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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Hat das Met Office seine HardCRUT3-Datenbasis der GISS-NASA-Datenbasis angeglichen?

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Wichtiger Hinweis: Danke für den Hinweis von Nick Stockes. Wie ich grade festgestellt habe, handelt es sich bei den von mir verwendeten Datenbasis vom 11.04.2008 nicht um die HadCRUT3-Werte (globale Oberflächentemperatur), sondern um die HadSST2-Werte (globale Meeresoberflächentemperatur). Im Nachhinein kann ich nicht nachvollziehen, ob es sich um eine Verwechslung meinerseits, oder eine Verwechslung des Met Office handelt. Die HadCRUT3-Daten lade ich gewöhnlich immer unter dem selben Link beim Met Office herunter.

Wie dem auch sein, ich werde den Plot in diesem Beitrag entfernen und auf den aktuellen Stand bringen. Die Korrektur halte ich insbesondere für erforderlich, da mein Beitrag in anderen Blogs 1:1 übernommen wurde. Das sollte nicht ohne vorherige Überprüfung geschehen. Deshalb eine Bitte, zukünftig bitte überprüfen oder bei mir nachfragen.

Festzuhalten bleibt: Die Monatsmittelwerte der HadCRUT3-Datenbasis durchlaufen einen Prozess der Veränderung, wie die Werte vom 18.03.2008 und 13.04.2008 zeigen. Ich werde die Werte weiter im Auge behalten und zukünftig den Quelllink zur Sicherheit mit abspeichern.

Die GISS-Globaltemperatur der NASA hat in den letzten Jahren, insbesondere aber im Monat März 2008, erhebliche Abweichungen zu den anderen drei Datensätzen der Globaltemperatur gezeigt (HadCRUT3, RSS und UAH).

Aber auch das Met Office hatte Probleme und musste nachkorrigieren. Vor kurzem hat das Met Office erst seine Darstellung der Jahresmitteltemperaturen verändert. Das angebrochene Jahr 2008 war besonders kalt und führte zu einem Temperatureinbruch in der Jahresserie. Aufgrund dessen wurde die Temperatur für das angebrochene Jahr 2008 aus der Jahresserie entfernt.

Nun haben wir ein eklatantes Problem. Die Bodenmesswerte GISS zeigen einen Trend, der nicht mehr mit den Satellitenmessungen (RSS, UAH) übereinstimmt. Es scheinen sich zwei Gruppen gebildet zu haben, die unterschiedliche Berechnungsmethoden und Darstellungsweisen der Globaltemperatur bevorzugen. Dieser Umstand ist offensichtlich der ausbleibenden Klimaerwärmung der letzten Jahre geschuldet. Anpassungsversuche sind nicht nur zweifelhaft, sie machen die Klimawissenschaftler auch unglaubwürdig.

Nachtrag: Wie ich grade festgestellt habe ändern sich die Monatsmittelwerte der HadCRUT3-Datenbasis (Globaltemperatur) ständig. Es wird also ständig nachkorrigiert.

Stand 18.03.2008

2007/01 0.632
2007/02 0.520
2007/03 0.441
2007/04 0.473
2007/05 0.374
2007/06 0.377
2007/07 0.403
2007/08 0.370
2007/09 0.409
2007/10 0.360
2007/11 0.266
2007/12 0.202
2008/01 0.056
2008/02 0.194

Stand 13.04.2008

2007/01 0.632
2007/02 0.520
2007/03 0.441
2007/04 0.472
2007/05 0.375
2007/06 0.376
2007/07 0.403
2007/08 0.370
2007/09 0.414
2007/10 0.356
2007/11 0.265
2007/12 0.201
2008/01 0.056
2008/02 0.187
2008/03 0.430

Anlage vom 14.04.2008

Written by admin

Sonntag, 13 April, 2008 um 13:20

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

9 Antworten

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  1. Seit nunmehr fast 25 Jahren darf ich beobachten, was ein „anthropogenes Klimahaus“ für eine einladende Hütte ist, die in 6 km Höhe allen Hurrikans, Taifunen und Orkanen täglich widersteht. Eine grandiose Konstruktion, die dazu benutzt wird, den Weltklimarat, das IPCC, zu munitionieren. Wie das funtioniert? So, wie die Hierarchie des IPCC dieses bestimmt:
    Vorwort
    Beginnend ab 1986 wird in den USA darüber beraten, wie man das Wort „Klimakatastrophe“ am besten kommerzialisieren kann.
    1988 wird dazu das IPCC gegründet. Es bezeichnet sich später als Weltklimarat. Von dort lässt man Wetteraufzeichnungen aus aller Welt sammeln, und daraus per Computer Klima-Zukunftsmodelle errechnen. Die „frisierten“ Ergebnisse sagen seit vielen Jahren eine kommende Klimakatastrophe für die Erde voraus. Wie und wozu dies geschieht, dazu äußerten sich Direktoren des IPCC.

    1. John Houghton, Vize-Präsident des IPCC schrieb 1994:
    „Solange wir keine Katastrophen ankündigen, wird niemand zuhören.“

    2. Maurice Strong, erster UNEP-Direktor äußerte 1992 in Rio:
    „Besteht nicht die einzige Hoffnung für diesen Planeten in dem Zusammenbruch der Industriellen Zivilisation? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dieser Zusammenbruch eintritt?“

    3. Mr. Rajendra Pachauri, Präsident des IPCC seit 2002, anläßlich der Herausgabe des vierten Situationsreportes :
    „I hope this will shock people and governments into taking more serious action.”
    “Ich hoffe, dieses wird die Menschen schockieren, damit sie mehr seriöse Aktionen unternehmen.”

    4. Prof. Dr. H. Stephen Schneider – Lead Author in Working Group II of the IPCC sagte 1989:
    „Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankün-digen, vereinfachende, dramatische Statements machen und wenig Erwähnung irgendwelcher Zweifel, die wir haben mö-gen, entlassen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muss entscheiden, wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will.“
    Noch Fragen? Dann zur o.a. WEB

    Hartmut Bachmann

    Sonntag, 13 April, 2008 at 14:43

  2. Hab ich nicht gesagt, dass Met Office schon „einen Brief im Kasten haben wird“?
    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/04/10/differenzen-der-globaltemperatur/#comment-636
    Das ist einfach nur noch peinlich. Abweichler vom Mainstream werden nicht mehr geduldet. Auch die Temperatur hat sich dem unterzuordnen.

    Wetterfrosch

    Sonntag, 13 April, 2008 at 16:07

  3. Unglaublich!
    Die Stalinisten sind aktiv.

    Pierre Gosselin (aka AGWscoffer)

    Sonntag, 13 April, 2008 at 21:57

  4. I believe your red curve is Sea Surface Temperature, Hadsst2, not Hadcrut3.

    Nick Stokes

    Montag, 14 April, 2008 at 01:34

  5. Sehr interessant, wirklich. Gute Arbeit!
    Möchte gern wissen, ob die Originalziffern noch irgendwo zu sehen sind?

    kara

    Montag, 14 April, 2008 at 10:23

  6. Sehr geehrter Herr Mueller,
    Ich habe Ihnen ein E-Mail früh heute Morgen geschickt.
    Laut Anthony Watts
    http://wattsupwiththat.wordpress.com/2008/04/13/a-german-analysis-of-changes-at-hadcrut-getting-closer-to-giss/

    Ihre Daten sind wahrscheinlich fehlerhaft. Laut Herrn Watts, HadCrut hat keine Anpassungen gemacht.
    Bitte überprüfen!

    Pierre Gosselin

    Montag, 14 April, 2008 at 11:34

  7. @Pierre Gosselin

    Schon geschehen

    klimakatastrophe

    Montag, 14 April, 2008 at 11:36

  8. Nun, NASA-GISS treibt dasselbe Spiel: Temperaturwerte werden rückwirkend angepaßt, bis in das 19. Jahrundert hinein…

    Während man dies für die aktuellen Daten ja noch nachvollziehen kann (möglicherweise werden von einigen Stationen die Wert verspätet gemeldet), ist mir völlig rätselhaft, wie aktuelle Messungen die fernere Vergangenheit beeinflussen können.

    Auf climateaudit gibt es hierzu ebenfalls eine Diskussion:

    http://www.climateaudit.org/?p=2964

    (Man beachte vor allem das Diagramm in Antwort #59 – da hat es dann wohl allen erstmal die Sprache verschlagen.)

    Ich muß zugeben, daß ich der Debatte dort nicht ganz folgen kann. Bislang reime ich mir zusammen, daß man offensichtlich über aktuelle Daten zurückrechnet, um Lücken in der Vergangenheit zu schließen. Man berechnet also die vergangenen Jahre nach dem Motto „was wäre nach aktuellen Standards gemessen worden“ und nicht etwa danach, was wirklich gemessen wurde.

    In eine solche Rückrechnung fließen natürlich bestimmte Modellannahmen ein. Ändert man diese Annahmen, ändern sich auch die Daten.

    Und damit wird klar: Sowohl NASA-GISS als auch HADCRU veröffentlichen lediglich Modelle – und nicht etwa Realitäten.

    Für mich sind diese Datenreihen damit eigentlich ebenso unverwendbar, wie die Zukunftsszenarien (s. dazu Diskussion auf oekologismus.de).

    Es bleiben tatsächlich nur die Satellitendaten, denen man (noch) vertrauen kann. Diese aber reichen nicht lange genug zurück, um Aussagen hinsichtlich eines Klimawandels zu treffen. Bzw. sie erlauben derzeit eigentlich nur die Aussage, daß es keinen gibt…

    der physiker

    Montag, 14 April, 2008 at 21:43

  9. Hallo Leute,

    im Dezember 2007 habe ich folgende e-mail an das Hadley Centre des MetOffice geschickt:

    „I downloaded all annual and monthly temperature anomalies (HadCRUT3 time series) for scientific purposes. Since these temperature anomalies are considered with respect to the mean value of the period ranging from 1961 to 1990, it is surprising to me that an average of the temperature anomalies for that period results in -0.026 in the case of the annual temperature anomalies and -0.027 in the case of the monthly temperature anomalies. This means that something is going wrong. Therefore, I wonder what kind of reference value was used.“

    Als Antwort erhielt ich folgendes:

    Dear Gerhard,

    Thank you for your interest in our data set.

    To understand the discrepancy that you have discovered, it is necessary
    to know a little of how the annual average and monthly-average global
    temperature anomalies are calculated. I strongly recommend that you read
    Rayner et al. 2006 and Brohan et al. 2006, which detail how the datasets
    were constructed, and which are both available from
    http://www.hadobs.org under CRUTEM3 (the land component), HadSST2 (the
    ocean component) and HadCRUT3 (the blend of land and ocean components).

    Briefly: The data set is constructed from two components: land and sea.

    The land temperature data come from fixed stations. For most stations, a
    mean temperature for 1961-1990 is calculated. This is used to turn the
    temperature measurements from that station into anomalies. The
    individual station anomalies in a month are then averaged onto a regular
    grid. However, some stations do not have complete data for the period
    1961-1990, so a mean value was estimated for that station (see the
    Brohan et al. 2006 paper for details). In this instance it is not
    necessarily the case that the anomaly will average to zero over the
    period 1961-1990.

    The sea temperature data come from ships and drifting buoys, which
    sample sea surface temperatures as they travel about. A 1961-1990
    climatology was calculated for each grid box using the method detailed
    in Rayner et al. (2006). In some grid boxes there are few, or no data in
    the 1961-1990 period and the mean value is estimated based on the data
    in the grid box and other nearby data. When this is the case, the
    estimated mean value in a grid box is not necessarily equal to the
    average of the observations in the grid box over the 1961-1990 period.

    In both land and sea cases these climatologies represent our best
    estimate of the mean 1961-1990 temperature. However, some uncertainties
    remain. These are included in the time series data that we supply on the
    hadobs web site. For a full discussion and derivation of the
    uncertainties see Rayner et al. (2006) and Brohan et al. (2006).

    If you have any further questions then do not hesitate to contact me
    directly.“

    Dann folgt der Name, den ich hier aber nicht nennen moechte. Festzuhalten ist, dass die Leute vom Hadley Centre ehrlich sind und auch daran arbeiten, entdeckte Bugs auszuraeumen. Das ist normal und sehr lobenswert. Man muss sich nur einmal die Listen der Bugs anschauen, die zu den verschiedenen atmosphaerischen Modellen gehoeren. Sowas passiert immer wieder und nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler (ausser dem, dass er eben nichts macht). Nur wenn Fehler negiert oder runtergespielt werden, dann hoert irgendwo der Spass auf.

    Herzliche Gruesse aus dem verschneiten Fairbanks

    Gerhard Kramm

    Gerhard Kramm

    Samstag, 19 April, 2008 at 04:16


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