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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Archiv für Januar 29th, 2009

NASA-Klimawissenschaftler James Hansen wird von seinem ehemaligen Vorgesetzten John Theon zurechtgewiesen

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Folgendes Schreiben von John Theon, dem ehemaligen Vorgesetzen von James Hansen, ist am 15.01.2009 an das U.S. Senate Committee on Environment and Public Works (EPW) ergangen.

Betreff: Klimamodelle sind unbrauchbar

Ich kann bejahen, dass ich in Wirklichkeit Hansens Aufsichtskraft war, weil ich seine Finanzierung rechtfertigen, seine Betriebsmittel zuteilen und seine Resultate auswerten musste. Ich hatte jedoch nicht die Ermächtigung, ihm seine jährliche Leistungsbewertung zu erteilen. Hansen wurde nie ein „Maulkorb“ erteilt, obwohl er amtliche Agenturposition der NASA bzgl. der Klimavoraussagen verletzte (d.h., wir wussten nicht genug, um Prognosen zum Klimawandel abgeben zu können oder die Wirkung des Menschen auf den Klimawandel beurteilen zu können). Er brachte folglich die NASA in Verlegenheit, indem er 1988 seine Auffassung bzgl. der globalen Erwärmung vor dem Kongress der USA vortrug. (Siehe Video im Anhang).

Mein eigene Meinung hinsichtlich der anthropogenen Klimaänderung ist, dass die Modelle nicht realistisch das Klimasystem simulieren, weil es viele und wichtige „sub-grid scale“ Prozesse gibt, welche die Modelle entweder schlecht reproduzieren können oder vollständig weglassen. Darüber hinaus haben einige Wissenschaftler die beobachteten Daten manipuliert, um ihre vorbildlichen Resultate zu rechtfertigen. Dabei werden sie weder erklären, wie sie ihre Beobachtungen geändert haben, noch erklären, wie sie es gemacht haben. Sie haben sich erwehrt ihre Arbeit transparent zu machen, um zu verhindern, dass unabhängige Wissenschaftler diese abgleichen können. Das ist konträr zu dem, wie Wissenschaft eigentlich ablaufen sollte. Aus diesem Grund gibt es keine rationale Begründung dafür, Vorhersagen aus Klimamodellen zu nutzen, um politische Zielsetzungen zu treffen.

Weitere Informationen finden sich hier: Link1 Link2

Anlage1: James Hansens Ansprache vor dem US-Kongress aus dem Jahre 1988.

Anlage2: 1988 präsentierte James Hansen vor dem US-Kongress folgende Klimaszenarien. (Szenarien A, B und C). In der Überblendung wird der tatsächlich gemessene Temperaturanstieg bis Ende 2008 gezeigt. Dabei handelt es sich ebenfalls um Messdaten von James Hansen (NASA-GISS, GISTEMP). Wir liegen heute ca. –0,2°C unter den niedrigsten Szenario von Hansen (Szenario C), welches ab den Jahr 2000 drakonische CO2-Reduzierungsmaßnahmen vorgesehen hatte, die aber nie in der Form umgesetzt worden sind. Link

hansen1988

Auch heute noch ist Hansen einer der eindringlichsten Warner vor dem anthropogenen Treibhauseffekt und überbietet sich immer wieder selbst.

Auf der AGU-Tagung in Dezember 2008 erklärte er einen venusartigen “Runaway Greenhouse Effect” für möglich. Ein sich verselbstständigender Treibhauseffekt, bei dem sich verschiedene Rückkopplungsmechanismen im Klimasystem soweit aufschaukeln, dass es zu weitaus höheren Temperaturen kommt, als bisher angenommen (Venus-Syndrom). Der Vortrag findet sich hier.

UPDATE 31.01.2009
Angriffe auf John Theon

Link1
Link2
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Written by admin

Donnerstag, 29 Januar, 2009 at 14:20

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

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