klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Die Klimaschutzbewegung eine Lebenseinstellung?

with 7 comments

Anlage (vom 4.2.): Mehr von der Klimademo in Neurath vom 8.12.07 gegen den Neubau eines Kohlekraftwerkes

Written by admin

Sonntag, 3 Februar, 2008 um 22:35

Veröffentlicht in Klimawandel

7 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Schon nach den ersten zwei Minuten könnte ich kotzen!

    Kohleverflssigungs-Investor

    Sonntag, 3 Februar, 2008 at 23:46

  2. Ah, eine gesammelte Runde der Nutznießer.

    Peper

    Montag, 4 Februar, 2008 at 08:28

  3. Nun ja, wenn man mal akzeptiert, dass einfach Bedarf an solchen Bewegungen existiert, dann ist dies sicher eines der harmloseren Motive. Die Vergangenheit kennt deutlich krassere Ausprägungen (Kinderkreuzzüge).

    ck42

    Montag, 4 Februar, 2008 at 09:06

  4. Ich könnte kotzen, weil diese Lebenseinstellung auch von Politikern geteilt wird.
    Es gibt so ein schönes Wort dafür, das heisst „Glokalisierung“, lokal handeln, global denken.
    Nur mit dem kleinen Problemen, dass der Emissionshandel der Wirtschaft schädigt, Agrarsprit Lebensmittel verteuert und die Unterschicht lokal, sowie die dritte Welt global darunter leiden muss.
    Diese ganzen Ökos haben doch so gut wie keine Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen!
    Wenn man gegen ein hocheffizientes Kraftwerk protestiert und sich über den hohen Strompreis der bösen Konzerne beschwert, dann kann man einfach nicht mehr ernst genommen werden.
    Populisten schlagen aus der Öko-bewegung Kapital, indem sie sich wählen lassen und dafür sorgen, dass kein neues Kohlekraftwerk gebaut wird.
    Während man sich früher um Probleme wie AIDS oder Hunger in der dritten Welt gekümmert hat, wird heutzutage alles CO2ialisiert.
    Ständig wird über die Vorreiterrole von Deutschland gerdet.
    Doch von wem ist Deutschland eigendlich Viorreiter?
    Ich könnte kotzen, weil so eine schwachsinnige Bewegung Einzug in die Politik genommen hat und unsere enegieintensive Industrie zerstören wird, wenn nicht bald gehandelt wird.

    Kohleverfluessigungs-Investor

    Montag, 4 Februar, 2008 at 10:36

  5. “Die Klimaschutzbewegung eine Lebenseinstellung?”

    Anscheinend. Es gibt Funktionäre, die sich von der „Bewegung“ bezahlen lassen (hierbei aber auch noch Steuergelder einsacken) und junge Idealisten, die in der „Bewegung“ die Zukunft sehen, während die „Arrivierten“ einfach nur zu träge sind um die neue tolle Zukunft zu sehen.

    Es gab schon Bewegungen, die die Gläubigen in eine strahlende Zukunft führen wollte, oder das Proletariat, oder die Arier … diesmal ist es die Erde. Allen „Bewegungen“ ist dabei gemein, dass sie ein Ziel haben welches ein Heilsversprechen beinhaltet, und Feinde, die diesem Heilsversprechen im Wege stehen.

    Immer gibt es ein paar Leute, die (warum auch immer) damit anfangen und sich eine wachsende Basis schaffen. Wissenschaftler und Studenten erkennen die Profilierungsmöglichkeit an den „Alteingesessenen“ vorbei und geben der „Bewegung“ und ihren Zielen den nötigen akademischen Background. Anschließend werden die Massen (die sowieso immer etwas unzufrieden mit ihrer Lage sind) zur „Bewegung“ bekehrt, die ihnen ein „Stück vom Heil“ verspricht. Nebenher wird die Indoktrination der Kinder forciert.
    Grundtenor: Alles Althergebrachte ist von Übel, es müssen radikale Veränderungen stattfinden. Den „Weg zum Licht“ zeigt die „Bewegung“.

    Eine gewisse Lebenseinstellung und Einhaltung der „Grundsätze der Bewegung“ ist natürlich jedem Jünger eigen. Nach außen sind diese auf jeden Fall zu propagieren. Bsp.: ICH trenne Müll! (macht wahrscheinlich jeder); ICH fahre mit dem ÖPNV, oder gleich Fahrrad!(schön für den Großstädter und Leute die Angst vorm Autofahren haben, blöd für Leute die auf dem Lande aufs Auto angewiesen sind); ICH beziehe Ökostrom! (schön, dass die EVU das Netz stabil halten, damit der Wind und Sonne-Strom überhaupt eingespeist werden kann); ICH tue dies, ich tu das … ich bin ein würdiges Mitglied der „Bewegung“!
    (Nebenbei bemerkt: Es wurden schon Plasmafernseher bei Grünen-Funktionären entdeckt, und manche von ihnen werden in großen schwarzen Limousinen chauffiert. Auch von Fernreisen „für die gute Sache“ wurde schon berichtet)

    Wenn der Jünger erstmal seinen Weg gefunden hat, müssen auch alle anderen von seinem Lebensstil überzeugt werden. „ICH fahre kein Auto! Machs mir nach, akzeptiere die Wahrheit des -ismus!“ (Egal, ob du dir keins leisten kannst, oder einfach zu blöd zum Fahren bist … als Aufforderung zum Handeln an andere reichts allemal).
    Nächste Stufe: Macht gewinnen, oder Politikern zeigen, dass die „Bewegung“ genug Wählerstimmen bringen könnte.
    Nächste Stufe: „Kauft nicht bei …!“
    Was kommt als Nächstes?

    Festzuhalten bleibt: Wer einmal als Jünger von einer „Bewegung“ aufgesogen wird, bleibt auch dem größten Unsinn gegenüber aufnahmebereit. Der Jünger ignoriert alle Gedanken, die nicht seinem -ismus entsprechen. Skeptiker sind Ketzer! Die Partei hat immer Recht! Abtrünnige sind Verräter!
    Der Jünger macht es sich leicht, weil er nichtmehr selbst nachdenken muss. Das erledigen ja die Funktionäre, und die müssen es ja wissen. Es ist nur recht, wenn die Ketzer bestraft werden, denn sie widersprechen ja „der Lehre“ und damit den eigenen Auffassungen.

    Wie man zu einer Lebenseinstellung kommt ist sicherlich sehr unterschiedlich, aber es hat immer mit persönlichen Umständen zu tun (Sozialisation, Lebensstandart, Umfeld, Vorbilder). Jeder hat auch das Recht, seine Vorstellungen von Lebensweise nach Außen hin zu propagieren. Schlimm wird es, wenn die eigene Art zu leben auch anderen aufgedrückt werden soll und man sich dazu genug williges „Stimmvieh“ besorgt um die Mehrheit „auf Linie“ zu trimmen.
    Wenn die „Bewegung“ erst groß genug ist, kann alles Mögliche verboten, reglementiert, bestraft, sanktioniert werden. Mehrheiten finden sich immer, solange es gegen eine Minderheit geht.
    Wenn man sich selbst mal in der Minderheit wiederfinden sollte, ist es dann leider zu spät.

    Dem „Heil“ wird dann alles unterworfen und wehe dir deine Existenz hängt dran. Die Bewegung kennt keine Individuen!

    In dem Video von Neurath sah ich einen offenbar ekstatischen Vater mit seinem Kind auf den Schultern. Das Kind war mit den Symbolen der „Bewegung“ drapiert. Mein erster Gedanke war der an das Kind eines kurdischen Vaters, der auf einer Demo seinem Sprössling eine Sprengsatz-Attrappe umgebunden hatte.
    Beide wollten sicherlich nur öffentlich zeigen, dass sie ihre jeweilige „Bewegung“ voll unterstützen. Mir ist in beiden Fällen schlecht geworden.

    Gruß, Calimero

    Calimero

    Montag, 4 Februar, 2008 at 15:38

  6. Ich denke, die meisten werden zur Vernunft kommen, wenn sie im dunklen und kalten sitzen. Aber dann ist es villeicht zu spät…

    Wetterfrosch

    Montag, 4 Februar, 2008 at 17:52

  7. Hat das Bübchen aber nett gesagt, Phallus-Symbole der Macht machen ihn wütend. Ist da in der Kindheit was schief gegangen?
    Ist das das Erziehungs-Ergebnis einer alleinstehenden Mutter mit ausgeprägten Männerhass, oder ist es die jahrelange Gehirnwäsche bei Attac und Konsorten.
    ich weiss es nicht, aber es macht mich ein Stück weg traurig.
    MfG

    Energie-Ossi

    Montag, 4 Februar, 2008 at 18:49


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: