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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Klimaterror: Brennende Autos … Auszüge aus der Tagespresse

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Tagesspiegel vom 21.11.2007

Schon 101 Anschläge auf Autos

Nur wenige Täter aus der linksextremen Szene wurden bislang im Zusammenhang mit den Brandstiftungen an Autos gefasst. Bei der Fahndung geraten die Ermittler an ihre Grenzen.

Die Meldungen aus dem Polizeipräsidium sind immer nur drei, vier Zeilen lang: „In der Nacht zündeten Unbekannte in der XY-Straße ein Fahrzeug der Marke ABC an. Da ein politischer Hintergrund nicht auszuschließen ist, hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.“ Gestern musste die Polizei vier dieser Meldungen schreiben: In Kreuzberg, Moabit und Prenzlauer Berg gingen vier Fahrzeuge der Bahn, des Autoverleihers Sixt und Energiekonzerns Vattenfall in Flammen auf, drei daneben stehende Wagen wurden beschädigt.

Damit haben unbekannte Täter mutmaßlich aus der linksextremistischen Szene in diesem Jahr bereits 101 Brandanschläge verübt. Insgesamt 112 Autos wurden zerstört, drei mal so viel wie im Vorjahr. Dutzende weitere Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Geschätzter Schaden: mehr als zwei Millionen Euro.

Überraschend ist nicht nur die hohe Zahl an Taten, sondern auch, dass die Serie nach dem Ende des G-8-Gipfels in Heiligendamm weitergeht. Dieser galt seit dem Frühjahr als Hauptmotivation der Anschläge. Offenbar, so sagen Experten, hätten einige Linksextremisten Geschmack an den Zündeleien gefunden. Das Entdeckungsrisiko sei gering…

Es traf nicht nur „Bonzenschleudern“, wie hochwertige Autos in der Szene heißen. Fahrzeuge ab einem Preis von 30 000 waren in 49 Fällen betroffen. Teilweise gingen jedoch bis zu 14 Jahre alte Mittelklassewagen in Flammen auf. In 23 Fällen traf es große Konzerne: Vor allem die Deutsche Bahn, die Telekom und Siemens, aber auch Vattenfall und die Allianz…

Laut Innensenator „gibt es viele Nachahmungstäter“. Aus den Tatorten und Fahrzeugen schließen die Ermittler, dass 99 der 101 Taten von Linken verübt wurden. 62 Anschläge geschahen in Friedrichshain-Kreuzberg. Da seit dem Sommer auffallend viele Geländewagen brannten, könnten auch militante Klimaschützer am Abfackeln beteiligt sein, heißt es. Diese Autos gelten wegen des hohen Spritverbrauchs als Klimakiller Nummer 1.

WELT ONLINE vom 16. November 2007

Brennende Autos, platte Reifen und giftige Tags

Aufgelistet: Die privat installierte Internetseite www.brennende-autos.de dokumentiert berlinweit Anschlagsorte. Da sie auch Autobrände auflistet, die die Polizei als nicht politisch wertet, kommt die Website auf 116 Einträge.

Luft abgelassen: Radikale Klimaschützer machen Jagd auf Autos mit hohem Spritverbrauch. In mehr als 200 Fällen ließen sie Luft aus Reifen entweichen, nennen ihre Aktionen in Flugblättern „vorübergehende Stilllegung.“

süddeutsche.de vom 01.08.2007

Jagd auf Luxuskarossen

Jagd auf Autos mit hohem Benzinverbrauch

Zudem machen selbsternannte Klimaschützer Jagd auf Autos mit hohem Benzinverbrauch. Binnen zwei Wochen wurden der Polizei 87 Fälle gemeldet, in denen Unbekannte Luft aus Autoreifen ließen. Allein in der Nacht zum letzten Donnerstag schlugen die Täter achtmal zu.

In vielen Fällen werden Flugblätter an den Tatorten zurückgelassen, die auf den Klimawandel und den hohen CO2-Ausstoß von Sport- und Geländewagen aufmerksam machen. Auch bei den Luftablassern ermittelt der Staatsschutz.

WELT ONLINE vom 26. Juli 2007

Klimaschützer lassen Luft aus Autoreifen

Platte Autoreifen, daneben Flugblätter zum Klimawandel und fast hundert Strafanzeigen in sieben Monaten: Die Berliner Polizei ist mit einem neuen Phänomen konfrontiert. Seit Wochen lassen immer wieder Unbekannte Luft aus den Reifen zumeist hochmotorisierter Autos. Die Täter sind im ganzen Bundesgebiet aktiv.

In der Nacht zu Donnerstag haben erneut Unbekannte mehrere Anschläge auf Fahrzeuge in Berlin verübt. Acht Autobesitzer im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mussten am Morgen feststellen, dass ihnen die Luft aus den Reifen abgelassen worden war. Damit erhöht sich die Zahl der Attacken in der Hauptstadt auf 87 innerhalb von zwei Wochen. Die Berliner Polizei ist mit einem neuen Phänomen konfrontiert. „Wir kannten solche Fälle bisher nicht“, sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Bei den Unbekannten handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Kripo offenbar um Umweltaktivisten. Wie schon in den anderen Fällen der vergangenen zwei Wochen fanden die Besitzer der Fahrzeuge nicht nur platte Reifen vor, sondern auch Handzettel, in denen die Täter auf den Klimawandel hinweisen. Wegen des offenkundigen politischen Hintergrundes der Taten ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.

Obwohl es Unterschiede in der Ausübung der Taten gibt – mal werden die Reifen zerstochen, mal wird lediglich die Luft herausgelassen – gehen die Staatsschützer davon aus, dass für die gesamte, seit dem 12. Juli anhaltende Serie von Sachbeschädigungen eine Tätergruppe verantwortlich ist. „Wir gehen verschiedenen Hinweisen nach, eine heiße Spur gibt es allerdings noch nicht“, sagte ein Ermittler.

Einiges über die Szene, aus der die mittlerweile bundes- und teilweise gar europaweit agierenden Täter stammen, wissen die Staatsschützer allerdings schon. Obwohl es regionale Unterschiede gibt, scheinen sich die „Luftablasser“ auf die internationale „Carbuster“-Bewegung zu berufen. Sie entstand 1997 im Rahmen einer internationalen Konferenz zum Thema autofreie Städte. „Auf der ganzen Welt schließen sich Menschen zusammen, um gegen die Autokultur, gegen die Übermacht des Autos zu kämpfen“, heißt es in einer Erklärung. Carbuster sei eine „wachsende Bewegung, die sich über nationale und sprachliche Grenzen hinweg zunehmend Gehör verschafft und sich im Kampf gegen die Zerstörung der Erde vereint“.

Fahrzeuge mit Dreck beschmiert

Eine starke Bewegung von „Luftablassern“ scheint sich in Frankreich und Belgien etabliert zu haben. Die Gruppen heißen beispielsweise „les falgadas“ in Belgien („falgada“ bedeutet „schlapp sein“) oder „les dégonflés“ in Paris („dégonfler“ bedeutet „abschwellen“ oder auch „die Luft ablassen“). Diese Gruppen beschmieren manchmal die Fahrzeuge mit „etwas ländlichem Dreck“, wie es auf einer Internetseite heißt. Und sie lassen die Luft aus den Reifen ab, indem sie das Ventil manipulieren.

WELT ONLINE vom 24. Juli 2007

Radikale verüben Anschläge auf Autos

In den östlichen Bezirken werden die Fahrzeuge angezündet, im Westteil lassen Täter die Luft aus den Reifen. So haben erneut Umwelt-Aktivisten in Steglitz-Zehlendorf hochmotorisierte Autos lahmgelegt, indem sie die Ventile der Reifen mit kleinen Gegenständen öffneten und die Luft abließen.

Am Montagvormittag gegen 10 Uhr bemerkte ein VW-Touareg-Fahrer im Gluckweg in Lankwitz, dass er einen platten Vorderreifen hatte. Gegen 14 Uhr stellte auch ein Mitsubishi-Fahrer in der Franzstraße fest, dass der hintere linke Reifen seines Autos keine Luft mehr enthielt. An beiden Fahrzeugen fanden die Halter Bekennerschreiben, die dem Staatsschutz übergeben wurden. Bislang zählen die Beamten 78 derartige Taten, überwiegend in den „reichen“ Kiezen der Stadt.

Platte Reifen im Grunewald

Die Aktionen der radikalen Umweltschützer begannen mit vereinzelten Taten in der Nacht zum 12. Juli in Zehlendorf und Grunewald. Am 15. Juli entdeckten Polizeistreifen und Autobesitzer an insgesamt 21 Fahrzeugen in Grunewald platte Reifen, teilweise mit zerstörten Ventilen. An 17 Autos hefteten Flugblätter. Nur drei Tage später, am 20. Juli, hatten erneut Unbekannte die Luft aus den Reifen von insgesamt zehn Fahrzeugen in Tegel und Wittenau gelassen. An den Tatorten hinterließen die Täter wiederum Flugblätter, in denen auf die Belastung des Klimas durch die Benutzung von Fahrzeugen mit hohem Kraftstoffverbrauch hingewiesen wird.

„Die Bekennerschreiben sind insgesamt in einem freundlichen Ton geschrieben“, sagte ein Ermittler. Die Aktivisten sprächen die Autobesitzer auf den Flugblättern direkt an und wiesen darauf hin, dass es in Zeiten des globalen Klimawandels teils fahrlässig und böse sei, Autos mit hohem Spritverbrauch zu fahren.

„In den Schreiben steht, man habe deshalb das hochmotorisierte Auto vorübergehend stillgelegt. Der Besitzer müsse sich nun zu Fuß auf den Weg machen, dabei habe er Zeit, über ein kleineres Fahrzeug nachzudenken“, so der Beamte weiter. Die Bekennerschreiben seien nicht mit einem Gruppennamen oder Ähnlichem unterzeichnet, sondern nur mit „Vielen Dank für ihre Mühe!“

Berliner Zeitung vom 29.05.2007

AUTOS ANGEZÜNDET. Am Sonntagmorgen sind in Berlin erneut zwei Autos angezündet worden. Die Polizei schließt einen Zusammenhang zum G8-Gipfel nicht aus. Gegen 1.25 Uhr brannte ein Mercedes in der Adalbertstraße in Kreuzberg. Er soll zum Fuhrpark der aserbaidschanischen Botschaft gehören. Eine halbe Stunde später ging in der Köpenicker Straße in Mitte ein Toyota in Flammen auf. Die Polizei nahm in der Nähe acht Verdächtige zwischen 21 und 38 Jahren fest. Mangels Beweisen, wurden sie wieder freigelassen. Seit Jahresbeginn brannten in Berlin 54 Autos.

Written by admin

Dienstag, 4 März, 2008 um 22:05

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

2 Antworten

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  1. Da fragt man sich, wie diese engagierten „Umweltaktivisten“ wohl auf soche Iddeen kommen…

    Greenpeace-Aktion gegen Klima zerstörende Spritsäufer

    Geländewagen machen Klima Platt

    Autohasser machen Reifen platt

    Rainer

    Mittwoch, 5 März, 2008 at 17:00

  2. Hallo Müller
    Tu mir bitte mal ein Gefallen, setzte unbedingt mal die Rede von Prof. Dr. Schachtschneider, die in YouTube in 10 Teilen aufgesplittet ist, hier bei Dir rein.
    Was mir besonders sauer aufgestoßen ist, war der Teil 10, Todesstrafe laut EU Recht, bei Kriegsgefahr, Aufständen und Aufruhr.
    http://de.youtube.com/watch?v=KbuJLL3ZiJE&feature=PlayList&p=86EF311FC83D1447&index=9

    Wem es bis jetzt noch nicht die Schuhe ausgezogen hat, der darf sich hier seine Gruselpackung abholen.

    Mir ist jetzt verdammt übel
    MfG

    Energie-Ossi

    Mittwoch, 5 März, 2008 at 17:40


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