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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Nachtrag zum Wilkins-Schelfeis-Abbruch in der Antarktis

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In der folgenden Abbildung habe ich einmal die Temperaturanomalie des Jahres 2007 zum Referenzmittel der letzten 10 Jahre (GISS-NASA-Datensatz 1998-2007) rund um die Antarktische Halbinsel dargestellt. Deutlich zu erkennen ist, dass es 2007 im Vergleich der letzten 10 Jahre zu kalt war. Das Wilkens-Schelfeis ist südlich gelegen der britischen Antarktisstation Rothera. Ein Plot mit dem Temperaturverlauf der letzten 25 Jahre (300 Monate) der Station ist im unteren Teil der Abbildung zu finden. Monatsmittelwerte und ein gleitendes Jahresmittel (die rote Linie) sind verzeichnet. Die Temperaturen haben sich seit 1983 nicht verändert und liegen zum Großteil des Jahres unter dem Gefrierpunkt. Das Jahresmittel liegt bei –4 bis –5°C, nur in den antarktischen Sommermonaten steigen die Temperaturen leicht über den Gefrierpunkt. Eine erhöhte Lufttemperatur kann also nicht ursächlich für den Schelfeisabbruch verantwortlich sein.

Rothera-Temperaturanomalie3
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Written by admin

Montag, 31 März, 2008 um 18:26

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

2 Antworten

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  1. Also soweit ich weiss, ist Eis stark isolierend.
    In „Eine unbequeme Wahrheit“ ist auch die Rede von „Seen“ unter den Gletschern.
    Wenn die globale Erwärmung an der Gletscherschmelze schuld wäre, dann müssten die Gletscher aber vornehmlich oben abschmelzen, was sie aber in Grönland und in der Antarktis nicht tun, da es selten wärmer als 0 Grad wird.
    Das Festlandeis hat die Eigenschaft, dass es kein Salz enthält und deshalb erst bei 0 Grad schmilzt.
    Also was können die Ursachen für einen Eisabbruch/Eisverlust in der Antarktis\Grönland sein?
    Einerseitz wird das Eis mit der Zeit immer dicker und da Eis die Eigenschaft hat, bei Druck bei niedrigeren Temperaturen zu schmilzen, schmilzt das Eis eben an manchen Stellen.
    Zum Anderen kommt die Erdwärme hinzu, die das Eis unten aufheizt, wo es ohnehin leichter schmilzt.
    Diese Wärme wird durch das Eis schlecht abgeleitet und so kommt es eben zu den Wasseransammlungen unter den Gletschern, die dafür sorgen, dass so ein Gletscher mal ab und zu abrutscht.
    Aber so etwas ist ja wissenschaftlich zu anspruchsvoll für Klimaforscher obwohl sich das jeder Physiklehrer denken kann.

    Kohleverfluessigungs-Investor

    Dienstag, 15 April, 2008 at 22:28

  2. Die abgebrochene (gar nicht geschmolzene) Eismasse ist ein Millionstel der gesamten antarktischen Eismenge. Eine wahre Sensation!

    Esperanto

    Mittwoch, 16 April, 2008 at 20:06


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