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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Politikstudent & Abiturient goes Klimawissenschaften: Die Hatz gegen Klimaskeptiker

with 21 comments

 

Folgendes Projekt haben ein Politikstudent und ein Abiturient mit diesen Worten ins Leben gerufen:

„Wikiversity-Projekt “Klimaskepsis”

In den letzten Tagen habe ich an einem neuen Projekt in der Online-Lernplattform Wikiversity gearbeitet. Das Projekt Klimaskepsis soll im Laufe der nächsten Monate zu einer Sammlung wissenschaftlich fundierter Widerlegungen bekannt gewordener Argumente von KlimaskeptikerInnen werden. Kein leichtes Unterfangen, aber was es auf Englisch schon seit Jahren gibt ist auf Deutsch einfach überfällig (lies: Die FAQ des Umweltbundesamtes reicht mir nicht). Und die Wikiversity, das jüngste Schwesterprojekt der Wikipedia, bietet genau den richtigen Rahmen hierfür…

Frohes Lesen! Und frohes Ausbessern! Und frohes Ergänzen! Denkt dran: It’s a wiki. Ich mach das nicht alles alleine, Leute… Da fällt mir ein: Habe ich erwähnt dass ich in der Wikiversity Adminrechte genieße? Vor Vandalismus bitte ich deshalb vorsorglich abzusehen.

  • Zunächst wird sich des Kritiker-Argumentes: „Es ist Sonne!“ angenommen.

Mit der abschließenden Bewertung:

„Spätestens seit den 1970er Jahren weist die Sonnenaktivität keinen erkennbaren Trend auf. Für die Erderwärmung kann sie deshalb nicht verantwortlich sein.“

Dazu möchte ich auf diese Veröffentlichung von Scafetta und West, welche im November 2007 im renomierten JOURNAL OF GEOPHYSICAL RESEARCH erschienen ist hinweisen:

Phenomenological reconstructions of the solar signature in the Northern Hemisphere surface temperature records since 1600.

 

Fazit der Autoren Scafetta und West: Die Sonne ist mit bis zu 69% an der Erwärmung zwischen 1900-2005 beteiligt und mit bis zu 42% an der Erwärmung seit 1950!

Auch die Astrophysikerin Dr. Sallie Baliunas kommt zu den Schluss, dass die globale Erwärmung besser mit der Sonnenaktivität übereinstimmt, als mit dem steigenden CO2-Gehalt der Atmosphäre. Siehe hier.

  • Als nächstes wird sich von dem Abiturienten unter dem Beitrag: „Kuriose Argumente von Klimaskeptikern II“ einer Stellungnahme des Diplomchemikers Dr. rer. nat. Gerhard Stehlik (Urheber Dipl.-Phys. J. Ebel) angenommen.

Folgende Kritik wird dabei vorgebracht:

Die Erdtemperatur wird in der Stellungnahme gemäß dem Stefan-Boltzmann-Gesetz zunächst wie folgt berechnet:

Temperatur = [Ausstrahlungsleistung der Erde pro Quadratmeter / (Emissionsgrad * Stefan-Boltzmann-Konstante)]^(1/4)

1) T = [239 / (1 * 5,67^-8)]^(1/4) = 255 K = – 18 °C

Diese Temperatur entspricht genau der eines idealen schwarzen Körpers, welcher die zuvor absorbierte Sonnenenergie mit einem Emissionsgrad von 1 wieder abstrahlt. Als dieser wird die Erde laut der gängigen Treibhaustheorie näherungsweise betrachtet. Der Emissionsgrad ist ein Maß für die Fähigkeit von Materialien, infrarote Energie zu absorbieren oder abzustrahlen. Der Wert kann zwischen 0 und 1,0 liegen. So hat z.B. ein Spiegel einen Emissionsgrad von 0,1. Dagegen hat der so genannte „Schwarze Strahler“ einen Emissionsgrad von 1,0.

2) Weiter wird Herr Stehlik wie folgt zitiert: Die Erde habe gar nicht ein Emissionsvermögen von knapp 1 (In der Natur gibt es keine schwarzen Strahler), sondern eher eines von 0,62.

Somit erhält man

T = [239 / (0,62 * 5,67^-8)]^(1/4) = 287 K = 14 °C

also nahezu exakt die heutige Globaltemperatur und das ohne jeglichen Treibhauseffekt.

Der Autor (Abiturient) des Skeptikerbeitrages sucht nun Werte für den Emissionsgrad von Wasser heraus. An diesen Wert hatte sich Herr Stehlik (bzw. der Urheber Herr Ebel) in seiner Berechnung orientiert. Der Abiturient stellt fest, dass Herr Stehlik offensichtlich einen falschen Wert aus einer fehlerhaften Tabelle entnommen hat. Also sind die Berechnungen vermutlich nicht korrekt, so sein vermeintliches Urteil! Er will der Sache weiter nachgehen.

Zitat des Abiturienten: „Dazu sollten man zunächst das Emissionsvermögen von Wasser herausfinden. Immerhin 70% der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Bei der MODIS UCSB Emissivity Library bin ich fündig geworden: „Water, ice, and snow generally have a high emissivity, 0.94 to 0.99, across the thermal infrared region.”

Im langwelligem Bereich (und in diesem Bereich strahlt die Erde ab) hat Wasser also ein ziemlich hohes Emissionsvermögen von etwa 0,96-0,99. Nannte Stehlik nicht 0,67 für Wasser? Wie kommt er denn darauf? Auf seiner Internetseite verweist er auf eine Broschüre in der tatsächlich ein Emissionsfaktor von 0,67 für Wasser bei 40°C genannt wird. Wie diese Zahl zustande kommt, kann ich nicht sagen. Ich habe deshalb eine E-Mail an der Ersteller der Broschüre geschickt und werde hier berichten, sobald ich eine Antwort erhalte. Jedenfalls nennen alle andere Quellen, die ich auftreiben konnte, ein Emissionsvermögen von Wasser deutlich über 0,9. So nennt diese Arbeit für von Wind aufgeraute Meere ein Emissionvermögen von 0,97 bis 0,98. Und auch dieser Tabelle können 0,96 bis 0,98 entnommen werden.

Die Skeptiker scheinen sich übrigens noch nicht so ganz einig zu sein, weshalb der Treibhauseffekt nun nicht existiert…

Soweit sogut. Die Suche des Abiturienten war anscheinend erfolgreich, oder doch nicht? Richtig ist, der Emissionsgrad von Wasser bei Abstrahlung in einem Halbraum beträgt, den einschlägigen Tabellen nach, zwischen 0,93-0,98. Aber: Der Emissionsgrad von Wasser bei senkrechter Abstrahlung beträgt genau 0,67, also exakt der Wert, den Herr Stehlik (bzw. der Urheber Herr Ebel) in seinen Berechnungen angesetzt hat. U.a. nachzulesen in Berber/Kacher/Langer Physik-Formeln-Tabellen B.G. Teubner Stuttgart 1986. Dieses Buch habe ich noch aus meiner Schulzeit. Weiterhin ist der Emissionsgrad von Sand und Gestein weitaus geringer, als der von Wasser, somit ist die Erde nicht als „Schwarzer Körper“, sondern folgerichtig als „Grauer Körper“, mit geringerer Ausstrahlungsleistung zu betrachten.

Fazit: Auf besonders unschöne Art und Weise wird versucht die Klimakritiker in ein schlechtes Licht zu stellen.

Bedenklich finde ich zudem folgende Aussagen des Abiturienten und Politikstudenten:

„IqRS, bleibt lieber anonym und schreibt unter anderem bei Wikipedia.“

Weiter der Politikstudent:

„Vor allem aber schreibe ich regelmäßig bei Wikipedia zum Thema Klimawandel. Artikel wie Globale Erwärmung oder Folgen der globalen Erwärmung stammen zu nicht unwesentlichen Teilen aus meiner Feder. Im Sommer 2007 schreibe ich außerdem eine Masterarbeit zur globalen Umweltgerechtigkeit oder Umweltethik und der globalen Erwärmung.“

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Written by admin

Sonntag, 17 Februar, 2008 um 16:09

Veröffentlicht in Klimawandel

21 Antworten

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  1. Wir haben in der Schule noch was richtiges gelernt, das auch richtig anzuwenden gewußt, und haben darüber hinaus gelernt, mit Quellen richtig zu arbeiten. Diese Art von Fälschung, wie es offensichtlich hier vorliegt ist aber eher politisch zu bewerten. Es ist schade, da das im Anfang gute Wikipedia immer mehr politisch genutzt, ge- und verfälscht wird.

    krishnag

    Sonntag, 17 Februar, 2008 at 20:05

  2. Hallo Leute
    Da haben wir sie wieder, die Politzwerge samt Anhang. Find ich überaus interessant, das der Politstudent sich dermaßen mit dem Klima auskennt, hat der bei seinen Studium zu viel Zeit???
    Oder liegt es eher an seinen Verbindungen mit einen echten Klimaforscher der uns allen bekannt sein dürfte?
    Ist der Politstudent der verlängerte Arm der Klimaforscher, soll er uns suggerieren, es gibt wirklich das globale Gewächshaus??
    Er protzt ja sogar damit, das er die Admin-Rechte bei Wiki hat und diese auch gegen seine Gegner brutalst möglich anwendet?
    Ist das der Politstudent, der wahrscheinlich unter mehreren Nick-Namen seine Gegner verbal zu vernichten droht.
    Wer es nicht glaubt, einfach mal die Diskussionen bei Klimawandelthemen im Wiki reinziehen.
    Diese Wiki-Beiträge zeigen auch eindeutig die Schwächen der Wikipedia, einzelne Aktivisten können Wissen einseitig manipulieren, andere Beiträge werden als Sabotage einfach gelöscht und kritische Teilnehmer gesperrt.
    Ich glaub, ich werd mir mal den Wiki-Scanner besorgen und zielgerichtet die Änderungen in diesen Artikeln näher ansehen.
    Ich sehe es nicht ein, wenn der IPCC von einer Wahrscheinlichkeit von 90% ausgeht, das das böse CO2 Schuld am Klimawandel ist, und im Wiki ein Politstudent die Sache als zu 100% bestätigt ansieht.
    Ich nehme an, er kann Referenzen nachweisen, die Ihm befähigen, über den Klimawandel zu schreiben, oder gewisse Veröffentlichungen in einschlägigen wissenschaftlichen Publikationen.
    Wenn nicht, bleibt er für mich ein politisch motivierter Agitator, der die Wiki für seine Zwecke missbraucht. Wenn ich schon diese Vokabeln höre
    „Umweltgerechtigkeit oder Umweltethik“ könnte mir schlecht werden, die Umwelt als natürlicher Person, die mit Ethik zu behandeln ist, Gerechtigkeit der Verschmutzungsrechte, blah, blah, blah.
    Ach was ist der Rasen schön grün.

    @Müller
    Genau das hat mich auch am Treibhaus gestört, der äusserst hohe Emisionsgrad im IR Bereich. Mit diesen Wert steht oder fällt diese irrsinnige Theorie des AGW. Die tun so, als ob es keine Konvektion gibt, als ob es keine Verdunstung gibt, als ob es kein Speichervermögen von Wärme gibt. Die sehen die Erde als fast perfekten schwarzen Strahler an und berechnen damit ihre Milchmädchenrechnung.

    Kleiner Denkanstoß für Märchen-CO2 Rechner der Pro Seite:
    Nach der Entstehung der Erde bestand die Atmosphäre aus Wasserdampf, Co 2 (ca. 20%)und noch ein paar anderen Gasen. Warum konnte die Erde trotzdem soweit abkühlen, das der Wasserdampf kondensieren konnte???
    Nach deren bescheuerten Theorie hätte das auf keinen Fall passieren dürfen, die Erde müsste auch jetzt noch ein dampfende Gluthölle sein.
    Selbst wenn die Sonne noch nicht diese Leuchtkraft hatte wie heute, nach eurer Meinung spielt die Sonne ja eh keine Rolle.-:(
    Wenn ich zu Hause die Heizung abdrehe wirds ja auch nicht kälter, hab ja eine große CO2 Konzentration in der Wohnung. Da reicht ja die gewaltige Gegenstrahlung aus, ich frag mich sowieso, warum überhaupt noch geheizt wird, ist doch laut Treibhaustheorie völliger Unfug.
    MfG

    Energie-Ossi

    Montag, 18 Februar, 2008 at 13:33

  3. Die sind echt der Hammer. Die Sonne spielt keine Rolle und wie Niels schon anmerkte, schmilzt das Packeis wegen THE weit unter dem Gefrierpunkt.
    Oder jetzt in diesem Block, wieso redet Müller über das Wetter, wenn wir doch das Thema Klima behandeln…

    Herr lass…

    Peper

    Montag, 18 Februar, 2008 at 23:30

  4. Bevor ich was zur Physik der ganzen Sache sagen, noch eine Frage: Ist das jetzt eigentlich der fuer dich/euch entscheidende Punkt, bei dem du meinst, die Strahlungsmodelle seien falsch? Es ist uebrigens, glaube ich, ganz richtig, waere das Emissionsvermoegen von Wasser irgendwas um 0.6 und die Erde eben grau in diesem Ausmass, dann gaebe es ueberhaupt keinen Treibhauseffekt. Nochmal also: das ist es jetzt?

    Georg Hoffmann

    Dienstag, 19 Februar, 2008 at 10:23

  5. Wie wäre es einfach mit einem praktischen Beweis? Schwierig?

    Peper

    Dienstag, 19 Februar, 2008 at 10:46

  6. Lieber Herr Hoffmann. Betrachten Sie es einfach als Gegendarstellung. Es ist ein Punkt, von vielen. Ob der Emissionsgrad der Erde mit 0,6 oder 0,9 anzusetzen ist, sei dahin gestellt. Im jeden Fall ist er nicht = 1.

    Müller

    Dienstag, 19 Februar, 2008 at 10:52

  7. Ein Punkt unter vielen bedeutet also „Ok, den PUnkt habe ich nicht so richtig verstanden, vielleicht ist er ja von irgendeiner Relevanz. Wenn’s nicht stimmt (was ich wie immer nicht entscheiden kann und mich auch nicht traue irgend eine klare physikalische Hypothese zu vertreten), dann komm halt irgendwas anderes (in der Vermutung, dass die paar tausend Klimaforscher dann eben nicht nur eine Sache voellig falsch ausrechnen, sondern gleich ein paar dutzend). Nu ja.
    Bevor ich also das Ganze erklaere, interessiert mich aber doch, was diese gerichtete Emissivitaet ist, die du da gefunden hast. Kannst du das mal erklaeren. Ein Stoff hat eine gemessene wellenlaengenabhaengige Emissivitaet und eine bei „senkrechter Abstrahlung“. Was ist das?
    „Es ist ein Punkt, von vielen. Ob der Emissionsgrad der Erde mit 0,6 oder 0,9 anzusetzen ist, sei dahin gestellt“
    Das ist wohl ein Witz? Das ist der Unterschied ums Ganze. Wie kann man das „dahin gestellt sein“ lassen?

    Georg Hoffmann

    Dienstag, 19 Februar, 2008 at 11:03

  8. Lieber Herr Hoffmann,

    Sie verteidigen die Darstellung eines Politikstudenten und Abiturienten (IqRS)?

    Sehen Sie meinen Beitrag als konstruktive Kritik an, die zum Nachdenken anregen soll:)

    Sie fragen:

    „Bevor ich also das Ganze erklaere, interessiert mich aber doch, was diese gerichtete Emissivitaet ist, die du da gefunden hast. Kannst du das mal erklaeren. Ein Stoff hat eine gemessene wellenlaengenabhaengige Emissivitaet und eine bei “senkrechter Abstrahlung”. Was ist das?“

    Nun z.B. in Berber/Kacher/Langer Physik-Formeln-Tabellen B.G. Teubner Stuttgart 1986 finden sich unter Emissionsgrad (Gesamtstrahlung) von Oberflächen bei der Temperatur T zwei Spalten. Eine für senkrechte Abstrahlung und eine für die Abstrahlung in den Halbraum. Für Wasser ist ein Wert von 0,67 bei senkrechter Abstrahlung verzeichnet, ein Wert für die Abstrahlung in den Halbraum fehlt. Selber Wert von 0,67 für Wasser, ohne weitere Angabe, findet sich in anderen Tabellen.

    In Wikipedia findet sich hingegen diese Tabelle:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Emissionsgrad#Tabellen

    Wie diese unterschiedlichen Werte zu Stande kommen und wie sie Verwendung finden, können Sie mir sicherlich erklären?

    Wie würden Sie den Emissionsgrad der Erde ansetzen?

    Mit Sicherheit haben wir keinen Wert von 1, also keinen „Schwarzen Körper“. Als dieser wird die Erde aber bzgl. des natürlichen Treibhauseffekt betrachtet. Siehe z.B. Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt#Atmosph.C3.A4rischer_Treibhauseffekt

    Im Übrigen hat auch hier IqRS als Autor seinen Beitrag in Wikipedia geleistet. Wollen Sie wirkliche diese Darstellung verteidigen???

    Müller

    Dienstag, 19 Februar, 2008 at 13:14

  9. @Mueller
    „Wie diese unterschiedlichen Werte zu Stande kommen und wie sie Verwendung finden, können Sie mir sicherlich erklären?
    Wie würden Sie den Emissionsgrad der Erde ansetzen? “

    Ja warum muss ich das denn auf einmal erklaeren? Ich bin verbluefft, da doch offensichtlich du eine Zahl in einem Physikbuch als Argument gepostet hast. Ich habe weder das Buch, noch weiss ich was das bedeuten soll (vertikale Abstrahlung). Selbstverstaendlich ist IR Emission richtungsunabhaengig (die H2O oder CO2 Molekuele sind irgendwie im Raum orientiert), von daher kann ich dir nicht dabei helfen, was dein Argument bedeuten soll.
    Zur Emissivitaet. Sie ist wellenlaengenabhaengig und tatsaechlich fuer die dichtliegenden Wasserdampflinien fast 1. Es gibt zwei Arten, um direkt zu sehen, dass Iqrs hier voellig recht hat, auf einen weiteren Fall schweren Missverstaednisses in der Skeptikerscene aufmerksam zu machen. Das einfache Energiemodell der Erde geht von einer Scheibe im all aus die im Durchschnitt soviel Energie enthaelt wie die Erde pro m2. Ein Gemoetriefaktor (geteilt durch 4) und die geschaetzte Albedo der Erde (0.7) fuehren zu einem Wert von 240W/m2. Diese entsprechen einer Temperatur von 255K in der Boltzmann Gleichung. Betrachtet man Satellitenbilder sieht man eindeutig, dass sich der Anteil des Wasserdampfspektrums ungefaehr laengs eines Planckschenstrahlers bei 255 K bewegt. Gut.
    Nehmen wir an es gibt jetzt Treibhausgase in der Atmosphaere die die Strahlung der Erdoberflaeche absorbieren und dann ungerichtet wieder abstrahlen (eine Haelfte nach unten, eine nach oben). Statt mit der Oberflaechentemperatur Ts strahlt die Erde jetzt mit Ta=255K. Die abgestrahlte Energie ist also sigma*Ta^4. Bis hierhin gibt es keine Emissivitaet (respektive sie ist 1).
    Diese Groessen wurden beispielsweise genauso hier eingefuehrt:
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2007/04/learning-from-a-simple-model/

    Man kann sich aber die Frage stellen, wie aus dieser Sicht die Bilanz an der Erdoberflaeche ist und fuehrt darum eine „effektive“ Emissivitaet ein, die NICHTS mit echter gemessener und laengenabhaengiger Emissivitaet zu tun hat. Einstrahlung=Austrahlung=eps*sigma*ts^4. Und tatsaechlich braucht man genau eine Emissivitaet von ca 0.6 um eine Erhoehung des Ts auf die beobachteten 285K zu beschreiben. Kurz Herr Stehlke verwechselt eine effektive Emissivitaet, die eingefuehrt wurde, um den Treibhauseffekt in einfachen „paedagogischen“ Modellen miteinzubeziehen mit einer echten Emissivitaet. Totale semantische Eclipse of reason.

    Da diese Art von Fehlern mittleweile ebenso einer Globalisierung unterliegen wie alles andere auch, so kann man ihn auch im englischsprachigen Raum finden. Lustig trotzdem:

    http://rabett.blogspot.com/2008/02/kramm-steps-on-another-rake-just-when.html#links

    „Sie verteidigen die Darstellung eines Politikstudenten und Abiturienten (IqRS)?“
    Ich wuerde sogar die Darstellung eines Demenzkranken mit einem IQ von 2 verteidigen, wenn es richtig ist.
    Und die beiden schreiben in der Tat naturwissenschaftliche Texte und Zusammenfassungen von aussergewoehnlicher Qualitaet und fast sklavischer Quelltreue. Chapeau.

    [XXX Admin: Der Kommentar war leider wieder im selbstdenkenden Spamfilter (Akismet) gelandet. Habe ihn grade frei geschaltet XXX]

    Georg Hoffmann

    Dienstag, 19 Februar, 2008 at 14:17

  10. Zu Nils Simon und IqRS fällt mir noch was ein, nämlich dass sie eine ganze Kategorie „Skeptizismus“ nennen und die Endung -mus besonders gerne in Wörtern wie „Umweltskeptizismus“ oder „Umweltskeptizisten“ in sogenannten Neologismen benutzen.
    Dabei kann man das auch einfach Umweltskepsis oder Umweltkritiker nennen oder besser Umweltpolitik-Kritiker.
    Aber eigendlich passt die Endung -mus ja doch sehr gut in den Wortschatz von Nils Simon oder IQRs, schließlich fallen mir gleich drei -Ismen zu ihnen ein, Populismus, Kommunismus und Ökologismus, drei nahe beieinander liegende -Ismen.
    Und zu diesen -Ismen passen auch weitere -Ismen, z. B. Faschismus oder Primitivismus, alles Wörter, die bereits existieren, im Gegensatz zu Nils Simons´ Neologismen, die nur benutzt werden, um zu dramatisieren!

    Kohleverfluessigungs-Investor

    Dienstag, 19 Februar, 2008 at 18:35

  11. Ich habe gestern schon erklaert, woher Stehlig meines Erachtens die Emissivitaet von 0.6 her hat. Ist aber mal wieder verschluckt worden. Nachzutragen sei noch, dass es an sich nicht sooo ueberraschend ist, dass es eine Richtungsabhaengigkeit bei Abstrahlung von einer Oberflaeche gibt, die Zahl selbst ueberrascht mich halt ein bisschen. Letztes Wort zu diesem erneuten Wahnsinnsanfall eurer Therapiegruppe: Offensichtlich ist es voellig gleichgueltig ob eine Oberflaeche nach oben oder 45° nach links oder rechts abstrahlt. Bis die IR Strahlung den Planeten verlaesst ist sie millionenfach absobiert, re-emittiert und in Waerme umgesetzt worden.

    Georg Hoffmann

    Mittwoch, 20 Februar, 2008 at 08:38

  12. @Lieber Herr Hoffmann

    Leider war Ihr Posting von gestern im selbstdenkenden Spamfilter gelandet. Ich habe das Problem soeben behoben.

    Zu Ihren Schilderungen.

    Leider haben Sie meine beiden Fragen nicht beantwortet:

    “Wie diese unterschiedlichen Werte zu Stande kommen und wie sie Verwendung finden, können Sie mir sicherlich erklären?
    Wie würden Sie den Emissionsgrad der Erde ansetzen? ”

    1) Bei der 1. Fragen können Sie mir leider nicht weiter helfen.

    2) Einen Wert von fast 1 haben Sie angegeben (ungefähr Planckstrahler, Schwarzer Körper), rechnen aber in den Strahlungsbilanzen mit einem Wert von exakt 1 und einer fiktiv eingeführten „effektiven Emissivität“ von ca. 0,6.

    3) Haben Sie überhaupt die Quelle auf der Seite von Herrn Stehlik gelesen? Ich denke nicht.

    Hier ist sie zu finden:

    http://gerhard.stehlik-online.de/Preis/Stehlik_Gerhard_071228_10000_Preis_Auszahlung.htm

    Der Ansatz ist eine Emissivität von 0,67 für Wasser, die aus Tabellen hervorgeht zwecks IR-Temperaturmessung und Messungen mit Pyrometern. (Ich habe 2 bis 3 unterschiedliche Quellen gefunden). Also nichts fiktives. Diesen Wert habe ich zudem „in einem Physikbuch“ gefunden. Ich habe nur in eines geschaut.

    Mein Fazit war, dass die Erde nicht als “Schwarzer Körper”, sondern folgerichtig als “Grauer Körper”, mit geringerer Ausstrahlungsleistung zu betrachten ist. Ob der Emissionsgrad der Erde mit 0,6 oder 0,9 anzusetzen ist, sei dahin gestellt. Im jeden Fall ist er nicht = 1.

    Ich mache mich dazu grade an einen neuen Beitrag. Der sollte heute noch erscheinen.

    Abschließende Fragen: Sie verweisen auf eine wellenlängenabhängige Emissivität von Wasser. Wie wurde diese gemessen? U.a. Dicke der Wasserschicht, welcher Untergrund (Metallplatte?). Wie nahe ist die Emissivität der Kontinente an den Richtwert 1 dran? (Auf die Satellitendaten komme ich auch noch zurück).

    P.S.: Die „Therapiegruppe“ besteht lediglich aus meiner Person :)

    Müller

    Mittwoch, 20 Februar, 2008 at 11:43

  13. @Mueller
    „Leider war Ihr Posting von gestern im selbstdenkenden Spamfilter gelandet. Ich habe das Problem soeben behoben.“
    Das ist fein, jedoch mein Text bleibt verschwunden. Du verstehst sicher, dass bevor ich dir wieder Fragen beantworte und erledige, was die Uni Bremen leider nicht geschafft hat, ich erstmal das hier lesen moechte, was ich mit Herzblut und viel Muehe vorher hier geschrieben habe?

    Georg Hoffmann

    Mittwoch, 20 Februar, 2008 at 13:44

  14. Lieber Herr Hoffmann Ihr Posting #9 wurde von mir um 11 Uhr als Nicht-Spam frei geschaltet. Seitdem ist es auch hier veröffentlicht. Ich habe das sofort nach der Freischaltung überprüft. Also bitte erst lesen und dann posten.

    Akismet hat offenbar etwas gegen Ihre Wortwahl bzw. etwas gegen Ihre Links? An mir liegt es jedenfalls nicht.

    Was Sie mit Herzblut und Mühe geschrieben haben erscheint natürlich auch.

    MfG

    M. Müller

    Müller

    Mittwoch, 20 Februar, 2008 at 16:41

  15. Interessant, dass IqRS und Nils Simon ihre Meinung durch Links untermauern, die wie sollte es auch anders sein ihre Meinung wiederspiegeln, die sie auf Wikipedia geschrieben haben.
    Manchmal bringt man jede intellektuell minderwertige, faschistische und ökopopulistisch-kommunistische Sch**** an den Mann, indem man sie vergoldet!
    Einfach Mal seine Meinung auf Wikipedia schreiben und wenn es genug Leute mit der selben Meinunbg gibt, dann existiert ja schließlich ein Konsens!

    Kohleverfluessigungs-Investor

    Mittwoch, 20 Februar, 2008 at 19:48

  16. Wie wäre es,wenn wir uns hier:
    http://de.wikiversity.org/wiki/Kurs:Die_Globale_Erw%C3%A4rmung/Lerngruppe_Treffpunkt
    anmelden, um zu verhindern, dass Wikiversity durch weitere Propaganda verschmutz wird?

    Kohleverfluessigungs-Investor

    Donnerstag, 21 Februar, 2008 at 20:02

  17. Nils Simon ist mittlerweile bei Wikipedia gesperrt.
    ;.)

    krishnag

    Dienstag, 18 August, 2009 at 10:59

  18. Gut so. Aber da gabs doch noch so einen Grünling.

    estermeier

    Donnerstag, 20 August, 2009 at 07:03

  19. IqRS

    krishnag

    Donnerstag, 20 August, 2009 at 13:20

  20. Die Resozialisierungsphase für diese volkssturmhaften Greenschnäbel wird mal schwer.

    Simon Grünland

    Donnerstag, 20 August, 2009 at 19:23

  21. ;.)
    Das Beste wäre, sie würden in einem Kohlekraftwerk Kohle schippen, 40 Stundenwoche, über Zeitarbeit, damit sie nicht zuviel Knete haben und bis sie dann mit 70 in Rente gehen.
    ;.)

    krishnag

    Donnerstag, 20 August, 2009 at 21:55


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