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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Klimaforscher Latif zur Hurrikan-Aktivität

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Klimaforscher Latif: Zerstörungskraft der Hurrikans nimmt zu [31-08-2005 (pro-physik)]

Mainz/London (dpa) – Die Zerstörungskraft von Hurrikans nimmt nach Angaben von Experten zu. Davor hat der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif am Dienstag im ZDF-«Mittagsmagazin» gewarnt. Wegen der globalen Erwärmung werde die Vernichtungskraft der Wirbelstürme auch noch weiter wachsen, sagte der Professor vom Institut für Meereskunde an der Universität Kiel.

http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=6840

Korallen als Spürnasen für Hurrikane – Kieler Meeresforscher ergründen Ursachen für Wirbelstürme – [15.01.2008 (idw)]

Haben Hurrikane in den letzten Jahren wegen der von uns angestoßenen globalen Erwärmung zugenommen oder sind natürliche Klimaschwankungen dafür verantwortlich? Kieler Forscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) konnten mit Hilfe neuer Analysen von Korallendaten, direkter Messungen und Modellsimulationen zeigen, dass natürliche Klimaschwankungen auf Zeitskalen von Jahrzehnten einen wesentlichen Anteil an der Häufung von Hurrikanen in den letzten Jahren haben. Die Studie ist in der Januarausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Geology“ erschienen.

Gerade wenn extreme Wetterereignisse gehäuft auftreten, wird rasch der Mensch als Ursache ausgemacht. So war es auch 2005, als eine Rekordzahl von Hurrikanen die Karibik und die daran angrenzenden Regionen heimsuchte. Aber schon das folgende Jahr, in dem nur wenige solcher Ereignisse auftraten, zeigte, dass solche Schlüsse nicht immer richtig sind…

„Im langzeitlichen Mittel gibt es zwar einen leichten Aufwärtstrend dieser Parameter, der aber von einer deutlichen langperiodischen natürlichen Schwankung überlagert ist, die wir ‚Atlantic Multidecadal Oscillation‘ nennen“, so Prof. Mojib Latif vom IFM-GEOMAR. „Diese weist in den letzten Jahren ein deutliches Maximum auf, sodass die jüngst beobachtete Zunahme der Wirbelsturmaktivität wohl eher natürlichen Ursprungs ist“, folgert Latif.

http://idw-online.de/pages/de/news242768

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Written by admin

Mittwoch, 16 Januar, 2008 um 12:15

Veröffentlicht in Klimawandel

12 Antworten

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  1. Wer nicht weiß, wie das erdumfassende angebliche Treibhaus funktioniert oder es voll daneben erklärt, der überrascht um so mehr mit der Aussage, das es bei Wetter und Klima auch noch was natürliches gibt. Das muß man anerkennen.

    krishnag

    Mittwoch, 16 Januar, 2008 at 19:22

  2. Die Motivation für diese Story verstehe ich schon, denn mit einer Temperaturerhöhung allein dürfte man in Deutschland niemanden erschrecken können. Wie sieht es denn mit der inhaltlichen Begründung aus? Wie soll mit beim dem Theorem „Norden und Winter erwärmen sich stärker als Äquator und Sommer“ die geringeren Temperaturgegensätze zu mehr Stürmen führen?

    CK42

    Mittwoch, 16 Januar, 2008 at 19:40

  3. @krishnag, CK42 #1,2

    Ich denke Latif hat immer den richtigen „Riecher“ in Sachen aktueller Trend in der Klimaforschung. Seinerzeit bei El Nino(1998)lag er richtig. Ich glaube auch jetzt hat er den Trend richtig erkannt, im Gegensatz zu den Kollegen vom PIK und MPI Hamburg. „Fehltritte“ gab es natürlich auch.

    CK42 Sie fragen:

    „Wie soll mit beim dem Theorem „Norden und Winter erwärmen sich stärker als Äquator und Sommer“ die geringeren Temperaturgegensätze zu mehr Stürmen führen?“

    Da liegen Sie goldrichtig, würde ich mal sagen :)

    Müller (Admin)

    Mittwoch, 16 Januar, 2008 at 22:13

  4. Hallo Müller
    Danke für den Artikel, so hab ich auch mein verloren geglaubten Pro-Physik-Link wieder gefunden und gleich in die Favoriten gespeichert.

    Übrigens, im Oekologismus-Blog muss man sich seit kurzen anmelden. Ich glaub, Tomislav hat aus den letzten Pleiten mit den Mehrfachidentitäten unter einem Pseudonym, die Nase voll gehabt. Er verlangt jetzt auch die echten E-Mail-Adressen, sollte doch ein paar Trolle abschrecken.
    Bis jetzt scheint es ja relativ ruhig bei Dir zu sein, schreckt wohl doch etwas ab, wenn man nicht mehr getarnt unterwegs sein kann.
    Ich jedenfalls bleib am Ball, und Du mach schön weiter so, gefällt mir.
    MfG

    Energie-Ossi

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 01:05

  5. Hallo Müller
    Korallen, ich hab mal versucht die Lebensumstände bei Salzwasseraquarien raus zu kriegen.
    Ich weiss, nicht so Dein Thema. Wäre aber interessant zu wissen, bei welchen Ph Wert die Korallen noch existieren können.
    Was ich bis jetzt rausbekommen habe, lag irgendwo zwischen Ph 7,6-7,8. Da spielen aber noch jede Menge andere Faktoren mit rein, wie Härte u.a.
    Mir geht es eigentlich um die Versauerung der Meere mit seinen Folgen, Salzwasseraquarien sind ja Praktisch das Meer im kleinen.
    Vielleicht findest Du da ja was, als alter Meeresforscher.
    MfG

    Energie-Ossi

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 01:23

  6. @CK42 #2

    Es wird immer nach dem aktuellen Trend gedreht. <= 2005 hieß es, dass die Anzahl der Stürme, vor allem der Hurrikans, steigen würde.

    Das blieb jetzt einige Jahren aus, dafür gab es Kyrill und prompt heißt es nun, dass die Anzahl zwar nicht steigt, aber die Vernichtungskraft zunehmen würde.

    Peper

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 13:26

  7. @Energie-Ossi
    im Tagesschau Forum war neulich auch die Rede von „Versuerung“ der Meere wg. CO2. Dann war ferner der Hinweis dabei, es würde zig Jahre dauern, bis pH 7,8 erreicht würde, also lange nicht pH 7, ab wo die „Versauerung“ (pH 7 und tiefer)einsetzen würde. Ich muß gestehen, daß ich unter dieser Betrachtungsweise nicht nachvollziehen kann, wie das zusammenhängt.
    Leider kenne ich mich mit Meeresaquaristik nicht aus. Fische aus dem Amazonasgebiet oder sonstwo in SA ( Salmler, Scalare, Discus) benötien sogar sauere Wasser um gut zu leben und Nachwuchs zu kriegen.

    krishnag

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 23:01

  8. @M.Müller
    Sag mal, was hat den der Latif da im Hintergrund für eine Kurve hängen ?
    Sieht ja aus wie das MAO, mit nachfolgender „Kleinen Eiszeit“ ;.)

    krishnag

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 23:10

  9. @krishnag

    Kann man leider nicht genau erkennen. Rechts ist jedenfalls El Nino. :)

    Müller (Admin)

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 23:51

  10. Moin Hr. Müller

    Vielleicht wirfst Du mal mehr als ’nen Blick ins Hurrikan-Archiv; einem Schwätzer wie Latif glaub‘ ich eh‘ nix – der wurde sogar mit dem eigens (für ihn???) geschaffenen „Max Planck-Preis“ für öffentliche Wissenschaft bedacht!

    mfg

    Zyniker

    Freitag, 18 Januar, 2008 at 04:07

  11. Hallo Herr Müller,

    ich weiss, gehört nicht unbedingt (fachlich) zum Thema, aber Ihre Idee mit dem Kummerkasten ist sehr gut.

    Grüße
    Alexander

    Alexander

    Freitag, 18 Januar, 2008 at 18:33

  12. …also ich bin auch bei Latif skeptisch. Seine Bücher sind ja auch nichts anderes, als Huldigungen an das goldene Kalb des IPCC.

    Und am meisten stört mich an seinen aktuellen Aussagen/Thesen, dass er von einer Zunahme der Wirbelstürme faselt, was objektiv betrachtet einfach falsch ist.

    Es gibt keine Zunahme der Wirbelsturmaktivität. Im Pazifik schon überhaupt nicht, im Atlantik kann man bestenfalls eine solche herbeizaubern, diese ist jedoch vergleichsweise lokal mitten im Atlantik einschränkbar – und dafür gibt es eine simple Erklärung, dass dort früher einfach nicht genau genug hingesehen worden ist. Zudem wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Systemen als Sturm benannt, welche gerade mal an der Grenze gekratzt haben.

    ~ghw

    Samstag, 19 Januar, 2008 at 07:56


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