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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Report München 05.05.2008: Klimadebatte mit Lomborg, Latif, Fahrbach

with 4 comments

Written by admin

Donnerstag, 8 Mai, 2008 um 17:38

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

4 Antworten

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  1. Dem letzten Satz ist nichts hinzuzufügen.
    Latif hat in meinen Augen einen Knall, aber einen gewaltigen.

    krishnag

    Donnerstag, 8 Mai, 2008 at 20:53

  2. Krishnag,
    Ich stimme Ihnen 110% zu. Ein Panikmeister.
    Lomborg hat sich gut behauptet.

    Pierre Gosselin

    Donnerstag, 8 Mai, 2008 at 21:38

  3. OFFENER BRIEF; DATUM 09 Mai 2008

    Sehr geehrte Klimaskeptiker!

    Gerne stimme ich mit Ihnen überein, dass die Klimadiskussion mächtig schief läuft, wie auch der “Report München 05.05.2008: Klimadebatte mit Lomborg, Latif, Fahrbach” zeigt, weil keiner der drei Kommentatoren die Dominanz der Ozeane im Klimageschehen anerkennt und deutlich sagt, dass die heutige Datenmengen, Analysen und Erkenntnisse vollkommend unzureichend sind, um auch nur annähernd verlässliche Ansagen machen zu können. So hat die Wissenschaft bisher nicht nachvollziehbar erklärt, warum es zu der starten Erwärmung der Arktis von 1919 bis 1939 und zur globalen Abkühlung von 1940-1970 gekommen ist (vgl. dazu die folgenden Links). Es ist mit Sicherheit nicht das CO2 gewesen.

    Mein Kritikansatz ist seit James Hansen’s Auftritt vor dem US Kongress im Jahr 1988 ein gänzlich anderer. In den letzten Tagen sind eine Reihe von Veröffentlichungen erschienen (siehe nachstehend), die diesen Ansatz bestätigen, nämlich, dass die Meere so maßgeblich das Klima-Gesamtgeschehen bestimmen, das es rechtfertigt „Klima als die Fortsetzung der Meere mit anderen Mitteln“ zu definieren, siehe u.a. Letter to Editor; NATURE, 1992, (siehe untern PS II). Obwohl ich dazu etliches in den vergangenen 15 Jahren ausgearbeitet habe, (z.B. http://www.ozeanklima.de/ , http://www.seaclimate.com/ ), verlief die Klimadiskussion weitgehend auf der engen CO2-Schiene. Nur weniges erschien, was den maritimen Ansatz herausstrich. Plötzlich scheint sich das Blatt langsam zu wenden und vielleicht findet es Ihr Interesse sowie anderer Klimaskeptiker.

    __NATURE 453, 84-88 (1 May 2008) bringt unter dem Titel: Advancing decadal-scale climate prediction in the North Atlantic sector“ einen Aufsatz, der mit dem Hinweis schließt, dass bedingt durch Strömungsverschiebungen im Atlantik sich die Europäischen und Nordamerikanischen Temperaturen abkühlen werden. (Links siehe: PS I).

    __Der New Scientist -26 April 2008, Magazine issue 2653 veröffentliche einen Artikel : “Arctic currents may be warming the world” (mehr dazu: http://www.arctic-warming.com/ )

    __Die FAZ berichtete am 21. April 2008. : „Kälterekord lässt Eisdecke in der Antarktis wachsen“, wobei es – laut AWI – um die Abkühlung der antarktischen Tiefenwasser um wenige Hunderstel-Grade geht (mehr dazu: http://www.what-is-climate.com) .

    __DIE WELT brachte eine Grafik mit Begleittext über „Das Rätsel der gestreiften Meere“, in ihrer Ausgabe vom 24. April 2008 Seite 31. Danach sind alle Ozeane von Streifen durchzogen die sich über mehreren 100 Meter Tiefe erstrecken. Diese Entdeckung ist möglicherweise das herausragenste Klimaforschungsergebnis der letzten 10 Jahre. (mehr dazu: http://www.what-is-climate.com )

    __Aber auch ein Bericht in diesem März des BSH wonach der letzte Winter: „Der schwächste Eiswinter in der Ostsee seit 1720“, gewesen sei, könnte ebenfalls in dieses Bild – Einfluss der Meere – passen. Auf der nördlichen Nordhalbkugel war der letzten Winter nur in Nordeuropa rekordverdächtig warm. (mehr dazu: http://www.ozeanklima.de/)

    __Schließlich jährt sich in diesem Jahr der zwanzigjährige Jahrestag von James Hansens CO2-Statement vor dem US Kongress und ist Gegenstand von Debatten: (z.B. S. Rahmstorf auf WISSENSlogs). Das ist unter dem Titel: „Who is going to explain the global cooling from 1940 to about 1970? When will NASA expert James Hansen do it?“ angesprochen worden; auf: http://www.oceanclimate.de/ .

    Hoffend, dass diese Informationen Ihr wohlwollendes Interesse findet,
    verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
    ab

    PS I: http://www.nature.com/nature/journal/v453/n7191/pdf/nature06921.pdf ; http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,551060,00.html;
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/umweltjournalismus_und_das_neue_tal_der_ahnungslosen/ ;
    http://idw-online.de/pages/de/news258234

    PS II:
    Letter to the NATURE Editor – 1992- ; Climate change
    SIR – The Earth Summit in Rio de Janeiro and the earlier struggle for a Convention on
    Climate Change may serve as a reminder that the 1982 Convention on the Law of the
    Sea has its tenth anniversary on 10 December. It is not only one of the most
    comprehensive and strongest international treaties ever negotiated but the best possible
    legal means to protect the global climate. But sadly, there has been little interest in using
    it for this purpose. For too long, climate has been defined as the average weather and Rio
    was not able to define it at all. Instead, the Climate Change Convention uses the term
    ‘climate sys- tem’, defining it as “the totality of the atmosphere, hydrosphere, biosphere
    and geosphere and their interactions”. All that this boils down to is ‘the interactions of
    the natural system’. What is the point of a legal term if it explains nothing? For decades,
    the real question has been who is responsible for the climate. Climate should have been
    defined as ‘the continuation of the oceans by other means’. Thus, the 1982 Convention
    could long since have been used to protect the climate. After all, it is the most powerful
    tool with which to force politicians and the community of states into actions.
    Arnd Bernaerts, NATURE, Volume 360, 26 November 1992, page 292.

    ab

    Freitag, 9 Mai, 2008 at 11:28

  4. Hallo Müller,

    Besten Dank für diesen Artikel. Endlich mal ein Beitrag in den (deutschen) Medien, der sich kritisch mit der Panikmache um den AGW auseinadersetzt.

    Die Stärke von Lomborgs Beiträgen zur aktuellen Debatte ist wohl dass er nachweist, dass selbst wenn die IPCC-Projektionen zutreffen würden, die von der Politik vorgeschlagenen Maßnahmen a la Kioto in keiner Weise zielführend sind.

    Sein Buch „Cool It“ hat mir allerdings deutlich schlechter gefallen, als der „Skeptical Environmentalist“.

    Letztendlich begibt sich Lomborg durch das Akzeptiern der IPCC Aussagen deutlich auf Glatteis. Er setzt sich damit dem Risiko aus, dass seine Aussagen durch „Anpassungen“ der IPCC Projektionen angreifbar oder gar obsolet werden.

    Ausserdem provoziert er Kommentare wie diesen in dem Ihm vorgeforfen wird, er würde alles als nur als „halb so schlimm“ herunterspielen.

    Beste Grüße,
    Rainer

    Rainer

    Freitag, 9 Mai, 2008 at 22:37


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