klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Winterstürme in den USA/ Stromausfälle und Verkehrschaos

with 3 comments

Der Winter hat weite Teile der USA fest im Griff. Binnen einer Woche hat bereits die dritte Kaltfront das Land heimgesucht…

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… Die jüngste Häufung von Schneestürmen ist allerdings auch für nordamerikanische Verhältnisse ungewöhnlich. Das sehr unbeständige Winterwetter wird weiter anhalten. In einigen Regionen sind über Weihnachten erneut 50 Zentimeter Schnee und hohe Verwehungen zu erwarteten, in Kanada ist regional mit Frost bis minus 35 Grad zu rechnen.

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Schneesturm im Mittleren Westen

Written by admin

Dienstag, 23 Dezember, 2008 um 11:46

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

3 Antworten

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  1. Könnte die Abkühlung nicht mit einer Abschwächung des Golfstromes (infolge der forcierten Eisschmelze in der Arktis?)zusammenhängen? Ein Indiz dafür sind meines Erachtens die vermehrten Kaltluftausbrüche („Supertröge“, Kaltlufttropfen)im Winter 2007/2008 und auch jetzt schon wieder auf so spektakuläre weise in Nordamerika. Denn ein schwächerer Golfstrom müsste den Temperaturgradienten an der Polarfront verringern und damit auch die Stärke des Jetstreams. Dieser würde dann im Durchschnitt stärker mäandern und dann die polare Kaltluft nicht mehr so gut einschliessen.

    Das die spektakulären Wintereinbrüche z.T. auch fernab des Golfstromes, wie z.B. in China stattfanden muss nicht unbedingt gegen eine Golfstromabschwächung sprechen, wenn man annimmt, daß sich das veränderte Schwingungsmuster des Jetstreams um die gesamte Nordhalbkugel herum fortpflanzt.
    Im Zusammenhang mit der jüngsten Forschungsreise der Maria S. Merian (Monika Rhein, Bremen)wurde von einem 70%igen Rückgang der Tiefenwasserbildung im Nordatlantik seit 1997 berichtet!Link: http://www.merian.de/Lounge/magazin/unsereerde.php

    Viele Grüße und ein schönes Weihnachtsfest
    Jens Christian Heuer
    http://wetterwechsel.wordpress.com
    http://keynesianismus.wordpress.com

    jenschristianheuer

    Dienstag, 23 Dezember, 2008 at 14:40

  2. Hallo,

    Die kleine Eiszeit lässt grüssen. Oder bloss eine normale Klimaschwankung???

    Angenehme Feiertage und einen sanften Rutsch wünscht Ihnen

    Eddy

    Eddy

    Dienstag, 23 Dezember, 2008 at 17:37

  3. @1

    Hallo Herr Heuer,

    Ihren Kommentar hatte ich bereits in der KlimaLounge gelesen. Auch Ihr Blog Weltenwetter gefällt mir sehr gut.

    Grundsätzlich ist immer zwischen Wetter und Klima zu unterscheiden. Ich würde mich diesbezüglich nicht auf fixe Zeiträume festlegen, sondern die Zyklen betrachten. Wetter bestimmt das Tagesgeschehen, während Klima durch langfristige Zyklen bestimmt wird. Wie z.B. dem Milankovitch-Zyklus (ca. 100.000 Jahre), weiter existiert ein Sonnenzyklus mit etwa 1500jähriger Periode, weiter gibt es einen ca. 65-70 jährigen Zyklus der Oszillation im Nordatlantikraum, bzw. des globalen Klimasystems (u.a. nachzulesen bei Polyakov).

    http://www.frontier.iarc.uaf.edu:8080/~igor/research/pdf/polyakov.etal.2004.pdf

    Dazu auch eine Arbeit von Soon.

    http://www.cfa.harvard.edu/~wsoon/myownPapers-d/Soon05-SolarArcticTempGRLfinal.pdf

    Der Golfstrom hat sich meines Wissens nach in den letzten Jahren nicht abgeschwächt. Diesbezüglich gab es ein Nature-Paper, dessen Ergebnisse aber schnell wieder korrigiert wurden. (Selbst von Stefan Rahmstorf).

    http://www.faz.net/s/Rub2542FB5D98194DA3A1F14B5B01EDB3FB/Doc~E3DECC04727CE4E2EA8F481139933E5D8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    http://www.welt.de/wissenschaft/article767904/Der_Golfstrom_bleibt_uns_treu.html

    Dazu auch „Gulf Stream safe if wind blows and Earth turns” von Carl Wunsch.

    http://ocean.mit.edu/~cwunsch/papersonline/naturegulfstreamltr.pdf

    Monika Rhein kenne ich. Sie hat vor ca. 10 Jahren, als mein Prof. aus Altergründen ausgeschieden ist, die Arbeitsgruppe Tracer-Ozeanographie übernommen. Die Ergebnisse der Merian-Expedition würde ich nicht überbewerten. Es gibt im Nordatlantikraum diverse Gebiete, wo das Tiefenwasser gebildet wird.



    Zudem ist der Oberflächenstrom (Golfstrom) windgetrieben und somit Schwankungen unterlegen.

    Ein Versiegen des Nordatlantikstromes (Verlängerter Arm des Golfstroms) konnte bisher nur in einem eiszeitlichen Klima nachgewiesen werden. Weiteres findet sich dazu unter den Schlagworten Dansgaard-Oeschger-Ereignisse und Heinrich-Ereignisse und das Jüngere Dryas-Ereignis.

    Gruß

    M.M.

    Müller

    Mittwoch, 24 Dezember, 2008 at 12:52


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