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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Der Anfang vom Ende unserer „Warmzeit“?!

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Die Presse überschlägt sich derzeitig mit immer wieder neunen Sondermeldungen zum Klimawandel und verkündet einen Temperaturhöchstwert nach dem Anderen. Was ist davon zu halten? Steigt die globale Temperatur wirklich so stark an, wie uns prophezeit wird, oder ist das nicht der Fall?

Hierzu nehme ich die Messwerte der Globaltemperatur der letzten Jahre und Jahrzehnte zur Hand. Bis heute wird die Lufttemperatur vom Boden aus mit Thermometern gemessen (HadCRUT3-, bzw. GISS-Datenbasis). Der globale Mittelwert wird dabei aus den weltweiten Messungen (zu Land und zur See) gebildet. Seit einigen Jahrzehnten gibt es auch Messungen vom Orbit aus. Über Satteliten, welche mit Spektrometern ausgestattet sind, wird dabei die Temperatur der unteren Atmosphäre bestimmt (UAH-, bzw. RSS-Datenbasis).

Die folgende Abbildung zeigt einen Vergleich der von den Bodenstationen und den Satelliten bestimmten Globaltemperatur der letzten 6 Jahre (01.2002 – 12.2007).

Globaltemp

Betrachtet man von den oben gezeigten Temperaturkurven die letzten 6 Jahre, dann stagniert die Temperatur bzw. nimmt global leicht ab. Die Computerprognosen sprechen aber von einer beständigen Erwärmung. Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.

Daten:
Monatsmittelwerte der Globaltemperatur: HadCRUT3 GISS UAH RSS

Fazit: Seit 2002 steigt die Temperatur nicht mehr an, im Gegensatz zum CO2-Gehalt der Luft, der steigt beständig weiter, offensichtlich ohne großen Einfluss auf die Temperatur.

Weiterhin fällt auf (siehe Abbildung 2 in der Anlage), dass der Temperatureinbruch ab 1940 so gar nicht mit dem steigenden CO2-Gehat der Atmosphäre übereinstimmt. Hatte seinerzeit die steigende Aerosolkonzentration der Luft (Ruß-, Schwefelpartikel) einen stärkeren Einfluss auf die Temperatur, als der steigende CO2-Gehalt der Luft? Die Aerosolkonzentration der Luft nimmt seit Anfang der 80er Jahre stark ab (durch den Einsatz von Filteranlagen und die Entschwefelung der Kraftstoffe). Damit steigt die direkte Sonneneinstrahlung wieder an. Liegt darin der Temperaturanstieg der letzten Jahre begründet?

Anlage: Aktuelle Abweichungen der Oberflächentemperatur (lokal und global) vom Temperaturmittelwert der Jahre 1961-1990

Nachtrag vom 22.04.2008

Anliegend eine Abbildung mit den normalisierten/normierten Werten der Globaltemperatur (Monatmittelwerte: GISS, HadCRUT3, RSS, UAH). Im oberen Teil der Abbildung sind die 4 Kurvenverläufe verzeichnet. (Dargestellter Zeitraum 1979-2008). Im unterem Teil der Abbildung wurde der Datensatz über Intervalle von 1, 2, 3, 4 und 5 Jahre geglättet. (Dargestellter Zeitraum 2001-2008, die bunten Linien). Sowohl die Monatsmittelwerte, als auch die geglätteten Kurven zeigen, dass die Globaltemperatur in den letzten 7 Jahre nicht mehr angestiegen ist. Selbes zeigt eine Ausgleichsgrade. Die zuvor gezeigte Abbildung des Met Office bestätigt diesen Trend. Deren Glättung zeigt einen Abwärtstrend. Die Fehlergrenzen sind in der Abbildung verzeichnet, als schattierter Bereich.

Written by admin

Montag, 14 Januar, 2008 um 12:38

Veröffentlicht in Klimawandel

71 Antworten

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  1. Es ist leider so, daß es niemand wahrhaben will, trotzdem die Tatsachen für sich sprechen.

    krishnag

    Montag, 14 Januar, 2008 at 20:14

  2. Hallo Herr Müller
    Tolle Seite, guter Anfang.
    Wollen wir mal hoffen, das unsere lieben Warmaholics nicht gleich wieder Rabatz machen.
    Der Thread auf RE ist auch gerade geschlossen worden, da haben die wieder viel Zeit.

    Deine Seite ist sofort in meinen Favoriten gewandert, viel Glück und eine Trollfreie Zeit für Dich.

    MfG
    Energie-Ossi

    Energie-Ossi

    Montag, 14 Januar, 2008 at 20:27

  3. Hierzu nehme ich die Messwerte der Globaltemperatur der letzten Jahre und Jahrzehnte zur Hand

    der plot zeigt gerade mal 6 Jahre. reichlich kurz für einen Trend.

    selbst wenn man auf 8 Jahre erhöht, war das „Ende unserer Warmzeit“ das letzte mal in den 90ern. und davor in den 80ern.

    http://tinyurl.com/2ycajn
    (realclimate, Graph.)

    sod

    Montag, 14 Januar, 2008 at 20:32

  4. der übliche sod’sche Eintrag:
    auf Ökölogismus von Daten aus 3 Jahren einen Trend ableiten und hier über 6 Jahre meckern.
    der erste Troll ist leider eingetrudelt, sod, hast Du Hunger ? Gibt nichts.

    krishnag

    Montag, 14 Januar, 2008 at 20:49

  5. Gelungener Start, Herr Müller! Es ist gut wenn noch mehr Spezialisten im deutschsprachigen Raum publizieren. Ihre Erklärung für die Erwärmung der achtziger und neunziger Jahre erscheint mir plausibler als die „offizielle“.

    Climatepatrol

    Climate Patrol

    Montag, 14 Januar, 2008 at 20:52

  6. @Interessierter Laie

    das ist Ihnen bekannt, oder? Wie kann man da von einem Abwärtstrend reden und daraus gar ein Ende der Warmzeit herleiten

    Wenn man sich oben die Graphik anschaut….
    und natürlich die Quelle……

    krishnag

    Montag, 14 Januar, 2008 at 21:00

  7. @I-L
    Du weißt, daß das nicht Müllers Graphiken sind ?
    Sondern:


    Das ist eine Fachseite

    krishnag

    Montag, 14 Januar, 2008 at 21:29

  8. @I-L
    Mach Dich mal schlau, was „hadcrut“ für Daten sind, vielleicht kann Dir M.Müller mal einen Tip geben….

    krishnag

    Montag, 14 Januar, 2008 at 21:46

  9. Pech ist nur, dass man auch beim besten Willen aus sechs Jahren nichts begründet ableiten kann. Die natürliche Varianz ist einfach zu groß.

    adenosine

    Dienstag, 15 Januar, 2008 at 08:48

  10. Hallo Herr Müller,
    der Anfang ist gemacht, gute Arbeit!
    @alle
    betreffs einer anonymen Mail: Verbindet euch über einen Proxy (z.B. Anonymouse.org ) und richtet bei einem Freemailer eine Adresse ein. Wenn ihr auf dieses Konto immer nur über den Proxy zugreift, seid ihr nicht zurück zu verfolgen ;-)
    @Müller
    Ich nehme mal an, mit den Titel sollen Meinungen herausgefordert werden. Hier ist eine zum Thema!
    Auffallend ist für mich, dass sich imm allgemeinen Trend doch mehr oder weniger ein 60-Jahres-Zyklus darstellt. Seit 1850 geht es so 30 Jahre rauf, 30 Jahre runter mit der Temperatur. Und der letzte Anstieg endet nach dieser These um 2000 herum…
    Man beachte dazu auch den Wechsel der Atlantischen bzw. Pazifischen Oszillation.
    Die Wende seit 2000 fällt „weicher“ aus, immerhin hatte die Sonne gerade 2002-2005 die höchste, jemals beobachtete Aktivität. Aber da ist ja Schluß mit lustig. Minimum ist seit Juli 2007 angesagt, viel tiefer als die letzten Minima. Und parallel fällt die mittlere Globaltemperatur seit Mitte 2007, die Polarvereisung nimmt wieder zu – alles Zufall?!
    Auf Grund dieser „Indizien“ rechne ich bis 2010 mit gleichbleibenden oder sogar sinkenden mittleren Temperaturen. Diese These wird auch von proAGW-Seite vertreten: Man braucht nur nach „globaler Abkühlung“ zu googlen!
    Wieviel allerdings das nächste Aktivitätsmaximum der Sonne (um 2015) beisteuert, ist noch völlig offen. Sollte das so eintreffen, können wir uns vielleicht ab 2020 warm anziehen, wenn ein schwacher Zyklus 25 ansteht?
    MfG Wetterfrosch

    Wetterfrosch

    Mittwoch, 16 Januar, 2008 at 22:00

  11. @Wetterfrosch

    Danke für den sachlichen Beitrag.

    So war es von mir mit den Kommentaren gedacht. Auch kritische Meinungen sind willkommen. Nur man sollte bei der Sache bleiben.

    Müller (Admin)

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 00:15

  12. Wieviele Datenquellen unterschiedlicher Ursprünge gibt es eigentlich, die uns darüber auskunft geben, wier warm es angeblich sein soll und gewesen ist ?
    Mich verblüfft immer wieder aufs Neue, wie verschieden die Kurven je nach Interessenlage aussehen.

    krishnag

    Donnerstag, 17 Januar, 2008 at 23:17

  13. Hallo Herr Müller,

    ich empfehle Ihnen die Einführungsvorlesung Klimatologie oder auch Lauer, Das Geographische Seminar – Klimatologie:

    Ein Klimatrend lässt sich grundsätzlich nur aus einem Beobachtungszeitraum von 30 Jahren ableiten.

    Beste Grüsse

    Andy

    Dienstag, 15 April, 2008 at 17:33

  14. @Andy #25

    Sagen Sie daß mal auch den Herren, die das IPCC vertreten, wie z.B: Herrn Rahmstorf & Co, ok ?

    krishnag

    Dienstag, 15 April, 2008 at 19:41

  15. Wie entsteht die „Wärmeinsel“ in Nordasien?

    Esperanto

    Dienstag, 15 April, 2008 at 21:16

  16. Ich möchte auch mein Befremden darüber ausdrücken, aus 6 Jahren einen Klimatrend ableiten zu wollen. Der Erwärmungstrend, der sich aus den letzten 30 Jahren ableiten läßt, liegt bei etwa 0,15 bis 0,18 Grad je Jahrzehnt. Über 6 Jahre erwarte ich also einen Erwärmungstrend von ca. 0,1, maximal 0,15 Grad Celsius. Wenn ich mir weiterhin die Zeitreihe anschaue, bemerke ich eine Varianz in den Daten, die von Jahr zu Jahr stellenweise 0,2 Grad übersteigen kann. Ich brauche also mindestens 15 Jahre, damit der Trend überhaupt das Rauschen übersteigen kann. Selbst dann besteht noch eine Wahrscheinlichkeit dafür, daß eine besonders starke Fluktuation den Trend verdeckt. Was also kann der Antrieb dafür sein, sich ausgerechnet 6 Jahre für die Suche nach einem Klimatrend auszuwählen, als der sehr verzweifelte Wunsch, eine Abkühlung entgegen dem gesammelten Wissensstand der Klimatologen festzustellen?

    for4zim

    Dienstag, 15 April, 2008 at 21:17

  17. @for4zim #28
    siehe #26
    Dort sucht man sich die Jahre, die Erwärmung zeigen und spielen mit einigen wenigen Jahren als Trendsetter.

    krishnag

    Donnerstag, 17 April, 2008 at 21:28

  18. @Krishnag #29

    Diese Behauptung werden Sie nicht belegen können. Es wäre nämlich sehr unwissenschaftlich, sich nur die Jahre herauszupicken, die zufällig die eigene Hypothese bestätigen.

    Klimatologische Trends bestimmt man üblicherweise über 30 Jahre, weil erst dann das Signal deutlich stärker wird als das Rauschen. Kürzere Zeiträume erfordern, daß man gewissenhaft analysiert, ob festgestellte Trends signifikant sind. Die oben für 6 Jahre behaupteten Trends sind nicht signifikant, was sofort klar wird, wenn man sich die Konfidenzintervalle der linearen Regressionen anschaut.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 07:46

  19. @for4zim, Andy

    „Klimatologische Trends bestimmt man üblicherweise über 30 Jahre, weil erst dann das Signal deutlich stärker wird als das Rauschen.“

    „Ein Klimatrend lässt sich grundsätzlich nur aus einem Beobachtungszeitraum von 30 Jahren ableiten.“

    RSS, UAH – Bezugsperiode (Satellitendaten) ist 1978-1999 und nicht 1978-2007.

    30 Jahre sind ein fiktiver Richtwert, keine naturgegebene Größe. Die letzten 6-7 Jahre zeigen keinen Anstieg. Legen Sie ein gleitendes Jahresmittel durch. Siehe hier:

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/04/11/differenzen-der-globaltemperatur-%e2%80%93-nachtrag/

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 10:53

  20. @for4zim #30

    Zur Temperaturgeschichte von Berlin und Paris ab 1701

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/02/01/die-temperaturgeschichte-berlins-der-letzten-300-jahre/
    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/02/02/die-temperaturgeschichte-berlins-und-paris-der-letzten-250-jahre-im-vergleich/

    Das von Wetterstationen gemessene Maximum um 1760 (zusammenfallend mit ansteigender Sonnenaktivität) wird vom IPCC und PIK, etc. nicht gezeigt.

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 11:05

  21. @for4zim

    Ich habe mir mal Ihrer Blog angeschaut. Sie als Atmosphärenchemiker sollten es eigentlich besser wissen. Sie sollten wissen, dass selbst an der Farbskalierung des Ozonloches gedreht wurde, um es größer erscheinen zu lassen. Die selbe Arbeitsgruppe betreibt jetzt mit der ESA den Satelliten zur Messung der Treibhausgase. 9 Doktorandenstellen sind dort grade ausgeschrieben, andere Bereiche haben kein Geld und die UNI fährt ein Sparprogramm von 100 Mio.

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 11:27

  22. @Müller #31: Die Bezugsperiode der Satellitendaten ergibt sich daraus, daß es vor 1978 diese Messungen noch nicht gegeben hatte. Die kommen also gerade erst auf ihre ersten 30 Jahre. 30 Jahre sind auch kein „fiktiver Richtwert“, sondern eine Erfahrungsgröße, auf die sich Klimatologen aufgrund der ihnen bekannten statistischen Eigenschaften von Klimazeitreihen geeinigt hatten. Man hätte auch 25 oder 35 Jahre vereinbaren können, um diese Details geht es dabei nicht. Aber 6 Jahre sind für irgendeine Trendaussage viel zu kurz. Sie können das selbst feststellen (und ich empfehle es auch aus didaktischen Gründen), indem sie die Konfidenzintervalle zu den Geradensteigungen bestimmen. Sie werden feststellen, daß diese positive Steigungen mit einschließen. Sie können sich das Problem auch mal unter folgendem Link genauer anschauen, bei dem zugleich die Aufweitung des Konfidenzintervalles durch die Autokorrelation der Zeitreihe behandelt wird:

    http://tamino.wordpress.com/2008/03/22/autocorrelation/

    Daß ein gleitendes Jahresmittel aussagekräftig nur in dem Maß ist, wie es von Rauschen beeinflußt wird, ist trivial. Ein 5-Jahresmittel weist noch eine starke Variabilität um den Trend auf und es kommt immer wieder vor, daß ein 5-Jahresmittel einen vorübergehenden Abfall zeigt, obwohl der klimatologische Trend intakt ist.

    Und wie gesagt, es ist schon dadurch offensichtlich, daß wir wissen, daß der klimatologische Trend je nach betrachtetem Zeitraum, Quelle und Verfahren ungefähr bei 0,15 bis 0,2 Grad je Dekade liegt. Wenn sie ein Rauschen haben, daß diese Werte übersteigt, können sie bei Zeiträumen von 10 Jahren und weniger keine sinnvollen Aussagen zum Trend machen.

    #32: Temperaturzeitreihen einzelner Orte sind für die globale Temperatur nicht aussagekräftig. Ich sehe es deshalb noch nicht mal als notwendig an, auch nur die Frage zu erörtern, welche Fehler auf diesen Zeitreihen liegen, ob sie konsistent sind und ob die Daten korrekt sind. Sogar wenn es im 18. Jahrhundert wärmer gewesen sein sollte als heute (wofür es aufgrund der Proxiedaten keine Hinweise gibt), wäre das für die heutige Zeit ohne besondere Bedeutung, weil ja heute die Ursachen für die globale Erwärmung aufgeschlüsselt werden können und der Strahlungsantrieb aus Treibhausgasen als wesentlicher Beitrag übrig bleibt. Hohe Variabilität in der Vergangenheit würde eigentlich nur eines bedeuten: daß die Klimasensitivität der Erde größer ist, als in konservativen Schätzungen angenommen. In dem Fall müßte man sich über den Anstieg der Treibhausgase erheblich größere Sorgen machen als es ohnehin schon geschieht. Als jemand, der gerne hätte, daß man KEINE Maßnahmen gegen den Klimawandel plant, würde ich darauf achten, daß die Klimasensitivität möglichst KLEIN ist und somit die Temperaturänderungen in der Vergangenheit vor dem aktuellen Anstieg der globalen Temperaturen möglichst GERING.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 11:45

  23. #33: Der Zusammenhang zwischen dem Thema hier, meinem Blog und dem Ozonloch ist mir nicht klar. Auch welche Uni wieviel Geld für was erhält, ist wohl für die hier in Frage stehende Sache nicht von Bedeutung.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 11:50

  24. @For4zim #30
    Aus einer S. Rahmstorf Antwort:
    #Dies ist aber letztlich für unseren zentralen Punkt egal, denn die UAH-Daten zeigen für den hier diskutierten Zeitraum 2000-2007 exakt den gleichen Erwärmungstrend wie die Hadley-Daten#

    Betrifft Trends kürzer 30 Jahre

    gefunden hier:
    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-03-15/ist-die-erderwaermung-vorbei/page/2#comment-1642

    Sicher finden sich auch noch andere Beispiele
    Die Datenauswahl findet schon statt, sonst hätten wir ja nicht unterschiedliche Bezugszeiträume, oder ?

    Krishnag

    Freitag, 18 April, 2008 at 12:48

  25. @for4zim

    „Die Bezugsperiode der Satellitendaten ergibt sich daraus, daß es vor 1978 diese Messungen noch nicht gegeben hatte. Die kommen also gerade erst auf ihre ersten 30 Jahre. 30 Jahre sind auch kein “fiktiver Richtwert”, sondern eine Erfahrungsgröße, auf die sich Klimatologen aufgrund der ihnen bekannten statistischen Eigenschaften von Klimazeitreihen geeinigt hatten.“

    Halten wir fest. Der Richtwert von 30 Jahren wird nicht von RSS und UAH verwendet, obwohl Messungen über 30 Jahre vorliegen. NCDC verwendet gar eine Bezugsperiode von 1901-2000. Siehe hier:

    http://lwf.ncdc.noaa.gov/oa/climate/research/anomalies/anomalies.html

    Die 30 Jahre sind also eine „Erfahrungsgröße“ auf die sich die Klimatologen geeinigt haben. Es handelt sich hier also um keine Naturkonstante. Welche Klimatologen haben sich auf 30 Jahre geeinigt, wo doch RSS, UAH und NCDC eine andere Bezugsgröße verwenden? Was ist ein Klimatologe?

    Tamino ist mit Sicherheit keine seriöse und offizielle Quelle.

    „Ein 5-Jahresmittel weist noch eine starke Variabilität um den Trend auf und es kommt immer wieder vor, daß ein 5-Jahresmittel einen vorübergehenden Abfall zeigt, obwohl der klimatologische Trend intakt ist.“

    Verwenden Sie meinetwegen ein 9 jähriges gleitendes Jahresmittel. Hier:

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/03/18/die-tricksereien-des-herrn-rahmstorf/

    Herr Rahmstorf lag hier schon falsch. Auch dort zeigt sich ein Abfall der Temperaturkurve.

    „Und wie gesagt, es ist schon dadurch offensichtlich, daß wir wissen, daß der klimatologische Trend je nach betrachtetem Zeitraum, Quelle und Verfahren ungefähr bei 0,15 bis 0,2 Grad je Dekade liegt. Wenn sie ein Rauschen haben, daß diese Werte übersteigt, können sie bei Zeiträumen von 10 Jahren und weniger keine sinnvollen Aussagen zum Trend machen.“

    Dazu ein Vergleich zwischen IPCC-Formel (Temperaturtrend infolge des derzeit beobachteten CO2-Anstiegs) und dem global gemessenen Temperaturanstieg.

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/04/06/klima-im-widerspruch-der-wissenschaft/

    Wo bleibt denn derzeit der CO2-Feebback und die 0,15 bis 0,2 Grad pro Dekade? Gehen Sie meinetwegen auch bis 1998 zurück.

    „Temperaturzeitreihen einzelner Orte sind für die globale Temperatur nicht aussagekräftig. Ich sehe es deshalb noch nicht mal als notwendig an, auch nur die Frage zu erörtern, welche Fehler auf diesen Zeitreihen liegen, ob sie konsistent sind und ob die Daten korrekt sind. Sogar wenn es im 18. Jahrhundert wärmer gewesen sein sollte als heute (wofür es aufgrund der Proxiedaten keine Hinweise gibt), …“

    Wie ich sehe argumentieren Sie wie Herr Rahmstorf. Mit der Aussage liegen Sie leider wieder einmal falsch. Es handelt sich nicht um Temperaturzeitreihen einzelner Orte und es liegen auch Proxydaten vor, die diese Zeitreihen bestätigen. Hier die Proxydaten. Der Peak um 1760 bestätigt sich. Auch die MWP.

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/02/05/1500-jahre-abkuhlung-in-der-arktis/

    Bzgl. der Temperaturgeschichte unseres Planeten empfehle ich zudem auf diese Veröffentlichungen (Siehe Klimaoptimum Holozän, MWP).

    Grönland:
    http://www.gfy.ku.dk/~klaus/papers/B7-Science1998.pdf

    Ural:
    http://www.clim-past.net/3/237/2007/cp-3-237-2007.pdf

    Weltweit (NH und SH!!!):

    http://www-personal.umich.edu/~shaopeng/97GL01846.pdf

    „…wäre das für die heutige Zeit ohne besondere Bedeutung, weil ja heute die Ursachen für die globale Erwärmung aufgeschlüsselt werden können und der Strahlungsantrieb aus Treibhausgasen als wesentlicher Beitrag übrig bleibt. Hohe Variabilität in der Vergangenheit würde eigentlich nur eines bedeuten: daß die Klimasensitivität der Erde größer ist, als in konservativen Schätzungen angenommen. In dem Fall müßte man sich über den Anstieg der Treibhausgase erheblich größere Sorgen machen als es ohnehin schon geschieht.“

    Wieder der Wortlaut von Herrn Rahmstorf. Siehe hier:

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/03/02/latif-rahmstorf-schonwiese-meinungsmache-gegen-klimaskeptiker/

    In Ihrem Blog greifen Sie des Öfteren auf Rahmstorf zurück.

    Zum Strahlungsantrieb und zum Klimasensitivitätsfaktor kann ich das empfehlen:

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/04/02/zum-strahlungsantrieb-forcing-und-ruckkopplungen-feedbacks-im-system-erde-wenn-klimamodelle-sich-widersprechenden/
    http://home.arcor.de/meino/klimanews/index.html#Tatsachen
    http://home.arcor.de/meino/klimanews/index.html#Die%20fiktive%20Theorie

    „Der Zusammenhang zwischen dem Thema hier, meinem Blog und dem Ozonloch ist mir nicht klar. Auch welche Uni wieviel Geld für was erhält, ist wohl für die hier in Frage stehende Sache nicht von Bedeutung.“

    Nun, Sie sollten wissen wie der Hase läuft. Lesen Sie erst einmal alle meine Links durch, bevor Sie darauf antworten. Was Sie hier und in Ihrem Blog präsentieren ist derart mit Fehlern behaftet, dass es nicht schwer fällt entsprechende Veröffentlichungen vorzulegen, die das Gegenteil belegen. Zudem würde ich mich nicht der Wortwahl und Argumente von Herrn Rahmstorf bedienen.

    P.S: Zum Ozonloch

    http://home.arcor.de/meino/klimanews/ozonloch/index.html

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 13:31

  26. #36: Es bringt nichts, als Ersatz für Argumente in eine Diskussion aus dem Kontext gerissene Schnipsel von einer anderen Stelle einzufügen. Wenn Sie den gesamten Text lesen, werden Sie feststellen, daß Rahmstorf das gleiche aussagt wie ich. Anderes wäre für mich auch überraschend ;).

    Wenn man einen Trend berechnet hat, kann man durchaus Aussagen dazu machen, ob weitere Jahre, die dazu kommen, statistisch in diesem Trend liegen oder ihn verlassen. Sie können aber nicht NUR diese neuen Jahre nehmen und aus ihnen mit der gleichen Konfidenz einen neuen Trend berechnen, wie das hier oben getan wird. Denn dann nehmen sie eine wesentlich kleinere Stichprobe, bei der die Varianz den Trend weitaus übersteigt.

    Welche Schwierigkeit im übrigen zu kurze Betrachtungszeiträume mit sich bringen, zeigen gerade die letzten Monate. Januar und Februar waren plötzlich die Monatsmittelwerte groß in Mode, weil diese durch den La Nina eine starke Abkühlung zeigten. Daß diese monatlichen Schwankungen aus Sicht des Klimatrends einfach Wetter sind, wurde gerne übersehen, wie ja auch auf dieser Webseite hier kommentarlos Schneelandschaften im April aus dem Allgäu gezeigt werden, was nicht das geringste zum Klimawandel aussagt – Sie werden auch bei einer um 2 Grad höheren globalen Temperatur einzelne Jahre erleben, bei denen in Höhenlagen in Deutschland Schnee im April liegen bleibt. Wetter ist nun einmal so variabel.

    Im März war dann die Freude der „Skeptiker“ vorbei. Die hohen Temperaturen in Asien haben die globalen Monatsmittel noch während des anhaltenden La Nina hoch getrieben auf den zweitwärmsten März der Aufzeichnungen. Da wurde es dann wieder still. Es ist eine Voraussage, mit der ich mich nicht weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, daß auch 2008 gut im Erwärmungstrend liegen wird und innerhalb der nächsten 5 Jahre, wenn es keinen besonders großen Vulkanausbruch gibt, alle Zeitreihen (HADCRUT3, MCDC, UAS, RSS) ein neues Rekordjahr bei den Jahresanomalien feststellen werden. GISS nehme ich aus, weil der letzte Rekord 2005 zu kurz zurückliegt.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 13:49

  27. @For4zim
    Na is schon klar, von 1860 bis 1880 ist ein linearer Trend von ca. 0,15° pro Dekade natürlich, von 1910 bis 1940 sind die ca. 0,16° pro Dekade auf das CO2 zurückzuführen und die rund 0,5° in 60 Jahren von 1945 bis 2005 sind eine Katastrophe mit ca. 0,1° pro Dekade (auf Basis der hadcrut3- Daten).
    Oder anders, eine 30 Jahre dauernde Abkühlung um 0,1K/Dekade von 1880 ist normal, ein Anstieg von 0K/Dekade 1945-1975 übersehen wir -bei stark steigendem CO2- aber die 30 Jahre von 1960-1990 sind d i e Katastrophe.
    Das ist selektive Wahrnehmung, und hat mit Wissenschaft nichts zu tun.
    Schauen sie sich die Daten unter http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/ an, da können sie den aktuellen Klimasprung im „Global sea ice area“ sehen. Eine Zunahme um ca. 4Mio km² Meereisfläche ist einmalig in den letzten 30 Jahren.

    MfG

    Wetterfrosch

    Freitag, 18 April, 2008 at 14:02

  28. #37: Halten wir fest. Der Richtwert von 30 Jahren wird nicht von RSS und UAH verwendet, obwohl Messungen über 30 Jahre vorliegen. NCDC verwendet gar eine Bezugsperiode von 1901-2000.
    Sie verwechseln hier den Bezugszeitraum für die Berechnung einer Anomalie mit der Aussage darüber, welche Zeiträume klimatologisch bedeutsam sind. Wenn Sie eine Anomalie bestimmen wollen, müssen Sie von ihrem beobachteten Wert irgendwas abziehen. Was sie abziehen, ist fast egal. Es kann der Wert in einem bestimmten Jahr sein oder in irgendeinem Bezugszeitraum. Wichtig ist nur, daß sie den Bezugspunkt konsistent für ihre Zeitreihe beibehalten. Die verschiedenen Zeitreihen haben jeweils verschiedene Bezugspunkte, deshalb können Sie auch nicht ohne eine Reskalierung alle Zeitreihen in ein Diagramm plotten bzw. GISS relativ zu MCDC oder HADCRUT3 diskutieren.
    Eine andere Frage ist, ab wann Trends in der Zeitreihe von Anomalien, egal auf was bezogen, signifikant sind. Das kann man NUR durch Berechnung des Konfidenzintervalls feststellen. Man kann aber einen ERFAHRUNGSWERT heranziehen, den Leute aufgestellt haben, die sich professionell mit solchen Fragen beschäftigen. Das sind die genannten 30 Jahre. Im Einzelfall kann man auch über kürzere Zeiträume statistisch signifikante Trends feststellen, aber eben nicht über 6 Jahre oder die letzten 10 Jahre.

    Der Link zu Tamino ist KEIN Argument dabei, sondern eine Hilfestellung, daß sie sich die mit dem statistischen Verfahren verbundenen Probleme genauer anschauen können. Ich empfehle Ihnen, daß sie selbst die Konfidenzintervalle ihrer statistischen Größen berechnen, denn Sie werden sich selbst eher glauben als mir, wenn ich Ihnen das Ergebnis an den Kopf knalle.

    Die anderen Links, die Sie zum Thema anbieten, enthalten die gleichen Probleme: Trendaussagen zu viel zu kurzen Zeiträumen und Wetter als Indikator für klimatische Trends. Damit können Sie die Diskussion beliebig lange im Kreise laufen lassen, ohne irgendwo hin zu kommen.

    Das Ozonproblem ist, wie geschrieben, eine völlig andere Frage, und wir tun uns keinen Gefallen damit, dauernd neue Fässer aufzumachen, deshalb schreibe ich dazu nichts.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 14:15

  29. @for4zim

    „Januar und Februar waren plötzlich die Monatsmittelwerte groß in Mode, weil diese durch den La Nina eine starke Abkühlung zeigten.“

    Das ist ja schrecklich mit Ihnen. Nicht La Nina war der Kältepol, sondern Asien und die Antarktis.

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/03/18/die-tricksereien-des-herrn-rahmstorf/

    http://data.giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/do_nmap.py?year_last=2008&month_last=3&sat=4&sst=1&type=anoms&mean_gen=1203&year1=2008&year2=2008&base1=1979&base2=2008&radius=1200&pol=reg

    Sie reden Herrn Rahmstorf und Co. leider nur nach dem Mund.

    „Daß diese monatlichen Schwankungen aus Sicht des Klimatrends einfach Wetter sind, wurde gerne übersehen, wie ja auch auf dieser Webseite hier kommentarlos Schneelandschaften im April aus dem Allgäu gezeigt werden, was nicht das geringste zum Klimawandel aussagt.“

    Die Schneelandschaftlen zeige ich nicht als Klimatrend, sondern als Beleg für Extremwetterlagen mit Kälteeinbrüchen. Tauchen die in den Modellen für Extremwetter auf? Nein. Dort ist die Rede von Hitzewellen, Regenfällen, Überschwemmungen ,…

    „Im März war dann die Freude der “Skeptiker” vorbei. Die hohen Temperaturen in Asien haben die globalen Monatsmittel noch während des anhaltenden La Nina hoch getrieben auf den zweitwärmsten März der Aufzeichnungen.“

    Sie zitieren nur die GISS-Daten. RSS, UAH und HadCRUT3 zeigen etwas anderes für März. Das Max. des La Nina, der wie gesagt nicht Kältepol des Globus war, lag im Jan. 2008. In März hatte sich La Nina schon erheblich abgeschwächt.

    „Es ist eine Voraussage, mit der ich mich nicht weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, daß auch 2008 gut im Erwärmungstrend liegen wird und innerhalb der nächsten 5 Jahre, wenn es keinen besonders großen Vulkanausbruch gibt, alle Zeitreihen (HADCRUT3, MCDC, UAS, RSS) ein neues Rekordjahr bei den Jahresanomalien feststellen werden. GISS nehme ich aus, weil der letzte Rekord 2005 zu kurz zurückliegt.“

    Sagen Sie als Qualitätsmanager, der sich mal mit bodennahen Ozon beschäftigt hat? Zudem fehlt das Impressum in Ihrem Blog und Angaben zum naturwiss. Abschluss.

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 14:18

  30. #40 Wetterfrosch:
    Sie demonstrieren eigentlich nur, daß man durch Auswahl der Beobachtungszeiträume zu verschiedenen Trends kommen kann. Erst der Blick auf die Fehler dieser Aussagen zeigt dann, wie signifikant der Trend ist. Der zweite Punkt ist, daß Klimaänderungen nicht monokausal sind. Modelle, die vergangene Zeiträume nachvollziehen, müssen z.B. Änderungen der solaren Strahlungsstärke, des Strahlungsantriebs aus Treibhausgasen, aus Aerosol (anthropogen oder Vulkane) und Wolken, Änderungen der Albedo usw. berücksichtigen. Aus solchen Rechnungen ergibt sich dann auch, daß man zu Beginn der Zeitreihen vor allem Einflüsse der Sonne und von Vulkanausbrüchen sieht, später amthropogenes Aerosol den beginnenden Strahlungsantrieb anthropogener Treibhausgase überdeckt, und ca. seit den 70er Jahren zunehmend der Strahlungsantrieb der anthropogenen Treibhausgase und angekoppeltes Feedback (z.B. aus Wasserdampf) dominiert. Gerade weil die Temperaturzeitreihe diese Auf und Abs in Übereinstimmung mit der Theorie zeigen, kann man sich über die heutige Ursache des weiteren Temperaturanstiegs so sicher sein.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 14:24

  31. #41: Die eigentliche Frage, nämlich die Signifikanz ihrer behaupteten Trends, werden Sie noch nacharbeiten müssen. Bis dahin bringt das weitere Reden darüber nichts.

    Daß Sie gleichzeitig ins persönliche Abgleiten (was hat mein Blog mit dieser Frage hier zu tun?) ist bedauerlich und verbessert Ihre Argumentation nicht im geringsten.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 14:28

  32. @for4zim

    „Sie verwechseln hier den Bezugszeitraum für die Berechnung einer Anomalie mit der Aussage darüber, welche Zeiträume klimatologisch bedeutsam sind.“

    Nochmals die Fragen: Was sind Klimatologen? Wer hat festgelegt, dass 30 Jahre klimatologisch bedeutsam sind? Gibt es einen naturwiss., geophysikalischen Zusammenhang zur Wahl von genau 30 Jahren?

    „Eine andere Frage ist, ab wann Trends in der Zeitreihe von Anomalien, egal auf was bezogen, signifikant sind. Das kann man NUR durch Berechnung des Konfidenzintervalls feststellen. Man kann aber einen ERFAHRUNGSWERT heranziehen, den Leute aufgestellt haben, die sich professionell mit solchen Fragen beschäftigen. Das sind die genannten 30 Jahre.“

    Also ich komme aus der Klimaforschung. Konfidenzintervall schön und gut. Bei langen Zeitreihen wird der Vertrauensbreich automatisch eingegrenzt, da die Streuung kleiner wird. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das die Globaltemperatur in den letzten 6-7 Jahren nicht gestiegen ist. Dafür reicht der Vertrauensbereich allemal. Sind nun die 30 Jahre ein Erfahrungswert, oder zur Eingrenzung des Vertrauensbereiches notwendig? Ein Erfahrungswert ist eine fiktive Größe. Der Vertrauensbereich lässt sich auch nicht an 30 Jahren festmachen. Gibt es eine naturwiss. Begründung dafür, dass 30 Jahre notwendig sind?

    „Ich empfehle Ihnen, daß sie selbst die Konfidenzintervalle ihrer statistischen Größen berechnen, denn Sie werden sich selbst eher glauben als mir, wenn ich Ihnen das Ergebnis an den Kopf knalle.“

    Den Vertrauensbereich ist aus der Streuung der Monatsmittelwerte ersichtlich. Da brauchen Sie mir nichts vor den Kopf knallen. Auch ein gleitendes Jahresmittel über 9 Jahre bildet die Klimaschwankungen der Vergangenheit hervorragend ab. Eine solche Glättung zeigt ein Abknicken nach unten am Ende der Zeitreihe.

    „Das Ozonproblem ist, wie geschrieben, eine völlig andere Frage, und wir tun uns keinen Gefallen damit, dauernd neue Fässer aufzumachen, deshalb schreibe ich dazu nichts.“

    Das wundert mich nicht.

    „Daß Sie gleichzeitig ins persönliche Abgleiten (was hat mein Blog mit dieser Frage hier zu tun?) ist bedauerlich und verbessert Ihre Argumentation nicht im geringsten.“

    Nun, ich denke Sie sind zuerst persönlich geworden:

    „Daß diese monatlichen Schwankungen aus Sicht des Klimatrends einfach Wetter sind, wurde gerne übersehen, wie ja auch auf dieser Webseite hier kommentarlos Schneelandschaften im April aus dem Allgäu gezeigt werden..“

    „Man kann aber einen ERFAHRUNGSWERT heranziehen, den Leute aufgestellt haben, die sich professionell mit solchen Fragen beschäftigen.“

    „Ich empfehle Ihnen, daß sie selbst die Konfidenzintervalle ihrer statistischen Größen berechnen, denn Sie werden sich selbst eher glauben als mir, wenn ich Ihnen das Ergebnis an den Kopf knalle.“

    „Die eigentliche Frage, nämlich die Signifikanz ihrer behaupteten Trends, werden Sie noch nacharbeiten müssen. Bis dahin bringt das weitere Reden darüber nichts.“

    Ich fasse einmal zusammen: Ihrer Meinung nach bin ich offensichtlich nicht in der Lage Extremwetterereignisse (Schneelandschaften) von Klima zu unterscheiden. Zudem gehöre ich nicht zu den Leuten mit ERFAHRUNGSWERTEN. Weiter bin ich als Umweltphysiker nicht in der Lage Konfidenzintervalle abzuschätzen. Zudem habe ich „meine Trends“ nachzuarbeiten. Bis dahin bringt Reden mit mir nichts.

    Nur zur INFO: Ein gleitendes Mittel über 11 Jahre verwendet u.a. Herr Rahmstorf. Reichen die denn nach Ihrer Meinung aus? Ein gleitendes Jahresmittel über 9 Jahre verwendet u.a. das PIK. Hier:

    http://saekular.pik-potsdam.de/2007_de/

    Das 10 Jahre nicht reichen hatten Sie ja schon gesagt. Nehme ich dieses gleitende Mittel über 9 Jahre des PIK, so ergibt sich für die Globaltemperatur eine nach unten abknickende Kurve am Ende der Zeitreihe.

    Weiter stelle ich fest, dass Sie leider keine meiner Fragen beantwortet haben.

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 15:40

  33. Mal abgesehen davon, daß Sie jetzt noch stärker versuchen, die Diskussion auf die persönliche Ebene zu bringen, ein Spiel, das ich nicht mitspielen werde, ihre ganze Argumentation hängt an der Signifikanz der von Ihnen behaupteten Trends. Diese Signifikanz zu bestimmen, weigern Sie sich. Der Grund dafür ist möglicherweise, daß Sie sehr wohl wissen, daß die von Ihnen behaupteten Trends statistisch nicht signifikant sind. Ihre ganze Argumentation hängt daran und fällt damit zusammen. Sie können von mir aus gerne Umweltphysiker sein und hocherfahren, ihre Argumentation ist trotzdem falsch. Sollten Sie ehrlich davon überzeugt sein, daß Sie recht haben, dann empfehle ich dringend, daß Sie die Konfidenzintervalle Ihrer Trendparameter bestimmen. Das würde Sie auch fachlich weiter bringen.

    for4zim

    Freitag, 18 April, 2008 at 15:59

  34. @for4zim

    „Mal abgesehen davon, daß Sie jetzt noch stärker versuchen, die Diskussion auf die persönliche Ebene zu bringen, ein Spiel, das ich nicht mitspielen werde, ihre ganze Argumentation hängt an der Signifikanz der von Ihnen behaupteten Trends. Diese Signifikanz zu bestimmen, weigern Sie sich.“

    Noch einmal. Es handelt sich nicht um meine Trends. Ein gleitendes Mittel über 9 Jahre wird auch vom PIK verwendet. Die Streuung der Werte (Vertrauensbereich) sieht man in den Graphen. Sie sprechen mit die Kompetenz ab und haben die Sache auf eine persönliche Ebene gebracht.

    „Der Grund dafür ist möglicherweise, daß Sie sehr wohl wissen, daß die von Ihnen behaupteten Trends statistisch nicht signifikant sind. Ihre ganze Argumentation hängt daran und fällt damit zusammen.“

    Dann bringen Sie bitte einen Beleg dafür, das Trends unter 10 Jahren statistisch nicht signifikant sind und ca. 30 Jahre erforderlich sind. Sie stellen eine Behauptung auf, also sind Sie in der Bringschuld. Sollten Sie diesen Beleg erbringen können, so sind auch die 9 Jahres Trends des PIK falsch.

    „Sie können von mir aus gerne Umweltphysiker sein und hocherfahren, ihre Argumentation ist trotzdem falsch.“

    Auch hierfür bitte Belege, wenn Sie schon wieder persönlich werden, was Sie eigentlich ja nicht machen wollen.

    „Sollten Sie ehrlich davon überzeugt sein, daß Sie recht haben, dann empfehle ich dringend, daß Sie die Konfidenzintervalle Ihrer Trendparameter bestimmen. Das würde Sie auch fachlich weiter bringen.“

    Noch einmal. Sind die Konfidenzintervalle für Sie nicht aus der Streuung der Monatsmittelwerte ersichtlich? Sollte da widererwartend ein größerer Wert durch Berechnung herauskommen? Die Werte stehen sogar auf der Seite des Met Office. Hier:

    http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/

    http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/time-series.html

    http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/monthly

    Soll ich einen Plot mit den Daten (nicht meine Trendparameter) für Sie daraus machen (1998-2008)? Oder hier die Trendparameter des PIK mit gleitendem Jahresmittel über 9 Jahre.

    Ist das gleitende Jahresmittel über 9 Jahre nun zu kurz, oder nicht? Wenn ja, dann machen die Experten die gleichen Fehler, die Sie mir vorhalten.

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 16:41

  35. Sehr geehrter Herr Prof. Müller!

    „Konfidenzintervalle Ihrer Trendparameter“

    Könnten Sie das bitte einem Interessierten erklären?

    Schmidt

    Freitag, 18 April, 2008 at 16:50

  36. @Schmidt

    Konfidenzintervall. Grob gesagt Vertrauensbereich, Fehlergrenzen, Fehlerbalken …

    http://de.wikipedia.org/wiki/Konfidenzintervall

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 17:02

  37. Hr. Prof. Müller!

    Nun gut, das ist ja einiges, Danke fürs erste!

    Schmidt

    Freitag, 18 April, 2008 at 17:06

  38. Hier noch einmal die 4 Monatsmittelwerte der 4 Institute (GISS-NASA, HadCRUT3-Met Office (Bodenmessungen) , RSS, UAH (Satellitenmessungen)), jeweils mit gleitendem Jahresmittelwert (die bunten Linien) (Zeitraum 1998-2008). Die Klimawissenschaftler weisen immer auf die hervorragende Übereinstimmung hin.

    Man sieht nahezu einen synchronen Verlauf. for4zim vertritt allerdings die Meinung, dass sich kein aussagekräftiger Trend aus einem Zeitraum von unter 10 Jahren ableiten lässt, da die Fehlergrenzen zu groß sind.

    1. Leitet das PIK wie gesagt seine Temperaturkurven aus einem gleitenden 9 jährigen Mittelwert ab. Herr Rahmstorf verwendet idR einen gleitenden 11 jährigen Mittelwert.

    2. Bildet auch das Met Office einen gleitenden Jahrestrend. Die Fehlergrenzen sind verzeichnet.

    3. Zeigt die hervorragende Synchronität der 4. Datensätze, dass die Fehler sich in Grenzen halten.

    Dieses Herr for4zim stellen Sie in Frage?

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 19:39

  39. #42
    Schön. Ich habe ihnen gezeigt, dass man mit der Wahl verschiedener Intervalle sehr unterschiedliche „Trends“, alle mitsamt 30 Jahre klimarelevant, zu erhalten.
    Wir sprechen innerhalb dieser Intervalle von Einzelfaktoren, welche im ungeglätteten Reihen zu dem bekannten Rauschen führen, wie z.B. El Niño oder Vulkanausbrüche, sie haben die wichtigen schon aufgezählt.
    Daraus ergeben sich mitnichten die nahezu periodischen Klimaschwankungen, welche wir seit Beginn der genauen Temperaturmessungen beobachten.
    Ich finde es dagegen erheiternd, wie sich Vulkanausbrüche, Wolken, Aerosole und CO2 in ihr Abbild des kaputten Klimas fügen.
    Allerdings werden sie damit die Entwicklung der letzten 10 Jahre nicht erklären können, denn Albedo hat sich weiter verringert (z.B. Rückgang des Eises, Die Wolkenbedeckung seit ’76 beträchtlich verringert), und CO2 über alle Maßen erhöht.
    Auch lassen sich mit ihren Begründungen reale Klimasprünge, wie z.B. in Alaska 1976 oder der Arktis/Antarktis 2007-2008 nicht erklären.
    Ich empfehle ihnen dazu das Studium u.a. von http://icecap.us/images/uploads/More_on_The_Great_Pacific_Climate_Shift_and_the_Relationship_of_Oceans_on_Global_Temperatures.pdf
    Zum Einfluss der Sonne möchte ich die Arbeit von Scafetta and West empfehlen:
    http://www.fel.duke.edu/~scafetta/pdf/2007JD008437.pdf

    MfG

    Wetterfrosch

    Freitag, 18 April, 2008 at 20:21

  40. @Wetterfrosch

    „Allerdings werden sie damit die Entwicklung der letzten 10 Jahre nicht erklären können, …“

    Eine Entwicklung der letzten 10 Jahre sieht Herr for4zim auch nicht. Alles statistisches Fehlerrauschen, wenn ich das richtig verstanden habe :)

    Müller

    Freitag, 18 April, 2008 at 22:22

  41. #52 Müller
    Ja, so ist es leider.
    PS: Gibt es auch einen Smiley für Scheuklappen?

    Wetterfrosch

    Freitag, 18 April, 2008 at 23:42

  42. Zu # 51:

    Lieber Wetterfrosch,

    wie PDO das Klima von Alaska beeinflussen kann, ist von Hartmann und Wendler intensiv untersucht worden (2005, Journal of Climate; http://climate.gi.alaska.edu/ResearchProjects/pages/AKpaper10.html). Die Zusammenfassung lautet:

    „The 1976 Pacific climate shift is examined and its manifestations and significance in Alaskan climatology during the last half-century are demonstrated. The Pacific Decadal Oscillation Index shifted in 1976 from dominantly negative values for the 25-year time period 1951-1975 to dominantly positive values for the period 1977-2001.

    Mean annual and seasonal temperatures for the positive phase were up to 3.1°C higher than for the negative phase. Likewise, mean cloudiness, wind speeds, and precipitation amounts increased while mean sea level pressure and geopotential heights decreased. The pressure decrease resulted in a deepening of the Aleutian Low in winter and spring. The intensification of the Aleutian Low increased the advection of relatively warm and moist air to Alaska and storminess over the state during winter and spring.

    The regime shift is also examined for its effect on the long-term temperature trends throughout the state. The trends that have shown climatic warming are strongly biased by the sudden shift in 1976 from the cooler regime to a warmer regime. When analyzing the total time period from 1951 to 2001, warming is observed, however the 25-year period trend analyses before 1976 (1951-1975) and thereafter (1977-2001) both display cooling, with a few exceptions. In this paper we emphasize the importance of taking into account the sudden changes that result from abrupt climatic shifts, persistent regimes and the possibility of cyclic oscillations, such as the PDO, in the analysis of long-term climate change in Alaska.“

    Ich habe fuer eine Praesentation vor der Alaska Climate Impact Assessment Commission im April vergangenen Jahres die Untersuchungen auf fruehere Jahre ausgedehnt. Man kann die Ergebnisse unter http://housemajority.org/coms/cli/uaf_gerhard_kramm.pdf finden, und zwar die Slides 29 – 37.

    Herzliche Gruesse aus Fairbanks

    Gerhard Kramm

    Gerhard Kramm

    Samstag, 19 April, 2008 at 03:38

  43. Lieber Herr Mueller,

    mit Bezug auf Latif’s Beitrag zur Hurrikan-Aktivitaet moechte ich auf den Artikel von Emanuel et al. aufmerksam machen, der im Maerz 2008-Heft von BAMS erschienen ist. Die URL-Adresse lautet:

    http://ams.allenpress.com/perlserv/?request=res-loc&uri=urn%3Aap%3Apdf%3Adoi%3A10.1175%2FBAMS-89-3-347

    Ich hoffe, dass der link funktioniert.

    Herzliche Gruesse aus Fairbanks

    Ihr

    Gerhard Kramm

    Gerhard Kramm

    Samstag, 19 April, 2008 at 03:44

  44. Lieber Herr Kramm,

    danke für die Bestätigung.

    Gibt es Informationen über einem früheren Klimasprung in der Größenordnung von 1945/1976? Vermutlich ist die Oszillation in der kleinen Eiszeit anders gelaufen?

    „The maxima of the globally averaged temperature and the mean
    Arctic coast temperature at the beginning of the 4th decade of the
    past century cannot be explained by an increase in the atmospheric
    CO2 concentration.“
    Schon klar, aber die Hysteriker werden noch das Gegenteil behaupten, wenn ihnen bereits Eiszapfen an der Nase hängen. Denn wir wissen ja, „die Wärme versteckt sich nur hinter der Kälte…“.

    Irgendwo habe ich mal gelesen: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Gegenwart nicht verstehen.“
    Na ja, Hauptsache, wir kennen die Zukunft in 100 Jahren.

    Mit freundlichen Grüßen aus Sachsen
    Wetterfrosch

    Wetterfrosch

    Samstag, 19 April, 2008 at 14:16

  45. Wie ich sehe, ist die einzige Frage, die wesentlich für die Aussage dieses Beitrags ist, nämlich ob die behaupteten Trends signifikant sind, weiterhin unbeantwortet. Das ist bedauerlich. Wenn ich eine Aussage mache, würde ich mich eigentlich zuerst mal darum sorgen, ob diese denn signifikant ist.

    Ich habe mir inzwischen beispielhaft die Hadley Centre Daten angeschaut, und dabei, um mir Arbeit zu sparen, die Jahresmittelwerte. Die Monatsdaten erhöhen das Rauschen und würden daher die Signifikanz eines berechneten Trends weiter verringern. Dabei habe ich zwei Möglichkeiten durchgerechnet. Einerseits habe ich auf Basis der t-Statistik die Konfidenzintervalle für die lineare Regression bestimmt. Wie erwartet, liegen die obere und untere Grenze des Vertrauensbereichs so weit auseinander, daß man durch die Daten Geraden mit fast beliebiger positiver und negativer Steigung legen kann. Zum anderen habe ich mit einem F-Test die Signifikanz der Korrelation und damit der linearen Regression bestimmt. Erst wenn man mindestens 23 Jahre an Daten zusammen hat, wird die Korrelation nach dem F-Test signifikant auf dem 97,5% Niveau.

    Nach wie vor empfehle ich dem Verfasser des Artikels, mal selbst diese ganzen Tests durchzurechnen (vielleicht habe ich mich ja verrechnet…) und sich davon zu überzeugen, ob er eigentlich statistisch signifikante Aussagen über den Klimatrend macht.

    for4zim

    Dienstag, 22 April, 2008 at 09:05

  46. Lieber For4zim

    1. Fehler

    Sie nehmen nur die Jahresmittelwerte und nicht die Monatsmittelwerte.

    2. Fehler

    Sie legen ausschließlich Graden durch die Werte. Sie nehmen also einen linearen Trend an und wollen diesen bestätigen.

    Haben Sie auch so mit Ihren Modellen (Schadstoffverteilung über Deutschland, Spurenstoff(Ozon)prognosen) beim DWD (Klima & Umwelt) gearbeitet?

    Deshalb ist das auch in die Hose gegangen und Sie sind ins Qualitätsmanagement gewechselt?

    Müller

    Dienstag, 22 April, 2008 at 11:49

  47. Wie ich sehe, wollen Sie erneut nicht auch nur in Erwägung ziehen, daß Sie einen Fehler gemacht haben könnten, sondern versuchen auch noch Ihnen nicht genehmen Argumenten dadurch zu entgehen, daß Sie schon wieder persönlich werden? Mit jedem solchen Angriff demonstrieren Sie doch nur, daß Ihnen die sachlichen Argumente fehlen.

    Zu 1.: Sie müßten wissen, daß das Argument nicht davon tangiert wird, daß ich Jahresmittelwerte genommen hatte. Im Gegenteil: das macht die Streuung geringer. Warum rechnen Sie es nicht nach? Sie schreiben doch, Sie seien (Umwelt-)Physiker. Die entsprechende Statistik ist Teil der Vorlesungen im Grundstudium.

    Zu 2.: Selbstverständlich lege ich eine Gerade durch die 6 verrauschten Punkte. Was, um Gottes Willen, wollen Sie an diese Daten anpassen? Warum haben Sie denn einen linearen Trend in Ihr eigenes Bildchen (siehe oben!) eingezeichnet?

    for4zim

    Dienstag, 22 April, 2008 at 15:48

  48. @Mueller
    „Betrachtet man von den oben gezeigten Temperaturkurven die letzten 6 Jahre, dann stagniert die Temperatur bzw. nimmt global leicht ab. Die Computerprognosen sprechen aber von einer beständigen Erwärmung. Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.“
    Das ist natuerlich auch glatt erlogen. Vielleicht merkts ja keiner?
    Einfach auf der CMIP3 Seite nachschauen.
    „Sie legen ausschließlich Graden durch die Werte. Sie nehmen also einen linearen Trend an und wollen diesen bestätigen.“
    Genau, und wenn die Daten jetzt hyperbolisch weggingen, dann waere diese These (einer Gerade) eben zurueckgewiesen worden und so ist sie jetzt eben bestaetigt. Toll.
    Die Modelle sagen je nach Scenario leicht nicht-lineare T-Steigungen voraus, wobei aber jeweils 30-40 Jahresstuecke ganz gut linear approximiert werden koennen. Auch dafuer reich ein Blick in den IPCC Kapitel 10. Bis 2020 (somit praktisch unabhaengig vom Scenario) liegen sie so bei 0.2±0.05°C/dec.

    Georg Hoffmann

    Dienstag, 22 April, 2008 at 15:57

  49. @ For4zim, Hoffmann

    Tja, sieht so aus, als könnten Sie beide nicht die Wahrheit vertragen. Ich denke die anliegenden Graphen zum Beitrag, welche ich grade eingestellt habe, sprechen für sich. Sonst wäre Ihrer beider Aufregung auch nicht so groß :)

    Lustig finde ich, dass sich ausgerechnet zwei Modellierer beschweren, die Ihr Geld mit der Sache verdienen bzw. verdient haben. Ist schon schlimm, wenn die Modelle nicht das zeigen, was die Messungen zeigen.

    Ich mache mal einen Vorschlag. Statt der Temperaturkurve passe ich einmal die CO2-Kurve durch Gradenabschnitte an. Ich sehe schon die Beschwerden. Nein, dass ist nicht erlaubt. Es muss ein exponentieller Anstieg herauskommen. Wie gut, dass die Modellierer schon vorher wissen, was herauskommen soll und die Messdaten entsprechend nachkorrigieren :)

    Müller

    Dienstag, 22 April, 2008 at 18:13

  50. @Mueller
    Geht das nicht in dein kleines Koepfchen?
    Schau mal:
    „Die Computerprognosen sprechen aber von einer beständigen Erwärmung. Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.“
    Und um das zu zeigen, muttu die Coputerprognosen nehmen und mal nachschauen ob die Modelle tatsaechlich von einer bestaendigen Erwaermung sprechen. Wieviel gibts du mir fuer jede sechs Jahresperiode in den Modelllaeufen die keinen Anstieg zeigt oder gar abfaellt? Nicht genug damit, jeder Modell Daten Vergleich muss Fehlerbalken und Unsicherheiten beruecksichtigen.
    Den Satz da oben hast du geschrieben und er ist falsch. So einfach ist das. Das Ensemble der Modelllaeufe IST mit den Beobachtungen in Uebereinstiummung, die gegenteilige Behauptung IST ein Strohmann und es gibt einzelne Laeufe die ganau so etwas tun, wie wir es jetzt in den letzten 6 oder zehn Jahren beobachten. Du weisst eben nicht, was du sagst.
    Die Daten selbst geben an, wie lange man mindestens beobachten muss um einen soliden Trend zu sehen. Mindestens 15 besser 20 Jahre und das iost ein statistische EIgenschaft dieser Daten, die man sehr guten eben mit einem linearen Trend plus leicht rosa Rauschen beschreiben kann.Wenn dir das alles zuviel ist, warum schreibst du dann darueber?

    Georg Hoffmann

    Dienstag, 22 April, 2008 at 18:31

  51. Es gibt noch eine schlechte Nachricht für Herrn Müller: „Ich mache mal einen Vorschlag. Statt der Temperaturkurve passe ich einmal die CO2-Kurve durch Gradenabschnitte an.“
    Das könnte man für das gesamte 20. Jahrhundert mit einem Fehler von, ich denke, maximal 1% tun. Bei kleinen relativen Änderungen, und wir reden hier von kaum 30% in 100 Jahren, lassen sich Exponentialfunktionen gut durch Linearisierungen approximieren. Ich weiß allerdings nicht, was daran ein Argument wäre, daß Sie nicht die Konfidenzbereiche IHRER Anpassungen bestimmen. SIE wollen ja etwas beweisen. Wenn Sie das wollen, sollten Sie die statistische Basis sichern. Vorausgesetzt natürlich, Sie beherrschen diese grundlegenden Praktiken. Für einen Umweltphysiker sollte das ja kein Problem sein, nicht wahr?

    for4zim

    Dienstag, 22 April, 2008 at 21:34

  52. @ Hoffmann, For4zim

    Einfach köstlich, wie Sie sich beide gegeneinander ausspielen :)

    „Wieviel gibts du mir fuer jede sechs Jahresperiode in den Modelllaeufen die keinen Anstieg zeigt oder gar abfaellt?“

    Herr Hoffmann bestätigt den Abfall innerhalb der Fehlergrenzen.

    Und Herr Zimmermann bestätigt, dass sich eine „Exponentialfunktion“ durch Linearisierungen approximieren lässt.

    „Bei kleinen relativen Änderungen, und wir reden hier von kaum 30% in 100 Jahren, lassen sich Exponentialfunktionen gut durch Linearisierungen approximieren.“

    Sag ich doch.

    „Ich weiß allerdings nicht, was daran ein Argument wäre, daß Sie nicht die Konfidenzbereiche IHRER Anpassungen bestimmen.“

    Das brauche ich auch nicht. Schauen Sie einfach auf die Streuung der Monatsmittelwerte. Ich kann daraus den Konfidenzbereich direkt ablesen. Sie nicht? Zudem ist der Konfidenzbereich bei der Glättung des Met Office direkt eingezeichnet. Der schattierte Bereich.

    Herr Hoffmann, erzählen Sie das bitte Herrn Zimmermann. Die Modelle für die bodennahe Ozonverteilung sind schon in die Hose gegangen. Sie sind ja noch im Job :)

    Müller

    Dienstag, 22 April, 2008 at 22:31

  53. Langsam habe ich den Verdacht, Sie wissen wirklich nicht, was eigentlich ein Vertrauensbereich ist, wie man ihn bestimmt und wie man damit umgeht. Das Hadley Centre gibt definitiv nicht das Konfidenzintervall für Ihre linearen Regressionen an, sondern den Fehler ihrer Daten. Wenn Sie je wissenschaftlich gearbeitet hätten, müßte Ihnen der Unterschied klar sein.

    for4zim

    Dienstag, 22 April, 2008 at 22:43

  54. @For4zim

    Sehen Sie hier

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/01/14/der-anfang-vom-ende-unserer-warmzeit/#comment-686

    Welchen Link hatte ich Ihnen da genannt? Diesen:

    http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/

    Was steht da gleich ganz oben auf dem 1. Graphen?

    „Smoothed annual average and 95% confidence range“

    Begreifen Sie das? Soll ich es Ihnen übersetzen?

    Es handelt sich auch nicht um eine lineare Regression, sondern um eine „Annual series smoothed with a 21-point binomial filter“.

    Ich sagte ja, dass mit der bodennahen Ozonverteilung beim DWD ist schon in die Hose gegangen.

    Peinlich, peinlich.

    Müller

    Mittwoch, 23 April, 2008 at 00:56

  55. Ja, peinlich. Das Konfidenzintervall eines Binomialfilters für 21 Jahre ist nicht das Konfidenzintervall für Ihre linearen Regressionen aus Ihrem Bildchen zu Temperaturdaten der letzten 6 Jahre. War Ihnen das etwa nicht klar? Haben Sie sich mal angesehen, was die machen, wenn der Binomialfilter an das Ende des Datensatzes angelangt ist (betrifft ihre ganzen 6 Jahre)? Und selbst wenn ich mal jetzt Ihren Unfug mitmachte, und tatsächlich für Ihre linearen Regressionen für 6 Jahre monatlicher Daten das Konfidenzintervall für einen 21-Punkte Binomialfilter auf Basis der letzten 6 Jahre plus extrapolierter Jahre bei HADCRUT3 jährlichen Anomalien übernähme –

    – haben Sie sich je angeschaut, was Sie durch diesen Vertrauensbereich über 6 Jahre alles für Kurven legen können? Selbstverständlich können Sie da auch einen steilen Anstieg hineinlegen. Der Trend der letzten 30 Jahre paßt hinein, ohne auch nur in die Nähe der Grenzen des Vertrauensbereiches des Binomialfilters zu kommen. Sie schauen sich noch nicht mal Ihre eigenen „Beweise“ an!

    for4zim

    Mittwoch, 23 April, 2008 at 08:10

  56. @For4Zim

    Schon gebrüllt, aber dass macht es nicht besser.

    Sie haben sich eindeutig auf die Daten des Hadley Centre bezogen.

    Sie: „Das Hadley Centre gibt definitiv nicht das Konfidenzintervall für Ihre linearen Regressionen an, sondern den Fehler ihrer Daten.“

    Ich dazu: „Was steht da gleich ganz oben auf dem 1. Graphen?
    “Smoothed annual average and 95% confidence range”
    Es handelt sich auch nicht um eine lineare Regression, sondern um eine “Annual series smoothed with a 21-point binomial filter”.“

    Jetzt wollen Sie mir unterjubeln, dass Sie sich auf „meine lineare Regression aus meinen Bildchen bezogen haben“. Peinlich, peinlich.

    „- haben Sie sich je angeschaut, was Sie durch diesen Vertrauensbereich über 6 Jahre alles für Kurven legen können?“

    Klar doch. Die beste Abschätzung liegt aber immer in der Mitte des Vertrauensbereiches. Wenn Sie durch den Vertrauensbereich etwas anderes durchlegen wollen, wird die Sache immer unwahrscheinlicher. Eine steigende Kurve ist also unwahrscheinlicher, als die beste Abschätzung, nämlich eine abfallende Kurve der letzten 6-7 Jahre.

    Müller

    Mittwoch, 23 April, 2008 at 11:15

  57. @Mueller
    „Herr Hoffmann bestätigt den Abfall innerhalb der Fehlergrenzen.“
    Ich habe sie sogar ausgerechnet http://www.readers-edition.de/2008/03/13/trendy-cooling/.
    Schau der Leugner des Offensichtlichen, das bist du, Buddy. Solche Trend sind auch in den letzten 40 Jahren schon haeufiger vorgekommen und nichts daran ist ungewoehnlich. Daher ist die entscheidende Frage, die du meintest mit diesem Satz beanworten zu koennen
    „Die Computerprognosen sprechen aber von einer beständigen Erwärmung. Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.“
    Auf dem Weg zwischen Arbeitsamt und Lidl denk doch mal ueber folgende Frage nach. Wenn man ueber Modelle und deren Resultate spricht, muss man sich dann nicht Modelle und deren Resultate anschauen?
    Ich hab das mal fuer dich gemacht, denn hey, das ist vielleicht zuviel pour le petit Mueller. Und, surprise, surprise, die Modelle haben dekadische Variabilitaet und sie habe Dekaden ohne Erwaermung auch in den 90er und 00er Jahren.
    Wirst du dir die Muehe machen das auf der CMIP3 Seite nachzupruefen? Nein.
    Wirst du deinen Fehler korrigieren? Auch nicht.
    Na dann wieder vom Lidl zum Arbeitsamt.

    Georg Hoffmann

    Mittwoch, 23 April, 2008 at 16:11

  58. @Mueller
    „Herr Hoffmann bestätigt den Abfall innerhalb der Fehlergrenzen.“
    Ich habe sie sogar ausgerechnet http://www.readers-edition.de/2008/03/13/trendy-cooling/.
    Schau der Leugner des Offensichtlichen, das bist du, Buddy. Solche Trend sind auch in den letzten 40 Jahren schon haeufiger vorgekommen und nichts daran ist ungewoehnlich. Daher ist die entscheidende Frage, die du meintest mit diesem Satz beanworten zu koennen
    „Die Computerprognosen sprechen aber von einer beständigen Erwärmung. Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.“
    Auf dem Weg zwischen Arbeitsamt und Lidl denk doch mal ueber folgende Frage nach. Wenn man ueber Modelle und deren Resultate spricht, muss man sich dann nicht Modelle und deren Resultate anschauen?
    Ich hab das mal fuer dich gemacht, denn hey, das ist vielleicht zuviel pour le petit Mueller. Und, surprise, surprise, die Modelle haben dekadische Variabilitaet und sie habe Dekaden ohne Erwaermung auch in den 90er und 00er Jahren.
    Wirst du dir die Muehe machen das auf der CMIP3 Seite nachzupruefen? Nein.
    Wirst du deinen Fehler korrigieren? Auch nicht.
    Na dann wieder vom Lidl zum Arbeitsamt.

    Georg Hoffmann

    Mittwoch, 23 April, 2008 at 16:13

  59. @Hoffmann

    „Na dann wieder vom Lidl zum Arbeitsamt.“

    Sprechen Sie hier aus eigener Erfahrung?

    Das MPI hat Sie jedenfalls nicht als post-doc übernommen.

    Ich schaue Ihnen zur Liebe gerne auf der CMIP3 Seite nach. Computerprognosen sind für mich die IPCC-Szenarien (Ensemble-Mittel). Dort sehe ich in den 00er Jahren keinen Abfall. Deshalb:

    „Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.”

    Müller

    Mittwoch, 23 April, 2008 at 19:00

  60. @Mueller
    „Computerprognosen sind für mich die IPCC-Szenarien (Ensemble-Mittel). “
    Es gibt also ein Ensemblemittel und eine Streuung. Sind denn die letzten 6 Jahre ausserhalb der Streuung? Dein gesamter Satz lautet
    „Die Computerprognosen sprechen aber von einer beständigen Erwärmung.“
    Das ist einfach voellig falsch. Denn sonst gaebe es ja eben keine Streuung.
    Von 1992-1998 (ein anderer 6 Jahres Zeitraum) war die Erwaermung sehr stark, staerker als das Ensemblemittel. Und so fort.
    Aber lass mal gut sein. Es wird mir jetzt doch einwenig zu daemlich. Das ist alles zu offensichtlich. Get some education.

    Georg Hoffmann

    Donnerstag, 24 April, 2008 at 11:36

  61. @Hoffmann

    „Es wird mir jetzt doch einwenig zu daemlich.“

    Mir schon lange.

    Ich spreche nicht von 1992-1998, sondern von „derzeit“.

    „Sind denn die letzten 6 Jahre ausserhalb der Streuung?“

    Schauen Sie sich einfach die aktuellen Projektionen der Wettermodelle an.

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/wetter-modelle-prognosen/

    20 Modelle und nach 16 Tagen beträgt die Streuung zwischen denen über 10°C.

    Die Streuung der einzelnen Modelle ist so groß, damit könnte man alles erklären.

    Müller

    Donnerstag, 24 April, 2008 at 12:09

  62. @Mueller
    „Ich spreche nicht von 1992-1998, sondern von „derzeit“.“
    Kann sein, und ich eben nicht. Das Intervall 92-98 lag weit ueber dem Ensemblemittel und das Intervall 02-08 deutlich darunter. Was ist die Schlussfolgerung daraus?
    Nehmen wir mal an, die Modellvoraussagen waeren ein linearer Trend von 0.2/Dec + einem riesigen roten (ueber ca eine Dekade) Rauschen (mit einem sigma von 2°). Alle Modelle wuerden diese Erwaermung (Trend+ groszes Rauschen) errechnen. Bei zb 1000 Modellen waere das Ensemblemittel, naaa?, ein linearer Trend. Nehmen wir ferner an, die Wirklichkeit wuerde sich auch genau so verhalten, dann waere das Ensemblemittel (naemlich der lineare Trend) niemals auch nur annaehernd korrekt (denn jede einzelne Realisierung zeigt ja das grosze Rauschen).
    Faszit, man muss das Ensemblemittel UND die Streuung betrachten. Der Trend der letzten Jahre ist natuerlich eindeutig innerhalb der Streuung. Model und Daten sind in Uebereinstimmung und Tamino hat hier ausgerechnet, dass sie das (wenn sich nichts veraendert und wir also keine weitere Erwaermung haetten) noch bis 2015 waeren. Erst dann koennte man von statistisch abweichenden Trends sprechen.
    http://tamino.wordpress.com/2008/01/31/you-bet/
    „20 Modelle und nach 16 Tagen beträgt die Streuung zwischen denen über 10°C.“
    Wetter und Klima? Wann lernt man das? Grundschule? Na in Bremen vielleicht im Abitur.

    Georg Hoffmann

    Freitag, 25 April, 2008 at 08:35

  63. @Hoffmann

    Hier die Projektionen des A2-Szenario aus Kap. 10 des 4-IPCC-Berichts mit Ensemble-Mittel.

    Hier ein weiteres Szenario aus dem 3-IPCC-Bericht (1% CO2-Erhöhung pro Jahr). Diverse Modellprojektionen mit Ensemble-Mittel.

    Die Steuung der einzelnen Projektionen, für jedes einzelne Szenario, ist so groß, dass man damit alles erklären kann.

    Bis 2015 darf die Globaltempeartur also noch auf selben Niveau verharren, bis die Sache vollständig aus dem Ruder läuft. Gut zu wissen.

    Müller

    Freitag, 25 April, 2008 at 11:05

  64. @Mueller
    „Die Steuung der einzelnen Projektionen, für jedes einzelne Szenario, ist so groß, dass man damit alles erklären kann.“
    Aber das muss doch fuer dich ein berauschendes Gefuehle sein, jetzt endlich zu wissen wovon du sprichst. Nachdem ich dich jetzt ein dutzend Mal berichtigt habe, koenne wir somiit feststellen:
    „Die Computerprognosen sprechen aber von einer beständigen Erwärmung.”
    Tun sie also nicht. Du darfst das jetzt korrigieren.
    „Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.”“
    Hat sich auch erledigt. Prima.
    „Bis 2015 darf die Globaltempeartur also noch auf selben Niveau verharren, bis die Sache vollständig aus dem Ruder läuft. Gut zu wissen.“
    Das ist gut zu wissen, ist allerdings etwas traurig, dass das jemand sagt, der jetzt schon ein halbes dutzend Falschmeldungen und korrigierter Posts dazu abgesetzt hat. Aber nun, dafuer bist du ja der Mueller.

    Georg Hoffmann

    Freitag, 25 April, 2008 at 14:20

  65. @Hoffmann

    Noch einmal:

    Computerprognosen sind für mich die IPCC-Szenarien (Ensemble-Mittel). Dort sehe ich in den 00er Jahren keinen Abfall. Deshalb:

    “Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.”

    Und noch was fällt auf. Bei den Wettermodellen liegen die ca. 20 Projektionen wenigstens über 5 Tage dicht beieinander, bevor sie auseinander laufen.

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/wetter-modelle-prognosen/

    Bei den Klimamodellen zeigen die ca. 20 Projektionen von Anfang an erhebliche Abweichungen.


    Das Ensemble-Mittel ist die beste Abschätzung und nicht irgendeine Projektion aus dem unteren Bereich des Rauschens. Verstehen Sie eh nicht.

    Müller

    Freitag, 25 April, 2008 at 18:53

  66. Man kann also zeigen, daß die im ersten Bild gezeigten Kurven keienswegs belegen, daß durch die letzten 6 Jahre sich etwas an dem langfristigen Trend einer globalen Erwärmung geändert hätte. Durch den Vertrauensbereich um die lineare Regression kann man auch einen steigenden Trend zeichnen.

    Im gleichen Sinne kann man auch nicht belegen, daß diese Temperaturentwicklungen Abweichungen von den Modellen zeigten, weil auf dieser kurzen Zeitskale die Modelle genauso wie die Messungen von klimatischem Rauschen dominiert werden und man erst bei längeren Zeitreihen als 6 oder 10 Jahre sieht, wie sich der Trend von diesem Rauschen absetzt.

    Wenn diese Botschaft endlich angekommen ist, wäre ein großer Lernerfolg erzielt.

    for4zim

    Freitag, 25 April, 2008 at 20:06

  67. @For4zim

    Das die Globaltemperatur derzeit sinkt, gesteht selbst Herr Hoffmann ein.

    Selbes gestehen auch andere Klimawissenschaftler ein. Es wird von einem Luftholen gesprochen und von Klimaphänomenen, welche die globale Erderwärmung derzeit kaschieren.

    Ist bei Ihnen allerdings noch nicht angekommen.

    „Durch den Vertrauensbereich um die lineare Regression kann man auch einen steigenden Trend zeichnen.“

    Dann berechnen Sie bitte mal die Wahrscheinlichkeit für eine solche Trendlinie, die derart von der besten Abschätzung abweicht.

    „Im gleichen Sinne kann man auch nicht belegen, daß diese Temperaturentwicklungen Abweichungen von den Modellen zeigten, weil auf dieser kurzen Zeitskale die Modelle genauso wie die Messungen von klimatischem Rauschen dominiert werden…“

    Herr Hoffman sagt allerdings, dass er mir Modellprojektionen zeigen kann, die genau wie die Messwerte derzeit einen Abfall zeigen. Diese Trendlinien sind ebenfalls nicht die beste Abschätzung, sondern ein Trend unter ferner liefen.

    Seien Sie mir bitte nicht böse, aber nur weil in Ihrem Blog und dem von Herrn Hoffmann die Besucher fehlen, müssen Sie beide nicht hier Ihren Kummer ablassen.

    Müller

    Freitag, 25 April, 2008 at 20:55

  68. Ach, da werden Sie schon wieder persönlich. Wenn Sie eine Behauptung aufstellen, sollten Sie ihre statistische Signifikanz bestimmen. Die Rechnung ist simpel, und ich verstehe nicht, warum Sie sie nicht durchführen.

    Und Sie sollten sich nicht auf Herrn Hoffmann berufen, wenn Sie ihn offensichtlich nicht verstanden haben. Daß die globale Temperatur zu bestimmten Zeiten sinkt, „gestehe“ auch ich jederzeit ein. Das hat aber nichts mit dem klimatologischen Trend zu tun, um den es hier geht. Den können Sie erst dann bestimmen, wenn er signifikant wird gegen das Rauschen, das globale Wetter, die Osziallationen der Temperatur aufgrund der Kopplung der Ozeane und der Atmosphäre. Und bei 6 Jahren ist ein Absinken der globalen Temperatur kein Trend, sondern nur Rauschen – ENSO hat beispielsweise einen Zyklus von 3 bis 7 Jahren. Und dieses klimatische Rauschen finden Sie auch in den Modellergebnissen. Darauf hat Herr Hoffmann, ganz korrekt, hingewiesen.

    for4zim

    Freitag, 25 April, 2008 at 21:51

  69. @For4zim

    „Daß die globale Temperatur zu bestimmten Zeiten sinkt, “gestehe” auch ich jederzeit ein.“

    :) :) :)

    Und, sind Sie jetzt Ihren Kummer los?

    Müller

    Freitag, 25 April, 2008 at 23:01

  70. @Mueller
    „Das die Globaltemperatur derzeit sinkt, gesteht selbst Herr Hoffmann ein.“
    Tut er, ausserdem ist der Sommer waermer als der Winter. Nur fuer den Fall, dass du fuer solche Aussagen auch das „Eingestaendnis“ von jemanden brauchst.

    „Computerprognosen sind für mich die IPCC-Szenarien (Ensemble-Mittel). Dort sehe ich in den 00er Jahren keinen Abfall. Deshalb:

    “Modelle und Messwerte stimmen derzeit nicht überein.”“
    Na gut. Da kann man nichts machen. Nimm halt zur Kenntnis, dass das fuer dich die „Computerprognosen“ sind, und fuer Wissenschaftler und fuer den Rest der Welt ist es das Ensemblemittel MIT seiner Streuung. Daher stiegen fuer dich zB in der Zeit 92-98 die Temperaturen zu stark an (waren ueber dem Ensemblemittel und daher keine Uebereinstimmung“) und in der Zeit 02-08 gab es keinen Anstieg und waren unter dem Ensemblemittel und daher wiederum keine Uebereinstimmung (somit in der Summe ueber bald 20 Jahren gab es zu keinem Zeitpunkt jemals Uebereinstimmung): Nach somit 20 Jahren ohne jede Uebereinstimmung ist am Ende die globale Temperatur ziemlich genau da, wo die Modelle es berechnet haben (mit einer kleinen Abweichung zu zu warmen Bedingungen).
    Das muss eine Welt voller Ueberraschungen sein fuer jemanden wie dich.
    „Dann berechnen Sie bitte mal die Wahrscheinlichkeit für eine solche Trendlinie, die derart von der besten Abschätzung abweicht.“
    Haettest du den Artikel von Tamino gelesen, koenntest du ausnahmsweise mal selber eine Frage beantworten. Die Wahrscheinlichkeit ist mit Sicherheit innerhalb des 1 sigma Bereichs der Streuung der Modelle, also ca 70%. Mit blossem Auge kannst du in den Laeufen Intervalle von einigen Jahren ohne Erwaermung erkennen. Das ist das Augenmasz wie wahrscheinlich das ist.

    Georg Hoffmann

    Samstag, 26 April, 2008 at 10:52

  71. Stradivaris werden bald wieder gebaut werden können ;-)
    Österreich, Juli, und seit Tagen kühl und regnerisch, und heute nur 15 Grad *brrr* :-(

    sollte langsam jedem klar werden, daß es sich nicht um eine klimakatastrophe handelt, sondern um die schwankungen am ende einer jeden warmzeit.

    kann ich als lektüre zu der problematik ebenfalls empfehlen.

    losty

    Dienstag, 22 Juli, 2008 at 10:44


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