klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Prof. Schlüchter (Uni Bern) & Prof. Patzelt (Uni Innsbruck) zur Vergangenheit der Alpengletscher – Zur Römerzeit wuchsen Bäume wo heute Gletscher sind

with 5 comments

Veröffentlichungen

http://alpen.sac-cas.ch/html_d/archiv/2004/200406/ad_2004_06_12.pdf

http://www.alpenverein.at/portal/Home/Downloads/Bergauf_2_08/Gletscherschwund.pdf

Written by admin

Donnerstag, 20 November, 2008 um 14:30

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

5 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Das die Alpenüberquerung Hannibals keine so große Leistung war, wie heute angenommen, schwante Militärhistorikern schon immer. Einige vermuteten schon seit geraumer Zeit, das zumindest die beiden Pässe, die der Feldherr nutzte, damals eisfrei waren.

    Jedenfalls hat niemand seither Elefanten tagelang über Eisfelder geführt.

    Mcp

    Donnerstag, 20 November, 2008 at 19:44

  2. Sehr interessant!

    Pierre Gosselin

    Donnerstag, 20 November, 2008 at 22:13

  3. Fossile Baumstämme im Gletschereis beweisen nicht, dass die Temperaturen zur Fundzeit tiefer waren als zum Zeitpunkt wo die Bäume ins Eis gelangen. Ebenso kann man damit nicht beweisen, dass es Wälder gab wo heute Gletscher sind. Dazu sind folgende drei Punkte zu beachten:
    1. Gletscher reagieren je nach Grösse sehr langsam auf eine Klimaänderung. Der heutige Zustand von einem grösseren Alpengletscher wiederspiegelt die Bedingungen wärend des letzten Jahrhunderts. Wäre dieser Gletscher nur den heutigen klimatischen Bedingungen (z.B. Durchschnitt der letzten zehn Jahre) ausgesetzt, wäre er viel kleiner als die mittelalterlichen Minimalstände.

    2. Wo ein Baum ins Eis eingeschlossen wurde muss unter Berücksichtigung der Fliessbewegung abgeschätzt werden. Der Einschluss erfolgt kaum durch den Vorstoss der Gletscherzunge in einen Wald in der Talsohle sonst wäre dieser Baum schon viel früher wieder vom Eis freigegeben worden (Da die Zunge jährlich mehr Masse durch Schmelze verliert als mit Schnee hinzu kommt). Die Wachtumsorte der Bäume liegt somit eher ausserhalb der heutigen Gletscherfläche und diese Bäume wurden wärend historischen Gletschermaximalständen oder durch Sturzereignisse (z.B. Lawinen) ins Eis eingeschlossen.

    3. Die Ausbreitung resp. Anpassung von alpinen Wäldern erfolgt ebenfalls mit starker Verzögerung. Wenn die Waldgrenze ans heutige Klima angepasst wäre, würden entlang der heutigen Gletscherfläche diverse Wälder existieren.

    Entscheidend ist also die Berücksichtigung der Dauer einer Wärmeperiode, die Geschwindigkeit und Richtung von klimatischen Veränderungen und die Unterscheidung von Fundort und Quelle eines Fossils. Der präsentierte Fund beweisst alleine noch gar nichts bezüglich Klimavergleich von heute und der Römerzeit.

    ahasy

    Montag, 16 Februar, 2009 at 14:40

  4. @Ahasy…

    ein bißchen wirr, Ihr kleiner Vortrag.

    Das … einschalten ist ofmals hilfreich — sowohl beim Texten als auch beim Verstehen.

    Gehen wir einfach nur davon aus, daß die Menschen der Römerzeit (und des Hochmittelalters) *keine* Bäume mit ihren Wurzeln in die Gletscher (Europas und Grönlands) hinaufgeschleppt haben, dann bleibt nur die Schlußfolgerung, daß die Bäume weiter oben gewachsen sein müssen.
    Bäume wachsen in Zeiträumen, die deutlich länger als 30 Jahre sind; auch braucht es etwas an Zeit, bis sich Vegetation nach oben hin ausdehnt (wenn ein Gletscher den Boden „abgefräst“ hat, gibt es wenig Samen, der auf die schnelle zu Bäumen werden könnte) — also war das Klima der vergangenen zwei Jahrtausende wohl über längere Perioden wärmer, als es zur Zeit ist.

    Und wo bleibt ein Zitat, daß Gletscher nur langsam auf Klimaschwankungen reagieren? Das ist wohl eher Wunschdenken als Realität. Zumindest wird uns von den Alarmisten immer mit einem raschen Abschmelzen der Gletscher gedroht.

    MK

    Montag, 16 Februar, 2009 at 18:16


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: