klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Archiv für Oktober 30th, 2009

Die Arktis zeigt seit 2005 eine Tendenz zur Abkühlung

with 11 comments

Man mag es kaum glauben, aber die Arktis zeigt seit dem Jahr 2005 (also seit nahezu 5 Jahren) eine Tendenz hin zu einer Abkühlung. Das verwundert umso mehr, da gerade die Arktis als Indikator für den globalen Klimawandel gilt. Hier soll die Temperatur aufgrund der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung besonders schnell ansteigen. Und nun zeigt sich genau das Gegenteil.

Arctic-Satellite-Temperature2Vergrößerung: Klick

Die von den Satelliten aus bestimmte Temperatur der Nord-Polarregion (oben, UAH & RSS) zeigt einen Abfall seit 2005.

Das bestätigen auch die weltweiten Bodenmessungen der Temperatur (unten, NASA-GISS).

GHCN_GISS_HR2SST_250km_Anom0112_2006_2008_2005_2005

Vergrößerung: Klick

Die Nord-Polarregion kühlen seit 2005 ab, wie der Vergleich von 2005 zu den Folgejahren 2006-2008 zeigt. Auch global ist eine Abkühlung in diesem Zeitraum zu verzeichnen.

Das zeigt die kurzfristige Entwicklung der letzten 5 Jahre. Wie es weiter gehen wird?

Written by admin

Freitag, 30 Oktober, 2009 at 14:56

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

Paradox – Gegen den Trend der globalen Erwärmung wachsen weltweit einige Gletscher

with one comment

Es klingt zunächst verwunderlich, aber global sind nicht alle Geltscher auf dem Rückzug, sondern einige auch am Vorstoßen.

Diese Erkenntnis ist nicht neu, denn schon immer zog sich durch die Klimageschichte von Warm- und Kaltzeiten eine ausgeprägte Gletscherdynamik.

Die Dynamik der Gletscher ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie z.B. Temperatur, Höhenlage/ Hanglage, Luftfeuchtigkeit/ Niederschläge, Pressdruck, etc.. Ein höchst komplexes System. Selbst lokal sind deutliche Unterschiede zu verzeichnen.

Aus diesem Grund sind Gletscher als globale Klimaindikatoren, speziell für den Nachweis einer vom Menschen gemachten Klimaerwärmung eher ungeeignet. Das zeigen auch die folgenden Beispiele von wachsenden Gletschern auf.

Neuseelands Gletscher wachsen mit verblüffender Geschwindigkeit

Neuseelands Gletscher haben denen in anderen Ländern etwas voraus: sie wachsen etwa 10mal so schnell. Neuseeland besitzt insgesamt mehr als 3000 Gletscher. Die beiden größten, der Franz Josef und der Fox Glacier, …

Wächst das Eis durch starken Schneefall hoch oben schneller als es am Ende der Gletscherzunge schmilzt, wächst ein Gletscher. Bereits seit 1985 wächst der Fox Gletscher. Verantwortlich dafür ist der starke Regenfall der neuseeländische Westküste, der Touristen manchmal den letzten Nerv kostet und den Gletschern viel Schnee beschert. Bis zu 5 Meter Niederschlag messen die Stationen pro Jahr. In München (Deutschland) vergleichsweise regnet es dagegen nur 0,6 Meter pro Jahr.

Weiter

Stefan Winkler ist Privatdozent am Lehrstuhl für Geographie I der Universität Würzburg. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts hat er sich zwei Monate lang in Neuseeland aufgehalten und dort die Gletscher der Southern Alps untersucht…

“Da in den letzten Jahren, wie zuvor schon in den 1980er- und 1990er-Jahren, die Schneefälle auf Neuseeland überdurchschnittlich waren, konnten die Gletscher anwachsen und vorstoßen”, so Winkler weiter. Gleichzeitig seien die Lufttemperaturen nicht wesentlich von den Normalwerten abgewichen; ein übermäßiges “Abschmelzen” blieb somit aus…

Die Entwicklung der Gletscher auf Neuseeland zeige eindrucksvoll, dass es kein “globales” Verhalten der Gletscher gibt, sagt der Geograph. Im Gegenteil: Die häufig als Klimaindikatoren verwendeten Gletscher reagieren anscheinend sehr unterschiedlich selbst auf identische Klimaveränderungen.

Weiter

Argentiniens Gletscher wachsen

Patagoniens Perito Moreno profitiert von Schneeschmelze in den südlichen Anden

Buenos Aires – Der Gletscher Perito Moreno in Patagonien scheint allen Prognosen des Klimawandels zu widersprechen: Er wächst. Warum das passiert, ist selbst den Wissenschaftlern nicht ganz klar, sagt Andres Rivera vom Zentrum für wissenschaftliche Studien im chilenischen Valdivia…

“Nicht alle Gletscher reagieren auf den Klimawandel auf dieselbe Art und Weise”, versucht der Wissenschaftler Andres Rivera das Phänomen der Ausdehnung zu erklären…

Der World Glacier Monitoring Service in der Schweiz, der an über 80 Gletschern teilweise seit über 20 Jahren kontinuierlich die Eisdicke misst, hat vor einigen Monaten auch für Skandinavien ein Wachsen der Gletscherdicke registriert. Hier erkläre sich das Wachstum durch häufigere Niederschläge, sagten die Wissenschaftler.

Weiter

Gletscher auf Wachstumskurs

Ein argentinischer Gletscher profitiert vom abschmelzenden Schnee der südlichen Anden besonders. Weshalb genau er wächst, ist für die Wissenschaft noch ein Rätsel.

Der Gletscher Perito Moreno in Patagonien scheint allen Prognosen des Klimawandels zu widersprechen: Er wird jedes Jahr etwas größer. Warum das passiert, ist selbst den Forschern nicht ganz klar, wie Andres Rivera vom Zentrum für wissenschaftliche Studien im chilenischen Valdivia einräumt.

Weiter

Einige Gletscher in Norwegen wachsen

Nach Jahren der Abnahme wachsen einige Gletscher in Norwegens wieder, dies verkündet das Norwegian Water Resources and Energy Directorate (NVE). Die tatsächliche Größe des Wachstums, welches in den letzten zwei Jahren angefangen zu haben scheint, ist nicht noch quantitativ bestimmt worden, so der NVE Chef-Ingenieur Hallgeir Elvehøy.

Die Abfließgeschwindigkeit vieler Gletscher hat ebenfalls abgenommen.

DailyTech hatte zuvor schon über das Anwachsen von Gletschern in Alaska berichtet. Auch einige Gletscher in Kanada, Kalifornien und Neuseeland sind an wachsen, infolge zweierlei Ursachen, kältere Temperaturen und stärkere Schneefälle.

Hallgeir Elvehøy äußert sich folgend: Die Gletscher waren während der Mittelalterlichen Warzeit, der Wikinger-Ära um das Jahr 1350, sogar schon mal kleiner als heute.

Weiter

Einige Gletscher in Alaska wachsen

Zweihundert Jahre Gletscherschmelze in Alaska und dann kamen der Winter und der Sommer von 2007-2008. Ungewöhnlich große Mengen an Winterschnee, gefolgt von ungewöhnlich kalten Temperaturen im Juni, Juli und August herrschten vor. „Mitte Juni war ich überrascht, noch Schnee auf Höhe des Meeresspiegels im Prinzen William Sound vorzufinden“ sagt der Glaziologe Bruce Molnia vom USGS (U.S. Geological Survey). „Auf dem Juneau Eisfeld gab es noch Ende Juli 7 Meter Neuschnee, der auf dem Taku Gletscher niederging. Am Bering-Gletscher, wo ich einen Erdrutsch untersuchte, auf ungefähr 500 Meter Höhe gelegen, lag noch Schnee bis Anfang August. „Allgemein gesehen war das Wetter in diesem Sommer das schlechteste, das ich in mindestens 20 Jahren erlebt habe.“ Nie zuvor in der Geschichte eines Forschungsprojekts, zurückreichend bis 1946, hat das Juneau Eisfeld eine derartige Schneeanhäufung erlebt, wie in diesem Jahr. Auf vielen anderen Gletschern war es ähnlich.

Weiter

Einige Himalaya-Gletscher wachsen

Gegen den Trend der globalen Erwärmung wächst im westlichen Himalaya, eine Gruppe von rund 230 Gletschern und das seit fast drei Jahrzehnten.

Weiter

Einige Gletscher im Pakistan wachsen

Weiter

Einige Gletscher im Norden Kaliforniens sind stabil, oder wachsen

Weiter Weiter Weiter

Gletscher auf Kanadas höchstem Berg wachsen

Weiter

Zwei der größten Gletscher Grönlands stabilisieren sich

Das Abschmelzen zwei der größten Gletscher Grönlands hat sich verlangsamt. Am Kangerdlugssuaq-Gletscher kam 2006 das Abschmelzen zu einem Stillstand. Die Ausdünnung ging gegen Null. Ausdickungen an der Gletscherbasis wurden festgestellt. Eine wichtige Erkenntnis um Rückschlüsse über den zukünftigen Meeresspiegelanstieg zu gewinnen.

Weiter

Paradoxon auf “Dach Europas”

Montblanc-Gletscher legte 10.000 Kubikmeter Eis in zwei Jahren zu. Gipfel um 2,15 Meter höher.

Auf Europas höchstem Berg, dem Montblanc in den französischen Alpen, beobachten Geologen ein vorderhand paradoxes Phänomen.

Während weltweit die Gletscher aufgrund der fortschreitenden Klimaerwärmung dahinschmelzen, verhält es sich auf dem “Dach Europas” genau umgekehrt: Innerhalb der letzten beiden Jahre habe der Gipfel dort um 2,15 Meter an Höhe gewonnen, berichteten mehrere französischsprachige Medien…

Weiter

Zuletzt wurde für die Tauerngletscher (Alpen) eine Jahresbilanz 2009 erstellt, die sehr wahrscheinlich positiv ausfallen wird. Verantwortlich dafür werden das kalte Frühjahr 2009 und die reichlichen Niederschläge gemacht.

Weiter

Auch die vorzeitig eröffnete Skisaison 2009/2010 in den Alpen lässt auf Zuwächse einiger Alpen-Gletscher hoffen.

Weiter

Written by admin

Freitag, 30 Oktober, 2009 at 13:06

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.