klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Minus 31,9 Grad in den bayrischen Alpen

with 9 comments

Leipzig (dpa) – Die Polarkälte hat in Deutschland weiter für eisige Temperaturen gesorgt. Das Frostloch lag in den bayerischen Alpen. Der Wetterdienst meteomedia hat am Funtensee minus 31,9 Grad gemessen. Sternenklarer Himmel, trockene Luft und nahezu Windstille führten zu dem Temperatursturz. Der zweitkälteste Wert in dieser Nacht lag im Oberpfälzer Wald bei minus 20,6 Grad. In Teilen Bayerns und in einem Streifen von Weimar über Halle nach Berlin sank die Temperatur unter minus 15 Grad.

Link

Advertisements

Written by admin

Donnerstag, 8 Januar, 2009 um 12:36

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

9 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Ich glaube der Rekord am Funtensee liegt bei fast -50°C. Es ist einer der kuriosesten Orte Deutschlands. In einigen 100 Metern naehert man sich von einem „normalen“ alpinen Klima irgendetwas was eher Sibirien aehnelt.
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/53/374862/text/

    Georg Hoffmann

    Donnerstag, 8 Januar, 2009 at 17:56

  2. -45,8°C war dort meines Wissens nach im Jahr 2000 (25. Januar) der Kälterekord und -45,9°C im Jahr 2001 (Weihnachten). Die Rekorde liegen also alle nach 2000. Bis dahin wurde die Rekordmarke von -38°C (seit dem 12. Februar 1929) durch das niederbayerische Wolnzach gehalten.

    Müller

    Donnerstag, 8 Januar, 2009 at 23:43

  3. Die Rekorde liegen also alle nach 2000.

    Tatsaechlich. Alle nach 2000. Das wird ein Trend sein, ganze zwei Jahre nachdem es von dort Messungen gibt:http://edoc.mpg.de/get.epl?fid=18768&did=268654&ver=0
    Meint auch der Zweitautor.

    In 15 Stunden von -17 auf -45. Der Ort hat mit schlicht ueberhaupt nichts irgendwas zu tun. Nichtmals wirklich mit Wetter.

    Georg Hoffmann

    Freitag, 9 Januar, 2009 at 00:46

  4. Klar ist, dass demnächst gemeldet wird, dass auch diese Winter zu den 10 wärmsten dieses Jahrhunderts zählt.

    ck42

    Freitag, 9 Januar, 2009 at 07:39

  5. Ah, Hallo Pierre,

    Hatte gerade bei Climateaudit die Ehre ;-)

    Ihr Link ist unlesbar. Hier ist er verkürzt:

    http://tinyurl.com/838g67

    „Bezüglich der Kälte nimmt der diesjährige Winter vielerorts
    einen vorderen Platz in der Reihe der kältesten Winter der
    letzten hundert Jahre ein. Bezüglich des Schnees ist er aber
    bisher eher unauffällig.“

    „Vor dreißig Jahren gab es in Deutschland ebenfalls einen
    richtigen Winter, der Winter 1978/79 zählte insbesondere in
    Norddeutschland zu den härtesten Wintern des vergangenen
    Jahrhunderts.“

    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern und an den Unsinn, den wir an Sylvester (wo der Winter anfing), anstellten.

    Hallo Georg,

    Danke, dass sie das Vergnügen auf ihrem Blog nicht unterbinden ;-)))

    Bis bald

    Eddy

    Eddy

    Freitag, 9 Januar, 2009 at 10:26

  6. Komisch, die Seite ist weg….

    Hier eine Kopie

    http://www.streakrunner.de/showthread.php?t=5542&page=2

    „Eiszeit – damals und heute:
    Derzeit ist es in Deutschland recht winterlich. Fast überall
    liegt eine dünne Schneedecke, nachts herrscht vielerorts
    strenger Frost, und auch tagsüber gibt es verbreitet Dauerfrost.

    Vor dreißig Jahren gab es in Deutschland ebenfalls einen
    richtigen Winter, der Winter 1978/79 zählte insbesondere in
    Norddeutschland zu den härtesten Wintern des vergangenen
    Jahrhunderts. Der damalige Winter war im Wesentlichen durch
    zwei markante Kälte- und Schneeperioden gekennzeichnet. Die
    erste begann unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen des
    Jahres 1978 und dauerte bis in den Januar hinein an. Dabei ging
    die Temperatur von Nordosten bzw. Norden her langsam südwärts
    voranschreitend deutlich zurück, mancherorts um 30 Grad in
    weniger als 24 Stunden. Verbreitet herrschte strenger Frost,
    vielerorts verwandelte sich vorhandene Nässe in Eis oder es gab
    Regen mit Glatteisbildung. Am beeindruckendsten waren aber die
    starken Schneefälle in Norddeutschland, vor allem entlang der
    Ostseeküste mit Schwerpunkt in Vorpommern. Begleitet waren
    diese Schneefälle von sehr niedrigen Temperaturen und lang
    anhaltendem stürmischen Wind. Entlang der deutschen Ostseeküste
    von Vorpommern über Mecklenburg hinweg bis Schleswig-Holstein
    gab es verbreitet extreme Schneeverwehungen, oft mehrere Meter
    hoch. Auch Teile Niedersachsens, Sachsen-Anhalts und
    Brandenburgs waren von Schneefall und Schneeverwehungen
    betroffen. Verbreitet brach das öffentliche Leben zusammen,
    Straßen und Schienen waren insbesondere in Ostseenähe tage- und
    zum Teil wochenlang unpassierbar. Am schwersten betroffen war
    damals die Region um Rügen, dort begann der Schneesturm zuerst,
    dort dauerte er am längsten und dort gab es verbreitet
    Schneeverwehungen im Bereich von 3 bis 5 Meter Höhe,
    mancherorts auch deutlich mehr.
    Der zweite große Schneesturm, Anfang Februar 1979, betraf nicht
    mehr ganz Norddeutschland, in Teilen Mecklenburgs und
    insbesondere entlang der vorpommerschen Ostseeküste hatte er
    aber aus meteorologischer Sicht die gleichen Auswirkungen wie
    der erste.

    So gesehen nimmt sich der diesjährige Winter etwas bescheiden
    aus, wenngleich so niedrige Temperaturen, wie sie in den
    vergangenen Nächten verbreitet gemessen wurden, für unsere
    Region recht selten sind. So gab es in der vergangenen Nacht
    von der Ostsee bis zu den Alpen und zum Bodensee verbreitet
    strengen Frost mit Tiefsttemperaturen zwischen -10 und -18°C,
    knapp über dem Boden wurden vielerorts die -20°C
    unterschritten, wobei in Bayern und Brandenburg örtlich -23°C
    gemessen wurden. Auch im Berliner Raum wurden knapp über dem
    Schnee örtlich -22°C gemessen.
    In den beiden vorangegangen Nächten war es insbesondere in der
    Mitte und im Norden Deutschlands noch kälter. Am Morgen des
    07.01.2009 wurden von Nordrhein-Westfalen über Hessen,
    Südniedersachsen, Thüringen und das südliche Sachsen-Anhalt
    hinweg bis nach Sachsen, Südbrandenburg und Berlin verbreitet
    Tiefsttemperaturen von unter -20°C gemessen. Hervorhebenswert
    sind -26,5°C in Lippstadt oder -27,7°C in Dippoldiswalde. Knapp
    über dem Schnee wurden sogar die -30°C unterschritten, zum
    Beispiel -30°C in Bad Lippspringe oder in Dresden, -31°C in
    Gera oder in Sohland an der Spree oder gar -32°C in Klitzschen
    bei Torgau.
    Bezüglich der Kälte nimmt der diesjährige Winter vielerorts
    einen vorderen Platz in der Reihe der kältesten Winter der
    letzten hundert Jahre ein. Bezüglich des Schnees ist er aber
    bisher eher unauffällig.

    Dies ist nicht der einzige Unterschied zum Winter 1978/79. Ende
    der 1970iger Jahre wurde noch gelehrt, dass wir uns in einer
    Zwischeneiszeit befänden. Demnach sei die Temperaturentwicklung
    der nächsten Jahre und Jahrzehnte zwar etwas unsicher,
    langfristig würde es aber in Mitteleuropa wieder deutlich
    kälter werden. Die heutige Mehrheitsmeinung der Wissenschaftler
    und die medial meist verbreitete Meinung geht dagegen davon
    aus, dass es die nächsten einhundert Jahre sowohl weltweit, als
    auch in Mitteleuropa immer wärmer wird, gestritten wird nur
    noch über den Betrag des Temperaturanstiegs. Es wäre
    interessant zu wissen, wie man in dreißig Jahren darüber denken
    wird.

    Dipl.-Met. Thomas Schmidt
    Deutscher Wetterdienst
    Vorhersage- und Beratungszentrale

    Copyright (c) Deutscher Wetterdienst“

    Eddy

    Freitag, 9 Januar, 2009 at 11:17

  7. @CK24 #5
    lt DWD einer der kältesten Winter der letzten hundert Jahre
    http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/14164617

    krishnag

    Freitag, 9 Januar, 2009 at 12:11

  8. @krishnag:

    Is ja echt ein Wunder!

    Ich werd den Tag als „Tag des Erwachens“ rot im Kalender anstreichen (der Tag, an dem die Kälte des 21. Jahrhunderts den DWD erreichte)…

    ~ghw

    Samstag, 10 Januar, 2009 at 07:17


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: