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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Die Temperaturgeschichte Berlins der letzten 300 Jahre

with 13 comments

Die folgende Abbildung zeigt die Jahresmittelwerte der Temperatur der Station Berlin-Tempelhof von 1702 bis einschließlich 1992 und der Station Potsdam-Telegrafenberg ab 1993 bis einschließlich 2007. Ein gleitender 11 Jahres Mittelwert für Berlin (rot) und Potsdam (blau) ist verzeichnet.

Details zu den Stationen:

Name der Station: Berlin-Tempelhof
Stations-ID: 1038400
Lage: 52.47°N, 13.40°E, Höhe 50 m über NN
Messzeitraum: 1701-1993

Datenbasis

Name der Station: Säkularstation Potsdam Telegrafenberg
Stations-ID: 10379
Lage: 52,38° N, 13,07°E, Höhe 81 Meter über NN
Messzeitraum: Verwendet 1993-2007

Datenbasis

Temp-Berlin-Tempelhof2

 

In den Zeiträumen 1710 bis ca. 1730 und 1750 bis 1755 liegen nur unvollständige Daten vor. Danach wurden kontinuierlich die Monatsmittelwerte und Jahresmittelwerte bis einschließlich 1992 der Station Berlin-Tempelhof bestimmt. Ab 1993 folgen Daten der Station Potsdam-Telegrafenberg. Die Station ist unweit entfernt gelegen (ca. 20 km Luftlinie liegen zwischen den beiden Stationen). (Die Daten des 20 Jh. der beiden Stationen zeigen eine gute Synchronität).

Schön zu erkennen ist ein sprunghafter Anstieg der Temperatur um 1760. Die Temperatur lag im Mittel um ca. ½ °C höher als die heutige. Dieser Temperatursprung hat in vorindustrieller Zeit stattgefunden. Technische CO2-Emissionen hatten daher keinen Einfluss.

Written by admin

Freitag, 1 Februar, 2008 um 14:41

Veröffentlicht in Klimawandel

13 Antworten

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  1. Hier Tempelhof um 1834

    Müller (Admin)

    Freitag, 1 Februar, 2008 at 20:37

  2. Hallo Müller
    Temperaturdaten, da hab ich mal welche vom Hohenpeißenberg gesehen. Ich weiss nicht mehr wo und find die auch nicht mehr wieder.
    Vielleicht hast Du da mal eine Quelle, ich möchte nämlich sagen, die Werte sahen ähnlich aus.
    Wenn Du die noch finden solltest, kannst Du ja auch noch mit reinbringen in diesen Thread.
    MfG

    Energie-Ossi

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 00:40

  3. Hier die Temperaturdaten vom Hohenpeißenberg. Sie beginnen aber erst ab 1780, also 20 Jahre nach dem Max. in Berlin. Die Messstation ist ein Observatorium auf dem Berg in knapp 1.000 m Höhe gelgen, am Rande der Alpen.

    Müller

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 10:38

  4. Hallo Müller
    Danke, aber da stimmt was nicht:

    „Erste Messungen ]
    Bereits in den Jahren 1758 und 1759 wurden auf dem Hohen Peißenberg die ersten meteorologischen Beobachtungen durch den Rottenbucher Konventualen Wittner durchgeführt, der die Beobachtungsdaten aus dem Zeitraum November 1758 bis Februar 1759 dem ersten Sekretär der kurz zuvor gegründeten Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Johann Georg von Lori, übersandte.“

    Die Daten, die ich damals gesehen habe, begannen schon 1758.
    Wo sind die denn geblieben?
    Genau der Zeitraum, wo in Berlin auch höhere Temperaturen geherrscht haben.

    MfG

    Energie-Ossi

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 14:39

  5. Zusatz
    „Ziemlich exakte Messreihen über lange Zeiträume wurden im 18. Jahrhundert in vielen europäischen Städten erstellt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: In Berlin ab 1700, Edinburgh ab 1731, Kopenhagen ab 1751, Paris ab 1757 und Wien ab 1775.“

    Ist es möglich, was von diesen Städten aufzutreiben?
    Messreihen, die wenigstens ab 1750 anfangen?
    MfG

    Energie-Ossi

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 14:57

  6. Hallo Müller
    Hat zwar nichts direkt mit Temperaturen zu tun, hier geht es mehr um Hochwasserereignisse der letzten 1000 Jahre.
    http://www.geographie.uni-freiburg.de/ipg/publikationen/glaser/GlaserBeckStangl2004-Temperatur_und_Hochwasser.pdf
    Guck Dir das einfach mal an.
    MfG

    Energie-Ossi

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 15:22

  7. Energie-Ossi

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 15:24

  8. @Energie-Ossi

    „Bereits in den Jahren 1758 und 1759 wurden auf dem Hohen Peißenberg die ersten meteorologischen Beobachtungen durch den Rottenbucher Konventualen Wittner durchgeführt…“

    Die Daten finde ich auch nicht. Werden wohl aus gutem Grund in Abbildungen nicht gezeigt und in Tabellen nicht geführt???

    Zu den Langzeitmessungen habe ich Daten und dazu im neusten Beitrag einen Link gesetzt. Ich bin sie mal alle durchgegangen. Siehe Langzeitvergleich Berlin/Paris. Leider reichen die meisten Daten nicht bis 1760 zurück. Zudem zeigen Orte welche an der See und in den Alpen gelegen sind andere Ausschläge. Frankfurt a.M. passt aber auch in das Bild von Berlin und Paris. Das Maximum um 1760-1770 ist also eindeutig bestätigt, für die Region zwischen Berlin, Paris, Frankfurt/Süddeutschland. Nichts mit lokal Berlin. :)

    Müller

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 16:02

  9. Hallo Müller
    Ich hatte ein Post mit Hochwasserdaten der letzten 1000 Jahre, ab der Link ist wohl zu lang, da scheint wohl der Spam-Filter zuzuschlagen.
    Im Laufe dieser Zeit gab es gewaltige Schwankungen der Hochwasserhäufigkeit.
    Dazu kannst Du mal im Ökologismus-Forum/Klimawandel/Treibhaus gucken, ich pack den Link mal dahin.
    MfG

    Energie-Ossi

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 17:08

  10. @Energie-Ossi

    Ja die Postings #8,9 lagen unter Spam. Der selbstdenkende Spamfilter hat zugeschlagen. Habe sie grade frei geschaltet.

    Müller

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 18:03

  11. #12 Müller
    Danke, nun ist der Link auch noch doppelt. Wie hat aber meine Oma gesagt, doppelt hält besser, in diesen Sinne weiter so.
    Tolle Seite und die E-Mail-Bescheisser kommen auch nicht richtig zum Zuge.
    Bei Tomislaw sieht es leider wieder so aus, als ob die einen Trick gefunden haben, ihren Müll ab zu lassen.
    Bis bald.
    MfG

    Energie-Ossi

    Samstag, 2 Februar, 2008 at 19:33

  12. Die Temperaturen im 18Jhdt. beruhen zwar nicht auf von Menschen verursachten CO2 Emissionen, aber neben Menschen gibts auch noch Vulkane und Sonnenaktivitäten die das verursachen können. Der Unterschied ist, dass diese natürlichen Emissionen und Einflußfaktoren auch wieder mal aufhören. Bei menschlichen Aktivitäten sieht das etwas anders aus.

    Wolfrich

    Dienstag, 27 Oktober, 2009 at 01:09

  13. Wolfrich

    Vulkane führen zu einer Abkühlung und der Einfluss der Sonne wird derzeit immer noch vehement von diversen Klimaforschern abgestritten, also ist ihr Einwand etwas durchsichtig.

    Bennenen Sie also sämtliche natürlichen Einflussfaktoren die unser Klimasystem beeinflussen.

    Benennen Sie den prozentualen Klimaeinfluss des Menschen durch Landnutzung und Verschmutzung der Atmosphäre.

    So, und dann betrachten wir das CO2 nochmals ohne die rosarote Klimabrille (ersatzweise CO2-Scheuklappe) vor den Augen zu haben.

    MfG
    Heinz Eng

    Heinz Eng

    Donnerstag, 29 Oktober, 2009 at 12:04


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