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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Archive for Februar 7th, 2009

Trendanalyse nach Stefan Rahmstorf

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Ich hatte bereits mehrfach darüber berichtet, dass von Forschungsinstituten und einzelnen Klimaforschern an den Klimadaten „gedreht“ wird. Zuletzt hatte ich darüber berichtet, wie Trendlinien angepasst werden.

Ein weiteres Beispiel habe ich grade auf WISSENSlogs KlimaLounge gefunden.

Im Beitrag „Im Januar nicht Neues“ wird eine Grafik mit Januartemperaturen (1893-2009) aus Potsdam gezeigt.

Siehe hier

Gezeigt werden Messwerte der Säkularstation auf dem Potsdamer Telegrafenberg. (Hausstation des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)). Die Originalgrafik auf der Seite der Wetterstation sieht wie folgt aus.

Siehe hier

In Original wird ein gleitender Mittelwert über 9 Jahre durch die Januarwerte gelegt. Ein gleitender Mittelwert über 9 Jahre wird jeweils aus Zeitabschnitten von 9 Jahren gebildet. Dieser beginnt im Jahre 1897 (Mittelwert der Jahre 1893-1901) und endet im Jahre 2005 (Mittelwert der Jahre 2001-2009).

In der KlimaLounge wird hingegen durch die Januarwerte ein „über 15 Jahre geglätteter nicht-linearen Trend“ gelegt. Verwendet wurde dabei kein gleitenden Mittelwert über 15 Jahre, sondern eine Trendanalyse über 15 Jahre. Mit Hilfe dieser Trendanalyse wird die „zwischenjährliche Variabilität“ vollständig weggeglättet (d.h. die Kurve wird glatter gemacht) und das Ende der Kurve (der Zeitabschnitt 2003-2009) wird per Trendabschätzung verlängert.

Die Veränderungen sieht man am besten im direkten Vergleich (und durch Überblendung) zwischen Original und der Darstellung auf KlimaLounge.

januar-temp-potsdam-vs-rahmstorf

Auffällig dabei ist nicht nur die Glättung, sondern auch die Trendumkehr ab 1992. Im Original weist der Trend nach 1992 nach unten, in der Darstellung auf KlimaLounge hingegen nach oben. Hier wurde durch geschickte Wahl der Trendanalyse, der Trend einfach umgekehrt.

Ziel sollte es eigentlich nicht sein die Messwerte den Klimamodellen anzugleichen, sondern umgekehrt sollte es von Statten gehen. Im Vergleich zum Januarmittelwert der Jahre 1961-1990 ist der Januar 2009 in Potsdam um –1,3°C zu kalt ausgefallen. Das sollte einen Abfall am Ende der Zeitreihe ergeben und keinen (beschleunigten) Anstieg. Allerdings,  fallende Trends würden nicht ins Bild einer Klimaerwärmung passen.

UPDATE 08.02.2009: Temperaturentwicklung Säkularstation Potsdam Telegrafenberg 01.01.2000 – 06.02.2009

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Samstag, 7 Februar, 2009 at 18:51

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Schneechaos in der Schweiz

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Vergleichbare Schneefälle gab es letztmals am 11. Januar 1977.


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Es liegt entlang und südlich des zentralen Alpenhauptkammes derzeit vielerorts doppelt so viel Schnee wie im langjährigen, klimatologischen Durchschnitt.

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Written by admin

Samstag, 7 Februar, 2009 at 16:47

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