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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Windräder bringen nichts für CO2-Ziel

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Klimapolitik paradox: Trotz Solar- und Windenergie-Booms wird in Europa kein Gramm CO2 eingespart. Denn für jedes neue Windrad in Deutschland darf in Osteuropa mehr Kohle verfeuert werden. Auch die Grünen denken jetzt um, wie E-Mails belegen, die SPIEGEL ONLINE vorliegen.

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Written by admin

Mittwoch, 11 Februar, 2009 um 12:16

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

21 Antworten

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  1. Ist es denn möglich? Lassen die Grünen nun endlich die Maske fallen und verschleiern nicht länger die Nutzlosigkeit von Windkraftanlagen? Haben die Damen und Herren der grüngefärbten Öko-Mafia mittlerweile genug Milliarden zu sich selbst und ihren Gesinnungsgenossen umgeleitet?

    Doch halt: sie gestehen ja immer noch nicht ein, dass Windkraft – diese sogenannte „erneuerbare“ Energie – völlig ungeeignet ist für eine sichere Energieversorgung, stattdessen unsere Abhängigkeit von Erdgasimporten extrem in die Höhe treibt. Da müssen wohl noch einige Milliarden zu ihren Klientel fliessen.

    Einen passender Artikel von 10/2002 habe ich dazu in meiner Linksammlung gefunden: Windkraft – der grosse Bluff

    Ehe aber die ganze Klimapolitik als „Klima paradox“ (die einleitenden Worte des Spiegel-Artikels) wahrgenommen wird, müssen wir uns wohl noch eine Weile gedulden.

    multiverus

    Mittwoch, 11 Februar, 2009 at 13:50

  2. @Multiverus

    „Ehe aber die ganze Klimapolitik als “Klima paradox” (die einleitenden Worte des Spiegel-Artikels) wahrgenommen wird, müssen wir uns wohl noch eine Weile gedulden.“

    Aber die Einschläge kommen näher… ;-)

    Aber kuckst Du HIER , es kommt sogar noch doller.

    mfg

    Zyniker

    Mittwoch, 11 Februar, 2009 at 22:31

  3. die GRÜNEN und umdenken? „Umdenken“ heißt bei denen lediglich, der eigenen Ideologie einige Modifikationen zu verpassen! Am irdisch-ökologischen Wahrheitsmonopol hingegen wird auf keinen Fall gerüttelt!

    ts

    Donnerstag, 12 Februar, 2009 at 02:18

  4. tut mir leid, aber das ist schon grausam wie ihr der Kohlelobby und anti-erneuerbaren – lobby auf den Leim geht. Zum Glück gibt es noch ein paar Leute, die trotz dieser unsinnigen Behauptungen die Übersicht bewahren und die Lügen der Spiegel-Redakteure entlarven:

    http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5072&tx_ttnews%5Bcat%5D=12&tx_ttnews%5Btt_news%5D=44532&tx_ttnews%5BbackPid%5D=5069&cHash=e8f7fff85d

    Man tut grade so als ob die Windkraft die Schuld am Versagen des Emissionshandelssystem trägt. Das ist absoluter Irrsinn und höchst heuchlerisch.

    Da

    Donnerstag, 12 Februar, 2009 at 22:42

  5. @Da

    Sie forschen doch im Bereich Erneuerbare Energie & Umwelt in Spanien. Da kann ich Ihre Reaktion durchaus verstehen.

    Müller

    Donnerstag, 12 Februar, 2009 at 23:10

  6. @ müller

    Sie unterstellen also jedem, der in einer bestimmten Branchen tätig ist, das er deswegen sein Gehirn abzuschaltet, aufhört selbstständig zu denken und nur noch Lobbyarbeit betreibt?

    Da muss ich Ihnen leider sagen dass sie sich irren. Menschen sind durchaus dazu in der Lage, selbstkritisch Meldungen wie diese im Spiegel, ob diese jetzt branchenintern oder -extern sind, zu hinterfragen und zu bewerten.

    Das sollten Sie selbst auch mit diesem Artikel machen.

    Da

    Donnerstag, 12 Februar, 2009 at 23:34

  7. Sie unterstellen also jedem, der in einer bestimmten Branchen tätig ist, das er deswegen sein Gehirn abzuschaltet, aufhört selbstständig zu denken und nur noch Lobbyarbeit betreibt?

    Nein hat er nicht, sondern ein Spiegel vor ihrer Nase gehalten. Aber ich tu das. Der Branchenbetätigte schaltet dabei aber sein Gehirn nicht ab, sondern ein und kommt auf Hochtouren. Rein zum Selbstzweck.

    Wie z.B. ihr greenpeace. Ich habe diesen Fall
    http://www.welt.de/wirtschaft/article3071168/Das-Umweltproblem-von-Greenpeace.html
    verfolgt. Greenpeace betätigte viele Nebengefechte und ging auf das Hauptproblem nicht bis kaum ein. 10 MW um seltene Fische auszurotten? Und durch Ebbe und Flut schwankende Erträge? Das kann es doch nicht sein. Wenn ich noch die Hauptthemen von ihrem Link überfliege sehe ich auch nur Hetze. Typisch Greenpeace. Aber wenigstens das können die traditionell. Immerhin. Allerdings sorgt sowas zu Sorgenfalten.

    und anti-erneuerbaren – lobby auf den Leim geht.

    Ich kenne viele Leute aus der „anti-erneuerbaren – lobby“. So Anti sind die in der Regel gar nicht, sondern wollen nach ihrer Ansicht das unnütze Zeug nicht zwangsverpflichtet mitfinanzieren. Andere wollen damit ihre Natur und Umwelt schützen, haben Angst um ihren Job(Tourismus) oder wollen einen gewaltigen Preisverlust ihres Eigentums vermeiden. Das ist alles. Somit sind die meisten auch keine Lobbyisten. D.h., die Parlamentarier für ihre Firmenzwecke so zu beeinflussen, dass sie für sich selbst garantierte oder mehr Gewinne einfahren können wie es auch die Wind- und Sonnenlobby tut.
    http://www.readers-edition.de/2008/08/21/deutsche-energiepolitik-die-wahre-katastrophe-teil-3
    In Klartext: Ihre Bezeichnung ist irreleitend. Und mit Sicherheit mit voller Absicht, weil s.o.

    Da muss ich Ihnen leider sagen dass sie sich irren. Menschen sind durchaus dazu in der Lage, selbstkritisch Meldungen wie diese im Spiegel, ob diese jetzt branchenintern oder -extern sind, zu hinterfragen und zu bewerten.

    Dann tun Sie das doch mal, was sie bisher nämlich nicht zeigten. Also die Zertifikategeschichte klingt für mich auch nicht schlüssig. Es klingt so, als würde Dank WKA und der Zertifikatenpolitik die Kohlekraftwerke in Osteuropa mehr laufen als normal. Dazu nur ??? – Als würden die Osteuropäer es systembedingt oder zwanghaft auskompensieren wollen. Eine proportionale Korrelation? Eventuell mag das sogar via Zertifikate so aussehen.

    Aber der Artikel beinhaltet vielmehr. Dass es wesentlich günstigere und somit erfolgreichere Wege gibt Energie zu sparen. Wollen sie die genannten Beispiele abstreiten?

    P.S.: Die Sympathie an der Kohle- und Atomenergiebranchen ist die, dass sie mich sehr günstig und regelmäßig mit Strom beliefern und ich dadurch jeden Tag selbst viel Leistung an die Volkswirtschaft zurück geben kann. Dafür ein vollen Respekt für diese Leistung meinerseits.

    Als EE noch nicht gefördert wurde, gab es solche Meldung nicht:
    http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_wesermarsch_nordenham_artikel.php?id=1921231
    Wenn wichtige Zweige der Industrie für die Volkswirtschaft den Strompreis schon nicht mehr finanzieren können, dann fragt man sich schon, wer das noch zukünftig tragen kann. WK- und Sonnenlobby?

    peper

    Freitag, 13 Februar, 2009 at 06:39

  8. Wer die Gelegenheit wahrnehmen möchte, sich vor Ort persönlich darüber zu informieren, wie die Bevölkerung darüber denkt, die in der Nähe derartiger Windradfelder wohnt, kann das in dem Brandenburger
    Örtchen Dabergotz (liegt unmittelbar an der A24 nahe Neuruppin) morgen

    – Sonnabend 14.Februar 2009 –

    tun.

    Die unmittelbare Umgebung des Ortes wird mit riesigen Windrädern immer weiter zugestopft.

    Die Bürger sind in Not. Windradflut ist schlimmer als Oderflut, geht nämlich nicht vorüber.

    Solidarität ist dringend nötig und sehr willkommen: http://www.mazarchiv.de/_suche/11598/maz2009/c_200902/gegenwind__protest_dabergotzer_wollen_am.html

    Torsten

    Freitag, 13 Februar, 2009 at 08:55

  9. @Da

    Ich verstehe Ihre Aufregung nicht.

    Sie sprechen von Kohlelobby und anti-erneuerbaren – lobby und Lügen der Spiegel-Redakteure.

    Meine Bewertung ist, SPON berichtet mehr pro Klimaschutz und EE als dagegen. Auch der verlinkte Beitrag ist nicht feindlich gegenüber dem Klimaschutz und den EE eingestellt. Er deckt lediglich die unangenehmen Tatsachen auf.

    Müller

    Freitag, 13 Februar, 2009 at 10:27

  10. @ peper

    1.) Es ist nicht MEIN Greenpeace. Ich habe lediglich eine Seite zitiert, die versucht, einige, sehr wohl unwahre Dinge im Spiegel-Artikel klarzustellen:

    – Der EU-Emissionshandel legt zwar eine Gesamtmenge an Kohlendioxid fest, die von den daran angeschlossenen Industrieanlagen und Kraftwerken europaweit ausgestoßen werden darf. Diese aber ist nicht „unveränderlich“, wie SpiegelOnline schreibt. Im Gegenteil, sie sinkt über die Jahre. EU-Kommission und nationale Regierungen legen dazu sogenannte „Allokationspläne“ fest. Langfristig kalkulierbar soll damit die Zahl der verfügbaren CO2-Zertifikate verringert werden. (…) Ein Zubau von Windrädern hilft in diesem System dabei, dass der Preis für die zunehmend knapper werdenden Verschmutzungsrechte in vertretbarem Rahmen bleibt und die Verbraucherpreise für Strom nicht in astronomische Höhen steigen.

    – Der Verkauf deutscher CO2-Zertifikate nach Polen oder in die Slowakei ist blanke Theorie. In der Praxis verfügt die deutsche Energiewirtschaft derzeit nicht über zu viele, sondern über zu wenige Verschmutzungsrechte. Deshalb haben E.on, RWE, Vattenfall & Co. auch mit harten Bandagen gegen den Emissionshandel gekämpft. Aus dem „Nationalen Allokationsplan“ der „Handelsperiode 2008 bis 2012“, den die deutsche Emissionshandelsstelle als 70-seitige Tabelle ins Internet gestellt hat, geht beispielsweise hervor, dass das Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde jährlich gut 12 Millionen Zertifikate kostenlos zugeteilt bekommt – für den üblichen Betrieb aber braucht der Kohle-Riese etwa doppelt so viele. Die Differenz muss Vattenfall zukaufen. (…)

    2.) Ebenso werde wahre Tatsachen des Spiegel-Artikels ebenso kommentiert:

    – Einen Überschuss an CO2-Zertifikaten gab es hierzulande tatsächlich – allerdings nur bis Ende 2007 und nicht wegen des Booms von Windrädern. Stattdessen war es der Industrie für die sogenannte erste Handelsperiode des EU-Emissionshandels durch massiven Druck und geschicktes Lobbying gelungen, von den Behörden viel mehr Verschmutzungsrechte geschenkt zu bekommen, als sie zum Betrieb ihrer Anlagen brauchten. Als das im Mai 2006 herauskam, brachen an einem „Schwarzen Freitag“ die Börsenpreise für Emissionsrechte ein. CO2-Zertifikate kosteten später nur noch wenige Cent. Die ganze Idee des Emissionshandels, der auf Knappheit basiert, war perdu. Mit dem Start der zweiten Handelsperiode 2008 wurde dieser Fehler korrigiert.

    3.) Der Spiegel-Artikel betrachtet ein Thema sehr kritisch, das durchaus seine Berechtigung hat: Den Emissionshandel. Jedoch wird ein Gegensatz zwischen Emissionshandel und dem Ausbau erneuerbarer Energien erzeugt, weiter noch, mit dem Titel wird suggeriert dass der Ausbau von Windkraftanlagen der Grund dafür ist, dass das Emissionshandelssystem weitgehend nutzlos ist.

    Dabei wird der wahre Grund für das derzeit praktizierte nutzlose Emissionshandelssystem nur kurz angerissen: (…) Spiegel wörtlich: „Politiker knicken vor Industrie ein“:

    Tatsächlich gab es ähnliche Überlegungen unter Rot-Grün schon einmal. Das von Jürgen Trittin (Grüne) geführte Umweltministerium wollte damals die EEG-Strommengen aus dem CO2-Handel herausrechnen. Durchgesetzt hat sich aber Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) mit der nun geltenden, industriefreundlichen Regelung. Unterstützt wurde er von den großen Stromkonzernen, die möglichst viele CO2-Zertifikate für sich reklamiert hatten.“

    Zitat Ende.

    4.) Es geht doch beim Ausbau erneuerbarer Energien doch um mehr als CO2-Einsparung: Energiesicherheit (Deutschland kauft 100 % seines Urans zu, einen Grossteil seines Erdgases, fast die komplette Steinkohle (http://www.eon.com/de/unternehmen/8510.jsp#a4) vom Mineralöl ganz zu schweigen), Wettbewerbsfähigkeit (http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=070803016); )http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/windstrom-oft-billiger-als-atomstrom/) und Umweltverträglichkeit.

    5.) Zitat: „Also die Zertifikategeschichte klingt für mich auch nicht schlüssig. Es klingt so, als würde Dank WKA und der Zertifikatenpolitik die Kohlekraftwerke in Osteuropa mehr laufen als normal. “

    Es ist ja wohl unsinning dass die osteuropäer nun ihre Kohlekraftwerke „mehr laufen lassen“ nur weil wir wie die blöden WKAs zubauen. (siehe Kommentar oben).

    6.) Kosten: Ist ist schon verwunderlich, dass sie sich bei den grossen Kraftwerksbetreibern dafür bedanken dass Sie jährlich von diesen abgezockt werden. Alle grossen Energiekonzerne steigern jährlich ihre Gewinne, RWE, der grosste CO2-Produzent Europas macht das im Gleichschritt mit der Erhöhung der CO2-Emissionen (trotz oder vielleicht gerade aufgrund des praktizierten Emissionshandels): http://www.iht.com/articles/2008/12/09/business/windfall.php?page=4

    2006 fuhr der deutsche Energieriese, der Sie so „billig“ mit Energie beliefert, ca. 4 Mrd € an Gewinn ein!!! Das er das kann liegt unter anderem daran, dass die Energie aus abgeschriebenen Kernkraftwerken stammt, die mit zinslosen Krediten vom Staat (also von Ihnen) mitfinzanziert wurden (falls Sie damals schon lebten), da Uran als Brennstoff wettbewerbswidrig von der Steuer befreit ist, da RWE steuerfreie Rückstellungen für die Entsorgung des Atommülls im Wert von mehrern Milliarden € anhäufen darf (das Sie während der Laufzeit der Kraftwerke zur freien Verwendung für Investitionen haben) und ausserdem CO2 – Zertifikate vom Staat geschenkt bekommt, die Sie wiederum im Wert der Zertifikate auf den Strom umlegen und den Sie als Verbraucher dann als Strompreiserhöhung mitbezahlen.

    Damit die Stromkonzerne diese Gewinne noch erhöhen können, „bezahlt“ die europäische Union auch noch die Forschung und Entwicklung in Nuklearenergie in Form von „Euratom“: http://cordis.europa.eu/fp7/budget_en.html

    Das ganze beläuft sich für 2007 – 2011 auf 2751 Millionen €, das heisst, ca. 700 Millionen pro Jahr.

    Zum Vergleich: Alle anderen „Energien“ werden im Rahmen des siebten Rahmenprogramms für Forschung mit
    2350 Millionen € subventioniert, jedoch in 6 Jahren was ca. 400 Millionen entspricht. Hierbei ist sowohl Kohle, Erdöl, Kraftstoffe, erneuerbare Energien, Wasserstoff ect. enthalten.

    Ich muss Sie ja wohl nicht darauf hinweisen, das Sie das als Steuerzahler mit ihrer Arbeitskraft und den abgeführten Beträgen mitfinzanzieren.

    Wenn man bedenkt, dass die Nuklearenergie ca. 20 % des europäichen Stroms liefert, also gerade einmal ca. 5 % der Endenergie (Strom ist ca. 20% der Endenergie), dann muss ich sagen dass ich nicht verstehe warum diese Form der Energieerzeugung 2/3 (> 60 %!!) der Fördermittel erhält.

    7.) Kosten und Mehrkosten aufgrund der Förderung erneuerbarer Energien:

    Es gibt hier eine schöne Broschüre die genau erklärt, wieviel die Menschen im Jahr als „Mehrkosten“ für den Ausbau erneuerbarer Energien bezahlen müssen:

    http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wirtschaft/detailansicht/browse/3/article/190/strom-aus-erneuerbaren-energien-was-kostet-er-uns-wirklich.html

    Darin wird schön erklärt, dass sich der Beitrag am Strompreis im Jahr 2006 auf ca. 4% beläuft (0,75 €cent/kwh bei einem durchschnittlichen Strompreis von 19,4 €cent/kwh). Auch wird daraus ersichtlich, welchen Anteil das EEG am jährlichen Anstieg des Strompreises hat, nämlich zwischen 7 und 17 %. Das heisst, mehr als 80% des Strompreisanstiegs sind auf andere Gründe zurückzuführen.

    Vieleicht fragen Sie mal bei den Herren EON oder RWE nach, woher diese 80% Strompreiserhöhung kommen wenn nicht vom EEG. Vielleicht fliesst das direkt in jährliche die Dividende der Grossaktionäre?

    Das Ausschütten einer Dividende ist prinzipiell eine tolle Sache, jedoch verdienen diese Grosskonzerne meinen Respekt dafür nicht, dass Sie die erneuerbaren Energie fälschlicherweise für den jährlichen Strompreisanstieg verantwortlich machen, den Sie nur zur persÓnlichen Gewinnmaximierung nutzen, um mir weiss zu machen, dass wir in Deutschland die von mir mitfinanzierten Atomkraftwerke zur Preisstabilisierung benötigen. Wer dafür Respekt aufbringt, ist entweder auf der Gehaltsliste dieser Konzerne oder wird von ihnen gesponsert.

    @ müller

    vielleicht können Sie meine „Aufregung“ jetzt etwas nachvollziehen. Es geht micht nur um Klimaschutz.

    Diese ganze Klimaschutzdebatte wird logischerweise von allen Beteiligten versucht, optimal (finanziell) nutzbar zu machen. Damit dies nicht zur Zementierung der aktuellen Energie-Struktur beiträgt, sind sowohl Medien als auch Politik aufgefordert, im Sinne der Bürger die Weichen für die Zukunft zu stellen. Diese Zukunft reicht nicht nur bis zur kommenden Bundestagswahl.
    Das Energieproblem ist nicht mit den gleichen Denkmodellen lösbar, die zu diesem geführt haben.

    Das sollte denke ich allen klar sein.

    Wer nicht kritisch hinterfrägt, warum welche Energiequelle ihren heutigen Preis hat, welche Rahmenbedingungen zu diesem geführt haben und wie die weitere Entwicklung in den náchsten 10 / 20 / 50 Jahren sein wird, der wird sich nur an den momentanen direkten Kosten orientieren, was zu eine falschen, kurzfristigen Entscheidungen führen wird.

    Da

    Freitag, 13 Februar, 2009 at 11:52

  11. @Da:

    ich bin einfacher Dipl.-Ing. Maschbau und arbeite seit langem in der IT-Branche. Ich bekomme keine Forschungssubventionen und werde auch nicht von EVUs unterstützt. Meine einzige Motivation zu diesen Themen ist, dass ich für mich und meine Kinder auch in Zukunft zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung benötige.

    Immerhin schreiben Sie ausführlich. Ich erlaube mir, meine ganz persönliche Sicht hier mal kundzutun, auch wenn es Ihnen anscheinend vor allem um „Emissionszertifikate“ geht.

    zu 1.) Wer auf Kosten der Bevölkerung mittels Emissionshandel und -vergabe die Kostenbelastung ohne triftigen Grund erhöht, wird mit Sicherheit meine Wählerstimme nicht erhalten. Für mich ist nur noch eine Partei wählbar, die sich deutlich und glaubwürdig vom Klima-Märchen und den daraus abgeleiteten Abgabenerhöhungen verabschiedet.

    Die EU hat hier einen Weg beschritten, der sie aus meiner Sicht in vollen Gegensatz zu den Interessen der meisten EU-Bewohner gebracht hat.

    Sie haben allerdings meine Stimmung mit dieser sehr lustigen Formulierung verbessert:
    Zitat Da: „Ein Zubau von Windrädern hilft in diesem System dabei, dass der Preis für die zunehmend knapper werdenden Verschmutzungsrechte in vertretbarem Rahmen bleibt und die Verbraucherpreise für Strom nicht in astronomische Höhen steigen.“
    Da musste ich lächeln, hier zeigen Sie humoristische Züge.
    In Ihrer, mit der EU konformen Logik, ist es also ein Vorteil für die Menschen in der EU, wenn die teure und unzuverlässige Windmühle die völlig unbegründeten Steuererhöhungen namens „Verschmutzungsrechte“ überkompensiert? Würde auf die Steuererhöhung aka „CO2-Zertifikat“ verzichtet, wäre den Menschen in der EU wesentlich besser gedient.
    Im Übrigen ist der Begriff „Verschmutzungsrechte“ irreführend und sollte gerade von einem „Forscher“ nicht verwendet werden. CO2 ist keine verschmutzende Substanz, sondern Grundlage alles Kohlenstofflebens auf der Erde. Traurig, wie pervertiert die sprachlichen Möglichkeiten von den Klimabürokraten genutzt werden.

    zu 4.) Zitat Da: „Es geht doch beim Ausbau erneuerbarer Energien doch um mehr als CO2-Einsparung: Energiesicherheit (Deutschland kauft 100 % seines Urans zu, einen Grossteil seines Erdgases, fast die komplette Steinkohle“
    Im Gegensatz zu den realen täglichen und stündlichen Unsicherheiten von Wind- und Solarnutzung in einer Größenordnung von 80-90% (bezogen auf die installierte Leistung/Nennleistung) erscheint mir ein Restrisiko aus Lieferung bei Kohle/Uran/Erdgas/Erdöl von etwa 1% sehr vertretbar!

    zu 6.) Zitat Da:“…aus abgeschriebenen Kernkraftwerken stammt, die mit zinslosen Krediten vom Staat (also von Ihnen) mitfinzanziert wurden (falls Sie damals schon lebten), da Uran als Brennstoff wettbewerbswidrig von der Steuer befreit ist, da RWE steuerfreie Rückstellungen für die Entsorgung des Atommülls im Wert von mehrern Milliarden € anhäufen darf (das Sie während der Laufzeit der Kraftwerke zur freien Verwendung für Investitionen haben) und ausserdem CO2 – Zertifikate vom Staat geschenkt bekommt…“

    Zitat Da: „Zum Vergleich: Alle anderen “Energien” werden im Rahmen des siebten Rahmenprogramms für Forschung mit 2350 Millionen € subventioniert, jedoch in 6 Jahren was ca. 400 Millionen entspricht. Hierbei ist sowohl Kohle, Erdöl, Kraftstoffe, erneuerbare Energien, Wasserstoff ect. enthalten.“

    Ihr Vergleich ist unzulässig. Bei den effizienten Atomkraftwerken rechnen Sie alle jemals erhaltenen Vorteile ein, selbst wenn diese längst 50 Jahre zurückliegen. Wobei die Entsorgungsrückstellungen im Atomgesetz festgeschrieben sind und es den Betreibern keinesfalls vorgeworfen werden kann, dass sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Dass die Entsorgungsrückstellungen nicht jährlich zusätzlich steuerlich belastet werden, entspricht höchstrichterlicher Auffassung.

    Auf der anderen Seite vermischen Sie sinnvolle Energienutzung aus Kohle und Erdöl mit nicht sinnvollen „erneuerbaren Energien“ und stellen ausschließlich die Forschungssubventionen ein. Die Einspeisevergütungen und den ganzen Rest an Subventionierung unterschlagen Sie einfach.

    Ich würde mir übrigens wünschen, dass selbst bei Klimaforschern mal die elementare Übereinkunft ankommt, dass nach heutigen Verständnis nach wie vor im Wesentlichen der Energieerhaltungsgrundsatz gilt: Energie kann nicht vernichtet, sondern nur umgewandelt werden (Quanteneffekte mal außen vor gelassen). Insofern kann es auch keine speziellen regenerativen Energiequellen geben, da Energie stets regenerativ ist.
    Gemeint ist natürlich in Wirklichkeit „alternative“ Energiequellen. Diese (Solar, Wind, Erdwärme, Gezeiten …) sind aber nicht alternativ, weil sie die leistungsfähigen und zuverlässigen konventionellen Quellen keinesfalls ersetzen können, zumindest bis das Speicherproblem gelöst ist (ob es jemals gelöst werden kann ist eine interessante Frage).
    Eine passende Bezeichnung für Solar und Wind ist „additive Energien“. Solar und Wind können zur Energieversorgung beitragen, ohne Zweifel. Aber die Frage bleibt: wollen die Menschen wirklich so viel Geld=Wohlstand dafür opfern?

    Mir scheint, bisher ist es Vielen noch nicht klar, welchen hohen Preis das Abenteuer Solar/Wind hat.

    misterdata

    Samstag, 14 Februar, 2009 at 07:21

  12. @ misterdata

    Schön dass Sie sich Zeit genommen haben zu antworten. Jedoch scheint es so, als ob Sie sich nicht die gleiche Zeit genommen haben, meinen Beitrag komplett zu lesen, die angegebenen Quellenangaben anzuschauen und versuchen zu verstehen, was ich sage.

    Ich bin ebenso wie Sie ein einfacher Diplom-Ingenieur, allerdings der Verfahrenstechnik. Ebenso möchte ich wie Sie für meine Kinder und mich eine bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung. Hierbei stimmen wir überein.

    Jedoch

    1.) Es geht mir nicht in erster Linie um „Emissionszertifikate“. Worauf ich hinweisen will ist die unzulässige Darstellung im Spiegel-Artikel, dass Windräder nichts bringen um die CO2-Reduktionsziele zu erreichen, da Sie (so die Begründung) aufgrund des Handels mit den „Verschmutzungsrechten“ die Emission von CO2 nicht verhindern sondern nur verschieben. Das dem nicht so ist, darauf habe ich nun schon mehrmals hingewiesen (siehe oben). Der Begriff „Verschmutzungsrechte“ stammt übrigens nicht von mir.
    Hierbei stimme ich mit Ihnen überein, dass dieser Terminus bezüglich CO2 erstens falsch gewählt ist (Verschmutzung assoziiere auch ich eher mit Feinstaub, Stickoxiden, Radioaktivität) und zweitens mit einem „Recht“ darauf, dieses zu tun (also zu verschmutzen) eine Idee suggeriert, die unsinnig ist: Meiner Meinung nach sollte niemand das Recht haben, Allgemeingut (also die Atmosphäre und die uns Menschen umgebende Luft) zu verschmutzen, um damit einen persönlichen Nutzen daraus zu ziehen.
    Das ist jedoch eine andere Diskussion, die überlasse ich gerne denen von Ihnen zitierten Klimaschützern, da ich mich nicht zu solchigen zähle und in dieser Materie auch nicht ausreichend fundierte Sachkenntniss habe.

    2.) Ich stimme mit Ihnen überein, dass es das beste wäre, das CO2-Handelssystem /das heisst, der Handel mit den „Emissionsrechten“ abzuschaffen. Erstens trägt es in seiner heutigen Form nur dazu bei, die Gewinne der Energieversorger auf Kosten der Bürger zu erhöhen (wie sie das tun habe ich bereits erwähnt) und zweitens reduziert es die Frage nach der künftigen Energieversorgung auf eine reine Klimaschutzmassnahe und es entstehen solch widersprüchliche Meinungen wie die des Spiegelautors, der die Legimitation der Ünterstützung der Windkraft verneint und das (fälschlicherweise) damit begründet, dass Windkraft nicht zur Reduzierung der CO2-Emissionen beiträgt.

    3.) Ihr Zitat:

    „Sie haben allerdings meine Stimmung mit dieser sehr lustigen Formulierung verbessert:
    Zitat Da: “Ein Zubau von Windrädern hilft in diesem System dabei (…)und die Verbraucherpreise für Strom nicht in astronomische Höhen steigen.”
    Da musste ich lächeln, hier zeigen Sie humoristische Züge.“

    ich muss sagen, ich war noch nie ein guter Humorist, so war auch in diesem Fall nicht die Intention, einen Witz zu erzählen.
    Ich zitierte hierbei den erwähnten Artikel auf der Greenpeace – Seite, der denke ich zu einigen falschen Angaben im Spiegel-Artikel ganz gut Stellung nimmt.
    So auch dazu, dass z.B. die Windkraft auch heute schon dämpfend auf die Strompreise wirkt:
    http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/windstrom-oft-billiger-als-atomstrom/
    http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=070803016

    Hierbei sollte man jedoch ein bisschen mehr darüber wissen, wie sich denn der aktuelle Strompreis zusammensetzt. Die Agentur für erneuerbare Energien hat dazu einige gute Publikationen, die man im Web abrufen kann, die das ganz gut erklären:
    http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wirtschaft/detailansicht/browse/3/article/190/merit-order-effekt-preissenkung-durch-erneuerbare-energien.html

    4.) Wie ich bereits erwähnt hatte, geht es beim Ausbau der erneuerbaren Energien und des dazu erschaffenen Erneuerbaren-Energien-Gesetz um mehr als nur CO2-Einsparung. Es geht eben auch um Energie(versorgungs) sicherheit.

    Ihre Gegenüberstellung von 1.) fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen mit dem von Ihnen genannten „Restrisiko“ der Lieferung von Kohle, Öl und Uran ist zwar semantisch richtig, jedoch nicht thematisch.

    In einem Fall handelt es sich um zeitlich fluktuierende Energie, die im eigenen Land vorhanden ist (und für dessen „Brennstoff“ man nicht bezahlen muss), im anderen Fall geht es um das Lieferrisiko von Brennstoffen, die man selbst nicht besitzt, die man aber benötigt, um die Volkswirtschaft am Laufen zu halten.
    Im ersteren Fall lässt sich das Problem durch Zusammenschalten, Speichern und Regeln der Energiequellen beheben, im Zweiten Fall ist man der finanziellen und politischen Willkürlichkeit Zweit- und Drittstaaten ausgesetzt.
    Die Russen und Ukrainer haben ja in den letzten beiden Jahren eindrucksvoll bewiesen, wer am längeren Hebel sitzt.

    Und auch wenn Sie behaupten, dass Kohle, Gas, Öl und Uran aufgrund der Energieerhaltungssätze „regenerative Energien“ sind (was meiner Meinung nach höchst zweifelhaft ist), so ändert das nichts an der Tatsache dass Deutschland 100 % Uran importiert, fast das komplette Gas und Öl und fast die komplette Steinkohle.

    Noch ein Wort zur Energiesicherheit: Windkraft erzeugt in Deutschland zahezu 9% des Stroms, in Spanien sind es bereits 12% und in Dänemark bereits um die 20% des jährlich verbrauchten Stroms, Tendenz steigend. Das zur Integrierung in das existierende Stromnetz Speichertechnologien notwendig sind, das streitet kein Mensch ab, in Wirklichkeit wird daran bereits fieberhaft gearbeitet.

    Pumpspeicherkraftwerke sind übrigens ebenso wie Druckluftkraftwerke seit Jahrzehnten im Einsatz, um unter anderem die Atomenergie in das Stromnetz zu integrieren. Die Die Atomkraftwerke in der Regelung zu träge sind um der täglichen Verbrauchskurve zu folgen, fing man in den 70er Jahren an, imgrossen Stil Nachtspeicheröfen zu plazieren, um in der Nacht diese mit Atomstrom zu „laden“ und die Wärme tagsüber abzugeben. Ebenso wurden die Pumpspeicher installiert, um die gewaltigen Strommengen der Kraftwerke nachts abnehmen zu können, um damit überhaupt den Ausbau der Atomenergie technisch realisieren zu können. Dabei wurden die Kosten dieser Technologie keineswegs der Nuklearenergie zugerechnet. Wie sie sehen ist das Problem der Speicherung von elektrischer Energie nicht neu, zur Zeit sind in Deutschland um die 8 GW Speicherkapazität installiert.
    Falls Sie mehr Info über Speichertechnologien (existieriende und zur Zeit entwickelte) benötigen:
    http://www.energystorage.org/

    Es gibt abseits von Demoprojekten mit Speichertechnologien bereits funktionierende Kombi (Hybrid) – Kraftwerke, die verschiedene Energiequellen und Speicher kombinieren, regelen und zu einem virtuellen Kraftwerk verschalten. Dadurch wird ermöglicht, den Bedarf ausschliesslich mit erneuerbaren Energien zu decken, ebenso ist eine Kombination mit konventionellen Kraftwerken denkbar.
    http://www.kombikraftwerk.de/

    5.) Kostengegenüberstellung

    Ihr Zitat:
    „Ihr Vergleich ist unzulässig. Bei den effizienten Atomkraftwerken rechnen Sie alle jemals erhaltenen Vorteile ein, selbst wenn diese längst 50 Jahre zurückliegen“

    Ich vergleiche nicht die Subventionen der „konventionellen Energien + erneuerbare“ mit den jemals erhaltenen Vorteilen der Atomenergie.

    Was ich Ihnen zeigen möchte ist, dass weit über 40 Jahre nach ihrer Einführung die Atomenergie heute in der EU im Rahmen von Euratom noch fast das doppelte an Forschungsgeldern erhält als alle anderen Energieformen zusammen!!!!

    700 Millionen jährlich vs. 400 Millionen jährlich!!!!
    Das müsste Ihnen als kostenorientiertem Steuerzahler zu denken geben!!!

    Das die angeblich so teueren erneuerbaren Energien, die zur Zeit immer noch in der Phase der Markteinführung und Kostenreduzierung sind, lediglich ca. 100 millionen jährlich erhalten, spricht nicht gerade für eine ausgeprägte Förderpolitik der EU und dem Interesse, die erneuerbaren Energien weiterzuentwickeln und die Kosten weiter abzusenken.

    Die Kosten für den Verbraucher (also der Marktpreis des Stroms) eine andere wichtige Geschichte, die Sie ja so interessiert. Wie sich diese Kosten zusammensetzen habe ich bereits erwähnt bzw. ausgeführt (siehe oben). Finde ich übrigens sehr interessant, dass Sie zu den realen „Kosten“ für den Verbraucher (zur zeit 0,75 Cent/kWh) und maximal 17% der jährlichen Preiserhöhung ihres Versorgers nichts gesagt haben.

    Ihre so effiziente Atomkraftwerke (maximal 30% Wirkungsgrad) erzeugen den Strom so billig, da er vorwiegend aus abgeschriebenen Atomkraftwerken stammt. Diese wurden seinerseits (augescheinlich gerät das bei EEG-Kritikern gern in Vergessenheit) ebenso vom Staat direkt (Zinslose Darlehen) und indirekt(Limitierung der Haftung, Übernahme der Suche nach Zwischen- und Endlagern und Entsorgung des radioaktiven Mülls) unterstützt.

    Nach dem Atomkonsens verzichtete die Bundesregierung seinerzeit (2001) auf die Einführung einer Atombrennstoffsteuer und auf eine Neuregelung der Haftungsfragen, die den tatsächlichen atomaren Gefahren gerecht würde. Verzichtet wurde auch auf eine öffentliche Verfügungskontrolle über die mittlerweile 30 Milliarden Euro schweren steuerfreien Rückstellungen zur atomaren Entsorgung. Dies war 2001 der politische Preis für den Atomausstiegskonsens. Nachdem die Stromkonzerne jahrelang von diesen Zugeständnissen profitiert haben, wollen sie sich nun aus ihrer vertraglichen Verpflichtung herausstehlen und den Ausstieg vom Ausstieg.

    Offiziell um den Strompreis zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten (sie erinnern sich, 100% des Urans kommt aus dem Ausland), inoffiziell um ca. 300 Millionen € / Jahr und Kraftwerk an Mehrgewinn einzufahren.
    http://www.boell.de/stiftung/struktur/struktur-2372.html

    Wie können Sie hierbei ernsthaft behaupten dass ich alle jemals, in 50 Jahren erhaltenen Vorteile der Atomkraft einrechne? Das tue ich eben nicht, erst recht nicht sofern ich nur auf den aktuellen Strom-Erzeugerpreis an der Strombörse schaue.

    Was ich Ihnen zeigen möchte ist, dass ihre angeblich so billige und effiziente Atomkraft ohne extremes Zutun des Staates, direkter und indirekter Hilfe heute nicht exisitieren würde.

    Ein Atomkraftwerk ist in einem heute (angeblich) liberalisierten Strommarkt zu teuer (ca. 3.000 – 5.000 Millionen € ) und benötigt zu lange Bauzeiten (zwischen 4 – 10 Jahren), abseits der immer noch weltweit ungelösten Frage nach den radioaktiven Abfällen und Risiken, so dass die Errichtung heutzutage für einen Energieversorger nur aus 1 Grund interessant ist: Der Staat bürgt für das Risiko eines atomaren Unfalls und beteiligt sich finanziell (direkt und indirekt wie in Frankreich) am Bau.
    Mehr als 50 Jahre nach Einführung der Technologie. Dann kann man das Kraftwerk in 13 – 15 Jahren abschreiben (Kohle und Gas sind in etwas 5 – 10 Jahren abgeschrieben)und anfangen den Goldesel zu melken ohne sich gross weitere Sorgen machen zu müssen, was nach Laufzeitende passiert. Der staat hilft einem ja beim Rückbau und kümmert sich um die Ensorgung der Abfälle.

    Das wäre dann ungefähr vergleichbar mit einem EEG für ab 2040 errichtete erneuerbare Energien: was für einen Aufschrei würde das denn verursachen?

    6.) Ihr zitat:

    „Auf der anderen Seite vermischen Sie sinnvolle Energienutzung aus Kohle und Erdöl mit nicht sinnvollen “erneuerbaren Energien” und stellen ausschließlich die Forschungssubventionen ein. Die Einspeisevergütungen und den ganzen Rest an Subventionierung unterschlagen Sie einfach.“

    ich vermische nicht Kohle und Erdöl mit erneuerbaren Energien, was ich mit dem zitieren der Forschungssubventionen bezweckte, habe ich Ihnen ausführlich oben erklärt. Es ist nun einmal ein Fakt (de man diskutieren kann), dass die EU 2 Programm für F+E in Energie hat, eines nennt sich „Energy“ und bezieht sich auf alles (auch Effizienz und Sparung) ausser Atom, und ein zweites, das nennt sich Euratom und ist ausshliesslich für Atom.

    Den Rest an Subventionierung unterschlage ich ganz einfach, weil ich ansonsten gar nicht mehr aufhören würde, über Energiesubventionierung auch ihrer so sinnvollen Energien Kohle und Erdöl zu referieren.

    7.) Ihr Zitat:

    „Gemeint ist natürlich in Wirklichkeit “alternative” Energiequellen. Diese (Solar, Wind, Erdwärme, Gezeiten …) sind aber nicht alternativ, weil sie die leistungsfähigen und zuverlässigen konventionellen Quellen keinesfalls ersetzen können, zumindest bis das Speicherproblem gelöst ist (ob es jemals gelöst werden kann ist eine interessante Frage)“

    –> Zum „Speicherproblem“ habe ich bereits Stellung genommen. Ihre Frage, ob es gelöst werden kann erübrigt sich denke ich wenn wir an die Erschaffung der Pumpspeicher vorrangig für die Atomenergie denken.

    –> Ich finde die Bezeichnung „alternativ“ durchaus auch passend. Sie sollten sich aber trotzdem vielleicht erst einmal darüber klar werden, was das Wort erneuerbar (oder „regenerativ“) bedeutet, bevor Sie Uran, Kohle, Gas und Öl als solchige bezeichnen.

    Strenggenommen ist der Terminus „erneuerbare Energie“ grundsätzlich falsch, da damit ein perpetum mobile suggeriert wird, das mit den Energierhaltungssätzen kollidiert.

    Die Alternativen Energiequellen sind daher auch, wie Sie richtig sagen, Umwandlungstechnologien, die Energie (strenggenommen ist es Sonnenenergie) für den Menschen nutzbar machen ohne dass (nach menschlichen Zeiträumen gemessen) verbraucht wird.

    Die fossilen (Öl, Erdgas, Kohle) und nuklearen (Uran, Plutonium, ect.) Energiequellen sind ebenso unter Zutun der Sonne entstanden, sind aber nach menschlichem Ermessen endlich und erschöpflich. Von daher ist es (noch weniger) nicht richtig, diese als regenerative Energiequellen zu bezeichnen.

    Dieser Zusdammenhang drückt auch unmissverständlich aus, warum die alternativen Energiewandlungstechnologien mit der Zeit immer billiger werden (da man hierbe (ausser bei der Biomasse) nicht für den Brenstoff bezahlt sonder für die Abschreibung der Umwandlungstechnologie) und die fossilen und nuklearen Energiquellen immer teurer werden (da man hierbei die Abschreibung der Umwandlungstechnologie und den immer teurer, da sich verknappenden) Brennstoff bezahlt.

    Von daher ist meine Frage: wollen die Menschen wirklich für ein paar Jahre Wohlstand den Wohlstand der Zukunft und den ihrer Kinder opfern?

    ich glaube im Gegensatz zu Ihnen, dass dem meisten noch nicht klar ist, welchen Preis Sie in Zukunft für Energie bezahlen müssen wenn wir so weitermachen wie bisher.

    Man kann zur CO2-Geschichte stehen wie man will, den Klimawandel leugnen oder daran glauben, ihn für menschgemacht halten oder nicht.

    Aber eines kann man nicht abstreiten: Das Leben der Menschen ist bestimmt durch Nutzung von Energie, das gegenwärtige Energiesystem ist nicht nachhaltig, sondern in höchstem Masse undemokratisch, unmenschlich und umweltzerstörend.
    Im ihrem eigenen Interesse und dessen ihrer Kinder sollten Sie bereit sein, heute einen kleinen finaziellen Beitrag zu leisten, damit Sie morgen finanziell entlastet werden.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende

    Da

    Samstag, 14 Februar, 2009 at 15:25

  13. @Da
    Selbstverständlich kann man dieses abstreiten.

    >Aber eines kann man nicht abstreiten: Das Leben der Menschen ist bestimmt durch Nutzung
    >von Energie, das gegenwärtige Energiesystem ist nicht nachhaltig, sondern in höchstem
    >Masse undemokratisch, unmenschlich und umweltzerstörend.
    >Im ihrem eigenen Interesse und dessen ihrer Kinder sollten Sie bereit sein, heute einen
    >kleinen finaziellen Beitrag zu leisten, damit Sie morgen finanziell entlastet werden.

    Obiges ist eine reine Behauptung, Polemik.

    Warum sollte das Energiesystem undemokratisch sein? Warum unmenschlich und umweltzerstörend?. Ein kurzer Blick auf die Realität genügt. Der Zustand unserer Umwelt verbessert sich kontinuierlich, trotz des von ihnen behaupteten „umweltzerstörenden Energiesystems“. Auch sozial hatte sich mit herkömmlichen Energiesystemen viel auf der Welt getan, der neue Hunger in der Welt fällt wohl nur rein zufällig zeitlich mit der Klimahysterie zusammen. Gern stelle ich ihnen auch die Frage, ab wann das Energiesystem die von ihnen beschriebenen Eigenschaften annahm, vor 100 Jahre oder gar 1000 Jahren? Warum gibt es bis jetzt keine der beschworenen, negativen Auswirkungen auf die darauf folgende Generation, warum liegen die negativen Auswirkungen unserer Energiewirtschaft grundsätzlich in der fernen Zukunft, ja warum ist bei den viel beschworenen Grenzen des Wachstums der Menschheit bis heute kein einziger Rohstoff ausgegangen?

    Klar ist, keine ihrer Behauptungen korreliert mit der Realität. Ganz im Gegenteil hat erst der versuchte Einsatz alternativer Energiequellen zu neuem Hunger (Biosprit) und weiterer Umweltzerstörung (Regenwaldzerstörung) auf der Welt geführt. Diesen Teil blenden sie einfach aus, behaupten gar genau das Gegenteil.

    Allerdings hätte ich einen passablen Vorschlag. Jeder Bürger, der foss. Energiequellen und Kernkraft ablehnt, wird auch nur mit alternativer Energie zu den entsprechenden Kosten versorgt. Schauen wir mal, wie ernst der Bürger mit alternativer Energie meint…

    iwg

    Samstag, 14 Februar, 2009 at 20:01

  14. Hallo DA, schöner Vortrag und vieles vermengt.
    Dass diverse Stromkonzerne auch Lobby betreiben und uns preislich veräppeln, werde ich mit Sicherheit nicht abstreiten. Ich verstehe auch nicht wie Sie darauf kamen? Wie fern sollen die großen 4 absolut NICHTS mit EEG-Projekte und nur mit Kern- und Kohlekraft zu tun haben? Gibt es keine kleine Stadtwerke und ähnliches mehr?
    Aber das Thema meinte ich gar nicht. Sondern schlicht die Tatsache, dass die Kohle- und Kernkraftwerke mich günstig mit Strom beliefern. Ihre Kosten Schwanken um 2-5 Cent versus EEG von 7-55 Cent/kWh. Die angebotene Leistung ist bei jeder Millisekunde abrufbar. Blitzschnell und so gut wie immer! Na, das ist echt eine respektable Leistung. Wenn nicht das, was denn sonst? Was mir zudem gefällt, dass das Netz klein gehalten werden kann und die zusätzlich Kosten wie Platzbedarf für eventuelle Energiespeicher ebenfalls nicht so hoch ausfallen wie es mit EEG sein müsste. Dass manche Leute diese Leistung noch mit Füßen zerstampfen wollen ist echt lachhaft.

    Ebenso, dass der Spiegel noch entsetzt ist, wenn unsere Politik das tragende Instrument unser Volkswirtschaft unterstützt. Mein lieber Mann. Wenn die Industrie Weg wäre, hätte es sich auch mit Spiegel erledigt.

    Es ist ja wohl unsinning dass die osteuropäer nun ihre Kohlekraftwerke “mehr laufen lassen” nur weil wir wie die blöden WKAs zubauen

    Genau das meinte ich doch. Vielleicht via Zertifikate mag das so aussehen, kann ich nicht beurteilen, aber praktisch ergibt das kein Sinn.

    da Uran als Brennstoff wettbewerbswidrig von der Steuer befreit ist

    Der hohe Preiskurs der letzten Jahre für Uran war je kWh nicht zu bemerken. Machten für den Endpreis nichts aus. Kommt von der unglaublich hohen Energiedichte. Von mir aus können die ruhig 19% MWST draufschlagen, würde man eh nicht merken. Steuerlich absetzbar wäre es für die Konzerne aus normalen Rechtslagen auch noch. Oder denken sie eher an staatliche Preishochtreiberei wie im Fall Öl?

    CO2 – Zertifikate vom Staat geschenkt bekommt, die Sie wiederum im Wert der Zertifikate auf den Strom umlegen und den Sie als Verbraucher dann als Strompreiserhöhung mitbezahlen.

    Tja, und jetzt die Gretchenfrage: Wer hat denn den Blödsinn der CO2–Zertifikate in die Welt gesetzt? Denn die sind die Ursache mit den merkwürdigen Spielen, die mit den CO2–Zertifikate begangen wird. Und welcher Naivling hat daran geglaubt, dass mit sowas keine Spiele auf Lasten des Bürgers getrieben werden würde? Wenn was zuvor ersichtlich war, dann genau das. Witzig, dass es jetzt sogar Windkraft trifft. Mal schauen, wie weit der Unsinn noch ausufern wird.

    Zitat:

    Deshalb haben E.on, RWE, Vattenfall & Co. auch mit harten Bandagen gegen den Emissionshandel gekämpft.

    Wow, die bösen 4 haben sogar den Unsinn bekämpft, was jetzt der Endverbraucher finanziert.

    Damit die Stromkonzerne diese Gewinne noch erhöhen können, “bezahlt” die europäische Union auch noch die Forschung und Entwicklung in Nuklearenergie in Form von “Euratom

    Ich persönlich kenne kein Forschungsprojekt, was ohne Steuern läuft und finde das für eine sinnvolle Investition. Also die Forschung. Automobilbranche, Luft und Raumfahrt, Bahn, für diverse EEGs-Projekte etc. Gegen Forschen habe ich nichts. Die Gretchenfrage ist: Was bekommen wir zurück, wenn das Know-how
    exportiert wird! Genau das passiert nämlich mit KK regelmäßig.

    2006 fuhr der deutsche Energieriese, der Sie so “billig” mit Energie beliefert, ca. 4 Mrd € an Gewinn ein!!!

    Ähm? Der größte CO2-Emittiant soll Milliarden Gewinne einfahren? Genau deswegen wird u.a. doch CO2 emittiert! In jedem Produkt wurde mehr oder weniger CO2 emittiert. Daher sagt das vorerst nur eine erwartungsgemäße Korrelation aus.
    EEG allein kosteten uns 2006 übrigen nur 6.Milliarden €.

    für die Entsorgung des Atommülls im Wert von mehrern Milliarden € anhäufen darf

    Ist schon der Hammer. Nach der Übernahme des Mülls hat der Kernkraftbetreiber auch nichts mehr damit zu tun, sondern der Müllentsorger. Und offensichtlich wie im Fall Asse ist die öffentliche Hand selbst bei ein bisschen Müll völlig überfordert. Und das mitten in einem Industriestaat, der täglich mit Megatonnen von Sondermüll zu tun hat. Am besten wir privatisieren das. Ist ja peinlich.

    peper

    Samstag, 14 Februar, 2009 at 20:29

  15. @pepper

    also das mit dem Vermengen ist ja wohl ihr Spezialgebiet.

    Zitat: „Wie fern sollen die großen 4 absolut NICHTS mit EEG-Projekte und nur mit Kern- und Kohlekraft zu tun haben? Gibt es keine kleine Stadtwerke und ähnliches mehr?“

    –>Selbstverständlich gibt es diese noch, jedoch wir in Deutschland ca. 80% des Stroms von den grossen 4 (bösen) 4 kontrolliert. Un selbstverständlich ist auch klar, dass die grossen 4 sich ebenso ins EEG-Geschäft einmischen, sofern dabei Kohle zu verdienen ist.

    Zitat: „Aber das Thema meinte ich gar nicht. Sondern schlicht die Tatsache, dass die Kohle- und Kernkraftwerke mich günstig mit Strom beliefern. Ihre Kosten Schwanken um 2-5 Cent versus EEG von 7-55 Cent/kWh.“

    –> Das Kostenthema habe ich inzwischen in 2 Beiträgen ausführlich behandelt. Wenn Sie dabei immer noch nichts gelernt haben, dann schauen Sie sich doch diese Präsentation an, dann lernen Sie vielleicht noch etwas:

    http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wirtschaft/detailansicht/browse/3/article/190/merit-order-effekt-preissenkung-durch-erneuerbare-energien.html

    Zitat: „Die angebotene Leistung ist bei jeder Millisekunde abrufbar. Blitzschnell und so gut wie immer! Na, das ist echt eine respektable Leistung. Wenn nicht das, was denn sonst?.

    –>Man merkt, dass Sie vom Energiesektor nicht viel Ahnung haben. Sonst wüssten Sie, dass Kraftwerke nicht in Millisekunden hochgefahren werden können. Die Verfügbarkeit des nuklearen Kraftwerparks weltweit liegt übrigens bei knapp 80% des Jahres:
    http://www.iaea.org/Publications/index.html

    Zitat: “ Wow, die bösen 4 haben sogar den Unsinn bekämpft, was jetzt der Endverbraucher finanziert.“

    –> Selbstverständlich haben Sie die CO2-Zertifikate ursprünglich bekämpft, da damals ja noch nicht klar war, dass Sie den Grossteil geschenkt bekommen werden. (und trotzdem beim Kunden abkassieren dürfen).

    Zitat: „Ich persönlich kenne kein Forschungsprojekt, was ohne Steuern läuft und finde das für eine sinnvolle Investition. (…) Die Gretchenfrage ist: Was bekommen wir zurück, wenn das Know-how
    exportiert wird! Genau das passiert nämlich mit KK regelmäßig.“

    –> Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass ich gegen Forschung bin, im Gegenteil. Selbstverständlich muss der Staat die Technologieentwicklung mit Forschungsgeledern fördern, jedoch sollte er sich dabei auf die Neu- oder Weiterentwicklung von Technologien konzentrieren, nicht mit einem Löwenanteil im Energiesektor in eine Technologie investieren, dessen Markeinführung vor über 50 Jahren stattfand!!!

    –>Sie als Steuerzahler bekommen also regelmässig Ermäsigungen oder Geld zurück wenn die Deutschen in Russland oder Bulgarien Kernkraftwerke errichtet? Dann scheinen Sie Aktien von Siemens zu halten, der Staat macht solche Geschenke meines Wissens nach nicht.

    Zitat: „Ähm? Der größte CO2-Emittiant soll Milliarden Gewinne einfahren? Genau deswegen wird u.a. doch CO2 emittiert! In jedem Produkt wurde mehr oder weniger CO2 emittiert. Daher sagt das vorerst nur eine erwartungsgemäße Korrelation aus.
    EEG allein kosteten uns 2006 übrigen nur 6.Milliarden €.“

    –>Ich verstehe ihre Logik nicht so recht. Ich nehme an, dass Sie hiermit meiner Ausführung dass die Konzerne die verschenkten CO2-Zertifikate in den Strompreis einrechnen, zustimmen und dies scheinbar auch normal finden. Eine interessante Einstellung.
    Zwecks EEG-Kosten habe ich bereits mehrmals auf Quellen verwiesen, die diese „Kosten“ richtig stellen und gerade rücken. 0,75 €cent/kwh bzw. 17% der jährlichen Strompreiserhöhung erscheinen Ihnen also unzumutbar? Die 250.000 Arbeitsplätze in Deutschland im erneuerbaren Energiesektor tragen zur Volkswirtschaft bereits mehr bei als die 30.000 Beschäftigten im Nuklearsektor.

    Zitat: „Ist schon der Hammer. Nach der Übernahme des Mülls hat der Kernkraftbetreiber auch nichts mehr damit zu tun, sondern der Müllentsorger. (…) Am besten wir privatisieren das. Ist ja peinlich.“

    –>Wer ist denn dieser Müllentsorger? Da muss ich Ihnen recht geben, das wäre das beste, das ganze zu privatisieren, und zwar sollte der Kraftwerksbetreiber die gesamten Kosten Übernehmen, ebenso für die Schäden aufkommen die dann, so wie jetzt in Asse, auftreten. Dann hätte zumindest der Steuerzahler nichts mehr damit zu tun. Is Übrigens die gängige Praxis in allen anderen Energiebereichen, dass die betreiber für die Entsorgung des Mülls aufkommen, nur hier scheint das eine Aussnahme zu sein.

    @Iwg:

    Ihr Zitat: „Obiges ist eine reine Behauptung, Polemik. “

    –> Das scheint genau ihr Motto zu sein. Erst gehen Sie auf meine Argumente nicht ein, die ich versucht habe, mit Nachweisen zu versehen, bezeichnen mich dann der Polemik um darauffolgend genau das zu tun: Zu polemisieren.

    Ich weiss nicht genau, in welcher Welt Sie leben, Erde nennt Sie sich aber scheinbar nicht.

    Da

    Samstag, 14 Februar, 2009 at 21:26

  16. @Da

    >Aber eines kann man nicht abstreiten: Das Leben der Menschen ist bestimmt durch […]

    Meine Antwort bezog sich auf dieses angegebene Zitat, nicht auf ihren gesamtem Beitrag. Warum ich also auf den Rest ihrer Argumente eingehen sollte, ist mir schleierhaft.

    Da sie sich aber nicht in der Lage sehen, ihr Zitat zu belegen, bzw. meinen Fragen zu beantworten, kann man ihre Meinung also sehr gut abstreiten. Der größte Teil ihrer Argumentation beruht interessanterweise gerade auf diesen falschen „Weltrettungsaufrufen“. Was bleibt da noch übrig?

    >Ich weiss nicht genau, in welcher Welt Sie leben, Erde nennt Sie sich aber scheinbar >nicht.
    Ich lebe in der realen Welt, auf der realen Erde. Ich brauche nicht jede meiner (apokalyptischen) Aussagen in eine ferne Zukunft zu verlegen un so nicht gleich so offensichtlich der Wirklichkeit zu widersprechen. Bitte erklären sie mir doch einfach mal, warum bei unserem so „umweltzerstörenden Energiesystem“ unsere Umwelt täglich sauberer wird? Aha…

    iwg

    Sonntag, 15 Februar, 2009 at 10:19

  17. @ Iwg

    Auf welche Umwelt beziehen Sie sich denn? Auf ihre Wohnung? Oder ihre Strasse?

    Aus ihren Äusserungen wird offensichtlich, dass es …, über den Tellerrand hinauszuschauen.

    …, sollten Sie eigentlich genug Beispiele dafür haben, wie unser heutiges Energiesystem die Umwelt (ich meine damit eher die Atmosphäre und das Ökosystem WELTWEIT) beeinträchtigt.

    Da ich aber sehe, dass ich die Belegung dieser „These“ ohne Bildzeitungsschlagzeilen nicht erreichen kann, lasse ich das lieber sein, da Sie scheinbar ja keinen Wert darauf legen, fundierte Beiträge zu lesen sondern …

    In meinen bisherigen posts ging es darum, mit Nachweisen zu belegen, dass die 3 grossen Ziele der EU an das zukünftige Energiesystem (Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit) am besten durch ein verändertes Energiesystem basierend auf alternativen Energiequellen zu erreichen sind.
    Damit dieser Übergang gelingt, müssen rechtzeitig die Weichen gestellt werden, das heisst heute! Entgegen ihrer Annahme habe ich keine einzige apokalyptische Aussage gemacht, auch verlege ich keineswegs alles in eine ferne Zukunft, im Gegenteil gibt es im hier und jetzt genug Gründe, sowohl finzanzieller als auch technischer Art, schnellstmöglich eine Energiewende einzuleiten.

    Und damit meine ich nicht in erster Linie die CO2-Emissionen. Auf eine Darlegung der Gründe verzichte ich mit dem Hinweis auf die Regeln dieses blogs, Wiederholungen zu vermeiden.

    Jeder hat das Recht, meine (persönliche) Meinung abzustreiten, ebenso wenig werde ich versuchen diese persönliche Meinung zu belegen, da Sie eben, wie der Begriff schon sagt, persönlich ist.

    Meine Argumentation beruht keinesfalls auf „falschen Weltrettungsaufrufen“, ihre Annahme zeigt deutlich, dass Sie meinen Post entweder nicht vollständig gelesen haben oder ihn eben nicht verstanden haben.

    Meine Argumentation beruht vielmehr auf Publikationen, offiziellen Zahlen und Statistiken und Tatsachen, die ich normalerweise als Quellen angebe und aus welchen ich dann nach deren Studium und Analyse eigene Schlussfolgerungen und Ergebnisse ableite.

    Falls Sie das ähnlich machen würden, dann könnten Sie ja zunächst einmal ein paar Belege für ihre These angeben, dass unsere Umwelt (trotz oder gerade wegen unseres heutigen Energiesystems?) täglich sauberer wird. Mit diesen Ergebnissen können Sie dann nach Asse, Tschernobyl, Galizien, San Diego, Madrid, in den Irak ect. reisen und den Menschen dort erklären, dass unser heutiges Energiesystem die Umwelt immer sauberer macht (oder die Umwelt trotzt unseres heutigen Energiesystems immer sauberer wird, ich weiss nicht genau, welche These Sie hier vertreten).

    Da

    Sonntag, 15 Februar, 2009 at 14:51

  18. @Da
    Sie haben keine apokalyptischen Vorhersagen getätigt?

    >Von daher ist meine Frage: wollen die Menschen wirklich
    >für ein paar Jahre Wohlstand den Wohlstand der Zukunft
    >und den ihrer Kinder opfern?

    Ihre Aussage aus obigen Zitat liegt also nicht in der Zukunft und spricht von einem apokalyptischen Zustand (Kein Wohlstand mehr in der Zukunft!?!)? Also auf die Ausrede von ihnen bin ich schon mal gespannt.

    >Falls Sie das ähnlich machen würden, dann könnten
    >Sie ja zunächst einmal ein paar Belege für ihre These
    >angeben, dass unsere Umwelt (trotz oder gerade wegen
    >unseres heutigen Energiesystems?) täglich sauberer wird.

    Was sollte daran schwer sein? Ich werde mal folgende Quelle wählen, zeigt sie doch gleich auf, daß der von ihnen so gewünschte Einsatz alternativer Energien in Zukunft das Klima noch mehr schädigen kann.
    http://idw-online.de/pages/de/news119380

    Das zum Thema Luftqualität, die Wasserqualität hat sich ebenfalls erheblich verbessert.

    Im übrigen ist es uninteressant, ob die Luftqualität nun wegen der Energiewirtschaft oder trotz der Energiewirtschaft immer besser wird, wichtig ist nur, daß sie besser wird. Mehr ist kaum nötig, um sie zu widerlegen.

    Freuen würde ich mich übrigens, wenn sie auch auf einige meiner Fragen eingehen würden, bis jetzt haben sie diese leider überlesen. Es macht einen sehr schlechten Eindruck, wenn man von anderen Postern nur Quellen für seine eigenen Behauptungen verlangt, die man schließlich selber belegen müsste…

    iwg

    Sonntag, 15 Februar, 2009 at 15:53

  19. 1. Da, ich sprach auch nur von Atom- und Kohlekraft sehr allgemein und nicht von den großen 4. Die brachten Sie ins Gespräch. Nur weil ich die Leistung dieser Kraftwerke sehr schätze. Wem die Kraftwerke gehört ist mir doch wurscht, Hauptsache wir haben die.

    2. 23% macht die Stromerzeugung aus. 36% die Netznutzung und 12% die Konzessionsabgabe. 12 % EEG. Der Rest sind ÖKOSteuer 14% und MwSt 12%.
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Strompreis.png&filetimestamp=20071218202438

    3. Worauf ich hinaus möchte wird von Ihnen jetzt aber schön ignoriert. Ich würde bestimmt nicht behaupten, dass die Kraftwerke extra hochfahren, weil ich den Lichtschalter betätige. Eben weil es so ist, gibt es große Probleme in der Reglungstechnik mit der fluktuierenden Einspeisung der WKA. Die Primär-und die Sekundärregelung findet nur über konventionelle Kraftwerke statt (WKA zu unberechenbar) und Windenergieschwankungen sind dabei eine Störgröße der Netzreglung. Folgen dadurch sind, dass die Konventionelle nicht optimal laufen können, sich den Schwankungen anpassen müssen und 90% der Energie durch den Kamin ausblasen, die die Windkraft einspeist. Sowie einen mehr Belastung im Netzausbau! Im Klartext: Was ihre Quellen verschweigen ist für den Preis negative Kettenreaktion durch WKA in allen oben genannten Preisfaktoren.
    Aber ich dachte vielmehr an die möglichen Vollaststunden. Die 2 Bösen können mich über 7000 Stunden mit Strom beliefern. Dat können ihre nicht. Da ist man schon glücklich, wenn man die 2000-Marke knackt. Was soll ich damit? Damit kann ich selbst doch nicht arbeiten. Ich kann mir beruflich nicht leisten, von der Laune der Natur abhängig zu werden. Das nervt mich schon in meiner Freizeitgestaltung etwas.

    Dann scheinen Sie Aktien von Siemens zu halten, der Staat macht solche Geschenke meines Wissens nach nicht.“

    Das ist allgemein so bei Thema Forschung und m.E. für Deutschland die beste Investition was die Politik in Deutschland machen kann. Wir sind ein kleines Land mit nicht allzu vielen Ressourcen. Der Unterschied zwischen einem Verkauf eines Reaktors versus Windkraftanlage ist gewaltig. Vergleichbar mit Ferrari versus Trabant. Daher auch die hohen Summen. Das ist volkswirtschaftlich sinnvoll!

    Ich verstehe ihre Logik nicht so recht. Ich nehme an, dass Sie hiermit meiner Ausführung dass die Konzerne die verschenkten CO2-Zertifikate in den Strompreis einrechnen, zustimmen und dies scheinbar auch normal finden. Eine interessante Einstellung.

    Die Logik ist doch ziemlich einfach. Erbrachte berufliche Leistung verursacht CO2-Emissionen, zwangsläufig, und hoffentlich auch finanzielle Gewinne. Dass der CO2-Emittiant in ganz EUROPA Milliarden verdient sollte einen doch zuerst mal nicht verwundern. Selbst mit mehr WKA KKW etc., wenn CO2-Emission abnimmt, bleibt die Korrelation nach Stand der Technik weiterhin bestehen. Es gibt kein Produkt, dass kein CO2 verursacht. Selbst die CO2-Emissionen von KKW und WKA wurden mehrmals ermittelt: Vom Minenabbau, Produktion, Transport bis zur Montage.
    Und dass das mit den CO2-Zertifikaten nicht in Ordnung ist, schrieb ich eindeutig. Aber dazu können die 4 gar nichts dazu, weil sie es NICHT haben wollten, sondern die, die CO2-Zertifikate in die Welt setzten. Die können was dazu. Ihre geförderte Politik! Nicht die Blätter, die Wurzeln!

    Die 250.000 Arbeitsplätze in Deutschland im erneuerbaren Energiesektor tragen zur Volkswirtschaft bereits mehr bei als die 30.000 Beschäftigten im Nuklearsektor.

    Schaufelpflicht, Backer verbieten. Ruck zuck hätten Millionen Arbeit. Mehr Arbeitsplatz je kWh spricht nicht dafür, sondern dagegen. Das ist weder betriebswirtschaftlich noch volkswirtschaftlich sinnvoll. Und ABM-Maßnahmen im Energiesektor halte ich für ein gefährliches Spiel. Es sollte klar sein, dass der Energiesektor für die Industrie bestmöglich und preiswert laufen sollte. Nicht umgekehrt!

    peper

    Sonntag, 15 Februar, 2009 at 19:11

  20. http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/windstrom-oft-billiger-als-atomstrom/

    ? Lesen Sie die Kommentare plus Links. Sollte genügen.

    peper

    Sonntag, 15 Februar, 2009 at 20:03

  21. @ Iwg

    Zitat: „Was sollte daran schwer sein? Ich werde mal folgende Quelle wählen, zeigt sie doch gleich auf, daß der von ihnen so gewünschte Einsatz alternativer Energien in Zukunft das Klima noch mehr schädigen kann.
    http://idw-online.de/pages/de/news119380

    –>Sie wollen also ernsthaft mit dieser Nachricht belegen, dass unsere Umwelt trotz (oder vielleicht gerade weil, was entgegen ihrer Ausführung ein grosser Unterschied ist) unseres heutigen Energiesystems immer sauberer wird?

    Nach lesen des Artikels habe ich festgestellt, dass dabei mit keinem Wort erwähnt wird, dass unser heutiges Energiesystem die Aerosolbildung reduziert. Im Gegenteil, der Artikel empfiehlt eine dringende Reduzierung der CO2-Emissionen weltweit, da laut Artikel durch geringere Aerosolbildung die Klimaerwärmung noch verstärkt wird.
    Aber an diese (die menschgemachte oder durch ihn verstärkte Klimaerwärmung) scheinen Sie ja nicht zu glauben. ich zitiere hierzu ihren Fragenkomplex, den ich keineswegs überlesen habe:

    „(…) der neue Hunger in der Welt fällt wohl nur rein zufällig zeitlich mit der Klimahysterie zusammen. (…) Warum gibt es bis jetzt keine der beschworenen, negativen Auswirkungen auf die darauf folgende Generation, warum liegen die negativen Auswirkungen unserer Energiewirtschaft grundsätzlich in der fernen Zukunft (…).

    ich fasse also noch einmal zusammen: Mit ihrem Verweis wollen Sie zeigen, dass unser Energiesystem die Umwelt so verbessert, dass die Aerosole in der Atmosphäre reduziert werden, was wiederum den von Ihnen als „Klimhysterie“ titulierten Treibhauseffekt verstärkt? Daraus folgere ich, dass Sie der Meinung sind, dass wir umso mehr Kohle verfeuern sollten, damit die Zahl der Aerosole wieder ansteigt und wir damit auch die CO2-Emissionen ruhig erhöhen sollten, da Sie ja ohnehin nicht an die Klimahysterie glauben.
    Da das ja eine Klimahysterie darstellt, ist es doch eigentlich wünschenswert, dass die Luftverschmutzung und damit die Anzahl an Aerosolen wieder sinkt, da das ihrer Meinung nach ja die Umwelt verbessert. Das würde dann ja durch den Zubau der von Ihnen demnach nicht erwünschten alternativen Energien gefördert. Die wollen Sie ja aber nicht.

    Damit Sie es klarer sehen: durch Verbrennung fossiler Brennstoffe werden auch Aerosole erzeugt. Das heisst, unser gegenwärtiges Energiesystem, das auf fossilen Energien beruht, kann also schwerlich für die Verbesserung der Umwelt (jedenfalls für die ihres Verweises) verantwortlich sein.

    Ihr Zitat: „(…)die Wasserqualität hat sich ebenfalls erheblich verbessert.

    ->Das ist ja schön, dass sich in Deutschland die Wasserqualität erhöht hat, leider haben aber mehr als 1,5 Milliarden (!) Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und immerhin hilft die Erhöhung der Wasserqualität in Deutschland ja dabei, die extremen Massen an Wasserdampf, die in den Kühltürmen deutscher Kohle, Gas- und Kernkraftwerke erzeugt werden, „sauberer“ zu machen.

    Ihr Zitat:
    „Im übrigen ist es uninteressant, ob die Luftqualität nun wegen der Energiewirtschaft oder trotz der Energiewirtschaft immer besser wird, wichtig ist nur, daß sie besser wird.“

    –> Das ist absolut nicht uninteressant, im Gegenteil, das ist ein himmelgrosser Unterschied. Ihnen diesen zu erklären ist aber denke ich verschwendete Zeit.

    Ihr zitat: „(…) Es macht einen sehr schlechten Eindruck, wenn man von anderen Postern nur Quellen für seine eigenen Behauptungen verlangt, die man schließlich selber belegen müsste….“

    -> Ich habe mit keinem Wort von anderen Postern verlangt, meine eigenen Behauptungen zu belegen. Das tue ich schon selbst, keine Sorge. Was ich von anderen Postern verlange ist, dass Sie ihre eigenen Behauptungen auch mit Quellen belegen, sofern es diese gibt. Sofern Sie das nicht tun, drücken Sie eine persönliche Meinung aus, die dann jeder akzeptieren, teilen oder eben nicht teilen und auch nicht akzeptieren kann.

    ich hoffe, dass Sie verstehen, dass ich auf manchen Fragen einfach nicht eingehen will, weil durch die Stellung der Frage oft schon vermittelt wird, wie die Einstellung bzw. die Intention des Fragestellers ist.

    Nun hoffe ich aber zumindest, auf alle Punkte ihres letzten Posts geantwortet zu haben.

    @Peper

    Zu 1.) Es geht nicht nur darum, wem die Kraftwerke gehören. Es guibt da ei schönes Gutachten von der Monopolkomission des Bundestags. Ein Auszug:

    „„Der Markt wird dominiert von den vier Verbundunternehmen E.ON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW, die über 80 % der inländischen Erzeugungskapazitäten und zahlreiche Beteiligungen an regionalen Weiterverteilern und Stadtwerken verfügen. Auf der Großhandelsebene haben die horizontalen Konzentrationsprozesse zu einem wettbewerbslosen Oligopol geführt.“

    Zu 2.) Vielleicht wäre es ratsam nicht immer bei Wikipedia nachzuschauen. Andere Institutionen, die das ein bisschen besser wissen sollten wie der Verband der Elektrizitätwirtschaft und das BMU kommen dabei auf folgende Verteilung:

    Stromerzeugung, Transport und Vertrieb: 61 %
    Konzessionsabgabe: 9,3 %
    Stromsteuer: 10,4 %
    KWKG: 1,5 %
    EEG: 3,4 %
    Umsatzssteuer: 14%

    http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wirtschaft/detailansicht/browse/3/article/190/strom-aus-erneuerbaren-energien-was-kostet-er-uns-wirklich.html

    Ebenso ist der Anteil des EEG an der jährlichen Strompreiserhöhung zwischen 7 und 17 %.

    Zu 3.) Es ist schade wenn es Sie in ihrer Freizeitgestaltung nervt, von der Natur abhängig zu sein. Dann gehören Sie wahrscheinlich auch zu den Leuten, die trotz -30ºC und Schneetreiben das Fahrrad aus der Garage holen, um eine Ausfahrt zu machen. Oder die im Sommer bei 30ªC Sonnenschein plötzlich Lust habe, Ski zu fahren, und das dann auch tun (?).

    Im Ernst, ihre Vollast-Rechnung lässt technische Möglichkeiten völlig ausser Acht, hocheffiziente Speichertechnologien (www.energystorage.org) ebenso wie verschiedene alternative (oder auch konventionelle) Energiequellen zusammenzuschalten und damit sehr wohl ein ganzjährige und ganztätige Energieversorgung zu ermöglichen.
    http://www.kombikraftwerk.de/

    Biogas- Biomasse, Geothermie ist ebenso Grundlastfähig wie Kohle und Uran. Windkraft ist normalerweise dann mehr vorhanden wenn weniger Sonne da ist (Nachts und im Herbst / Winter). Die höchste Sonnen – Energieeinstrahlung ist meistens in der Mittagszeit, was dann mit dem Spitzen-Tageskonsum zusammentrifft.

    Das Problem ihrer Grundlastfähigen Kernkraftwerke ist doch gerade, dass Sie zu undynamisch sind, um dem wechselnden Tagesprofil folgen zu können. deswegen wäre eine Stromversorgung 100% aus Nuklear und Braunkohle gar nicht möglich, da diese Kraftwerke Stunden und Tage benötigen, um hochgefahren zu werden.

    Das hohe Windanteile im Stromsystem ohne grosse Veränderungen möglich sind sieht man in Dänemark (20%) und Spanien (12 %) bereits.

    4.) Ihr Zitat: (…) Der Unterschied zwischen einem Verkauf eines Reaktors versus Windkraftanlage ist gewaltig. Vergleichbar mit Ferrari versus Trabant. Daher auch die hohen Summen. Das ist volkswirtschaftlich sinnvoll!“

    –> Wieviele Reaktoren hat Deutschland (meinen Sie damit die Bunderepublik oder Siemens?) denn in den letzten 20 JAhren verkauft? Und an wen? An den Iran? Siemens kann das ganze ja nicht alleine stemmen, Sie liefern ja eher die „konventionelle Technik“ eines reaktors, der Nuklearteil stammt vom französischen Konzern Areva (der wiederum als Staatskonzern angesehen werden kann). Ich weiss nicht inwiefern das der Bundesrepublik und damit dem Steuerzahler zugutekommen kann.

    Ein Beispiel: In Finnland wird von Areva und Siemens (nach glaube ich Jahrzehnten )in Europa wieder ein Reaktor gebaut. Zum Festpreis von 3.200 Millionen Euro. Das Problem ist nur, dass der Reaktor nach 4 Jahren Bauzeit (Beginn 2005) bereits 1,5 Jahre Verzögerung aufweist, was ca. 1.500 Millionen € Mehrkosten verursachen wird. Das dumme nur ist, dass es sich um einen Festpreis handelt, also die zustatzlichen Kosten vom französischen (und auch deutschen ) Steuerzahler Übernommen werden müssen.

    Das heisst, ihr Ferrari wurde bereits vor dem Bau für einen Fixpreis verkauft, obwohl die eigentlichen Kosten über diesem Verkaufspreis liegen werden. Und damit dieser Ferrari Überhaupt gebaut werden konnte, wurde seine Entwicklung vorher noch mit Forschungsmilliarden subventioniert.

    Wenn so volkswirtschaftlich sinnvoll aussieht, dann muss ich sagen, bleibe ich lieber beim Trabi!!

    5.) Ihr Zitat:
    „Dass der CO2-Emittiant in ganz EUROPA Milliarden verdient sollte einen doch zuerst mal nicht verwundern.“

    –> Mich verwundert das schon, sollte doch mit Kaufen der CO2-Verschmutzungsrechte (so die Idee) gefördert werden, dass der konventionelle Kraftwerkspark reduziert oder durch CO2-arme Optionen erstezt wird, ansosnten müssten gegen Kosten die „Rechte“ zu verschmutzen erworben werden, was wiederum die Gewinnmargen (da liberalisierter Strommarkt und Preisdruck) reduziert werden würden.

    Ihr Zitat: „(…). Aber dazu können die 4 gar nichts dazu, weil sie es NICHT haben wollten, sondern die, die CO2-Zertifikate in die Welt setzten. (…) Ihre geförderte Politik! Nicht die Blätter, die Wurzeln!“

    –> Die Wurzel allen übels ist also die Förderpolitik ? Der erneuerbaren Energien? Die „armen“ 4 grossen Energieversorger sind also nur die unschuldigen blätter der so verunreinigten Wurzeln?
    Recht könnten Sie haben, da Sie damit ja voraussetzen, dass die beiden (Private Energiversorger und Politik) demselben Baum angehören. Mit mehr aber auch nicht.

    Ihr Zitat: „Schaufelpflicht, Backer verbieten. Ruck zuck hätten Millionen Arbeit. Mehr Arbeitsplatz je kWh spricht nicht dafür, sondern dagegen.“

    –> Mehr Arbeitsplätze spricht also gegen erneuerbare Energien aber würde den Einsatz von Arbeitsbeschaffungsmassnahmen für konventionelle und nukleare Energien rechtfertigen?

    Sie widersprechen sich im gleichen Satz. (Zitat: „ABM – Massnahmen im Energiesektor halten ich für ein gefährliches Spiel“).
    Abgesehen wäre die Frage, wo die Leute in deuscthland nach dem Uran suchen sollten. Die letzten Lagerstätten wurden vor Jahren abgebaut.

    Vielleicht sollten sollten wir generell umdenken was die Nutzung von Energie, die wir nicht haben, angeht.

    Aber mit einer, „Energie kommt aus der Steckdose – das war schon immer so und wird immer so sein – Mentalität“ kommen wir dabei nicht weiter.

    Da

    Sonntag, 15 Februar, 2009 at 22:49


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