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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Global Cooling – „Gallische Dörfer“ leisten Widerstand

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Schenken wir den Pressemeldungen und den Projektionen des IPCC Glauben, dann erwärmt sich unser Planet (die Erde) durch den Ausstoß von Treibhausgasen und den dadurch postulierten Menschen gemachten Treibhauseffekt global. Aber ist das tatsächlich der Fall? Nein, noch immer leisten „kleine gallische Dörfer“ („Kälteinseln“ genannt) „dem übermächtigen römischen Reich“ (globale Erwärmung genannt) erbitterten Widerstand.

Nun werden einige sagen, dass glaube ich nicht. Oder wenn es solche Messungen gibt, dann stammen diese nicht aus seriösen Quellen. Werfen wir also einen Blick auf die NASA-GISS Temperaturdaten des weltweit umspannenden Netzwerkes.

Zunächst zeige ich Messreihen aus Godthab Nuuk (Hauptstadt von Grönland), Reykjavik (Hauptstadt von Island) und Ostrov Dikson (im Nordwest Sibiriens).

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In den 30er und 40er Jahren lagen die Temperaturen am Nördlichen Polarkreis und in der Arktis auf dem Niveau von heute, vielerorts sogar darüber. Leider gab es in den 30er und 40er Jahren noch keine Satelliten, welche die arktische Meereisfläche vermessen konnten. Solche Satelliten gibt es erst seit den späten 70er Jahren. Der Beginn der Satellitenmessungen fällt ausgerechnet in eine Kälteperiode mit besonders großer Meereisausdehnung.

Werfen wir nun einen Blick auf Zentral-China (Chengdu, Chongquing) und Tibet (Lhasa).

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Auch hier wurden in den 30er und 40er Jahren vielerorts höhere Temperaturen als die heutigen gemessen.

„Kälteinseln“ finden sich auch in Amerika. Hier eine Messreihe aus Nordamerika (Denver im Zentrum der USA), sowie Messreihen aus Südamerika (Punta Arenas im Süden Chiles, Asuncion, Hauptstadt von Paraguay und Santiago del Estro im Nordwesten Argentiniens).

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In Asuncion ist die Temperatur seit den 60er Jahren um über -2°C gefallen. Punta Arenas zeigt ebenfalls einen Abfall der Temperatur in der Mitte des 20. Jh. und einen erneuten Abfall am Anfang des 21. Jh.. Und da wundert es noch, dass der ca. 300 km von Punta Arenas entfernte Perito-Moreno-Gletscher wieder wächst?

Ähnliches ist in Teilen von Australien und Neuseeland zu beobachten. Die nächste Abbildung zeigt Messreihen aus Australien (Osthälfte: Darwin, Adelaide, Brisbane) und Neuseeland (Südinsel: Christchurch).

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In Christchurch fallen die Temperaturen seit den 60er Jahren. 1998 sorgte der Super El Nino für einen kurzfristigen Temperatursprung, gefolgt von einem Temperatureinbruch von über -1°C. Christchurch liegt keine 200 km vom Franz-Josef-Gletscher und Fox-Gletscher entfernt. Diese Gletscher wachsen seit 1970 bzw. 1985 wieder.

Zuletzt noch einen Blick auf den Süden und Westen Afrikas. Hier Messreihen aus Kapstadt, Durban (Südafrika), Harare (Simbabwe), Libreville (Garbun) und Bangui (Zentralafrika).

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Auch hier zeigen sich heute vielerorts geringere Temperaturen als zum Ende des 19. Jh. bzw. zur Mitte des 20. Jh..

Man fragt sich: Warum sieht man von diesen „Kälteinseln“ auf den Karten der globalen Erwärmung nichts? Ganz einfach: Das globale Messnetzwerk mittelt (interpoliert) einfach über diese „Kälteinseln“ hinweg. Hinzu kommt, dass als Bezugsgröße für Temperaturanomalien („als Normalzustand der Temperatur“) die Kältephase der 50er – 80er Jahre genommen wird. Grade diese Zeit war aber maßgeblich durch den Ausstoß von Aerosolen (dem sog. „Global Dimming“) in der Temperatur beeinflusst. Weiter kommt hinzu: Vielerorts werden aus Rationalisierungsgründen Messstationen geschlossen, oder verlegt und lange Messreihen damit einfach unterbrochen. Das betrifft vor allem Stationen in den wenig besiedelten und schwer zugänglichen Regionen. Grade in den Städten zeigt sich aber das Problem von „Wärmeinseleffekten“ durch die zunehmende Urbanisierung.

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Written by admin

Montag, 18 August, 2008 um 15:21

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

5 Antworten

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  1. Hallo Müller
    Eh Alder, wen willste denn damit hinter seinen Sofa hervorlocken?
    Gleich kommt der Pittiplatsch (Planck) und wird Dir das volle Gegenteil mit einer französichen Dokumentation, übersetzt aus dem spanischen das vorher im chinesischen Internet kursiert ist, beweisen. Ausserdem, haste denn schon den AR4 vollständig gelesen, der sagt doch, das die Erde überhitzt.
    Ne, da hat bloss einer seinen Kühlschrank offen gelassen und davor lungerte das Thermometer rum.
    Was nicht sein darf, das nicht sein kann und wenn Du hier noch so viel Beweise anbringst, CO2 ist tödlich, lässt den Planeten verrecken und ist als Handelsgut ´ne Menge Wert.
    Gleich kommt er, gleich haste den Dreck.
    Ich hab Dich gewarnt, der wird Dich so Mass nehmen, das Du in keinen Kühlschrank mehr passt.

    Grins und wech.

    Energie-Ossi

    Montag, 18 August, 2008 at 21:31

  2. Etwas hinter vorgehaltener Hand gesagt, könnte man durch geschickte Auswahl bzw. Hinzunahme und/oder weglassen einzelner Messstellen auf dem Globus so fast jeden gewünschten „Globalen Trend“ hinbekommen.
    Aber sowas wird doch keiner machen, oder?

    MfG

    Wetterfrosch

    Dienstag, 19 August, 2008 at 00:52

  3. Zur gleichen Thematik gibts doch schon eine Studie von vier griechischen Forschern, z.B. bei Climate Review: Griechische Unsicherheiten.

    Am Ende den Link zu unseren Freunden von RealClimate (Gavin Schmidt) nicht verpassen – da gibts dann richtig Haue …

    multiverus

    Dienstag, 19 August, 2008 at 02:36

  4. Hat man da vtl. vergessen, die Temperaturen auf 0m NN „herauf(°C)“ zu korrigieren ?
    Metermäßig natürlich „herunter“ :-)

    krishnag

    Dienstag, 19 August, 2008 at 20:23

  5. Nein, das sind wohl die RAW-Daten, bevor Jimmy Hansen seine Finger darauf hatte und mit seinen AlGoreRythmen den Trend dorthin dreht, wo er seiner Meinung nach sein muss
    Kalt in der Vergangenheit, immer wärmer in der Zukunft
    Suspekt, suspekt.

    Ja, der liebe Planck, alias Scientist und wie er sich auf vielen anderen Blogs auch immer nennt, wird das schon wieder richten

    Gaudenz Mischol

    Mittwoch, 20 August, 2008 at 18:03


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