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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Deutschland auf dem Weg zum Strom aus 100% Erneuerbarer Energie? Eine Illusion

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In der deutschen Presse und von der Umweltpolitik wird derzeit in Sachen Klimaschutz der Weg zum Strom aus 100% Erneuerbaren Energien propagiert. Mir stellt sich die Frage: In wieweit ist das realisierbar?

Zu den Erneuerbaren Energien (EE) gehören Wasserkraft, Windenergie, Strom aus Biomasse und Biogas, Solarstrom aus Photovoltaikanlagen und Strom aus Erdwärme (Geothermie).

Zunächst einmal werfen wir einen Blick auf den Primärenergieverbrauch in Deutschland. Damit ist der Gesamtenergieverbrauch mit Strom, Wärme und Verkehr in Deutschland gemeint.

Strom1

Der primäre Energiebedarf Deutschlands wird zu über 95% aus den konventionellen Energieträgern Öl, Kohle, Gas und Kernenergie gedeckt. Nur knapp 5% machen die EE aus.

Nun betrachten wir davon nur den Stromanteil. Die folgende Abbildung zeigt die Zusammensetzung des Stromanteils 1990 im Vergleich zu 2005.

Strom2

1990 wurden 92% des Stroms über die konventionellen Energieträgern Kohle, Kernenergie, Gas und Öl erzeugt. 2005 waren es nur noch 86%. 14% des Stroms werden inzwischen aus EE produziert. Insbesondere die Windkraft, welche 1990 sogut wie noch nicht genutzt wurde, ist für das Wachstum des Stroms aus EE verantwortlich. Derzeit werden in Deutschland ca. 5% des Stroms aus Windenergie erzeugt. Die Gesamtstromerzeugung in Deutschland belief sich im Jahr 2006 auf 635.774 GWh.

Mir stellt sich die Frage: In wie weit sind die EE noch ausbaufähig?

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Windenergie, die den größten Anteil an den EE in Deutschland ausmacht. In Deutschland gibt es knapp 20.000 Windkraftanlagen (WKA).

Die Enercon E-126 ist die derzeit größte und leistungsfähigste WKA der Welt. Prototypen werden grade aufgestellt.

enercon-e126-005

Die Nabenhöhe der Anlage beträgt 135 m und der Rotordurchmesser 127 m. Die Nennleistung wird von Enercon mit 6 MW angegeben. Laut einer Pressemeldung des Herstellers wird am Standort des Prototypen (Rysumer Nacken bei Emden, Ostfriesland) ein Energieertrag von etwa 18 GWh/Jahr erwartet, entspricht einer Realleistung von 2 MW. (Achtung: Die Realleistung von WKA beträgt in etwa nur 1/4 bis 1/3 der Nennleistung!)

Ähnlich große Anlagen sind der Multibrid M5000 und eine Anlage von REpower. Ein Offshore-Windpark mit 12 dieser Anlagen ist in Planung. Baukosten für den gesamten Windpark: insgesamt 180 Millionen Euro, also 15 Mio. € pro Anlage. Veranschlagte Lebensdauer: 20 Jahre.

Der derzeit größte Windpark der Welt befindet sich in der Ostsee und ist vor der dänischen Küste gelegen. Die Anlage aus 72 Windenergieanlagen der 2,3-MW-Klasse nimmt ein Gebiet von 24 km² ein, das entspricht ungefähr dem Gemeindegebiet einer deutschen Großgemeinde.

Kommen wir nun zu einer Flächen- und Leistungsbilanz, um abzuschätzen, was notwendig wäre, um Deutschland komplett mit Strom aus Windenergie zu versorgen.

635.774 GWh Strom wurden 2006 in Deutschland erzeugt. In etwa 18 GWh/Jahr liefert die derzeit größte WKA der Welt. D.h. über 35.000 Anlagen dieses Typs wären notwendig, um Deutschland zu 100% mit Strom aus Windkraft zu versorgen. Baukostenpunkt 525 Mrd. €. Natürlich gilt diese Rechnung nur unter der Annahme, dass die eingespeiste Leistung immer den Bedarf deckt. Das ist natürlich nicht der Fall. Aufgrund von Stürmen, Flauten und Bedarfspitzen braut man Zwischenspeicher, die man vorhalten muss, zudem ist die Speicherung mit einem Energieverlust des zuvor erzeugten Stroms verbunden.

Kommen wir zu der Fläche, die man für solch einen Windpark bereitstellen müsste. Natürlich Offshore, denn im Landesinneren bringen die Anlagen nicht ihre volle Leistung. Gleiches gilt, wenn man die Anlagen zu dicht nebeneinander setzt. Der derzeit größte Windpark der Welt umfasst 72 Anlagen mittlerer Größe und nimmt ein Gebiet von 24 km² ein. 35.000 Großanlagen würden somit ein Offshore-Gebiet von in etwa 12.000 km² beanspruchen. Das entspricht in etwa der Fläche von Schleswigholstein. Hinzu kommt die Fläche für Zwischenspeicher, z.B. Stauseen, etc., die man vorhalten müsste.

Fazit: Die notwendige Fläche und geeignete Standorte sind in Deutschland nicht vorhanden. Alleine die Baukosten einer solchen Anlage würden sich auf 525 Mrd. € belaufen. Das entspricht in etwa die Hälfte der jährlichen Staatsausgaben in Deutschland. Hinzu kämen die Betriebskosten und die Kosten für Zwischenspeicher, sowie ein neues Stromnetz. Die Lebensdauer der WKA wird mit nur 20 Jahren veranschlagt.

Noch schlechter sieht es bei den anderen EE aus. Die Wasserkraft steht derzeit in Deutschland an zweiter Stelle bei den EE. 3-4% des Stroms werden über Wasserkraft erzeugt. Hier z.B. das Netz vom Wasserkraftwerksbetreiber E.ON.

Bild_Karte_Standorte_gross
Vergrößerung: Klick

Die Flüsse sind weitgehend ausgebaut, so dass hier keine großen Steigerungsraten zu erwarten sind. Aus diesem Grund weicht man auf das Meer mit Gezeitenkraftwerken aus. Vor der Westküste Englands plant E.ON eines der weltweit größten Gezeitenkraftwerke mit einer Leistung von 8 Megawatt.

vis_ts_funktionsweise

Das entspricht grade einmal der Effektiv-Leistung von 4 Offshore Groß-WKA. Eine Flächen-, Leistungs- und Kostenbilanz erspare ich mir hier.

Kommen wir zur Biomasse und zum Biogas. Diese Energiequellen sind alleine durch die landwirtschaftlichen Flächen sehr beschränkt und nehmen unter den EE mit 3% Anteil an der Gesamtstromproduktion den 3. Platz ein. Ein Ausbau würde bedeuten, dass man landwirtschaftliche Nutzflächen die bisher der Nahrungsmittelerzeugung dienten, der Kraftstofferzeugung zur Verfügung stellen müsste. Die Energiepflanze ist der Mais. Mais hat die Eigenschaft, dass er nur die Menge an Nährstoffen aus den Düngemitteln aufnimmt, die er zum Wachstum benötigt. Überschüsse gelangen somit direkt ins Grundwasser. Zudem sind Monokulturen krankheitsanfällig und erfordern den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Aus diesem Grund ist Energie aus Biomasse auch in die Kritik der Umweltschutzorganisationen geraten. Ebenso problematisch ist die Monokultivierung von schnell wachsenden Bäumen und Waldflächen zu sehen, um das Nutzholz anschließend als Pellets zu verheizen. Der Jahresbedarf einer Familie zum Beheizen eines Hauses, beläuft sich auf rund 6 Tonnen Holzpellets. Deutschland deckt seinen Holzbedarf derzeit nur zur Hälfte aus dem Innland.

Kommen wir nun zu der Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen in Deutschland.

Strom3

Die Grafik und die Steigerungsraten sehen zunächst beeindruckend aus. Im Jahr 2006 wurden rund 2.000 GWh Photovoltaikstrom erzeugt. Die Gesamtstromerzeugung in Deutschland belief sich im Jahr 2006 aber auf 635.774 GWh. D.h. 0,3% der gesamten Stromproduktion Deutschlands stammen aus Solarstrom.

Wie ausbaufähig ist die Sache? Die Solareinstrahlung am Erdboden, über Tag und Nacht und das Jahr gemittelt beläuft sich in Deutschland in etwa auf 90 – 150 Watt/ m² (800 bis 1300 kWh pro Jahr und m² je nach Lage und Standort). Moderne Photovoltaikzellen erreichen in etwa einen Wirkungsgrad von 10 – 15 %. Also nur 10 – 15 % der eingestrahlten Leistung werden in Strom umgesetzt. Somit kommt man in etwa auf eine Ausbeute von 100 kWh (= 0,0001 GWh) pro Jahr und m². Das bedeutet, es wäre eine Photovoltaikanlage mit 180.000 m² Grundfläche notwendig, um die Jahresausbeute einer Groß-WKA zu erzielen. In etwa 110 Groß-WKA produzieren soviel Strom, wie in Deutschland derzeit an Photovoltaikstrom produziert wird. Eine Photovoltaikanlage von 6.358 km² Grundfläche wäre notwendig um den Strombedarf von Deutschland zu decken. Das entspricht in etwa der Hälfte der Fläche von Schleswigholstein, die man mit Solarzellen komplett zupflastern müsste. Die Lebensdauer von Solarzellen wird ebenfalls mit nur 20 Jahren veranschlagt und es gibt die gleichen Platz-, Einspeisungs-, Speicher-, Kostenprobleme, etc. wie bei WKA.

Zuletzt werfen wir einen Blick auf das Schlusslicht der EE, die Geothermie. Zum Überblick zunächst eine geothermische Karte Deutschlands mit dem Temperaturverlauf in 2000 m Tiefe.

Geothermie-2000m

Man sieht, dass man in Deutschland sehr tief bohren muss, um eine Temperatur von über 100°C zu erreichen. Man benötigt aber Temperaturen, die weit über 100°C liegen, um mit dem in den Untergrund eingepumpten, erhitzen und wieder geförderten Wasser Turbinen anzutreiben. Eine aufwendige Technik z.B. mit Ammoniak (NH3) als geschlossen zirkulierendes Wärmeträgermedium ist bei geringeren Temperaturen erforderlich, um die Wärme aus den Untergrund nutzen zu können. Auch nur wenige Standorte in Deutschland sind zum Bau eines geothermischen Stromkraftwerkes geeignet. U.a. der obere Rheingraben und Süddeutschland.

Ein Standort, wo ein solches Projekt grade realisiert wurde ist Unterhaching:

Spiegel-Online vom 17.09.2007: „Noch im September soll eine Anlage in Unterhaching den ersten ökologisch erzeugten Strom aus Erdwärme liefern. Die maximale Leistung liegt bei 38 Megawatt, davon können bis zu 3,4 Megawatt zur Stromproduktion genutzt werden – der Rest für Fernwärme. Aus 3577 Metern Tiefe kommt das Thermalwasser nach oben. Rund 50 Millionen Euro haben die Betreiber investiert. Zwei Mal hatten Ingenieure in Unterhaching gebohrt, 2004 und 2007, beide Male mit Erfolg. Mit bis zu 150 Litern pro Sekunde sprudelte bis zu 126 Grad heißes Wasser aus dem Erdinnern… Mit Wasserdampf können die Turbinen eines Geothermie-Kraftwerks freilich nicht betrieben werden, dazu ist die Temperatur des Thermalwassers zu niedrig. Statt des Wassers kommen Flüssigkeiten zum Einsatz, die bereits bei niedrigeren Temperaturen sieden – in Unterhaching ist das Ammoniak.“

In Basel wurde vor einem Jahr ein solches Projekt eingestellt, da es durch das Einpumpen von Wasser zu Beben der Magnitude 3 kam. Auch zur Versorgung des Bremerhavener Alfred Wegener Institut (AWI) war eine solche Anlage geplant. Die Bauarbeiten wurden aber inzwischen eingestellt und das Projekt stillgelegt. Weitere Projekte wurden stillgelegt, gestoppt, eingestellt. Siehe hier.

Geplant wird noch an einer Anlage zur Versorgung des Geozentrums Hannover (Projekt GeneSys, was sich stetig hinschleppt). Auch im Elsass (Soultz) forscht man schon seit über 20 Jahren mit bescheidenen Erfolg. Im aktuellen Zustand ist die Produktion von 1,5 MW elektrischer Energie durch die Zirkulation mit Fließraten von 30-40 l/s möglich. Derzeit (Stand 2006) werden jährlich 0,4 GWh Strom in Deutschland mit der Geothermie erzeugt. Das sind 0,000006 % der Gesamtstromproduktion in Deutschland.

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Written by admin

Montag, 3 März, 2008 um 18:04

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

17 Antworten

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  1. Herzlichen Dank für diese kleine aber umfassende Übersicht; dazu fällt mir ein:

    Die Alliierten wollten nach der „Befreiung“, den „Morgenthau-Plan“ durchziehen; haben ihn aber eingestellt! Jetzt wird von „demokratisch“ gewählten Volksvertretern, einvernehmlich mit (offensichtlich) gleichgeschalteten Medien, so lange das Volk verblödet, bis der tumbe Mob diese Entvölkerung aus „freien“ Stücken selbst bewerkstelligt.

    Daß die Massenverdummung ganz bewußt von „oben“ ausgeht, geht aus dieser Agenturmeldung vom 01.03.2008 hervor:

    NRW senkt Niveau des Abiturwissens

    „Denk‘ ich an Deutschland in der Nacht…“

    mfg

    Zyniker

    Dienstag, 4 März, 2008 at 00:10

  2. Dazu könnte man viel schreiben.

    Würde ich an der Klimakatastrophe glauben, wären die Rettungsversuche für mich wie, als würde einige mit einem Heftpflasterchen für Kinder mit Comicfiguren einer tiefen und breiten Schnittwunde draufkleben, um eine Blutung des Halsschlagader zu stoppen. Reif für die Klapsmühle wäre ich dann, wenn die mir noch erzählen würden, dass das was bringe. Es ist ja wirklich enttäuschend, welch ein Know-how die Leute für ihr großes Welterrettungsziel darbieten. Es ist natürlich richtig, dass die wenige Energiemächten Konkurrenz benötigen. Aber bitte doch Konkurrenz, die man auch ernsthaft als Alternative bewerten kann.

    Ich sag’s ja, ein Art Klimaschutz-Big-Brother muss her, die mindestens 5 Jahre dauern soll. Mehr brauch ich nicht. Nur, ob die beteiligten Personen so lange so leben können, steht auf einem anderen Blatt.

    Peper

    Dienstag, 4 März, 2008 at 00:17

  3. Vielen Dank für diese sehr gute Übersicht.

    Ich habe bei der Diskussion um EE und vor allem um Windkraft schon mehrfach einen Aspekt gehört, der mich näher interessiert.

    Zur Sicherstellung der Netzleistung muss die über Windkraft eingespeisste Energie wegen der unberechenbaren Schwankungen noch zusätzlich von (meist) konventionellen Kraftwerken vorgehalten werden.

    Konkret soll dies bedeuten, dass konventionelle Kraftwerke bei einsetztendem Wind und damit einsetzender Stromproduktion aus Windkraftanlagen abgeschltet oder gedrosselt werden müssen. Die Energie des Dampfes, welcher dazu abgeblasen wird, ginge dadurch natürlich verloren.

    Außerdem müssten konventionelle Kraftwerke permanent Dampf vorhalten, um bei weniger Wind sofort einspringen zu können, was sich ebenfalls negativ auf die Energibilanz auswirken würde.

    Gibt es verlässliche Studien, welche sich mit einer solchen Gesamtbilanz befassen?

    Beste Grüße!

    Rainer

    Mittwoch, 5 März, 2008 at 15:52

  4. @Müller: 6,4 Bil €… Hm, das übersetzen wir einfach ins engliche, dann haben wir schon mal 99,9% gespart ;)

    @Rainer: Im Forum auf Ökologismus.de gibts einiges zu Schattenkraftwerken!

    Direkt hier: http://www.oekologismus.de/forum/viewtopic.php?f=17&t=54

    Auch interessant:
    http://www.oekologismus.de/forum/viewtopic.php?f=17&t=164
    http://www.oekologismus.de/forum/viewtopic.php?f=17&t=45

    Gruß
    Rainhelt

    Rainhelt

    Donnerstag, 15 Mai, 2008 at 19:42

  5. Möglichweise setzt die Regierung auf eine ganz andere Methode, nämlich die Reduzierung von Bevölkerung und Industrie, damit lassen sich die Ziele der Bundesregierung locker erreichen. Bei der bekannten Geburtenrate lässt sich das gut ausrechnen.

    ck42

    Freitag, 16 Mai, 2008 at 07:13

  6. @Ck42

    Das mit der Geburtenrate klappt nicht schnell genug. Aber die Vertreibung der Industrie könnte termingerecht funktionieren. Die machen dann vermutlich woanders mehr Dreck weil die Auflagen nicht so streng sind, aber wir haben wenigstens unser Ziel erreicht. Allein diese Aussicht sollte uns doch geradezu mit Glückshormonen überschütten :)

    MEstermeier

    Samstag, 17 Mai, 2008 at 00:47

  7. Wie auch immer, Nachts scheint keine Sonne, Windstille gibt es öfter mal, von irgendwas muß Grundlast herkommen – gute und sinnvolle Speicher sind Mangelware………
    Vision-Report ist ein guter Titel, für Insellösungen oder zur Unterstützung vielleicht mal geeignet, mehr nicht.

    krishnag

    Samstag, 17 Mai, 2008 at 14:59

  8. @Energie-Ossi

    „Also was macht der böse Konzern, er betreibt Kraftwerke, teure Gasturbinen, baut neue Netze nur um Dir Deinen Strom liefern zu können.“

    Dazu habe ich grade diesen Beitrag zur Windenergie eingestellt:

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/05/18/die-5-lugen-der-windenergie/

    Müller

    Sonntag, 18 Mai, 2008 at 10:48

  9. Zitat Müller: „Solarlobby und Windlobby gegen die EVU Lobby“
    Falsch. Die EVU-Lobby ist längst auf den EE-Zug aufgesprungen. Natürlich wissen die um die Bilanzen und Kosten. Aber die zahlen ja wir. Wieso also dagegen sein? 2 Beispiele:

    http://www.vattenfall.de/www/vf/vf_de/225583xberx/228227umwel/228617neuex/228647erneu/228677windk/index.jsp
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Unternehmen-RWE-Energiemarkt;art129,2424431

    Der EE-Zug rast unaufhaltsam auf das Streckenende zu, wir sitzen drin, und als Rettung verkauft man uns neues Kantinenpersonal.

    Der Energiekonzern RWE hat große Pläne und will milliardenschwer in den Markt erneuerbarer Energien einsteigen. Verbraucher müssen mit „dramatischen Energiepreissteigerungen“ in den nächsten Jahren rechnen, warnte der zukünftige Chef.
    MfG

    Wetterfrosch

    Sonntag, 18 Mai, 2008 at 12:18

  10. sorry, meinte „Zitat Energie-Ossi“….

    Wetterfrosch

    Sonntag, 18 Mai, 2008 at 12:20

  11. #Wetterfrosch
    Hast natürlich recht, die Konzerne wären ja blöd, nicht auf den fahrenden EE-Zug aufzuspringen. Staatlich gefördert noch mehr Gewinne einzufahren, lässt sich doch niemand entgehen. Ausserdem kann man mit diesen Blödsinn auch schön sein Image aufbessern.
    Solange wir das alles fein mitbezahlen, juckt das doch niemanden.
    Wie kann es sein, das eine Partei mit gerade mal 5-10 % Anteil an der Regierung ein ganzen Land an die Wand fahren kann????
    Inzwischen krieg ich H….kreuze in den Augen, wenn ich nur das Wort „Grün“ hören oder lesen muß.
    Alle Mitläufer haben leider die Schule zu früh abgebrochen, sonst gäbe es in Deutschland nicht so gewaltige Rechenschwächen.
    Ich habe fertig

    Energie-Ossi

    Sonntag, 18 Mai, 2008 at 17:56

  12. Ob Sommer oder nicht, es geht ums Licht.
    Licht ist Energie.
    Da fängt ja schon der ganze Unsinn in diesem Propagandablog an.

    Der Wert der Verschmutzungsrechte (neudeutsch / Euphemismus: Emissionsrechte) ist zu den Strompreisen hinzu addiert, von den Stromkonzernen. OBWOHL die Stromkonzerne dafür nicht zahlten.

    So funktioniert das.

    Also ist der Strompreis durchschnittlich um 4 – 500 Millionen EUR HÖHER als die FÖRDERUNG Erneuerbarer Energien.

    Jedes Atomkraftwerk hat seinen eigenen Produktionspreis. Strom wird so teuer wie möglich verkauft. Wer seinen Strom am höchsten an der Börse verkaufen kann, an dem orientiert man sich.
    Resultat: E.ONs Überschuss 2007: 7 Mrd EURO. 1,6 Mrd. mehr als 2006.

    Die Stromkonzerne dürfen also bis zu 8 Milliarden EUR verdienen – was WIR bezahlen.
    Dazu noch die bisherigen Subventionen von über 30 Mrd. EUR für die Atomwirtschaft.

    E.ON – 12,000,000,000 EUR
    RWE – 8,000,000,000 EUR
    (Quelle: http://www.handelsblatt.com/)

    So kann sich RWE den Bau eines neuen Kohlekraftwerks leisten.
    45 neue sind für Deutschland geplant. Immerhin billiger als Atomkraftwerke.

    Atomstrom wird benutzt um Strompreise niedrig zu halten?
    Wie das?
    Jeder Konzern, der Atomkraftwerke betreibt, muss Gelder zurückhalten (Versicherung). In anderen Ländern heißt das „layback fonds“.
    Aber in Deutschland bleibt dieses Geld in (!) den Konzernen.
    Das ist eine billige Geldquelle für die Konzerne.
    Geht der Konzern pleite, zahlen wir für das was sie hinterlassen und das ist viel Zeug, schaut man sich mal einen Reaktor an.

    Übrigens:
    Atomkraftwerke und Atombomben sind Siamesische Zwillinge.

    Die IAEO ist weder wissenschaftlich noch ethisch, verkauft einzig allein die Ideologie vom friedlichen Atom, kann aber kein einziges Land daran hindern, ein Atomprogramm evtl. nicht friedlicher Absicht aufzustellen (Nordkorea Neubeginn, Iran macht weiter wie gehabt).

    1 Tonne Uran verursacht 2000 Tonnen radioaktiven Abraum.
    Was ist damit? Wo wird er verwahrt?
    Wer entschädigt eigentlich die Arbeiter in Uranminen?
    Ist der Abbau von Uran klimafreundlich?
    Oder die Einleitung von Tritium oder Cäsium 137 in Trinkwasser?

    Was ist mit dem mehrmaligen Austritt von Uran in Trinkwasser aus der französischen Atomanlage Tricastin im Jahre 2008?

    Der Wirkungsgrad von WEA liegt bei über 50 %
    Der vom Atomkraft bei etwas über 30 %
    Atomkraft ist eine zentralisierte Form der Energie,
    Windkraft nicht. Es kommt hier auf die Fläche an.
    Der zentralisierten Form gehört die Vergangenheit.

    E.ON musste 50 % weniger Strom aus Atomkraftwerken im Jahre 2006 liefern, weil die Flüsse (Weser) zu warm waren – Kühlwasser für Atomkraftwerke.

    Kann die Hülle eines Atomreaktors ein Flugzeug vom 11.9.2001 aushalten?
    Nein.
    Kann man da von einem Restrisiko sprechen?

    In 60 Jahren ist Schluss mit Uran.
    Die schnelle Brüter Technologie wurde verworfen, weil
    zu teuer und zu gefährlich.

    Die Zukunft:
    Wer zahlt den Abriss der Reaktoren (teurer als der Bau).
    Und wer die Verwahrung des entstehenden Mülls?

    Diese Frage stellt sich den weißhaarigen Physikern,
    Lobbyisten und Poltikern nicht, jedoch den Kindern
    und ihren Kindern.

    Oder werden unsere Reaktoren zu Endlagern umfunktioniert,
    mit überfüllten Abklingbecken wie in den USA?

    Ist eigentlich auch nur ein einziger Reaktor ausreichend versichert?
    Z.B. gegen einen GAU?
    Nein, nicht versicherbar. Die Summen sind zu hoch:
    Immerhin beträgt dies grob 2 bis 5 Billionen EUR.

    Diese Last tragen wir. Das Risiko wird an den
    Steuerzahler weitergegeben.

    Die Betreiber müssen hierfür lediglich 2,5 Mrd. EUR
    zurückhalten. Doch erst vorletztes Jahr musste die EU
    allein für Tschernobyl über 300 Millionen EUR springen lassen:
    http://tekknorg.wordpress.com/2007/08/07/368000000-euros-for-chernobyl-august-7th-2007/

    Wer zahlt den Bau des finnischen Reaktors?
    Die Bayrische Bank – mit 2 Mrd. EUR
    Eine gute Idee in Zeiten von Bad Credits und Kapitalschwund?

    Armortisiert sich ein Atomreaktor jemals?
    Nein.
    Der Produktionspreis von Atomstrom reflektiert weder Risiko noch Kosten.
    Atomkraftwerke in Deutschland können als abgeschrieben gewertet werden.
    Ihre hohen Kosten für ihre Konstruktion bestand nämlich aus Subventionen. Die schon wieder eingefahren wurden.
    Also sind Atomkraftwerke Geld Druckmaschinen.
    Aber nicht für uns (vielleicht für den Betreiber dieses Blogs).
    Aber nicht für das deutsche Volk.

    Wer kennt die international wissenschaftlich anerkannte KiKK Studie, des Bundesamtes für Strahlenschutz – mit der sich gerade das Umweltbundesamt beschäftigt?
    Diese Studie belegt eindeutig die signifikante Häufung von Kinderkrebs im Umkreis von 5 km um deutsche Atomkraftwerke:
    http://tekknorg.wordpress.com/2007/12/17/german-kikk-study-higher-cancer-risc-next-to-atomic-power-plants-unofficial-belarussian-children-cancer-data/

    10 Atomunfälle in der EU im Jahre 2008: Radioaktives Jod 131 – freigesetzt in Fleurus / Belgien. Die Behörden warten erst eine Woche später. Nur ein Beispiel.
    Nicht vergessen: 30 Kubimeter Uranlösung – ausgetreten aus der EdF / Areva Atomanlage, 2008.

    Die EU fördert den Neubeginn des Schrottreaktors Kosloduj der laut IAEO nicht mal über einen getrennten Notkühlkreislauf verfügte – siehe News n-tv.de vom Januar 2009.

    Die Atomlobby setzt sich mit Laufzeitverlängerung und Atomkraftwerks-Ausbau die Pistole selbst an die Schläfe und sorgt für die Akzeptanz von Erneuerbaren Energien: Denn je mehr Uran gebraucht wird, für die Reaktoren, desto weniger Uran gibt es.

    Und somit nimmt die Zahl der Jahre ab, ebenso die der Ewiggestrigen:

    Margareta Wolf – macht Werbung
    Wolfgang Clement – RWE
    Walter Hohlefelder – E.ON
    Gerhard Hennenhöfer – E.ON
    Wolfgang Dirschauer – Vattenfall (big loser 2007)
    Rezzo Schlauch – EnBW
    Willi Steul – EnBW
    Laurenz Mayer – RWE / CDU
    Ulrike Flach – FDP / Siemens

    Gruß,

    T.

    Tekknorg

    Sonntag, 15 Februar, 2009 at 21:55

  13. @E-Ossi

    Kann ich nicht bestätigen. Warum Tekknorg das so macht? Vielleicht kann er selbst was dazu sagen?

    Müller

    Montag, 16 Februar, 2009 at 18:25

  14. Die Informationen auf der Seite sind gut ich hoffe auch wahrheitsgemäs denn ich halte eine Projektprüfung darüber

    thx

    Schüler

    Dienstag, 31 März, 2009 at 08:47

  15. Lieber Schüler

    Der Wahrheitsgehalt dieser Seite lässt sich anhand von offiziellen Verlautbarungen von BUM, Statistischen Bundesamt und anderen staatlichen Veröffentlichungen leicht überprüfen.
    Desweiteren hilft da noch ein Taschenrechner, etwas gesunder Menschenverstand, erworbenes Wissen in Physik, Chemie, Geographie und Mathematik aus, um diverse Aussagen des Autors zu prüfen.
    Wenn es alleine nur anregt den eigenen Verstand in Gang zu setzen, ist der Erfolg dieser Seite schon garantiert.

    @Müller
    Ich habe lange nicht mehr vorbeigeschaut, hat sich etwas geändert Dein Auftritt hier (zum positiven) deshalb passe ich auch meine Kommentare und Nick Namen dem gestiegenen Niveau hier an, also bitte jetzt nicht wundern.

    PS. A bisserl vermiss ich den Kummerkasten, da konnte man immer so herrlich drüber ablachen.

    Heinz Eng

    Donnerstag, 2 April, 2009 at 08:11

  16. @Heinz Eng

    Danke.

    Müller

    Samstag, 4 April, 2009 at 15:53

  17. @Tekknorg recht hat er!

    und es gibt alternativen zu Kohle und Co.

    Wasserstoff. Jaja ich weiß, Wasserstoffgewinnung ist nur mit 57% bei Elektolyse unrentabel (bla, verlust) ABER auch da gibt es Fortschritte. siehe

    http://www.eetimes.com/showArticle.jhtml?articleID=209900956&cid=NL_eet

    dieser Artikel beschriebt, dass das MIT es geschafft hat einen Katalysator zu entwickeln, der die Elektrolyse bis auf Mögliche 100% bringt.

    Und ich hör schon… aber die Lagerung ist nicht gesichert, kostet zuviel Geld und wenn der Tank explodiert usw. usf. ich sag alles Schwachfug!
    Und oh wie kann das sein, auch hier werden Fortschritte gemacht, siehe

    http://www.tlb.de/uploads/tx_mmtecdocs/Kurzinfo_Wasserstoffspeicher_04.pdf

    aber dann würde ja die Atomlobby an glaubwürdigkeit verlieren wenn man diese Technologien kombiniert….

    geht ja gar nicht, nach dem Motto „Atomstrom JETZT, nach mir die Sinnflut!“

    All diese Informationen hab ich in 2min google recherche rausbekommen und da will mir noch jemand erzählen die Energiewirschaft blockiert die Entwicklung nicht? Die Energiekonzerne sind die Raubritter der Neuzeit mit der Legitimation der Regierung! achja unseren gewählten Vertretern…

    Referendar

    Montag, 1 März, 2010 at 21:07


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