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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Differenzen der Globaltemperatur – Nachtrag

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Nun sind auch die HadCRUT3-Daten für den Monat März veröffentlicht. In der folgenden Abbildung sind die Temperaturanomalien GISS, UAH, RSS und HadCRUT3 mit gleitendem Jahresmittelwert (die farbigen Linien) im Zeitraum 1998 bis März 2008 dargestellt.

Es bestätigt sich das, was schon die RSS- und UAH-Daten gezeigt haben. Auch die Differenz zwischen GISS und HadCRUT3 wurde in den letzten 5 Jahren immer größer. Siehe die nachfolgende Abbildung.

Während RSS, UAH und HardCRUT3 einen übereinstimmenden Verlauf zeigen, weicht der GISS-NASA-Datensatz immer weiter von diesen drei Datensätzen der Globaltemperatur ab.

Hier die aktuellen Temperaturanomalien für den Monat März 2008 in Zahlen:

NASA-GISS: 0,67 °C
HadCRUT3: 0,43 °C
RSS: 0,079 °C
UAH: 0,1 °C

James Hansen von der NASA hat nun ein echtes Problem. Offensichtlich wichtet er die Daten für die Globaltemperatur anders, als die anderen drei Institute. Ich nehme an, dass er in seiner Berechnung der Globaltemperatur dem Landteil der Nordhalbkugel eine größere Bedeutung zukommt lässt. Das würde erklären, warum der El Nino 1998 sich verhältnismäßig schwach auf die GISS-Globaltemperatur ausgewirkt hat. Weiterhin würde es den zunehmenden Offset der letzten 5 Jahren, gegenüber den anderen drei Datensätzen, erklären.

Fazit: Die Erde ist ein Wasserplanet mit Nord- und Südhalbkugel. Und das sollte man in der Berechnung der Globaltemperatur berücksichtigen. Das Vertrauen in die GISS-NASA-Daten ist damit erheblich gesunken. Es ist schon erstaunlich, dass die führenden Klimawissenschaftler sich ausgerechnet auf die GISS-Daten berufen, welche die größte Anomalie zeigen und den geringsten Trend nach unten. Das Vertrauen in diese Klimawissenschaftler hat sich damit erheblich geschwächt.

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Written by admin

Freitag, 11 April, 2008 um 13:35

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

3 Antworten

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  1. Das solche Differenzen zu Diskussionen führen, wird Herr Hansen wissen. Warum dieser „Alleingang“? Die Frage ist auch- Dienst oder Bärendienst für die Klimaforschung? Oder hat man am Ende die einzig wahren Daten? Meine Vermutung ist erstmal auch, dass die zentralasiatischen Temperaturen eine Schlüsselrolle im Gesamtwert spielen, denn dort ist momentan der einzige Wärmepol der Erde. Bei recht ausgeglichenen Ozeantemperaturen zeigt sich die untere Troposphäre in den Satellitendaten noch immer überwiegend leicht unterkühlt. Ein Aufwärtstrend in den kurzfristigen Temperaturen war auf Grund des nachlassenden Albedo der NH zu erwarten, aber 0,6K? Ich weiß nicht so recht…

    Wetterfrosch

    Freitag, 11 April, 2008 at 19:33

  2. Die kälteren Wintertemperaturen 2007/2008 über weite Teile der nördlichen Hemisphäre, wie sie sich aus der dargestellten Grafik ergeben, betreffen nicht Nordeuropa. Dazu teile das BHS schon vor einigen Wochen mit, dass der Winter 2007/2008 im Ostseeraum als der eisärmste Winter während der letzten 300 Jahre eingehen könnte (Pressemitteilung am 5 März 2008; „BSH: Der schwächste ‚Eiswinter‘ in der Ostsee seit 1720“, http://www.bsh.de/de/Das_BSH/Presse/Pressearchiv/Pressemitteilungen2008/06-2008.jsp ), was zu dem überdurchschnittlich warmen Winter in Nordeuropa maßgeblich beigetragen haben dürfte. Ist das geringe Oststeeeis alleine durch ‚natürliche’ Ereignisse, oder die Globale Erwärmung verursacht worden wird auf http://www.ozeanklima.de hinterfragt, denn da sei z.B. die hohe Nutzung der Ostsee durch die Schifffahrt. Solange die Ostsee nicht vereist ist, wirkt jede Schiffsfortbewegung wie ein Kochlöffel im Suppentopf, erklärt ‘ozeanklima’ und fragt: “Was passiert, wenn durch exzessive Meeresnutzung die Ostsee zu früh ausgekühlt wird, wie in den drei Kriegswintern 1939/40, 1940/41 & 1941/42“, die zu der schwersten Ostseevereisung in Serie geführt haben, die je gemessen wurde. Dies sein sehr ausführlich auf http://www.seaclimate.com dargestellt worden.
    Ein gründlicher Vergleich zwischen den damaligen härtesten je beobachteten Ostseeeiswintern 1940-42 und dem jetzigen eisärmsten in der Ostsee würde möglicherweise mehr Erkenntnisse für die Klimaforschung und GW bringen als ein intensiver Streit über nur begrenzt aussagekräftige Temperaturenreihen.

    ab

    Samstag, 12 April, 2008 at 10:54

  3. Während RSS, UAH und HardCRUT3 einen übereinstimmenden Verlauf zeigen, weicht der GISS-NASA-Datensatz immer weiter von diesen drei Datensätzen der Globaltemperatur ab.

    . Ich versuchte mich mal in einem australischen Forum schlau zu machen. Dabei stiess ich auf diese Graphik</a. Nasa extrapoliert ja besonders stark die arktische Erwärmung aufgrund sehr weniger Daten, was beispielsweise HatCRUT nicht tut. Hier sieht man schön was den Unterschied ausmacht.

    Bezüglich des starken El Ninos von 1998 ist nicht nur Gisstemp weniger hinaufgeschossen, sondern auch NOAA-NCDC. Für beide galt 2005 (nicht 1998) als das wärmste Jahr. Wesentlich dazu beigetragen hat bei beiden von mir erwähnten Messnetzen die Landoberfläche, dessen Erwärmung bei den Bodenmessstationen klar stärker ist als bei Sateliten. Die Sateliten reagieren dafür stärker auf ENSO-Signale.

    Da ja die Bodenmessstationen laufend ausgedünnt werden, frage ich mich: Sind die Sateliten bereits genauer und werden längerfristig Bodenmessungen für klimarelevante Daten gänzlich durch diese ersetzt? Das wäre dann ein Punkt mehr für Klimaskeptiker.

    Climate Patrol

    Dienstag, 29 April, 2008 at 13:32


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