klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Prof. Rahmstorf und der verzweifelte Versuch die Klimaerwärmung zu retten

with 17 comments

Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist einer der Bekannteste unter den Top-Klimaforschern Deutschlands – und zugleich der unerbittlichste. Journalisten beklagen Einschüchterungsversuche, Forscher gehen auf Distanz zum Potsdamer Professor. Der Konflikt mit den sog. „Klimaskeptikern“ wird inzwischen in Zeitungen und den Medien ausgetragen. (Siehe z.B. Spiegel-Online vom 12.10.2007).

DIE WELT schreibt diese Woche auf der Titelseite: „Mehr Schnee, mehr Kälte – wo bleibt die Erderwärmung?“ Im Blatt dann ein Artikel von Ulli Kulke mit dem programmatischen Titel: Klimakatastrophe – alles nur heiße Luft

Daraufhin hat sich Prof. Stefan Rahmstorf veranlasst gesehen eine Richtigstellung auf WISSENSlogs zu verfassen. Titel: „Ist die Erwärmung vorbei?

Zuvor wurde das Thema schon unter dem Deckmantel von Greenpeace „Die Welt: Wo bleibt die Erwärmung“ aufgerollt. (DER KLIMA-LÜGENDETEKTOR, ein Projekt von Greenpeace Magazin und wir-klimaretter.de).

Was steckt dahinter? Handelt es sich um einen verzweifelten Versuch Zeit zu gewinnen und die Skeptiker mundtot zu machen, solange bis die Globaltemperatur „hoffentlich“ wieder ansteigt, oder um ein redliches, wissenschaftliches Anliegen die Dinge richtig zu stellen?

Dazu schauen wir am besten die Argumente an, welche Herr Rahmstorf in seiner Stellungnahme vorbringt.

Herr Kulke schreibt, dass „im laufenden Jahrzehnt die globalen Temperaturen im Durchschnitt gar keinen Trend mehr nach oben anzeigen“.

Dazu Herr Rahmstorf: „Ein Blick auf die Messdaten (siehe Grafik 1) zeigt: erstens stimmt das nicht, und zweitens vermengt man Klima und Wetter (oder allgemeiner Signal und Rauschen), wenn man einen so kurzen Zeitraum betrachtet…

Vorab: In der Abbildung werden alte Projektionen (IPCC-Szenarien, grauer Bereich mit gestrichelten Linien) aus dem 3. IPCC-Bericht von 2001 gezeigt. Der neuste 4. IPCC-Bericht ist von 2007.

Es ist richtig, dass der Temperaturverlauf stark von kurzfristigen Schwankungen geprägt ist, siehe Abbildung von Herrn Rahmstorf. Diese Schwankungen sind aber keineswegs zufällig, wie Herr Rahmstorf behauptet. Sie werden vom Wetter und äußeren Einflüssen hervorgerufen. Das sog. Wetter-Rauschen sieht man sowohl in den Monatsmittelwerten, als auch Jahresmittelwerten der Globaltemperatur. Langfristige Trends werden durch das Rauschen überlagert. Bildet man einen gleitenden Mittelwert über mehre Monate, oder Jahre, so bekommt man eine glatte Trendlinie. Siehe z.B. die blaue und rote Kurve in der Abbildung von Herrn Rahmstorf.

Grade sind die GISS-NASA-Daten (Bodenmessungen) und RSS-Satellitendaten der Globaltemperatur für den Monat Februar 2008 erschienen. Die folgende Abbildung zeigt die Monatsmittelwerte ab 01.2002 mit gleitendem Jahrestrend (rot), sowie linearem Trend (blau) (entsprechend Rahmstorf) zwecks Vergleich.

Der Abbildung ist eindeutig zu entnehmen, dass die Globaltemperatur seit über 6 Jahren sinkt. Dieses ist kein Wettergeprägter Trend, sondern ein gleitender Klimatrend (die roten Linien). Herr Rahmstorf macht den Fehler, dass er den Temperaturverlauf z.B. in Intervalle von 8 Jahren einteilt und dort gnadenlos hindurch linearisiert. Das wäre erlaubt, wenn sich das Klima linear verhalten würde. Wie wir aber alle wissen, ist das nicht der Fall. Grade Linien gibt es in der Natur nicht. Ein gleitender Trend ist also das Mittel der Wahl, um Aussagen über Klimaveränderungen zu treffen (das macht auch das Met Office zur Darstellung der Globaltemperatur so).

HadCRUT3-Plot

Dabei spielt es keine Rolle, ob man einen Ausschnitt von 50 Jahren, oder 5 Jahren betrachtet. Der gleitende Trend mittelt das Rauschen heraus.

Herr Rahmstorf behauptet: „Kulke hätte Anfang der 1980er oder Anfang der 1990er viel eher behaupten können, die globale Erwärmung habe aufgehört.“ Nein, dass hätte er mit Sicherheit nicht behaupten können. Die Vulkanausbrüche El Chichon 1982 in Mexico und Pinatubo 1991 auf den Philippinen haben durch ihren Eintrag an Sulfataerosolen in die Stratosphäre die Durchlässigkeit der Atmosphäre für die Sonneneinstrahlung kurzfristig stark verringert und damit auch die Globaltemperatur gesenkt. In diesem Jahrtausend hatten wir keinen vergleichbaren Vulkanausbruch, der die Globaltemperatur hätte senken können.

Herr Rahmstorf kommt zu dem Schluss: „Die Aussage von Kulke ist etwa so clever, als würde man das Kommen des Frühlings anzweifeln, weil es im Verlauf der letzten Woche kühler geworden ist – siehe unsere Satire Doubts about the Advent of Spring vom 1. April 2005.“

Herr Rahmstorf weiter: „Doch wie wär’s mit noch einem kürzeren Zeitraum? O-Ton Kulke: „Die Welttemperaturen in diesem Winter signalisieren im Vergleich zum vorherigen den steilsten Absturz seit Aufzeichnung der Wetterdaten, der Januar war der kälteste seit 15 Jahren.“… Man hätte es auch so formulieren können: inzwischen ist das Klima derart warm, dass selbst „der steilste Absturz seit Aufzeichnung“ keinen richtig kalten Januar mehr bringt (siehe Grafik 2).“

Halten wir fest: Wir hatten global grade den kältesten Januar seit 15 Jahren und den steilsten Absturz seit Aufzeichnung der Wetterdaten. Der Februar war global nicht minder kalt. Keines der aktuellen Klimamodelle war in der Lage, bzw. ist in der Lage einen solchen Absturz zu simulieren bzw. zu reproduzieren. Keines der Modelle kann zudem voraussagen, wann es wieder aufwerts gehen wird. Ein nie da gewesener Temperaturanstieg hätte Herrn Rahmstorf kaum aufgeregt. Der Januar 2007 passte perfekt ins Katastrophenschema. Dieser war geeignet um die Klimamodelle zu feiern. Und jetzt das.

Herr Rahmstorf weiter: „Langfristige Klimatrends sind hauptsächlich getrieben von Veränderungen der Sonneneinstrahlung (Sonnenzyklen, Erdbahnzyklen) und der langwelligen Abstrahlung (Treibhausgase). Die Schwankungen von Jahr zu Jahr liegen dagegen vor allem am reflektierten Anteil (Änderung der Schneebedeckung) und dem Wärmeaustausch mit dem Ozean. Ein besonders kalter Januar kann entstehen, wenn (wie dieses Jahr) ein La Niña-Zustand im Pazifik (der Ozean saugt Wärme aus der Luft auf) mit besonders viel Schnee an Land (der Sonne reflektiert) zusammen trifft…“

Nun, die nachfolgende Abbildung zeigt eine Weltkarte mit den Anomalien der Wintertemperatur des letzten Winters.

Im Vergleich der letzten 30 Jahre (Dez./Jan./Feb. 1979-2008 ) war der Winter 2007/08 um – 0,08°C zu kalt (GISS-Daten). Der La Niña im Zentralpazifik war dabei nicht der Kältepol, welcher die Globaltemperatur maßgeblich herunter gezogen hat. Dieser lag eindeutig in Asien, mit Temperaturen, die mehr als – 4°C unter dem Mittel der letzten 30 Jahre lagen. In großen Teilen der Antarktis, Nordamerikas und Grönlands war es ebenfalls zu kalt. Der reflektierende Schnee in Asien war bestimmt auch nicht Ursache der Abkühlung, sondern eine Folge der Abkühlung. Dieses sind in der Tat kurzfristige Wettertrends, die nur einige Monate bestimmend für die Globaltemperatur sind. Kurzfristige Wettertrends sind aber nicht maßgeblich bestimmend für den kontinuierlichen Abwärtstrend der Globaltemperatur der letzten Jahre. Dabei handelt es sich eindeutig um ein Klimasignal.

Das abschließende Urteil von Herrn Rahmstorf lautet: „Dass die Verdränger der Erderwärmung wie Kulke verzweifelt die Wahrheit im Rauschen suchen, weil sie das Signal nicht wahrhaben wollen, mag man lustig finden – ein Kollege etwa brach beim Lesen von Kulkes Artikel einfach lauthals in Lachen aus. Dass allerdings eine große Tageszeitung zum wiederholten Male ihren Lesern einen derartigen wissenschaftlichen Unsinn auftischt, das ist traurig – selbst wenn manche Leser dergleichen vielleicht gerne lesen.“

Nun, ich finde es traurig, wie Herr Rahmstorf sich hier darstellt. Verzweifelt versucht er „die Theorie“ der Klimaerwärmung zu retten und das mit der Unterstützung von Greenpeace und wir-klimaretter.de.

Zu Herrn Rahmstorf auch dieser Videobeitrag über Wahrheiten und Unwahrheiten in der Klimadebatte.

Advertisements

Written by admin

Sonntag, 16 März, 2008 um 17:18

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

17 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Zur Diskussion über den Sinn über „Vermengung von Klima und Wetter“ zu reden, wird die extreme Erwärmung der Arktis Ende der 1910er Jahre auf http://www.arctic-warming.com empfohlen, oder der folgende Buchauzug:

    Spitzbergen – der Temperatursprung -1918

    Die signifikanteste Klima-Veränderung während des 1. Weltkrieges ereignete sich auf Spitzbergen. Um genau zu sein, der Wärmeknall in Spitzbergen war der markanteste globale Klimasprung der letzten zweihundert Jahre. Dort, auf der einsamen Inselgruppe zwischen Nordkap und Nordpol, explodierten Ende 1918 buchstäblich die Temperaturen. Schon 1930 sah der norwegische Wissenschaftler B. J. Birkeland darin den größten Temperatursprung, der je gemessen wurde. Birkeland war allerdings auch der Erste, der diesen Temperatursprung -10 Jahre nach dem Ereignis – wahrnahm, bzw. publizierte (FN).

    Der sich als sehr beständig erweisende Temperaturanstieg dauerte in Europa bis zum ersten Kriegswinter 1939/40 und ist bisher von der Wissenschaft nicht plausibel erklärt worden. Wenn sich die Wintertemperaturen plötzlich im Durchschnitt um 8 Grad erhöhen, hätte sich eine intensive Erforschung dieses Phänomens eigentlich von selbst verstanden. Allein, die Wissenschaftler der 1930er Jahre sahen nur staunend zu. Dabei hätte man auch vor über 85 Jahren bereits das Instrumentarium gehabt, eine überzeugende Erklärung zu finden.

    In dieser Untersuchung ist bereits ausgeführt worden, dass es vor dem Winter 1918/19 keine großen Natur-Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Sonnenflecken oder Meteoriten-Einschläge gab – nur der Seekrieg brachte die Meere um England und der Nord- und Ostsee aus dem natürlichen Gleichgewicht.
    Die Erwärmung Spitzbergens und weiterer Gebiete in Nordeuropa hielt genau 20 Jahre an – in Grönland (Das Grünen von Grönland) nur von 1920 bis 1933. Diese Beständigkeit ist ein untrügliches Indiz dafür, dass dieser Wärme-Schub im nördlichen Nordatlantik im Bereich zwischen den Färöer Inseln und südlich des Arktischen Meers generiert worden sein muss.
    (FN) Birkeland, B.J.; ‘Temperaturvariationen auf Spitzbergen’, Meteorologische Zeitschrift, Juni 1930, p.234-236

    Buch-Extrakt aus „Krieg verändert Klima“, 2006, BoD/Nordertstedt, S.122
    (entsprechender englischer Text, siehe z.B.: http://www.seaclimate.com )

    ArndB

    Sonntag, 16 März, 2008 at 17:56

  2. In meinen Augen, mit dem Logo des PIK, mit der Pyramide, der Triangel, wie auch immer,im Hinterkopf, kommen mir Ramstorf und Schellnhuber wie Vorbeter einer Sekte vor, einer gefährlichen Sekte!
    http://images.google.de/images?hl=de&q=logo+pik&btnG=Bilder-Suche&gbv=2
    Ihr Verhalten und Benehmen läßt darauf schließen, daß „wir“ es hier mit notorischen „Weltverbesserern“ zu tun haben, deren Ziel die neue, zu gründende Weltgesellschaft ist, wo ich glaube, daß ich nicht unbedingt ein Bestandteil sein möchte.

    krishnag

    Sonntag, 16 März, 2008 at 19:02

  3. „Was steckt dahinter? Handelt es sich um einen verzweifelten Versuch Zeit zu gewinnen und die Skeptiker mundtot zu machen, solange bis die Globaltemperatur “hoffentlich” wieder ansteigt, oder um ein redliches, wissenschaftliches Anliegen die Dinge richtig zu stellen?“

    Das eigentliche Problem ist der Faktor Zeit.
    Regierungen rund um den Erdball versuchen ihre CO2 Einspargesetze durch die Parlamente zu prügeln, besonders die EU tut sich damit besonders hervor.
    Bis jetzt haben ja die Erwärmungstrends diesen Leuten recht gegeben, aber seit den letzten Jahren macht das Klima nicht mehr so mit, wie gewollt.
    Wie aber will man die Bevölkerung davon überzeugen, wenn es nicht mehr wärmer wird???
    Deshalb muß sich halt die Erwärmung verstecken hinter der derzeitigen Abkühlung, so einfach ist das.
    Hatte der Herr Rahmstorf nicht auch ein Stehenbleiben des NAO vorrausgesagt, hatte der selbe Herr nicht auch eine „Umfrage“ unter seinen Kollegen gemacht um den AGW zu beweisen?
    Warum werden kritische Stimmen sofort bekämpft, wie es auch ein hier einschlägig bekannter Klimaforscher tut?
    Da gammelt unsere Sonne schon seit Monaten ohne nennenswerte Aktivitäten im All herum, aber uns wird ständig erzählt, die Sonne ist es nicht.
    Fragen über Fragen aber keine vernünftigen Antworten, nur anti-Medien Schelte für anderwertige Meinungen.
    MfG

    Energie-Ossi

    Sonntag, 16 März, 2008 at 19:36

  4. Wetter und Klima sind nichtlineare Vorgänge. Einen wie auch immer gearteten linearen Trend hineinzulegen ist kurios. Met Office arbeitet richtigerweise mit einem binomischen Filter. http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/
    Und, siehe da, in dieser HadCRUT3 Kurve zeichnet sich ein eindeutiger Klimasprung ab.
    Die Grafiken der polaren Meervereisung unterstützen dies eindrucksvoll: Nach der Rekordschmelze 2007 geht der Trend im Norden Richtung normal, im Süden ist die Vereisung überdurchschnittlich. http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/

    La Niñas der vergangenen 30 Jahre haben die Klimakurve kaum beeinflusst. Auch die Polvereisung zeigte keine sprunghaften Anomalien. Ein La Niña kann nur begrenzte Zeit wirken, dann geht ihm sprichwörtlich die Puste aus (begrenzte Pufferwirkung).

    Dieser aktuell stattfindende Prozess jedoch zeigt sich deutlich und Global (ausgenommen Europa). Siehe Wintermeldungen in diesem Blog. Ein Sprung wie 1940? Die kommenden Monate werden es zeigen.
    Soll Prof. Rahmsdorf doch Al Gore die Leiter halten. Ich geh‘ schon mal die Kellertür auf machen.

    PS: Gut kommentiert, Herr Müller.

    MfG

    Wetterfrosch

    Sonntag, 16 März, 2008 at 21:05

  5. Das sieht nach Rückzugsgefechten aus, Rahmstorf und Hoffmann aktiv wie lange nicht mehr, Hoffmann mit 3 Artikeln im Readers. Aber irgendwie wirkt das nicht mehr so überzeugend, was da kommt.

    krishnag

    Sonntag, 16 März, 2008 at 21:33

  6. Magst Du mir die Rohdaten zur Verfügung stellen, auf denen die lineare Trendlinie durch die GISS-Daten beruht? Das sieht nämlich etwas seltsam aus (gleitender Trend links konstant unter, rechts konstant über der linearen Trendlinie).

    Fischer

    Montag, 17 März, 2008 at 18:46

  7. Schon makaber, wie sich die Klimaschwindler in unerwünschten Wetterereignissen verstricken. Am Ende heißt es aber – egal ob warm oder wärmer, kalt oder kälter – immer ist der Mensch dran schuld und muß deswegen durch die kluge Regierung gebändigt werden.

    Unsere Ökotyrannis läßt nun ja keine Gelegenheit mehr aus, uns abzuzocken und der besonders hierzulande so schlimm drohenden Überbevölkerung durch weitere Verarumgspolitik entgegenzuwirken.

    Dafür sollten wir alle dankbar sein, Leugnen ist ja bestimmt bald nicht mehr erlaubt …

    Umso netter sind deswegen Aufklärungsseiten wie diese – DANKE!

    Konrad Fischer
    Klimaketzer + Radikalaufklärer

    Konrad Fischer

    Montag, 17 März, 2008 at 19:02

  8. @Fischer #6

    Mache ich gerne. Ich dachte nach Ihrem Kommentar bei WISSENSlogs zuerst, Sie wären mir gegenüber ablehnend eingestellt?

    Wie auch immer. Es ist schon so, dass ich den linearen Trend bewusst mit eingefügt habe, um zu zeigen, was möglich ist. Die HadCRUT3 und UAH Daten für Feb. sind leider noch nicht raus. Hier die aktuellen Daten GISS, RSS, HadCRUT3 und UAH:

    http://www.junkscience.com/MSU_Temps/GISSglobal.csv
    http://www.remss.com/pub/msu/monthly_time_series/RSS_Monthly_MSU_AMSU_Channel_TLT_Anomalies_Land_and_Ocean_v03_1.txt
    http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/monthly
    http://www.junkscience.com/MSU_Temps/UAHMSUglobal.csv

    Wobei erwähnenswert ist, dass GISS als einzige Datenbasis über die letzten 10 Jahre noch einen deutlich positiven, linearen Trend anzeigt. Ab 2002 zeigen aber alle 4 Datenbasen einen leicht, negativen linearen Trend, auch GISS.

    Der gleitende Jahresmittelwert, glättet über den Verlauf der Monatsmittelwerte. Da kommt dann sowas dabei raus.

    Das Met Office macht einen “Annual series smoothed with a 21-point binomial filter”. Die Glättungen von HardCRUT3, RSS und UAH zeigen jedenfalls einen leichten Abwärtstrend über die letzten Jahre. Bezieht man die letzten Monate mit ein, wird die Abwärtstrend sogar stark.

    Der Trend der letzten Monate ist Wetter, derjenige der letzten Jahre meiner Meinung nicht. Da verwechselt Herr Rahmstorf etwas. Eine Erklärung für den Verlauf der letzten Jahre gibt er auch nicht ab.

    La Nina ist erst einige Monate aktiv und „refecktierender Schnee“ :) liegt auch erst seit einigen Monaten, die Kälte war aber vor allem im Asien und der Antarktis. In seiner Auflösung der Graphen gehen die stagnierenden Temperaturen der letzten Jahre einfach unter und er wählt bewusst das Jahr 2000 (starker El Nina und relativ geringe Globaltemperatur) als Startpunk für seine 8 Jahres linearen Regression der steigenden Temperaturen.

    Können Sie mit den Daten ja jetzt alles selbst nachprüfen. Viel Spaß. Ich bin auch nicht böse, wenn Sie zu anderen Schlüssen kommen.

    Müller

    Montag, 17 März, 2008 at 20:30

  9. krishnag

    Montag, 17 März, 2008 at 21:05

  10. krishnag

    Montag, 17 März, 2008 at 21:07

  11. *Ich dachte nach Ihrem Kommentar bei WISSENSlogs zuerst, Sie wären mir gegenüber ablehnend eingestellt?*

    Ihnen gegenüber sowieso nicht. Sie posten wenigstens nicht unter Pseudonym. Von Ihrer Argumentation in diesem Beitrag halte ich allerdings tatsächlich nichts – das ist alles arg dünn und nicht dazu angetan, irgendwas zu beweisen oder zu widerlegen.

    Ich bin sowieso a priori der Meinung, dass jede Klima-Aussage auf der Basis von fünf, zehn oder zwanzig Jahren zumindest problematisch ist. Und, sorry, ganz besonders Ihre Darstellung oben. Sie behaupten, die Darstellung beweise „eindeutig“ usw… Das tut sie schon aus formalen Gründen nicht.

    Als Physiker werden Sie hoffentlich wissen, dass in der Darstellung etwas wesentliches fehlt, und zwar der eine oder andere Fehlerbalken.

    Und ich sag als jemand der schon mal die eine oder andere Gerade durch nen Datensatz gelegt hat, dass ich NIE, NIE, NIE mit einem Trend in eine Präsentation gehen würde, der etwa einem Zehntel der Streubreite der Datenpunkte entspricht. Und schon gar nicht mit der Behauptung, das belege irgendwas.

    Mein früherer Statistik-Prof hat uns immer davor gewarnt, „Geraden durch einen Sternenhimmel zu legen“. Diese Warnung gebe ich hiermit an Sie weiter.

    Fischer

    Montag, 17 März, 2008 at 21:36

  12. Ich finde es auch durchaus problematisch, mit welcher Leichtigkeit Sie hier das Wort „eindeutig“ verwenden und auf Rhetorik statt Sachargumente zurückgreifen.

    Unabhängig davon, was man nun von der Klimageschichte hält, sehr überzeugend ist das hier nicht, schon gar nicht die Art und Weise, wie Sie mit den Daten umgehen.

    Fischer

    Montag, 17 März, 2008 at 21:44

  13. @Fischer
    M.Müller und Herr Rahmstorf haben, was die Fehlerbalken anbelangt, dann aber was gemeinsam:

    Dann bitte die Kritik an den Herrn des PIK weitergeben, der nimmt es da auch nicht so genau.

    krishnag

    Montag, 17 März, 2008 at 21:47

  14. @Fischer #11

    Danke für den Tipp, aber ich frage mich, warum Sie nicht auch Herrn Rahmstorf gewarnt haben?

    Fehlerbalken sind in den Geowissenschaften leider nicht mehr üblich. Das hatte ich früher auch kritisiert. Im Übrigen finden Sie Fehlergrenzen bei HardCRUT3. Ich maße mir nicht an besser zu sein. Was haben Sie gegen einen gleitenden Trend, den ich bevorzuge?

    Sehen Sie es so. Herr Rahmstorf sieht eher einen positiven Trend ich eher einen negativen. Im Gegensatz zu Herrn Rahmstorf würde ich NIE, NIE, NIE steigende Projektionen über 100 Jahre verkünden. Durch einen Sternenhimmel, der nicht existent ist.

    Müller

    Montag, 17 März, 2008 at 22:01

  15. @Fischer #12

    Sie setzen zu hohe Maßstäbe und messen mit zweierlei Maß. Ich hinterfrage Herrn Rahmstorf Thesen und stelle leichtverständliche Gegenpositionen dar. Das ist heute durchaus üblich, auch in der Wissenschaft.

    Für den einen überzeugend, für den anderen eben nicht. Da möchte ich keinen etwas vorschreiben.

    Es sei gut, wenn man darüber diskutiert, als wenn man gar nicht diskutiert. Er finde es gut, wenn man andere Meinungen hat und diese dann sagen kann. Warum soll man nicht darüber sprechen, so z.B. Augusto Mangini.

    Hier:

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/03/02/latif-rahmstorf-schonwiese-meinungsmache-gegen-klimaskeptiker/

    Müller

    Montag, 17 März, 2008 at 22:12

  16. Dass die Erfinder und Verteidiger der „anthropogenen“ Erderwärmung, wie Rahmsdorf, noch immer ihr Lied vom bösen CO2 singen, und damit das Volk füttern,ist verständlich. Was soll er machen, der arme Mann? Er will doch nicht arbeitslos werden. Die Vorgaben für sein Handeln sind doch seit Jahren vorgegeben durch seine „Oberen“ beim IPCC. Die erfanden doch, wo´s lang zu gehen hat! Da braucht er gar nicht lange zu überlegen, um sich zwischen Dichtung und Wahrheit durchzuquälen.
    Schon vergessen?
    Beginnend ab 1986 wird in den USA darüber beraten, wie man das Wort „Klimakatastrophe“ am besten kommerzialisieren kann.
    1988 wird dazu das IPCC gegründet. Es bezeichnet sich später als Weltklimarat. Von dort lässt man Wetteraufzeichnungen aus aller Welt sammeln, und daraus per Computer Klima-Zukunftsmodelle errechnen. Die „frisierten“ Ergebnisse sagen seit vielen Jahren eine kommende Klimakatastrophe für die Erde voraus. Wie und wozu dies geschieht, dazu äußerten sich Direktoren des IPCC.

    1. John Houghton, Vize-Präsident des IPCC schrieb 1994:
    „Solange wir keine Katastrophen ankündigen, wird niemand zuhören.“

    2. Maurice Strong, erster UNEP-Direktor äußerte 1992 in Rio:
    „Besteht nicht die einzige Hoffnung für diesen Planeten in dem Zusammenbruch der Industriellen Zivilisation? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dieser Zusammenbruch eintritt?“

    3. Mr. Rajendra Pachauri, Präsident des IPCC seit 2002, anläßlich der Herausgabe des vierten Situationsreportes :
    „I hope this will shock people and governments into taking more serious action.”
    “Ich hoffe, dieses wird die Menschen schockieren, damit sie mehr seriöse Aktionen unternehmen.”

    4. Prof. Dr. H. Stephen Schneider – Lead Author in Working Group II of the IPCC sagte 1989:
    „Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankün-digen, vereinfachende, dramatische Statements machen und wenig Erwähnung irgendwelcher Zweifel, die wir haben mö-gen, entlassen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muss entscheiden, wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will.“
    Aus dem Buch „Die Lüge der Klimakatastrophe“ – „Manipulierte Angst als Mittel zur Macht“.

    Hartmut Bachmann

    Montag, 17 März, 2008 at 22:16

  17. Es bringt nicht und es ist sogar dumm, sich mit den Agenten der Klimakatastrophe darüber zu streiten, ob ein kühlerer Monat oder Jahr noch in der Varianz des Trends liegt. Das ist so, als würde man aus Zorn auf die Astrologen die Existenz der Planetenbahnen abstreiten. Man muss die Schwächen des Katastrophenhype in diskutieren und das sind:
    – der nachweisbare Anteil des CO2 an der Erwärmung
    – der messtechnischer Nachweis der quantitativen Aussagen der Modelle
    – die Wirksamkeit des CO2-Vermeidungsaktionismus

    CK42

    Mittwoch, 19 März, 2008 at 06:58


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: