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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Die Sonne & das Klima – Unstoppable Solar Cycles

with 9 comments

Written by admin

Freitag, 28 November, 2008 um 15:09

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

9 Antworten

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  1. Dass in der fernen Vergangenheit einige Male die Reihenfolge Erwärmung –> CO2-Gehalt-Erhöhung vorherrschte sagt natürlich nichts darüber aus, was in der Gegenwart passiert, weil es kein Ursachen-Argument, sondern ein statistisches Argument ist, noch dazu mit einer ziemlich kleinen Grundgesamtheit. Außerdem berücksichtigt es nicht, dass die menschlichen Emissionen ein neues, nie dagewesenes Phänomen sein könnten. Es ist gut möglich, dass die Antwort nach hinten losgeht, dass sie nämlich beweist, dass es Verstärkungsmechanismen gibt, die bei einer einmal eingetretenen Erwärmung diese über einen hohen CO2-Gehalt stabilisieren.

    kinimod

    Sonntag, 30 November, 2008 at 02:29

  2. Wenn Sie hier statistische Argumente bemängeln, dann sollten Sie mal Ihre eigenen Argumente anschauen:
    „nie dagewesenes Phänomen sein KÖNNTEN“ – also ist dieses ’nie dagewesene Phänomen‘ PURE SPEKULATION und damit noch viel unbrauchbarer!
    „es ist möglich dass …“ – ebenfalls ein unbrauchbares Argument auf rein spekulativer Basis.

    Immerhin bewegen Sie sich ja mit Ihrem Eingeständnis „Dass in der fernen Vergangenheit einige Male die Reihenfolge Erwärmung –> CO2-Gehalt-Erhöhung vorherrschte“ in die richtige Richtung.

    Nun müssen Sie noch begreifen, dass es sich nicht um „einige Male“ handelte, sondern von einem grundsätzliche Kausalzusammenhang auszugehen ist – der also auch in der Gegenwart wirkt.
    Ich drücke Ihnen die Daumen …

    multiverus

    Sonntag, 30 November, 2008 at 12:20

  3. Lieber Kinimod: eingangs sagen Sie, daß die Temperatur keine Ursache für die CO2-Konzentration wäre. Auch das stimmt nicht: Bei ansteigender Temperatur gast CO2 aus den Ozeanen aus – und zwar zwingend, in riesigen Mengen. Das ist unwiderlegbar eine Ursache.

    Und Sie befürchten, daß menschliches CO2 „ein nie dagewesenes Phänomen“ bewirken könnte.

    Nun hat CO2 in der Erdgeschichte mehrfach drastische Steigerungen und Absenkungen erlebt, und dabei kam das CO2 schon in vielfach höherer Konzentration in der Atmosphäre vor als heute.

    Das Phänomen ist also definitiv schon dagewesen und nichts ist passiert. Sie brauchen sich also nicht zu fürchten.

    ComSens

    Montag, 1 Dezember, 2008 at 14:59

  4. Was ist das Duemmste an Soons Gebrabbel? Ich denke vor allem, dass er so tut als ob die Relation CO2/Temperatur im Quartaer gemessen in den Eiskernen irgendwie neu waere oder gar auf seinen Mist gewachsen. Selbst als sie noch nicht gemessen werden konnte (kann man uebrigens immer noch nur fuer einige schnelle Temperaturuebergaenge in den letzten 80.000 Jahren, fuer den Rest ist es nicht wirklich bekannt), haben die Klimaforscher IMMER von einem Feedback-Zyklus gesprochen, in dem die Temperatur den ersten Anstoss gibt.

    @ComSens
    „Nun hat CO2 in der Erdgeschichte mehrfach drastische Steigerungen und Absenkungen erlebt, und dabei kam das CO2 schon in vielfach höherer Konzentration in der Atmosphäre vor als heute.“
    Und es war dann eben immer deutlich waermer und, wie zb waehrend des Caenomanian mit dem hoechsten je gemessenen Meeresspiegel (150 Meter hoeher als heute). Natuerlich kann man das ueberleben. Mit kleinen Abstrichen halt, sagt uns schon der common sense.

    Georg Hoffmann

    Dienstag, 2 Dezember, 2008 at 00:11

  5. @ Georg Hoffmann

    Selbst als sie noch nicht gemessen werden konnte… …haben die Klimaforscher IMMER von einem Feedback-Zyklus gesprochen, in dem die Temperatur den ersten Anstoss gibt.

    Und was gibt der Temperatur den Anstoss? Reicht wohlmöglich ein Schmetterlingsschlag oder ein Super El-Nino wie 1998 aus um einen unaufhaltsamen Kreislauf im Gang zu setzen der umweigerlich in einer katastrophalen Erwärmung endet?

    Und es war dann eben immer deutlich waermer und, wie zb waehrend des Caenomanian mit dem hoechsten je gemessenen Meeresspiegel (150 Meter hoeher als heute). Natuerlich kann man das ueberleben. Mit kleinen Abstrichen halt, sagt uns schon der common sense.

    Cherry picking? Im Karbon war es kälter als heute bei wesentlich höherem CO2-Gehalt in der Atmosphäre.

    Und außerdem. Wenn in den letzten 600.000 Jahren der CO2 Anstieg immer der Erwärmung gefolgt ist und man annähme dass CO2 die vom IPCC vermutete Relevanz besäße, was hat dann diese Erwärmung immer wieder aufgehalten? Laut der vom IPCC propagierten Auffassung müsste doch eine ganze Kaskade von Feedbacks durchbrochen werden die zu einem immmer weiteren Temperaturanstieg führen müssten? Wasserdampf, CO2, Methan in Dauerfrostböden, Methanhydrate. All das hätte doch jedesmal in einem Treibhaus Erde apokalyptischen Ausmaßes enden müssen. Warum wurde es immer wieder kälter? Vielleicht, weil CO2 in Spurenmengen in der Atmosphären eben nicht den Einfluß hat, den das IPCC politisch gern hätte.

    Rainer

    Mittwoch, 3 Dezember, 2008 at 00:21

  6. @Rainer
    „Und was gibt der Temperatur den Anstoss?“
    Milankovitch:http://de.wikipedia.org/wiki/Milutin_Milankovi%C4%87
    „Cherry picking? Im Karbon war es kälter als heute bei wesentlich höherem CO2-Gehalt in der Atmosphäre.“
    Kaum. Siehe das Royer Paper oben. Angesichts der Vielzahl von Klimafaktoren ist es schon beeindruckend, wie deutlich das CO2 auf allen Zeitskalen Einfluss auf die Temperatur nimmt.
    Aber das heisst natuerlich nicht das die early faint sund oder die Kontinentalverteilung keinen Einfluss auf die Temperaturen haben. Das Cenomanien als Teil der Kreide hatte zumindest eine ungefaehr der heutigen Erde aehnelnde Kontinentalverteilung.

    „Wenn in den letzten 600.000 Jahren der CO2 Anstieg immer der Erwärmung gefolgt ist und man annähme dass CO2 die vom IPCC vermutete Relevanz besäße, was hat dann diese Erwärmung immer wieder aufgehalten? Laut der vom IPCC propagierten Auffassung müsste doch eine ganze Kaskade von Feedbacks durchbrochen werde“

    Feedback heisst nicht Run-Away Feedback. Das ist erstens trivial und zweitens auch leicht herleitbar. Die Erde strahlt mit der 4ten Potenz der Temperatur ab.

    Georg Hoffmann

    Mittwoch, 3 Dezember, 2008 at 09:07

  7. Ich tippe mal, dass die Feedbacks nichtlinear sind, möglicherweise gibt es zu einem Niveau von Sonneneinstrahlung auch bei gleicher Umgebung mehrere stabile Niveaupunkte, wobei durch Rauschen mal von einem auf den anderen gesprungen werden kann. Wegen der Nichtlinearität und dem T**4 gibt es dann auch keinen echten Run-Away Feedback. Im rein linearen Bereich würde ein Verstärkungsfaktor von 3 einen Feedback von ca. 66% erfordern. Bei 100% Feedback würde ein Run-Away Feedback einsetzen, bei Annahme von großen Energiespeichern (Meer) sind auch schwingende Systeme möglich.Das heißt viel Abstand gibt es da nicht zum Run-Away-Szenario. Bereits mit Annahme eines Feedback von 80% könnte man eine Verstärkung von 5 proklamieren, dass heißt, dieser Faktor ist der ergiebigste für Konstrukteure von Katastrophenszenarien.

    ck42

    Freitag, 5 Dezember, 2008 at 10:11

  8. –> Multiverus:
    Ich glaube, dass Sie mich nicht verstanden haben. Deshalb möchte ich mich noch einmal klarer ausdrücken.
    Die Leute mit den statistischen Argumenten behaupten, dass wenn in der Vergangenheit einige Male die Temperatur dem CO2 voranging, es immer so sein muss. Abgesehen davon, dass diese Tatsache durchaus umstritten ist, schließt sie jedoch logisch die umgekehrte Reihenfolge nicht aus. Es ist durchaus möglich, dass einmal die Temperatur vorangeht und das nächste Mal die CO2-Konzentration. Es ist sogar logisch möglich, dass heute die CO2-Konzentration eine Temperatursteigerung auslöst, obwohl das in der Vergangenheit nie der Fall war, weil es keinen so massiven kurzfristigen CO2-Ausstoß gab wie heute.
    Damit sind meine Formulierungen also durchaus brauchbar.
    Des Weiteren möchte ich bemerken, dass man aus einer Statistik keinen Kausalzusammenhang ableiten kann, schon gar keinen „grundsätzlichen“.

    kinimod

    Samstag, 28 März, 2009 at 04:10

  9. –> ComSens:
    Wenn Sie meinen Beitrag noch einmal lesen, werden Sie feststellen, dass ich nicht geschrieben habe, dass eine Temperaturerhöhung keine Ursache für eine CO2-Konzentrationserhöhung sei.

    Es gibt allerdings Grund zu der Annahme, dass die hohen CO2-Konzentrationen oft, wenn auch vielleicht nicht immer, von hohen Temperaturen und hohen Meeresspiegelniveaus begleitet waren. Unabhängig davon (!) gibt es Grund zu der Annahme, dass der jetzige Klimagasausstoß von hoher Temperatur und hohem Meeresspiegel begleitet sein wird.
    Das Ausmaß ist natürlich unsicher.

    kinimod

    Samstag, 28 März, 2009 at 04:28


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