KLIMANEWS

Ein Umweltphysiker/ Geowissenschaftler im Klimawandel

Archive for August 6th, 2008

Kalter Winter in den Anden Hochland-Tiere stark geschwächt, Kälteeinbruch in Ostaustralien

with 2 comments

nullnull

Wetteronline, Di, 05.08.2008

Der auf der Südhalbkugel der Erde derzeit herrschende Winter ist in den südamerikanischen Anden mit einer außergewöhnlichen Kältewelle verbunden. Aus diesem Grund droht vor allem den im Anden-Hochland von Peru lebenden Weidetieren die Nahrungsgrundlage auszugehen. Besonders betroffen sind 18.000 schon sehr geschwächte Alpakas, deren Wolle aufgrund ihrer wärmenden Eigenschaften geschätzt wird. Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) stellt den dortigen Bauern Medikamente und Vitamine zur Versorgung der Tiere zur Verfügung.

Im Altiplano, einer abflusslosen vielfach oberhalb von 3000 Meter Höhe gelegenen Hochebene im Südosten Perus und Westen Boliviens, sind Nachtwerte der Temperatur im Frostbereich für den Hochwinter an sich nichts Ungewöhnliches. In diesem Jahr hat die jährliche, besonders kalte Periode allerdings nicht, wie sonst üblich, im Juni begonnen, sondern bereits Anfang April. Durch frühe Schneefälle und Hagel wurden Getreidefelder und Weideflächen in der normalerweise schon sehr kurzen Vegetationsperiode noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen.

http://www.wetteronline.de/feature/2008/08/05_ap.htm

Ende Juli, Anfang August wurde auch die Ostküste Australiens (der Südosten von Queensland mit Brisbane) von einer außergewöhnlichen Kältewelle erfasst. In Brisbane sind die Temperaturen auf 3°C gefallen. In der Region südwestlich von Brisbane (Stanthorpe, Applethorpe am Mt. Tully), ein bekanntes Weinanbaugebiet, sanken die Temperaturen gar unten den Gefrierpunkt (bis unter –4°C) und es kam zu Schneefällen.

null

http://www.news.com.au/couriermail/story/0,23739,24085970-952,00.html

http://www.brisbanetimes.com.au/news/queensland/and-you-thought-this-morning-was-chilly/2008/07/29/1217097187192.html

http://www.abc.net.au/news/stories/2008/07/30/2318334.htm

Written by Michael Krüger

Mittwoch, 6 August, 2008 at 15:01

Veröffentlicht in Klimawandel

Aus dem Nebel der Klima-Hysterie: Bangladesch taucht auf und wird größer!

with 3 comments

null

Dipl.-Met. Klaus-Eckart Puls, 05.08.2008

IPCC: “Weltweit überflutete Küsten, Bangladesch geht unter, Millionen Menschen auf der Flucht…“. Jedoch – zumindest im Golf von Bengalen ist alles anders: 1000 km2 Landgewinn seit 30 Jahren, Tendenz anhaltend…

Seit Jahren hört man vom IPCC und seinen Instituten Horror-Prognosen zu überfluteten Küsten in aller Welt, insbesondere auch zu Bangladesch:

“…IPCC hat den Untergang von Bangladesch vorhergesagt, … den Verlust von 17% seiner Landmasse bis 2050 aufgrund des Meeresspiegel-Anstieges infolge der globalen Erwärmung“ [1] ,

und weiter a.a.O.: “Das Nobel-Preis-Träger-Gremium sagt, daß 20 Millionen Menschen in Bangladesch bis 2050 zu Umweltflüchtlingen werden, und daß das Land 30% seiner Nahrungsmittel-Produktion verlieren wird“,

und weiter a.a.O.: “Der Direktor des NASA-Goddard-Instituts James Hansen zeichnet ein noch grauenhafteres Bild mit der Vorhersage, das ganze Land könnte bis zum Ende des Jahrhunderts unter Waser stehen“.

Da hielt bisher auch das Potsdamer Institut PIK gut mit: „Schellnhuber etwa zeigt sich überrascht von der Dynamik des Klimawandels und sieht „im schlimmsten Fall“ einen Meeresanstieg von zwei Metern bis 2100 und eine „biblische Völkerwanderung“ kommen. Denn betroffen wären in den Küstenregionen 500 Millionen bis eine Milliarde Menschen. Natürlich trifft es besonders die Ärmsten wie in Bangladesch“ [2].

Die Reihe derartiger Zitate ließe sich hier beliebig fortsetzen – jedoch: Die Realität sieht offensichtlich und glücklicherweise(!!) ganz anders aus, wie eine soeben in Dhaka vorgestellte Studie zeigt [1]:

“Neue Daten zeigen, daß Bangladesch’s Landmasse zunimmt, im Gegensatz zu den Vorhersagen, daß diese südasiatische Nation bis Ende des Jahrhunderts unter den Wellen verschwindet, wie “Experten“ behaupten. Wissenschaftler des Instituts für Umwelt und Geographie Dhaka haben Satelliten-Daten der letzten 32 Jahre ausgewertet und sagen, Bangladesch’s Landmasse hat in dieser Zeit jährlich um 20 km2 zugenommen.“

Seit 1973 summierte sich das erheblich und beachtlich: „Satellitenbilder im Vergleich mit Landkarten zeigen seit 1973, daß rund 1000 km2 Land aus dem Meer entstanden sind“ [1].

Weiter

Bangladesh gaining land, not losing: scientists

Written by Michael Krüger

Mittwoch, 6 August, 2008 at 12:42

Veröffentlicht in Klimawandel