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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Schlechtes Wetter war gut für Alaskas Gletscher

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Zweihundert Jahre Gletscherschmelze in Alaska und dann kamen der Winter und der Sommer von 2007-2008. Ungewöhnlich große Mengen an Winterschnee, gefolgt von ungewöhnlich kalten Temperaturen im Juni, Juli und August herrschten vor. „Mitte Juni war ich überrascht, noch Schnee auf Höhe des Meeresspiegels im Prinzen William Sound vorzufinden“ sagt der Glaziologe Bruce Molnia vom USGS (U.S. Geological Survey). „Auf dem Juneau Eisfeld gab es noch Ende Juli 7 Meter Neuschnee, der auf dem Taku Gletscher niederging. Am Bering-Gletscher, wo ich einen Erdrutsch untersuchte, auf ungefähr 500 Meter Höhe gelegen, lag noch Schnee bis Anfang August. „Allgemein gesehen war das Wetter in diesem Sommer das schlechteste, das ich in mindestens 20 Jahren erlebt habe.“ Nie zuvor in der Geschichte eines Forschungsprojekts, zurückreichend bis 1946, hat das Juneau Eisfeld eine derartige Schneeanhäufung erlebt, wie in diesem Jahr. Auf vielen anderen Gletschern war es ähnlich.

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Written by admin

Donnerstag, 16 Oktober, 2008 um 11:54

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

7 Antworten

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  1. Ja, dort wachsen die Gletscher. Aber das Eis am Nordpol schmilzt, ganz bestimmt- oder doch nicht?
    http://www.oekologismus.de/forum/viewtopic.php?f=5&t=263&sid=5c68db3746cd6de6fdd93f16002f1e05

    mfG

    Wetterfrosch

    Donnerstag, 16 Oktober, 2008 at 14:16

  2. Schwachsinn. Vom Text zum Kommentar. Einfach Alles.
    Im WGMS Netzwerk befinden sich 45 Massenbilanz-Serien Nordamerikanischer Gletscherserien, alle haben sie eine negative Massenbilanz im Vergleich zum Beginn der Serie, fast alle haben einen durchgehend negativen Trend auch ueber die letzten zehn Jahre. „Dort wachsen die Gletcher“ ist wahrscheinlich auf reiner Willensanstrengung basierend.
    Die meisten Gletscher (insbesondere die grossen Alaska Gletscher) haben Zeitkonstanten von ueber zehn Jahren. Der Winter 2007 und der August 2008 und (warum nicht) der 16.Oktober 2008 existieren schlicht nicht in den vorliegenden Messungen.
    Zur Repraesentanz der WGMS Gletscher in Nordamerika siehe insbesondere die Satellitenbeobachtungen in Demuth et al 2008:Recent and past-centurey variations in the glacier resources of the Candian Rocky Mountains – Nelson River System.

    Georg Hoffmann

    Donnerstag, 16 Oktober, 2008 at 15:17

  3. Das uebliche Cherry Picking ist beim Taku Gletscher sicher perfektioniert:

    „Here we compare Google Earth Images from 2005 to the USGS maps based on 1948 and 1964 aerial photographs to indicate the state of the glaciers on the Alaskan side of the icefield, and simply Google Earth Images on the Canadian side. Of the 17 glaciers discussed 5 have retreated more than 500 m since 1948, 11 more than 1000 m, and one glacier the Taku has advanced.“

    http://www.nichols.edu/departments/Glacier/juneau%20icefield.htm

    Georg Hoffmann

    Donnerstag, 16 Oktober, 2008 at 15:32

  4. @Georg

    Freut mich, dass es dir gefallen hat ;)

    Müller

    Freitag, 17 Oktober, 2008 at 00:04

  5. Calimero

    Freitag, 17 Oktober, 2008 at 15:24

  6. @Hoffmann und Müller

    Ich kann diese komischen Kommentare kaum nachvollziehen. Was ist Schwachsinn? Welcher Kommentar?

    Ich finde einige Katastrophistenargumente und einige Skeptikerargumente äusserst unehrlich und unfair. Mich interessiert bloss die Realität und eine faire Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Argumenten.

    Was Herr Hoffmann hier und auf seinem Blog veranstaltet ist schon ziemlich schräg! Das ist ja fast schlimmer als Esoterik.

    Ich kann einige der Behauptungen auf Skeptikerblogs auch kaum nachvollziehen, aber wenns der Klimatologe sagt, ist es anscheinend ok?

    „““Kiel – Bekommt die Menschheit ihre letzte Chance? Die Erderwärmung macht eine Pause, ergaben sensationelle Berechnungen deutscher Forscher!

    Der renommierte Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif (63) von der Universität Kiel berichtet im Fachmagazin „Nature“ darüber. „Das Klima bleibt in den nächsten 10 bis 15 Jahren gleich“, sagt er“““

    Sagt der Skeptiker dasselbe, regnet es Beleidigungen und Beschimpfungen. Der Ton dieser Ergüsse grenzt an UnteralleruntersteSau! Der tiefstgelegteste Prolet würde eventuell (im Notfall) zu solcher Gossensprache greifen. Einmal genz ehrlich, Herr Hoffmann, gibt es nicht auch noch einen klitzekleinen Ansatz von Ethik und Höflichkeit in der Klimaforschung?

    Ich frage mich ganz ehrlich wo wir hier sind? Das kann doch jeder mitlesen. Also BITTE!!!!

    Reissen Sie sich ein klein wenig zusammen!!! Es geht auch anders!

    Danke schon einmal im Voraus

    Eddy

    Eddy

    Freitag, 17 Oktober, 2008 at 19:26

  7. Zustimmung, Eddy.
    Herr Hoffmann hat die Sache wie immer quer in den Hals genommen.
    Natürlich ist es in weiten Teilen der Arktis wärmer geworden, natürlich gehen die meisten Gletscher weltweit zurück.
    Was mich stört, ist der Alarmismus an der Sache, denn die Natur redet bei der Entwicklung gewaltig mit, das versucht unser Müller hier ja aufzuzeigen.
    Du suchst die Wahrheit? Die liegt irgendwo zwischendrin, in 30 Jahren wissen wir mehr.
    Latif ist ein ganz schlauer. Er hat den natürlichen Trend erkannt, wo die Skeptiker schon die kommende kleine Eiszeit ausriefen, während der Mainstream noch die kommenden Jahre als die heißesten seit irgendwann postulierten, und sichert sich damit den geordneten Rückzug. Nicht, dass die Klimadingensforscher nichts von natürlicher Variabilität wüssten – nur passte es eben nicht so gut zum Katastrophismus.

    Grüße, Wetterfrosch

    Wetterfrosch

    Freitag, 17 Oktober, 2008 at 21:16


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