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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

KLIMAPHÄNOMEN LA NIÑA: Kleines Mädchen hält Pazifik kühl

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Geoforscher beobachten derzeit außergewöhnlich niedrige Wassertemperaturen im Pazifik. Ursache ist La Niña, die Gegenspielerin zum Klimaphänomen El Niño…

…Forscher beobachten derzeit besonders niedrige Wasserstände im Pazifik nahe des Äquators – und niedrige Pegel sind gleichbedeutend mit kühlerem Wasser… Hinter dem kühlen Wasser steckt das Klimaphänomen La Niña, spanisch für „kleines Mädchen“,…

La Niña, die Gegenspielerin zu El Niño, wiederum wird von einem anderen langfristigen Klimaereignis beeinflusst: der sogenannten Pazifischen Dekaden-Oszillation (PDO). Der Pazifik befindet sich derzeit in den Anfängen einer PDO-Kühlphase. Etwa alle 5 bis 20 Jahre wechseln sich im Pazifik warme und kalte Phasen ab. In den achtziger und neunziger Jahren befand sich der Ozean in einer Warmphase, die inzwischen aber zu Ende gegangen ist.

„Dieser Kühltrend der mehrjährigen Pazifischen Dekaden-Oszillation kann La Niña intensivieren und die Auswirkungen von El Niño um das Pazifische Becken herum abschwächen“, sagte JPL-Forscher Bill Patzert… Auch die Hurrikanaktivität wird durch das Wechselspiel von La Niña und El Niño auf komplexe Weise beeinflusst.

Josh Willis, Ozeanograf am JPL, …“Diese natürlichen Klimaphänomene können manchmal die globale, vom Menschen verursachte Erderwärmung kaschieren“, …

Quelle: SPIEGEL ONLINE 22.04.2008

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Written by admin

Donnerstag, 24 April, 2008 um 12:50

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

2 Antworten

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  1. Schon vor Jahren wurde darauf hingewiesen, dass die Meerwasserbedienungen zu Änderungen in der äquatorialen Atmosphäre führen und nicht umgekehrt. Siehe: Chen, Dake; Cane, M.A.; Kaplan, A; Zewblak, S.E.; Huang, D.; ‘Predictability of El Niño over the past 148 years’, NATURE, Vol. 248, 15 April 2004, p. 733-735. Ausführlich dazu: Chapter, 2_12, (Seite 27) auf: http://www.seaclimate.de/ .

    Wie komplex die Meeresoberflächenwasserströmungen sind hat gerade die UNI HAWAII veröffentlicht (siehe http://www.soest.hawaii.edu/ ) mit folgendem Text:
    QUOTE
    Mysterious currents in our oceans
    Overlaid on the grand ocean gyres are mysterious currents flowing in an alternating east-west pattern, according to analyses of direct ocean observations, satellite images and computer models conducted by the International Pacific Research Center’s (IPRC) Nikolai Maximenko and Oleg Melnichenko along with colleagues from the Scripps Institution of Oceanography.
    UNQUOTE

    DIE WELT berichtete darüber in ihrer heutigen Ausgabe (24. April 2008) Seite 31 mit der Überschrift „Das Rätsel der gestreiften Meere“, sowie –u.a.-: Unglaublich, dass es nie aufgefallen ist: Jeder Ozean auf dem Planet ist von Streifen durchzogen. ……etc…… Wie sich die Streifen ins Gefecht von Wetter, Klima und Meeresleben einfügt? Das wissen die Forscher noch nicht.

    ab

    Donnerstag, 24 April, 2008 at 18:04

  2. Die Forscher wissen vieles noch nicht.
    Aber es wird sich schon ein Schuldiger finden lassen. Vermutlich sind es die Industrienationen.

    MEstermeier

    Freitag, 25 April, 2008 at 05:08


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