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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Messwerte der Globaltemperatur und Szenarien des IPCC im direkten Vergleich

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ipcc-2007-modelle-vs-messwerte

Die Abbildung zeigt eine Überblendung zwischen den Temperatur-Szenarien (Simulationen) des IPCC 2007 (aus dem 4. Klimabericht) und der tatsächlich gemessenen Globaltemperatur (HadCRUT3, Daten des Met Office: 1900-01.2009). Die Graphen wurden gleich skaliert, auf einen gemeinsamen Referenzwert gebracht und anschließend direkt übereinander gelegt.

Die Überblendung zeigt einen gleitenden Mittelwert über 1 Jahr (die rote Linie) und über 11 Jahre (die schwarze Linie). Verwendet wurden die monatlich Messwerte der globalen Temperaturanomalie.

Link

Es fällt auf, dass die Simulationen des IPCC die Warmphase um 1940 völlig weggeglättet haben und nur innerhalb der Fehlergrenzen abbilden können.

Deutlich zu erkennen ist zudem, dass sich die Messwerte gegenwärtig im untersten Bereich der Modell-Szenarien bewegen. Und das, obwohl wir weiterhin ungebremst CO2 ausstoßen. Der gleitende Jahresmittelwert ist derweilen unter den Temperaturverlauf für das niedrigste Emissionsszenario gefallen (die gelbe Linie, konstante Jahr-2000-CO2-Konzentration). Die Klimamodelle sind also weder in der Lage die Vergangenheit richtig abzubilden, noch die Gegenwart.

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Written by admin

Sonntag, 22 Februar, 2009 um 16:03

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

8 Antworten

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  1. IPCC hat deutlich die Tendenz ‚freizügig’ mit Daten umzugehen, z.B. betreffend der Temperaturen in der Arktis:

    IPCC-1990 (Anm.1) führte aus:
    “The rather rapid changes in global temperature seen around 1920 –1940 are very likely to have had a mainly natural origin.”

    IPCC-2007 (Anm. 2) sagt dazu:
    “Average arctic temperatures increased at almost twice the global average rate in the past 100 years. Arctic temperatures have high decadal variability, and a warm period was also observed from 1925 to 1945. “

    Korrekt sind die Zeitangaben des IPCC im Jahr 1990; siehe dazu ausführlich: http://www.arctic-warming.com/

    Anm.1: J.T.Houghton, et al. (ed), 1990, Climate Change – The IPCC Scientific Assessment, Chapter 7, Observed Climate Variation and Change, Cambridge 1990, p. 233.
    Anm.2: Fourth Assessment Report 2007, Summary for Policymakers (p.7)

    ab

    Montag, 23 Februar, 2009 at 10:25

  2. Wie ist es generell denn erklärbar, dass die Temperatur (in den letzten 2 Jahren) langsam fällt, aber die
    Es wurde sonst immer eine Kopplung der beiden Werte angenommen, so wohl auch von der IPCC. Bin leicht verwirrt…

    Roman

    Dienstag, 24 Februar, 2009 at 12:24

  3. Ich komm mit der Verlinkung einfach nicht zurecht. Entschuldigung.

    Wie ist es generell denn erklärbar, dass die Temperatur (in den letzten 2 Jahren) langsam fällt, aber die CO2 Konzentration in der Luft stetig anwächst?
    Es wurde sonst immer eine Kopplung der beiden Werte angenommen, so wohl auch von der IPCC. Bin leicht verwirrt…

    Roman

    Dienstag, 24 Februar, 2009 at 12:32

  4. @Roman

    „Wie ist es generell denn erklärbar, dass die Temperatur (in den letzten 2 Jahren) langsam fällt, aber die CO2 Konzentration in der Luft stetig anwächst?“

    Tja, da wird wohl das Wetter hinterstecken. Das sagen jedenfalls die sog. Klimatologen.

    Z.B. der La Nina (Gegenstück zu El Nino) von Frühjahr 2008. Im Frühjahr 2007 hatten wir noch einen El Nino. Oder die Atlantic Multidecadal Oscillation (AMO), bzw. die Pacific Decadal Oscillation (PDO), die auf eine negative (kalte) Phase zulaufen.

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2009/01/19/warum-war-der-winter-20082009-in-westeuropa-und-nordamerika-bisher-so-kalt/

    Da fragt man sich, was dominiert das Klima? CO2, oder natürliche Klimavariationen? Zweites wurde noch vor kurzem vehement von den sog. Klimatologen abgestritten. Die wurden inzwischen von den Tatsachen eingeholt.

    Müller

    Dienstag, 24 Februar, 2009 at 13:59

  5. @ Roman #3

    Eine Übersicht über das Thema findest du z.B. hier:

    http://www.readers-edition.de/2008/07/20/eine-kurze-geschichte-des-klimas-von-sibirischen-sommern-zur-globalen-katastrophe

    Buchempfehlungen:

    Lüdecke: CO2 und Klima
    http://www.amazon.de/CO2-Klimaschutz-Fakten-Irrt%C3%BCmer-Politik/dp/3416031245

    Maxeiner: Hurra, wir retten die Welt
    http://www.amazon.de/Hurra-wir-retten-Welt-Klimaforschung/dp/3937989293/ref=pd_sim_b_3

    Vaclav Havel: Blauer Planet in grünen Fesseln
    http://www.amazon.de/Blauer-Planet-gr%C3%BCnen-Fesseln-Freiheit/dp/3900812152/ref=pd_sim_b_4

    Calder, Svensmark: Sterne steuern unser Klima
    http://www.amazon.de/Sterne-steuern-unser-Klima-Erderw%C3%A4rmung/dp/3491360129/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1235493296&sr=1-1

    Ist natürlich nur eine kleine Auswahl. Aber für den Anfang bestimmt ausreichend.

    Beste Grüße,

    Rainer

    trocellen

    Dienstag, 24 Februar, 2009 at 17:36

  6. @ Müller,

    sorry, da hab ich eben meinen falschen Login benutzt.

    Gruß,

    Rainer

    Rainer

    Dienstag, 24 Februar, 2009 at 17:39

  7. @ Roman

    „Es wurde sonst immer eine Kopplung der beiden Werte angenommen, so wohl auch von der IPCC. Bin leicht verwirrt…“

    So langsam wohl nur noch vom IPCC…

    Rainer

    Dienstag, 24 Februar, 2009 at 17:41

  8. Ha, super! Danke für die Infos.

    Dann hab ich nach meinen Klausuren etwas zu lesen ;)

    Roman

    Mittwoch, 25 Februar, 2009 at 01:48


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