? Die Erdoberfläche beträgt etwas
    über 510 Millionen Km2, davon sind ca. 71 % oder 361 Mio. Km2 Wasser.
    Die Landfläche umfaßt 149 Mio. km2, davon gelten als „bewohnbar“ 90
    Mio. km2. Von diesen 90 Mio. km2 werden ca. 14 Mio. km2
    landwirtschaftlich genutzt, das sind rund 15%, und nur ca. 2 % der
    bewohnbaren Fläche – wobei diese sich durch entsprechende Maßnahmen
    sicher noch ausdehnen ließe – ist von menschlichen Siedlungen
    bedeckt. Mit anderen Worten, mehr als 83% der bewohnbaren
    Erdoberfläche sind vom Menschen weder besiedelt, noch werden sie als
    Ackerland genutzt.

    Z.Z. leben ca. 6 Mrd. Menschen auf der Erde. Böte man jedem nur 113
    m2 Raum, so hätten sie alle in einem einzigen US-Bundesstaat, nämlich
    in Texas Platz, der mit 680.755 km2 fast doppelt so groß ist wie die
    BRD. Wenn man die einzelnen Menschen aller Altersstufen nun in
    Drei-personenhaushalte zusammenfaßt, könnte man für jeden Haushalt
    ein Haus von 102 m2 Wohnfläche errichten und mit der frei werdenden
    Fläche würden Städteplaner Freiräume für eine Infrastruktur, für Ver-
    und Entsorgungseinrichtungen. Sie bräuchten höchsten zweigeschossige
    Häuser zu errichten und Texas wäre eine riesige Stadt, eine
    Megapolis, und kein Mensch wäre da, die Felder in der Ukraine, in
    Australien, Europa, Afrika, den USA, Kanada und Lateinamerika zu
    bearbeiten, sie alle würden in Texas wohnen.

    Zum Thema Rohstoffe und Öl
    Denn seit der „Club of Rome“ schon in den 90ern des vergangenen
    Jahrhunderts, in seinem von jeglicher wissenschaftlicher Kompetenz
    befreiten Buch „Die Grenzen des Wachstums“, mit derlei „Drohungen“
    Schiffbruch erlitt, wird die Phrase von der „Endlichkeit der
    Ressourcen“, hier Erdöl mit einer beständigen Regelmäßigkeit wieder
    und wieder hochgewürgt.

    Dazu wäre festzuhalten: es war ein gewisser M. King Hubbert
    (1903-89), welcher schon 1956 in einem Aufsatz (Nuclear Energy and
    Fossil Fuels in: Drilling and Prodution Practice, Washington,
    American Petroleum Institute, S. 7-25), so etwas wie „peak oil“, d.h.
    den Wendepunkt der Ölförderung, richtig für das Jahr 1970
    vorhergesagt hatte.

    Das betraf aber ausschließlich die USA und lag nicht an den
    natürlichen Ölvorkommen der USA, sondern daran, daß die Regierung
    diese Ölvorkommen in den USA aus strategischen Gründen als Reserve
    betrachtete und nicht weiter angreifen wollte! (Böse Zungen sprechen
    bei derartigen Vorkommnissen auch schon mal von Manipulationen des
    sogen. „freien Marktes“.)

    Für den Rest der Welt stimmten Hubberts Ankündigungen auf der ganzen
    Linie nicht; so sollte für Libyen der Rückgang der Ölproduktion schon
    1970 eintreten; im Iran 1974; in Rumänien 1976; in Brunei 1979; in
    Rußland 1987… usw. Doch wieviel Öl tatsächlich in der Erdkruste
    verborgen ist, weiß bisher niemand so recht. Hierzu sehr
    aufschlußreich Biosphäre der heißen Tiefen & „Mit der Ölwaffe zur
    Weltmacht“ oder gleich bei Autor William Engdahl

    Schon lange vor Hubbert, nämlich 1933, hatte Erich Zimmermann
    (1888-1961, World Resources and Industries, New York, Harper &
    Brothers) diese Denkweise ebenfalls sehr einfach und grundlegend
    widerlegt. Es gebe keine natürlichen Rohstoffe sagte er:

    „Rohstoffe sind eine recht dynamische, funktionale Vorstellung. Es
    gibt sie nicht, sie werden. Sie ergeben sich aus dem dreieinigen
    Zusammenwirken von Natur, Mensch und Kultur. Die Natur setzt zwar
    Grenzen, aber der Mensch und seine Kultur sind weitgehend für den
    Anteil an der physikalischen Totalität verantwortlich, die dem
    Menschen verfügbar ist.“

    Kurz gesagt: „Wissen ist die Mutter aller Ressourcen“. Nicht nur
    macht erst das Wissen um die Verwendbarkeit bestimmter Stoffe diese
    zu Rohstoffen, auch die Technik des Zugriffs auf sie bestimmt, wie
    viel davon zur Verfügung stehen. Unsere geldorientierte Zeit verkürzt
    diese Einsicht auf den Preis: die Höhe des Rohstoffpreises bestimmt
    den Umfang der verfügbaren Vorräte. Und selbst eine wahrhafte
    EU-Energie-Kommissarin, Loyola de Palacio, erklärte im Mai 2004 in
    Brüssel vor versammelter Medien-Meute:
    „Es handelt sich um eine Spekulationsblase … Es gibt keine echte
    Verknappung auf den Märkten. Das ist die Wirklichkeit.“

    Wie mit dem Erdöl, dürfte es bei allem anderen sein. Um sich einmal
    über die Dimensionen klar zu werden um die es hier geht und für
    jeden, der noch über ein gewisses Maß an Vorstellungskraft verfügt,
    als Vorgabe: der mittlere Erddurchmesser beträgt ca. 12.735 Km.

    Das tiefste Bohrloch befindet sich mit über 12 Km in Russland; das,
    was einmal die „tiefste Bohrung“ werden sollte, wurde bei etwas über
    10 Km in der Oberpfalz abgebrochen. Nachweislich graben die Menschen
    überall auf den 149.000.000 Km2 Fläche der Erde punktuell nach
    allerlei Mineralien; in Südafrika hat man sich dabei so um die 4 Km
    eingeschaufelt.

    Man zeichne mit einem Zirkel einen Kreis mit Radius 6,4 cm auf ein
    Blatt Papier und erhält folglich einen 12,8 cm Kreisdurchmesser. Die
    Linie die ihn umschreibt, dürfte im Verhältnis um ein mehrfaches
    dicker sein, als es menschliche Buddelei vermochte in die Erdkruste
    vorzudringen!

    Ergo: was dort alles noch auf Entdeckung wartet, enthält sich noch
    anthropogener Schaffenskraft!

    In Ermangelung grundschultauglicher Utensilien tut’s auch eine
    handelsübliche Salat-Zwiebel. Die oberste braune Schale dürfte dem
    Vergleich nahe kommen.

    iwg

    Dienstag, 17 März, 2009 at 18:32

  3. Sind wir nach den letzten beiden Themen jetzt endgültig bei „Mumien, Monster, Mutationen“ angelangt? Ich weiß nicht, wie das kommt, aber mein PC geht beim Auftauchen diese Herrn sofort in den Bildschirmschoner-Modus. So werde ich wohl mit den jüngsten New Yorker ICC-Vorträgen zum Klimawandel beim Heartland Institut vorlieb nehmen müssen.

    paulchen

    Dienstag, 17 März, 2009 at 18:39

  4. Schellnhuber ought to be picked by some guys in white suits.

    Pierre Gosselin

    Dienstag, 17 März, 2009 at 21:38

  5. Ist der oder der Latif nicht mal für einen Kabaret-Preis fällig oder der „wider dem tierischen Ernst“ ?

    krishnag

    Dienstag, 17 März, 2009 at 21:55

  6. @Iwg #2
    … ein wunderbarer Beitrag, der sehr plastisch die Dimensionen der sogenannten „Rohstoff-Frage“ verdeutlicht. Vielen Dank!

    Doch leider habe ich keinen Zweifel, dass diejenigen, die diese Betrachtung eigentlich erreichen müsste, dafür vollkommen blind und taub sind. Der natürliche Regelkreis für Dummheit funktioniert leider nur gerontologisch.

    multiverus

    Mittwoch, 18 März, 2009 at 01:28

  7. Ich habe nichts gegen die „Dummheit“, würde sie aber eher „Glauben“ nennen. Ich finde dass vor allem die Auswüchse dieses Glaubens mittlerweile so extrem sind wie bei Sekten und Religionen. Eine paranoide Angst vor der verheerenden Wirkung skeptischer Gedanken bietet eine ganze Menge Material für unschöne Verhaltensweisen. Das stumpfe blödsinnige Beleidigen und Diffamieren ist da noch regelrecht folkloristischer Schwachsinn, über den man eventuell müde lächeln könnte, im Gegensatz zu dem was mittlerweile auf G8-Gipfeln schon zur Kultur gehört.

    Die Untergangspropheten scheinen sich in dieser Rolle als „Wissenschaftler“ immer noch sehr wohl zu fühlen. Wie schwachsinnig das ganze mittlerweile auf den Laien wirkt scheint ihnen nicht aufzufallen, bzw. sie nicht zu stören???

    Eddy

    Mittwoch, 18 März, 2009 at 11:20

  8. Die Weltbevölkerung wächst, sie schrumpft nicht. Dafür sorgen medizinischer Fortschritt und zivilisatorische Entwicklung. Die Frage ist, wie schnell wächst die Bevölkerung? Wächst sie mit 1% je Jahr, eine Quote die wir seit der Industrialisierung stets – und teilweise deutlich – überschritten haben, erreichen wir in 500 Jahren die unglaubliche Zahl von 1 Billion Menschen auf der Erde. Wachsen wir nur mit 0,5%, eine Quote, die wir in den vergangenen 400 Jahren stets überschritten haben, dann erreichen wir diese Zahl in 1000 Jahren.

    Wenn die landwirtschaftlich genutzte Fläche nur um den halben Faktor des Bevölkerungszuwachses steigen muss um die wachsende Menschheit zu ernähren, dann werden wir bereits auf halbem Weg zur Billion alle nutzbare Fläche der Erde für die landwirtschaftliche Produktion nutzen müssen.

    Das ist kein Glaube, das ist einfachste Arithmetik.

    Gruß

    Rabert

    Rabert v. Dahrenhorst

    Donnerstag, 11 März, 2010 at 10:46


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