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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Solar-Klärwerk auf Fehmarn – Zustand der Solarmodule nach 20 Jahren

with 55 comments

Das Projekt

08.09.1989

qt. Burg – Premiere in Europa: Das Klärwerk in Burg auf Fehmarn wird künftig gleichzeitig von Sonnenenergie, Wind und Biogas betrieben. Gestern wurde es offiziell in Betrieb genommen. Die Kosten von sieben Millionen Mark tragen der Bund, das Land, die Stadt Burg und Telefunken Systemtechnik. Kiels Energieminister Günther Jansen: “Ziel ist es, nicht nur den Energiebedarf des Klärwerks zu decken, sondern zeitweise Strom in das öffentliche Versorgungsnetz einzuspeisen.” Fehmarn ist mit jährlich 1829 Sonnenstunden ein idealer Standort für Solaranlagen.

Zustand der Solarmodule im Jahr 2009

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Written by admin

Montag, 18 Mai, 2009 at 15:17

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

55 Antworten

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  1. Die Windräder brauchen sie wohl, um die ausgefallenen Solarmodule zu kompensieren ?
    Ist das Deutsche Wertarbeit ?
    Wieviel Garantieteit / Armortisationszeit sollen die haben ??
    Amüsant das Ganze :-)

    krishnag

    Montag, 18 Mai, 2009 at 17:45

  2. Ist ja krass.
    Die Hersteller geben heute überwiegend 20 Jahre Garantie auf 80 % der Leistung. Sieht nicht so aus, dass diese Module noch 50 Prozent haben…
    Gibt es eine Quelle für die Bilder?
    Ich würde sie gerne verlinken z. B. zu http://www.photovoltaikforum.com.

    D.C.

    Don Carlos

    Montag, 18 Mai, 2009 at 23:01

  3. Es heißt, Erich Honecker hätte mal auf die Frage, wo denn die DDR führend sei, geantwortet, “in der Mikroelektronik sind wir die Größten”.
    Uns bleibt jetzt davon nicht mal mehr die Solartechnik, wie man sieht.

    Torsten

    Dienstag, 19 Mai, 2009 at 07:35

  4. @Don Carlos

    Die Fotos habe ich selbst gemacht. Diese können gerne weiterverwendet werden. Hier die Aufnahmen

    Weiter sind die WKA am Klärwerk sind nicht mehr voll funktionsfähig. Von einer Anlage wurde grade der Rotorkopf demontiert. Er liegt seit einigen Wochen auf dem Acker neben dem Klärwerk.

    Zwischen den Solarmodulen weiden inzwischen Schafe. Krähen und Möwen nutzen die Module als Rastplatz und verursachen eine entsprechende Kot-Verschmutzung, welche nicht beseitigt wird.

    Schöne neue Welt der EE.

    @krishnag

    Ist ein kleiner Bericht aus meiner Sommerpause. Auf Fehmarn startet grade eine „Solaroffensive“. Im letztem Jahr wurden reihenweise Hallen mit Solarmodulen bestückt, bzw. neue Hallen gebaut, um diese mit Solarmodulen zu bestücken. Die Hallen stehen großteils leer und dienen den Großbauern lediglich als Investitionsfläche für Solarenergie. Mal abwarten, wie das in 20 Jahren aussieht.

    Müller

    Dienstag, 19 Mai, 2009 at 11:11

  5. Ich verabscheue Verschwendung jeglicher Art. Ganz besonders wenn sie erzwungen ist. Und das EEG ist Verschwendung pur.

    estermeier

    Donnerstag, 21 Mai, 2009 at 19:54

  6. Hallo Herr Müller
    und vielen Dank für die Erlaubnis Ihre Bilder verwenden zu dürfen. Den dazugehörigen Thread finden Sie hier: http://www.forum-sonne.de/viewtopic.php?f=40&p=2907#p2907

    Zurzeit versuchen User der Sache auf den Grund zu kommen. Letzendlich bietet diese Anlage eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit der Analyse.
    Aufgrund der aktuellen Qualitätsstandards der PV-Kommponenten wird sich herausstellen müssen, ob diese Probleme bei der Menge der derzeit gebauten Anlagen entschärft werden konnten.
    Ich denke, sicher ist dies keineswegs.

    Damit stellt sich die Frage der Zuverlässigkeit und der dauerhaften Verfügbarkeit elektrischer Energie aus dieser Quelle und der notwendigen Ersatzinvestition in ca. 20 Jahren oder eben schon zu einem früheren Zeitpunkt.
    Man bedenke, dass traditionelle Kraftwerke, egal womit sie betrieben werden, immerhin eine Lebensdauer von durchschnittlich 40 Jahren erreichen und selbst gegen Ende ihrer technisch-wirtschafltichen Lebensdauer immer noch reparabel sind und weiter betrieben werden können.

    Zunächst sind aber weitere Informationen erforderlich um überhaupt eine halbwegs seriöse Einschätzung treffen zu können – eine schwierige Sache in diesem inzwischen sehr emotional geprägten Umfeld…

    Don Carlos

    Don Carlos

    Sonntag, 24 Mai, 2009 at 22:52

  7. @ Estermeier

    Wenn es bloß Verschwendung wäre ..
    Das EEG ist Diebstahl qua Gesetz. Ich denke es dürfte unbestritten sein, daß es sich für Deutschland rechnen würde, wenn auch nur ein Fünftel des Geldes, das durch das EEG in den Taschen einiger hochsubventionierter Firmen verschwindet, in Energieforschung investiert werden würde. Jeder Cent, den die Umweltbürokraten da stehlen, ist einer zuviel!
    Siehe auch hier: http://www.heise.de/tr/Wie-teuer-ist-die-Foerderung-von-Photovoltaik-wirklich–/artikel/108320

    ts

    Samstag, 30 Mai, 2009 at 10:19

  8. Ts

    Dabei ist der “Ertrag” der PV-Anlagenbetreiber keineswegs so sicher, wie in den Verkaufsprospekten vorgerechnet wird. Zum einen wird der Wirkungsgrad schon bei Neuanlagen schöngerechnet, zum anderen fehlen die Kosten für Wartung und Reparatur.
    Soweit es die Subventionen via Einspeisevergütung betrifft, kann man diese meines Erachtens locker um 30% reduzieren, da der theoretische Ertrag weder bei Neuanlagen und schon garnicht nach 10 oder mehr Betriebsjahren erreicht wird. Gelackt sind somit nicht nur alle “Zwangsfinanziers” sondern auch Betreiber, die sich mit der Anschaffung ein “gutes Geschäft” aufschwatzen ließen.

    estermeier

    Montag, 1 Juni, 2009 at 21:32

  9. Vor 1,5 Jahren,war ich als Bauherr noch sehr für Photovoltaik, staatliche Förderung,was gutes für die Umwelt tun
    ,nach Amortisation der Anlage sogar Geld verdienen etc.!

    Heute,18 Monate später und intensiver neutraler Recherchen bin ich in jeglicher Hinsicht, auch was Solarwärme angeht geheilt.
    Es ist eine Riesenverschaukelei was hier betrieben wird im Eigenheimbereich.
    Es wird hier politisch eine Riesenlobbyarbeit geleistet und alles massiv schöngerechnet,schöngeredet und wichtige Details bewusst verschwiegen.

    Mein Dach bleibt sauber,bzw. ich hab mich umweltbewußterweise für ein Dachbegrünung entschieden,man spart dazu Entwässerungsgebühren,verringert die Feinstaubbelastung und es bietet Tieren und Pflanzen einen neuen Lebensraum,dazu ist es noch schön anzusehen.:)

    Ralf Meyer

    Sonntag, 7 Juni, 2009 at 20:21

  10. Wie viele Jahre braucht denn so ein Solarmodul, um die zu seiner Herstellung nötige Energie zu reproduzieren? Das ist doch bei diesen Siliziumteilen mit ihrer extrem energieaufwendigen Herstellung ein sehr, sehr langer Zeitraum. Ist dieser Punkt nach zwanzig Jahren überhaupt schon erreicht? Oder haben die am Ende nicht nur Geld verbrannt, sondern auch noch eine negative Gesamtenergiebilanz? Leider habe ich da keine Zahlen parat. Weiß jemand genaues?

    Postscriptum: Warum kann ich den Kommentar nicht posten, wenn ich als Website http://www.kerngesund.eu/index.php/cat/c18_Nie-mehr-frieren-.html hinterlege? Liegt das am Spamfilter?

    Friederich

    Samstag, 20 Juni, 2009 at 11:04

  11. Schaue Dir das Video über die Herstellung von Silizium-Solarzellen an:

    und mache dir selbst ein Bild.
    Ich bin auch schon seit langem auf der Suche nach einer unabhängigen (!) Studie, die den Energieverbrauch bei der Herstellung von Solarzellen objektiv dokumentiert.

    Rainer Hoffmann

    Samstag, 20 Juni, 2009 at 11:22

  12. Echte alternative Lösungen bereits in Sichtweite!?

    Laut einem lokalen TV – Bericht, über SKY NEWS Australia, gibt es anscheinend einen ungewöhnlichen Energieerzeuger für zu Hause!

    Home Generator – Zero Point Energy – Off the Grid

    http://tinyurl.com/lnj5hl

    Aber auch über gewöhnliches Wasser mit etwas Salz, bzw. gleich über gereinigtes Meerwasser lässt sich mit Hilfe eines Hochfrequenzgenerators bei einer Frequenz von 13.56 MHz unmittelbar ein brennbares Gasgemisch in Echtzeit erzeugen! (Evtl. bald ein Wasserauto in Sichtweite?)

    Career Science Publications: R. Roy, M. L. Rao and J. Kanzius, “Observations of polarized RF radiation catalysis of dissociation of H2O–NaCl solutions”, Materials Research Innovations, Volume 12, Number 1, pp. 3–6, March 2008

    Hochfrequenz – Salzwasserelektrolyse für ein brennbares Wasserstoffgasgemisch!?
    PDF – Datei: http://tinyurl.com/l3flvv

    Quelle: http://www.rustumroy.com/career_publications_Jan%202008.htm

    Ebenso im Bereich der kalten Fusion passiert in Fachkreisen einiges!

    http://science.orf.at/science/news/155083

    Vernünftig wäre hier sicherlich die einfachste Lösung für eine Energieerzeugung umzusetzen, anscheinend wird es in Zukunft eher lokale Geräte für den Privathaushalt, bzw. PKW u.ä. mobile Kleinverbraucher geben.

    Ist doch eine sehr schöne Aussicht auf unsere gemeinsame Zukunft.

    Explikianer

    Sonntag, 21 Juni, 2009 at 18:21

  13. Hintergrund des Aufbaus dieses Solarkraftwerkes war anscheinend, daß die Regierungspartei in Kiel, der Grünen Partei 0,8 Promill Wählerstimmen abluxen wollte.
    Die Anlage sollte damals a. 3′ Millionen DM kosten. Das Land Schleswig-Holstein wollte 2’DM und die Stadt Burg sollte 1′ DM bezahlen.
    Das Kraftwerg wurde gebaut. Herr von Weizäcker weite es ein.
    Irgendwann kam das Einspeisegesetzt. Die Anlage wurde für die dirkt Einspeisung umgebaut und damt ein zweitesmal durch die neue Einspeisevergüttung bezuschußt.

    Der Hersteller in Wedel hat lange schon zugemacht.

    Das nur mal zur näheren Info.

    Friedrich Haye

    Freitag, 3 Juli, 2009 at 11:38

  14. really good

    SolarForum24.de

    Montag, 6 Juli, 2009 at 16:28

  15. Also die Anlage sieht schon schlimm aus, doch ich muß mal einige Denkfehler ausräumen.

    1. Mit 20 Jahren ist die Anlage verbraucht und verschlissen (leicht auf den Fotos zu erkennen).
    2. Die Module damals hatten noch keine 20 Jahre Leistungsgarantie auf 80 % der Nennleistung.
    3. Die Herstellungsweise damals sowie auch die Qualität der Module ist nicht mit der heutigen vergleichbar.
    4. Solarfirmen werden nicht hochsubventioniert, bzw. nicht anders subventioniert als Firmen anderer Branchen.
    5. Das EEG ist ein adäquates Mittel, um die erneuerbaren Energien weiter zu etablieren. Haben Sie sich mal Gedanken gemacht, warum damals ein “Kohlepfennig” gezahlt wurde? Damit wurde die deutsche Steinkohle über Jahrzehnte künstlich am Leben gehalten. Als die Atomkraft in Deutschland etabliert werden sollte, wurden Milliarden an Steuergeldern in den Kraftwerksbau gesteckt. Also lassen Sie mal die Kirche im Dorf.
    6. Die energetische Amortisation liegt zwischen 2-7 Jahren, je nach Betrachtsweise.

    @Estermaier

    Sie schrieben: “Dabei ist der “Ertrag” der PV-Anlagenbetreiber keineswegs so sicher, wie in den Verkaufsprospekten vorgerechnet wird. Zum einen wird der Wirkungsgrad schon bei Neuanlagen schöngerechnet, zum anderen fehlen die Kosten für Wartung und Reparatur.
    Soweit es die Subventionen via Einspeisevergütung betrifft, kann man diese meines Erachtens locker um 30% reduzieren, da der theoretische Ertrag weder bei Neuanlagen und schon garnicht nach 10 oder mehr Betriebsjahren erreicht wird. Gelackt sind somit nicht nur alle “Zwangsfinanziers” sondern auch Betreiber, die sich mit der Anschaffung ein “gutes Geschäft” aufschwatzen ließen”

    Es mag sicherlich einige geben, die Anlagen schönrechnen. Das war vielleicht in den Anfangszeiten noch der Fall. In der Zwischenzeit ist es jedoch so, dass die finanzierenden Banken schon sehr genau auf die Kosten schauen und sofort die Finger von dem Projekt lassen, wenn sie merken, dass das Projekt sich nicht trägt. Einige Banken haben sogar extra eigene Abteilungen und Ingenieure, die die Anlagenkennwerte mehrfach durchrechnen.

    Die 30 % Reduzierung ist völliger Quatsch. Alle, vom TÜV zertifizierten Modulhersteller geben eine Leistungsgarantie von 10 Jahren auf 90 % und 20 Jahren (teilweise auch 25 Jahren) auf 80 % der Nennleistung. Das hat auch der TÜV so getestet. Mir sind eine Vielzahl von Anlagen bekannt, die weit mehr Energie erzeugt haben, als die prognostizierten Werte vorausgesagt hatten.

    Man sollte doch versuchen, sich nicht mit Halbwissen zu schmücken und auf alles draufzuhauen. Sicherlich ist die heutige Technologie nicht der Weisheit letzter Schluß, aber als Teil eines gesunden Energiemixes und einer dezentralen Energieversorgung sicher nicht die schlechteste Variante.

    Karl

    Mittwoch, 15 Juli, 2009 at 08:24

  16. “4. Solarfirmen werden nicht hochsubventioniert, bzw. nicht anders subventioniert als Firmen anderer Branchen.”
    Das ist völliger Quatsch. Direkt bekommen Solarworld und andere zwar keine Subventionen, aber ohne die Enspeisevergütungen könnten sie nicht überleben. Von so einer Förderung kann jede andere Branche nur träumen. Im Übrigen müssen andere Firmen ja das erwirtschaften, was die Solarbranche an Subventionen bekommt.

    “5. Das EEG ist ein adäquates Mittel, um die erneuerbaren Energien weiter zu etablieren. Haben Sie sich mal Gedanken gemacht, warum damals ein “Kohlepfennig” gezahlt wurde? Damit wurde die deutsche Steinkohle über Jahrzehnte künstlich am Leben gehalten.”
    Energie kann man nicht erneuern, auch wenn Ökos nocht so oft das Gegenteil suggerieren.
    Eine Subvention rechtfertigt nicht die nächste. Es ist auch völlig egal, ob ein Kohlekraftwerk mit heimischer oder Importkohle betrieben wird. Das EEG fördert nur die massenhafte Verbreitung nicht wettbewerbsfähiger Technik. Ineffiziente Energieversorgung führt, wie jede Ineffizienz, zwangsläufig zu Wohlstandsverlust. Die einzig rationale Förderung “erneuerbarer” Energien ist gar keine.

    “Als die Atomkraft in Deutschland etabliert werden sollte, wurden Milliarden an Steuergeldern in den Kraftwerksbau gesteckt. Also lassen Sie mal die Kirche im Dorf.”
    Kernenergie produzierte aber auch schnell viel und grundlastfähigen Strom, wozu Photovoltaik prinzipiell nicht in der Lage ist.

    Liberaler

    Mittwoch, 15 Juli, 2009 at 15:45

  17. Warum es keine “erneuerbaren” bzw. keine “regenerativen” Energien gibt, dokumentiert sehr schön wissenschaftlich-historisch dieses Video:

    http://www.solarresearch.org/05vidaud/050solvid/050057/index.htm

    Rainer Hoffmann

    Mittwoch, 15 Juli, 2009 at 17:17

  18. @Liberaler
    “Das ist völliger Quatsch. Direkt bekommen Solarworld und andere zwar keine Subventionen, aber ohne die Enspeisevergütungen könnten sie nicht überleben. Von so einer Förderung kann jede andere Branche nur träumen. Im Übrigen müssen andere Firmen ja das erwirtschaften, was die Solarbranche an Subventionen bekommt.”
    Also man sollte schon versuchen, den Begriff Subvention genau zu definieren. Subvention ist eine direkte Zahlung vom Staat an eine Firma z.B. zum Aufbau eines neuen Werkes o.ä. Die Einspeisevergütung ist keine Subvention, weil sie gerade nicht vom Staat gezahlt wird.
    Wenn man auch mal über den Tellerrand der Solarschwarzmalerei hinausschaut, dann werden auch Sie feststellen, dass andere Branchen direkt mit wesentlich mehr Milliarden (in dem Fall tatsächlich) subventioniert werden (Bahn, Autoindustrie, Flugbenzin, die ganzen Sozialsysteme, Agrarindustrie – damit wir all so schön billig essen können, etc.)Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    “Energie kann man nicht erneuern, auch wenn Ökos nocht so oft das Gegenteil suggerieren.”
    Okay, da gebe ich Ihnen Recht. Aber jeder weiß, was damit gemeint ist und dieser Begriff ist allgemein gebräuchlich.

    “Eine Subvention rechtfertigt nicht die nächste. Es ist auch völlig egal, ob ein Kohlekraftwerk mit heimischer oder Importkohle betrieben wird.”
    Komisch, die heimische Steinkohle wurde mit zig Milliarden über Jahre subventioniert, nur damit man künstlich einen ganzen Industriezweig (Bergbau) am Leben erhält.

    “Das EEG fördert nur die massenhafte Verbreitung nicht wettbewerbsfähiger Technik. Ineffiziente Energieversorgung führt, wie jede Ineffizienz, zwangsläufig zu Wohlstandsverlust. Die einzig rationale Förderung “erneuerbarer” Energien ist gar keine.”
    Das ist flasch. Durch das EEG werden viele Leute in die Lage versetzt, sich eine Solaranlage auf das Dach zu bauen oder sich an größeren Projekten zu beteiligen. Dadurch werden viele Anlagen gebaut, wodurch die Technik immer billiger wird. Derzeit erleben wir einen Preisverfall in diesem Bereich von ca. 25-30 % für diese Anlagen. Ergo fallen auch die Stromgestehungskosten rapide. Solarstrom ist bald genauso teuer in der Erzeugung, wie anderer. Also wie war des jetzt mit der Ineffizienz und nicht wettbewerbsfähiger Technik?

    “Kernenergie produzierte aber auch schnell viel und grundlastfähigen Strom, wozu Photovoltaik prinzipiell nicht in der Lage ist.”
    Das ist richtig. PV ist aber auch nicht dafür gemacht.
    1. Man forscht intensiv daran, Solar- oder auch Windstrom speicherbar zu machen. Es gibt da schon einige interessante Ansätze.
    2. Solar, Wind, Biogas, KWK etc. werden sicherlich nie vollständig unseren Strombedarf decken können, was auch nicht das Ziel ist. Es geht darum, einen gewissen Anteil an herkömmlich erzeugter Energie durch die neuen Energieformen zu ersetzen. Ziel ist es, einen vernüftigen Energiemix zu etablieren.
    Wir haben jetzt die Chance, ein intelligentes System aufzubauen, welches die neuen Energien berücksichtigt und das Netz trotzdem stabil hält. Wir können aber auch so weitermachen wie bisher und uns dann in einigen Jahren wundern, wenn andere Staaten uns überholen, weil sie gerade auf diese Technik setzen. Menschen in anderen Ländern denken nicht so pessimimistisch und schauen ehrfurchtsvoll auf Deutschland. Ich kenne viele Menschen, die uns um das EEG beneiden.

    Sie können viel erzählen, dass dies oder jenes Mist ist. Machen Sie doch aber mal einen Gegenvorschlag zur Energiepolitik.

    Karl

    Donnerstag, 16 Juli, 2009 at 09:04

  19. Hallo zusammen,

    (m)ein Gegenbeispiel: PV-Anlage mit 4,45 kWp Leistung auf dem Dach meines Hauses, installiert April 2001, Module von BP-Solar, Garantie des Herstellers: noch 90% im 20. Betriebsjahr, Wechselrichter: 2 Stck. SMA Sunny Boy 2500.
    Die bislang eingespeiste Energiemenge pro Jahr beträgt ca. 1080 kWh pro kWp und Jahr. Die min./max. Erträge schwanken dabei zwischen 1000 kWh / kWp und Jahr und 1220 kWh / kWp und Jahr. Der max. Ertrag war im Rekordsommer 2003, sonst recht geringe Schwankungsbreite. Eine Degradation ist bislang nicht feststellbar. Instandhaltungsaufwendungen fielen bislang nicht an, die Anlage lief bis jetzt absolut störungsfrei, ich habe die Solarmodule noch nicht mal geputzt (macht der Regen). Einige heftige Hagelschläge haben die Solarmodule ohne erkennbaren Schaden oder Ertragseinbuße überstanden.

    Mein Ratschlag: Man sollte die Technologie von vor 20 Jahren nicht als Maßstab für heutiges Handeln wählen. Erst recht nicht, wenn wie in der Solarbranche in den letzten Jahren derart große Fortschritte gemacht wurden. Für die Kaufentscheidung VW Golf ja/nein wird ja auch nicht die Fahrleistung und der Wartungsaufwand eines Ford Modell T herangezogen.

    Viele Grüße mit der Bitte um sachlichere Diskussionen!

    Hausbesitzer

    Dienstag, 25 August, 2009 at 11:08

  20. Herzlichen Glückwunsch, dann zahlen wir alle mal weiter!

    Hier das aktuelle Statements des führenden Verbraucherschützers in Sachen Energie zur Vermögensumverteilung (40 Mrd.) durch Photovoltaik. Hoffentlich hat das bald ein Ende.

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0822/meinung/0039/index.html

    Simon Grünland

    Dienstag, 25 August, 2009 at 15:07

  21. zur kalten fusion: ist ein interessanter ansatz, den ich interessiert verfolge, leider gibt es bis heute keine eindeutigen beweise für die machbarkeit.

    die kohlesubvention machte schon sinn, da dadurch das geld im land blieb.

    die subvention von solarthermie und PV wird von allen verbrauchern
    und nicht vom staat bezahlt! der sinn liegt meines erachtens nach,
    im hochhalten der preise für solarmoduln und zubehörtechnik. das
    ein wechselrichter von 12V auf 230V bei 2kw leistung für unter 100euronen zu haben ist, ist ja kein geheimnis. auch unter der berücksichigung, von einem etwas höherem steuerelektronischem aufwand, die zur synchronen netzeinspeisung benötigt wird, sind preise von mehreren tausend euros, ein glänzendes abzockgeschäft für die hersteller. bei den eigentlichen moduln muß man eine sehr differenzierte betrachtungsweise an den tag legen !!! oft werden hier äpfel mit birnen verglichen. monokristalline und polykristalline zellen sind sehr aufwändig und energieintensiv in der herstellung und eigentlich nur dann sinnvoll, wenn ein platzmangel besteht! untersuchungen haben ergeben, daß amorphe zellen, auf grund der möglichkeit auch diffuses licht nutzen zu können, in der energieausbeute, besser sind als die vorgenannten typen. einer durch schnellere degradation, geringeren nutzungsdauer, steht allerdings ein viel geringerer material und fertigungsaufwand gegenüber, auch ist die gesamtenergiebilanz besser. betrachtet man die preisentwicklung der moduln, kommt man zwangsläufig zu dem schluß, daß die preise für alle typen künstlich hoch gehalten werden. solange also der markt durch subvention verfälscht wird, werden die preise nicht sinken, was einer massennutzung zuwieder ist. meine persönliche meinung deckt sich bezüglich der sinnhaftigkeit für den auf kredit kaufenden, mit dem betreiber der solarkritik seite. bei solarthermie kann man die für die moduln und die anlagentechnik aufgerufenen preise nur als kriminell bezeichnen,
    hier wird, auch durch subvention, der kunde gnadenlos abgezockt.

    knüppel aus dem sack

    Mittwoch, 23 September, 2009 at 15:22

  22. Wunderbare Welt der Polemik…

    Es ist immer wieder herrlich zu lesen, wie aufgebrachte Bürger dieses Landes sich an der angeblichen Überförderung und Sinnlosigkeit der erneuerbaren Energien hochziehen. Merkt ihr denn gar nicht, dass ihr nur noch reflexhaft handelt? Habt ihr mal ernsthaft versucht, die Argumente der Befürworter abzuwägen und euren notorischen Nörgeleien gegenüberzustellen? Offensichtlich seid ihr dazu nicht bereit.

    Gibt es eine Überförderung durch das EEG?
    NEIN! Die sogenannten Differenzkosten zwischen den EEG-Kosten und den sonstigen Strombörsenpreisen werden mehr als ausgeglichen. Wie? Na durch den sogenannten Merit-Order-Effekt. Wer ein wenig von der Strompreisbildung an der Leipziger Strombörse Ahnung hat, weiß dass der aktuell 15%ige erneuerbare Anteil der Stromerzeugung die anderen 85% fossil-nuklearer Stromerzeugung im Preis drückt. Schon heute zahlt der Stromkunde keinen Cent mehr, aber bei den Energieversorgern bleibt weniger Extragewinn hängen. Wer es nicht glaubt, sollte mal nach “Merit-Order-Effekt” googlen… selbst das RWE-treue RWI-Institut kann nichts mehr gegen den Effekt sagen.

    Vergleichbarkeit 20 Jahre alter Module mit heute?
    NEIN! Das war noch Handproduktion und hatte nichts mit den industriellen Standards von heute zu tun. Photovoltaik unterliegt heute harten Normen und jeder Hersteller, der in Deutschland verkaufen will, muss sich einer Vielzahl von Produkttests stellen, bei denen unter anderem auch durch klassische Klimakammerfahrten die Eignung für weit mehr als 20 Jahre GETESTET wird. Aber es gibt auch eine Vielzahl an echten Anlagen, die schon zwanzig Jahre alt sind und noch top funktionieren.

    Braucht man erneuerbare Energien?
    JA! Sowohl Klimawandel als auch kommende Energiekrise zwingen uns förmlich dazu, nachhaltig Strom und Wärme zu produzieren. Und zwar zu Kosten, die uns dies ermöglichen. Deshalb auch das EEG: Es ist eine Anschubfinanzierung, die nach einem fest definierten Plan die Kosten für erneuerbare Energien zurückführt und nebenbei dafür sorgt, dass Deutschland in einem weiteren Zukunftsbereich Technologieführer ist und sein wird. Seid stolz auf euer Land und was diese fantastischen Ingenieure erreichen.

    Brauchen wir die Photovoltaik als teuerste der erneuerbaren Energien?
    JA! Die regenerative Stromerzeugung der Zukunft funktioniert nur im Verbund. Wind allein kann nicht alles allein schultern. Biogas, Wasser oder Sonne allein auch nicht. Aber im sinnvollen kombinierten Ansatz geht es relativ leicht. Wer es nicht glauben kann oder will, hier ist die Zukunft im Kleinen probiert: http://www.kombikraftwerk.de

    Übrigens wurde die erste Ampel in Berlin (1924) auch mit ähnlichen Argumenten bekämpft (wer braucht das? zu teuer! und überhaupt…) So ist das immer mit echten Innovationen: Erst wird darüber gelacht, dann werden sie bekämpft und zum Schluss waren immer schon alle dafür… :-)

    Claas

    Donnerstag, 24 September, 2009 at 19:13

  23. @Claas

    Das war noch Handproduktion und hatte nichts mit den industriellen Standards von heute zu tun.

    Handprodultion ist in der Regel qualitativ besser – insbesondere dann, wenn ich was demonstrieren will, nämlich wie toll Solarmodule funktionieren.
    Bevor ich über Wind- oder Solarstrom im grßen Stil nachdenke, denke ich besser darüber nach, wie ich den zu “Unzeiten” produzierten Strom einerseits, für Zeiten nicht produzierten Strom andererseits speichern kann, sinnvoll speichern wohlgemerkt.

    Aber es gibt auch eine Vielzahl an echten Anlagen, die schon zwanzig Jahre alt sind und noch top funktionieren.

    Ach ja ?
    Sind zwar solarthermische Anlagen…

    in einem weiteren Zukunftsbereich Technologieführer ist und sein wird

    Richtig, deswegen kommen die meisten Solarmodule aus China, dank “Technologie-Transfer” von Deutschland – Fischer hat damals glaube ich die Produktionsstätten eingeweiht.

    Was waren sie stolz auf Europas größte Solarsiedlung dieser Art. Politiker, der damalige Umweltsenator und Hein Gas (heute E.on Hanse Wärme) schmückten sich gern mit den 124 Reihenhäusern der Ökosiedlung Karlshöhe in Bramfeld und ihren modernen Sonnenkollektoren auf den Dächern. Fördergeld floss, Preise wurden vergeben.
    Das war einmal. Aus dem umweltpolitischen Vorzeigeprojekt ist ein Sanierungsfall geworden. Weil die unterirdischen Leitungen marode sind, ist die Solarsiedlung seit einem Jahr stillgelegt. Die Kosten für eine Sanierung will niemand übernehmen.
    [..]
    Vor neun Jahren wurde sie als “sonnigstes Wohnungsbauprojekt” mit dem Hamburger Solarpreis 2000 ausgezeichnet. Der damalige Umweltsenator Alexander Porschke nannte als Ziel: Bis zum Jahr 2010 wolle die Umweltbehörde erreicht haben, dass solarthermische Anlagen im Neubau und beim Austausch der Heizung zum Standard gehören. Die Stadt Hamburg hatte sich mit einer halben Million Euro Fördergeld an dem Pilotprojekt beteiligt.

    Nachzulesen hier

    Doch, da kommt Freude und Vertrauen in “unsere” Technik auf – vielen Dank !
    :?

    krishnag

    Donnerstag, 24 September, 2009 at 21:15

  24. @22 Claas
    Auch wenn ich den größten Teil der Zeit nur mitlese, hier möchte ich mal wieder einsetzten. Ich finde es interessant, daß die Übermittlung reiner Fakten (20 Jahre Fehmarn, Zellen kaputt) in ihren Augen Polemik ist. Dagegen enthält ihr Beitrag keine Fakten, wenn wir mal vom falsch interpretierten „Merit-Order-Effekt“ mal absehen. Gerade ihre Wortwahl (Sowohl Klimawandel als auch kommende Energiekrise zwingen uns förmlich dazu) schreit Polemik hinaus. Bitte definieren sie doch einmal die kommende “Energiekrise” oder “Klimawandel” (was denn, gar nicht menschgemacht??), wie kommen sie darauf, daß sich dieser nur mit oder durch EE begrenzen lässt. Zeigen sie dabei auch auf, daß der Einsatz von EE (ich denke nur an veränderte Windströmungen durch Windspargel) nicht gerade erst einen solchen Klimawandel erzeugt.

    Was den „Merit-Order-Effekt“ angeht, da sollten sie sich noch einmal informieren. Eigentlich genügt es, wenn ich die Wiki zitiere:

    Als Merit-Order-Effekt bezeichnet man die Verdrängung teuer produzierender Kraftwerke durch den Markteintritt eines billigeren Kraftwerks, z. B. durch Aufschaltung eines solchen Kraftwerks auf das Netz. Die EEG-Einspeisung verändert den Merit-Order-Effekt, weil selbst zu marktgängigen Preisen produzierende konventionelle Kraftwerke durch den gesetzlich erzwungenen Markteintritt teuer produzierender Kraftwerke (namentlich Wind, Photovoltaik, Biomasse) aus dem Markt verdrängt werden. Anzumerken gilt (wenn auch ohne Wirkung auf den Merit-Order-Effekt): “Teuer” ist z. B. Windstrom nur im betriebswirtschaftlichen Sinn, weil in den Kosten konventioneller fossiler Energieerzeugung deren externe Kosten (Umweltschädigung durch CO2-Ausstoß) nicht inkludiert sind.

    Dabei stellt sich nun die Frage, ist CO2 wirklich klimaschädlich? Ohne diese (unbewiesene) Behauptungen führt EE ganz einfach zu stark steigenden Energiepreisen und zur Verdrängung konventioneller Lösungen. Selbstverständlich gibt es bei diesen Preisen auch keinen deutschen Technologieführer, ein Blick auf die Realität in Deutschland genügt. Wie kommen sie eigentlich auf solche Behauptungen?

    Was ihren Link zum Kombikraftwerk angeht, ja wo wird denn ein solches Kombikraftwerk real eingesetzt? Etwa auf Malta? Och nö, da hat man ja nach Prüfung doch ein Seekabel gezogen. Komisch, da gibt es so viel Sonne und Wind am Meer…

    Um zum Ende zu kommen, viele Menschen finden einen Großteil der Ampelanlagen als überflüssig, woher nehmen sie nur ihre Aussagen??

    iwg

    Donnerstag, 24 September, 2009 at 21:26

  25. Noch ein weiterer “solarer Sanierungsfall” aus dem “hohen Norden” vom 23.09.2009 aus dem “Hamburger Abendblatt”

    http://www.abendblatt.de/hamburg/article1195943/Solarsiedlung-ist-ein-Sanierungsfall.html

    Zitat:
    “Sonnenkollektoren arbeiten wegen maroder Leitungen nicht mehr. E.on Hanse: Anlage ist nicht wirtschaftlich zu betreiben. Anwohner sind empört.”

    Rainer Hoffmann

    Freitag, 25 September, 2009 at 07:21

  26. Sorry…hatte nicht gelesen, dass Krishnag schon auf den “solaren Sanierungsfall” in Hamburg hingewiesen hatte…

    Rainer Hoffmann

    Freitag, 25 September, 2009 at 07:24

  27. Hallo Krishnag,

    Schade, dass deine Kommentare nicht auf meine Argumente eingehen, sondern ablenken. Handproduktion im Bereich einer Hochtechnologie als vorteilhafter gegenüber industriellen Standards zu bezeichnen ist schon sehr fraglich. Insbesondere Vakuumprozesse, hundertprozentige Lötlinien, Zellbeschichtungen sind Produktionsschritte, die in den letzten zwanzig Jahren aber insbesondere in den letzten zehn Jahren unglaublich verbessert wurden. Erst das EEG hat diesen Innovationsschub ausgelöst.

    Als ich von den alten Solaranlagen sprach, die noch prime funktionieren, habe ich bestimmt nicht von den solarthermischen Kollektoren gesprochen. Auch in der Photovoltaik wurden schon einige Projekte realisiert, die noch heute bestens arbeiten, z. B. der Rappenecker Hof im Schwarzwald.

    Sieh es wie du willst, Deutschland ist Technologieführer im Bereich der PV. Das man nicht 100% Marktanteil über die gesamte Wertschöpfungskette vom Silizium bis zum fertigen Modul haben kann, ist klar. Aber außer Deutschland, China, Japan und den USA haben kaum andere Länder einen nennenswerten Anteil an der Produktion von PV. Übrigens sitzen mit centrotherm, manz, M+W Zander, etc. aber die Hersteller der Produktionslinien und somit die Know-How-Träger in Deutschland.

    Auf das Thema der Speicherung der erneuerbaren Energien geht die erwähnte Seite http://www.kombikraftwerk.de sehr gut ein. Schau es dir doch einmal an, bevor du das Speicherthema ansprichst. Allgemein gilt, dass wir mehr reine Elektrizitätsspeicher benötigen werden und diese mit der aufkommenden Hybrid- und Elektromobilität auch bekommen werden.

    Ein offensichtlich gescheitertes Solarthermieprojekt als Argument gegen die Photovoltaik anzubringen ist schon beinahe ein verzeifelter Versuch. Das Thema der kompletten solaren Nahwärmeversorgung von ganzen Gemeinden ist bis heute noch in den Kinderschuhen. Wenn fast zehnjährige Entwicklungsprojekte scheitern ist das noch lange kein Grund die kleine Solarthermie in Frage zu stellen und erst recht kein Grund die Photovoltaik, die damit gar nichts zu tun hat, anzuprangern.

    Grüße
    Claas

    PS: Es macht keinen Sinn sich einzelne nicht funktionierende Projekte herauszupicken und als den Beweis dafür darzustellen, dass die gesamte Technologie nicht funktioniert. Nur weil mal eine Bremse bei einem Auto nicht funktioniert, stellt man ja auch nicht die Technologie der Bremse in Frage. Oder doch ? :-)

    Claas

    Freitag, 25 September, 2009 at 10:32

  28. @Claas #27

    Nur weil mal eine Bremse bei einem Auto nicht funktioniert, stellt man ja auch nicht die Technologie der Bremse in Frage. Oder doch ?

    Natürlich, wenn es sich um einen systhematischen Fehler in einer neuen Produktlinie handelt ?

    krishnag

    Freitag, 25 September, 2009 at 13:19

  29. @Claas

    Im Jahr 2006 wurden rund 2.000 GWh Photovoltaikstrom erzeugt. Die Gesamtstromerzeugung in Deutschland belief sich im Jahr 2006 aber auf 635.774 GWh. D.h. 0,3% der gesamten Stromproduktion Deutschlands stammen aus Solarstrom.

    Wie ausbaufähig ist die Sache? Die Solareinstrahlung am Erdboden, über Tag und Nacht und das Jahr gemittelt beläuft sich in Deutschland in etwa auf 90 – 150 Watt/ m² (800 bis 1300 kWh pro Jahr und m² je nach Lage und Standort). Moderne Photovoltaikzellen erreichen in etwa einen Wirkungsgrad von 10 – 15 %. Also nur 10 – 15 % der eingestrahlten Leistung werden in Strom umgesetzt. Somit kommt man in etwa auf eine Ausbeute von 100 kWh (= 0,0001 GWh) pro Jahr und m². Das bedeutet, es wäre eine Photovoltaikanlage mit 180.000 m² Grundfläche notwendig, um die Jahresausbeute einer Groß-Windkraftanlage (WKA) zu erzielen. In etwa 110 Groß-WKA produzieren soviel Strom, wie in Deutschland derzeit an Photovoltaikstrom produziert wird. Eine Photovoltaikanlage von 6.358 km² Grundfläche wären notwendig um den Strombedarf von Deutschland zu decken (natürlich nicht bedarfsgerecht sondern nur rein rechnerisch im Mittel). Das entspricht in etwa der Hälfte der Fläche von Schleswigholstein, die man mit Solarzellen komplett zupflastern müsste. Die Lebensdauer von Solarzellen wird ebenfalls mit nur 20 Jahren veranschlagt und es gibt die gleichen Platz-, Einspeisungs-, Speicher-, Kostenprobleme, etc. wie bei WKA.

    Ein Beispiel:

    Der Quadratmeter PV-Modul + Installation kostet in etwa 500 €. Ein Quadratkilometer PV-Anlage kostet somit in etwa 500 Mio. €. 6.358 km² Grundfläche wären notwendig um den Strombedarf von Deutschland zu decken, macht ca. 3.179.000 Mio. €, oder 3.179 Mrd. €. Und das alle 20 Jahre. Hinzu kommen die Kosten für Reinigung, Wartung, Speicherung, …

    Wer soll das bezahlen?

    Das Dilemma mit dem Solarstrom

    Der Solarschwindel – Teil 1

    Der Solarschwindel – Teil 2

    klimakatastrophe

    Freitag, 25 September, 2009 at 13:36

  30. Die PV Stromerzeugung betrug 2008 in D über 4,4 Mrd kWh.
    (es besteht also kein Grund geschätzte Daten von 2006 zu nehmen. Ob man jetzt als Realtion dazu die Bruttstromerzeugung nimmt oder doch besser den Letztverbrauch oder gar den nicht priviligierten Letztverbrauch könnte man übrigens auch noch diskutieren)

    Die EEG Jahresabschlussrechnungen finden sich beim BDEW und der dürfte als sachlich neutrale Quelle sicherlich auch hier akzeptiert sein.

    Was die Alterung betrifft so ist diese bei Anlagen vor 1990 sicherlich ein “Problem”, moderne Anlagen sind zumindest in den ersten Jahren besser als die alten Anlagen in diesem Bezug, auch die Photovoltaik Branche lernt dazu. (genau weiß man’s dann eben in einigen Jahren)

    Im übrigen müssen deutliche optische Mängel nicht zwangsläufig zu sehr hohen Ertragseinbußen führen, siehe z.B.:

    http://www.volker-quaschning.de/artikel/pvalterung/index.html

    Übetragen auf heute lässt sich vermuten:

    1. Die modernen Anlagen altern zwar, aber durchaus moderat, selbst optisch übel aussehende uralte Anlagen liefern meist noch passable (Definitionssache) Erträge. Eine gewisse Alterung ist übrigens auch Bestandteil seriöser Berechnungen.

    2. Selbst Anlagen aus der Anfangszeit funktionieren nach 20 Jahren noch. Die Stromkosten sind dann die Betriebskosten und wenn man wenig für Wartung ausgibt sind sie nahe Null. Bei Kohle- und Atomkraftwerken werden ja auch nicht die neuen, sondern 30 Jahre alte abgeschreibene Anlagen als Maßstab betrachtet.
    Die abgeschriebene hier gezeigte PV-Anlage könnte heute durchaus extrem niedrige Stromerzeugungskosten auf weisen. (ohne die Daten zu kennen natürlich nicht zu quantifiziereb)

    Ich pinkle hier zwar auf einen Waldbrand, dennoch wäre es schön (und dem Standort Deutschland sehr dienlich), wenn in dieser Debatte mehr Sachlichkeit einkehren würde, auch auf den Seiten, die sich Kritik auf die Fahne geschreiben haben.
    Kritik sollte man durchaus ernst nehmen, aber dazu sollten dann z.B. auch mit aktuellen Zahlen argumentiert werden.

    Sollte dies nicht gewünscht sein, empfehle ich dringend, die eigeen Position auf Plausibilität zu überdenken

    mfg

    Cephalotus

    Sonntag, 27 September, 2009 at 10:27

  31. @Cephalotus

    Sie schreiben:

    “Die PV Stromerzeugung betrug 2008 in D über 4,4 Mrd kWh.”
    “Kritik sollte man durchaus ernst nehmen, aber dazu sollten dann z.B. auch mit aktuellen Zahlen argumentiert werden.”

    Das ist richtig. Die Daten von 2006 habe ich herangezogen, da ich dazu bereits einen Artikel verfasst hatte.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/03/03/deutschland-auf-dem-weg-zum-strom-aus-100-erneuerbarer-energie-eine-illusion/

    2008 wurden laut Wikipedia 4.000 GWh PV-Stom erzeugt, macht 0,65% am Bruttostromverbrauch der BRD. Also etwas über 1/2 Prozent.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Solarstrom

    Meine Kostenabschätzung (zur Versorgung der BRD mit PV-Strom)

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/2009/05/18/solar-klarwerk-auf-fehmarn-%e2%80%93-zustand-der-solarmodule-nach-20-jahren/#comment-2637

    habe ich mit aktuellen Zahlen durchgeführt.

    Sie schreiben:

    “Im übrigen müssen deutliche optische Mängel nicht zwangsläufig zu sehr hohen Ertragseinbußen führen”

    Ein Zitat aus Ihrem Link:

    “Bei den neueren Modulreihen können die jährlichen Leistungsverluste auf etwa 1 % beziffert werden.”

    Damit werben übrigens auch die Hersteller.

    Jährliche Ertragseinbußen im Prozentbereich sind für Sie nicht erheblich?

    Vergessen haben Sie auch die Wartungs- und Reinigungskosten, die nicht wie Sie sagen gegen Null gehen. Die PV-Zellen müssen nicht nur regelmäßig gereinigt werden, die elektrische Anlage (Wechselrichter, etc.) muss auch regelmäßig gewartet werden. Je älter die Anlage wird, desto reparaturanfälliger wird sie und um so weniger Ertrag bringt sie ein, zumal die Subventionen durch das EEG nach 20 Jahren auslaufen. Am Ende steht die Entsorgung der Anlage aus. Auch das verursacht Kosten, denn das Halbleitermaterial muss als Sondermüll entsorgt werden.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/06/27/antec-hinterlasst-solar-sondermull/

    Dazu würde mich sehr Ihre Ertrags/Kosten-Rechnung interessieren.

    Und wie wollen Sie nachts und im Winter den fehlenden PV-Strom kompensieren?

    Zur Variabilität der Solareinstrahlung

    mfg

    klimakatastrophe

    Sonntag, 27 September, 2009 at 11:14

  32. Soweit man bemängelt, dass die 2006er-Zahlen nicht so aktuell gewesen sind, so bestätigen die 2007er und 2008er-Zahlen, dass sich am Anteil der Primärenergieversorgung durch die Solartechnik nix geändert hat. Die PV taucht auf keiner Primärenergiestatistik auf, weil deren Anteil mit “Null-Komma-x-Prozent” viel zu gering ist. Schaue hier die Zahlen aus 2007 und 2008:

    http://www.solarresearch.org/solarkritik41.pdf

    Bemerkenswert auch das folgende Video, das dokumentiert, wie die Ökoenergielobby mit falschen und überhöhten Prozentwerten täuscht:

    http://www.solarresearch.org/05vidaud/050solvid/050040/index.htm

    Rainer Hoffmann

    Sonntag, 27 September, 2009 at 11:54

  33. Eine Degradation von 1%/a beim Ertrag anzunehmen ist eine konservative Schätzung für durchschnittliche moderne Anlagen. Vermutlich sind -0,5%/a näher an der Realität, die Zeit wird’s zeigen.

    Verbleiben also 80% bzw 90% der Leistungsfähigkeit der Anlage nmach 20 Jahren, wobei deren Wert zu diesem Zeitpunkt da üblicherweise mit Null angenommen wird.

    Ich halte diese Rechnung für seriös, ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich, aber das ist ja bei jeder Investition so.

    Ein typischer Wert für Versicherung, Wartung und Rücklagen liegt bei 1% der Investitionskosten pro Jahr. Man geht z.B. davon aus, dass der Wechselrichter keine 20 Jahre überlebt, Schwachpunkt sind hier z.B. die Elektrolytkondensatoren.
    SMA als Marktführer bietet dafür beispielsweise Austauschpauschalen. Defekter Wechselrichter raus, reparierter Wechselrichter rein…

    Die Entsorgung der Anlagen ist sicherlich ein Thema (genauso wie der Restwert funktionierender Anlagen nach 20 Jahren und der Wert des dann produzierten Stroms).
    Zellen aus kristallienem Silizium sind derzeit für Recycling hoch attraktiv, da der Wert der Wafer höher ist als der Aufwand. Ob das in Zukunft noch so sein wird muss sich zeigen, anders herum ist das auch kein Sondermüll.
    CdTe ist da sicherlich ein anderes Thema, siehe Antec und derzeit vor allem First Solar. Aber First Solar nimmt die Module alle kostenlos zurück, das ist im Kaufpreis bereits enthalten. Eine Pilotfabrik zum Recycling existiert ebenfalls.
    Das Thema Ressourcenbedarf und Schadstoffe muss man ganz gewiss im Augen behalten und PV darf da keinen Freibrief erhalten, aber das was hier von PV gefordert wird, fordere ich auch für alle anderen Industrien, inkl. Atommüll, CO2 aus Braunkohleverstromung, Automobilindustrie, Textilindustrie, Landwirtschaft, usw, usf…

    Was die Bedeutung betrifft.

    Weltweit erzeugt die Kernenergie 2% der Primärenergie (Tendenz abnehmend), also deutlich weniger als ganz banales Holz (6% mit Wirkungsgradmethode)
    Trotzdem gibts darüber elendig lange Diskussionen, wie wichtig und bedeutend diese Technologie doch sei.

    PV wird in Deutschland dieses Jahr wohl die 1% Hürde bei der Stromerzeugung erreichen. Wenn wir davon ausgehen, dass jedes Jahr 1,5GWp dazu kommen, die Anlagen 25 Jahre leben und 900kWh/kWp erzeugen, dann wären das dann am Ende 37,5GWp an installierter Leistung und 33,8 TWh an Stromproduktion. Bei zunehemnder Elektrifizierung (E-Mobile, Wärmepumpen) also grob 5% der deutschen Stromversorgung.
    Das -ist- sehr signifikant, kostet ein bißchen was (aber durchaus überschaubar, je nach Degressionsszenraio). Wer weißschon , was wir für %% Strom aus Gaskraftwerken in 2025 an Erdgas nach Russland überweisen müssten?
    Die 37,5GWp lassen sich auch noch in derzeitige Netzstrukturen integrieren, darüber hinaus braucht es neue Konzepte.

    Dazu gibt es Ansätze und Szenarien, aber das würde den Rahmen hier deutlich sprengen.

    Die Frage ist, welches Szenario man möchte. Erdgas an den lupenreinen Demokraten bezahlen, oder jetzt Geld bezahlen, das überwiegend im eigenen Land verbleibt und künftig handlungsfähig zu bleiben plus eine Exportindustrie für ein stark nachgefragtes Produkt anbieten zu können.
    An den lausigen 1-3ct/kWh Mehrkosten beim Haushaltstrom für ein paar Jahre soll also ein wichtiger Schritt hin zur energiepolitischen Freiheit (+ ca. 50.000 Jobs, + Zusatzverdienst für ca. 3-4 Millionen PV Anlagenbetreiber) wirklich scheitern?

    Das Thema CO2 mal außen vor, da wird Kopenhagen 2009 sicherlich die Weichen stellen, wie eine künftige Welt wohl aussehen mag.

    mfg

    Cephalotus

    Sonntag, 27 September, 2009 at 22:56

  34. @Cephalotus

    Ich dachte die Wahlen waren gestern und die Wahlversprechen sind heute vorbei ;)

    Die kWh PV-Strom kostet (bisher) nach dem EEG ca. 50 Cent pro kWh. Unvergleichlich teuer, auch im Vergleich zu anderen EE.

    http://www.fen-net.de/alternative.antriebe/pages_pv/pv_eegverguetung.htm

    Wer soll das bezahlen, wenn der PV-Strom ausgebaut wird und wir zudem jedes Jahr ca. 1% Leistungsverlust der PV-Anlagen in Kauf nehmen müssen?

    Und wie wollen Sie nachts und im Winter den fehlenden PV-Strom kompensieren? Ständig müssen Ausgleichskraftwerke anfahren und herunterfahren, was zu erheblichen Verschleißerscheinungen und Kosten führt.

    Ein Vergleich von Äpfeln und Birnen und allzu optimistische Annahmen helfen hier leider nicht weiter. Dazu bedarf es einer objektiven Berechnung und einer objektiven Abschätzung.

    mfg

    P.S.

    Wenn wir davon ausgehen, dass jedes Jahr 1,5GWp dazu kommen, die Anlagen 25 Jahre leben und 900kWh/kWp erzeugen, dann wären das dann am Ende 37,5GWp an installierter Leistung und 33,8 TWh an Stromproduktion. Bei zunehemnder Elektrifizierung (E-Mobile, Wärmepumpen) also grob 5% der deutschen Stromversorgung.

    Mein Beispiel:

    Der Quadratmeter PV-Modul + Installation kostet in etwa 500 €. Ein Quadratkilometer PV-Anlage kostet somit in etwa 500 Mio. €. 6.358 km² Grundfläche wären notwendig um den Strombedarf von Deutschland zu decken, macht ca. 3.179.000 Mio. €, oder 3.179 Mrd. €. Und das alle 20 Jahre. Hinzu kommen die Kosten für Reinigung, Wartung, Speicherung, …

    Ihre 5% an der deutschen Stromversorgung in 25 Jahren kosten 3.179 Mrd. € / 20 = ca. 160 Mrd. € insgesamt, oder 6,4 Mrd. € pro Jahr. Hinzu kommen die Kosten für Reinigung, Wartung, Speicherung, Entsorgung …

    Wer soll das bezahlen?

    klimakatastrophe

    Montag, 28 September, 2009 at 12:50

  35. Hallo Klimakatastrophe,

    ich finde es sehr schön, dass es Cephalotus geschafft hat, die Diskussion zu versachlichen. Ich möchte mein Übriges tun, um die offenen Fragen zu beantworten:

    1. In der Abschätzung der Kosten für den Ausbau der Photovoltaik ist das Ergebis durch ein paar Ungenauigkeiten etwas zu hoch ausgefallen. Nehmen wir also zusätzliche 30 GWp an, die man in Deutschland noch relativ leicht in das Stromnetz integrieren kann, wenn man dieses langfristig auf eine quasi-komplett regenerative Stromerzeugung umstellt. Es ist nach allen bekannten Kostenschätzungen anzunehmen, dass sich spätestens in 2-3 Jahren ein Anlagenpreis von ca. 2.000 €/kWp realisieren lässt und als Marktpreis einstellen wird, da dann die sogenannte Kostenparität (Grid Parity) zwischen PV-Strom und Elektrizitätsstrom eingestellt ist (in 2010 ca. 23 cent/kWh). Multipliziert man die noch zu bauenden 30 GWp (30.000.000 kWp) mit den 2.000 €/kWp, dann ergeben sich Investitionskosten von 60 Mrd. Euro, die auf ca. 15 Jahre verteilt werden. Durchschnittlich wären also 4 Mrd. Euro an Investitionssumme nötig, um dies zu ermöglichen.

    2. In der Berechnung der notwendigen 2.000 Euro/kWp zum Erreichen und später Unterschreiten der Netzparität sind sowohl die Kosten der Betriebsführung (Wartung, Reinigung, Ersatzinvestition,…) als auch die Kosten der Deinstallation schon enthalten. Das Recycling von kristallinen Modulen trägt sich allen Berechnungn nach aus sich selbst heraus, da das Silizium gleich wiederverwendet werden kann. Die ersten Fabriken hierfür existieren schon. Das zitierte Beispiel Antec-Solar ist alles andere als ein Lehrstück des Umweltbewusstseins. Es hat aber schon vorher ein Umdenken stattgefunden, dass die Hersteller von PV-Modulen, deren Produkte Spuren von Cadmium enthalten (First Solar, Calyxo und Abound Solar) gesetzlich verpflichtet sind, schon beim Verkauf die Summe Geld (in einen geschützten Fonds ohne Zugriffsmöglichkeit) zurückzulegen, um das Recycling zu garantieren.

    3. Die Förderung des EEG ist eine gesetzlich definierte Anschubfinanzierung um durch Massenproduktion die spezifischen Kosten in einem vorher definierten Rahmen zu senken. Dies ist auf bestem Wege und wird jetzt sogar übererfüllt werden. Interessant ist hierbei, dass der Vergleich der Kosten des PV-Stromes nicht mit den Erzeugungskosten von Kohle, Wind, Biomasse, Atom (alle ungefähr zwischen 2,5 und 9 cent/kWh) erfolgen muss, sondern mit dem der Steckdose (heute ca. 20 cent/kWh aber stark steigend) erfolgen kann. Dies ist dadurch begründet, dass in der Zukunft der PV-Strom nicht mehr in das Netz eingespeist werden wird, sondern frisch auf dem Dach erzeugt im Hausnetz verbraucht wird. Somit verringert die PV-Anlage die Stromkosten (wichtig ist dann die verbrauchsoptimierte Dimensionierung der Anlage) und wird über kurz oder lang zu einem Standardelement des Gebäudebaus bzw. der Gebäudesanierung. Die EEG-Förderung war und ist aktuell jedoch noch notwendig, um die Massenproduktion zu ermöglichen und die Kosten zu senken. Dann läuft die Förderung langsam aber sicher aus und verschwindet, wie es sich für jede staatliche Anpassungssubventionierung gehört.

    4. Photovoltaik kann und wird niemals in der Lage sein, zu 100% den Strombedarf eines Landes zu erzeugen. Aber dies ist auch nicht notwendig, da sich die zukünftige regenerative Stromversorgung aus Windkraftanlagen (das Zugpferd der Zukunft), Wasserkraft, Biomasse, Geothermie und Photovoltaik zusammensetzen wird. Alle zusammen plus eine deutlich erhöhte Kapazität an Speichermöglichkeiten für elektrische Energie werden problemlos in der Lage sein, die 100%ige Stromversorgung zu jeder Minute eines Jahres in Deutschland zu ermöglichen. Übrigens die einzige seriöse Studie, die bisher versucht hat, den perfekten Mix aus erneuerbaren Energien für die minutengenaue bedarfsgerechte Stromversorgung zu bestimmen (www.kombikraftwerk.de) kam zu dem Ergebnis, dass dafür die heutige Stromspeicherkapazität (fast nur Pumpspeicherkraftwerke) tatsächlich stark ausgebaut werden muss. Dies ist jedoch ein realistischer Wert, wenn wir es schaffen (und danach sieht es sehr stark aus), die Mobilität vom Benzin in größerem Maße auf Hybrid bzw. reinen Strom umzustellen.

    Beste Grüße
    Claas

    Claas

    Montag, 28 September, 2009 at 19:22

  36. die derzeitige (2009) Vergütung von PV Strom liegt in Deutschland zwischen 33ct/kWh und 43ct/kWh. Die ca. 50ct/kWh sind die Durchschnittsvergütungen Ende 2008.

    Derzeit beinhaltet das in D grob Freiflächenanlagen (10% bezogen auf kWp), große Anlagen (60%) und kleine Anlagen (30%) (EUPD), also eine durchschnittliche Vergütung von ganz grob vielleicht 39ct/kWh in 2009.

    Die Vergütung sinkt ständig, ich rechne jetzt einfach mal mit -7%/a für die kommenden 10 Jahre von 2010 bis 2019 und danach Stagnation bei 18,9 ct/kWh.

    Wenn Ihnen dieses Szenario nicht passt, können Sie sich gerne ihr eigenes basteln, ich halte das für eher moderat.

    Den Wert des PV Stroms setze ich mit konstant 10ct/kWh an, das ist sicherlich auch nicht völlig daneben, denn überwiegend wir hier Erdgas in GuD substituiert, darüber hinaus entfallen ein paar Netzentgelte und ein merit order Effekt kommt auch noch hinzu.
    Langfrsitig ist anzunehmen, dass Erdgas teurer wird, dafür wird es schweiriger zusätzlichen PV Strom ins Netz zu integrieren.
    Die 900kWh/kWp sind ein Durchschnittsertrag über die 25 Jahre, also inkl. Leistungsverlusten durch Degradation. Kann man sich jetzt um ein paar % hin oder her streiten, ich halte das für durchaus seriös.
    (der Anlagenmix bei pv-etraege.de ergab ca. 950kWh/kWp über die letzten Jahre, allerdings sind die Anlagen meist noch jung, dafür sind aber auch einige uralte und richtig schlechte Anlagen dabei, die wurden ja die letzten Jahre deutlich besser)

    Das Ausgangssezanrio sind 5,4GWp in 2008 zu je 50ct/kWh, in 2009 +1,5GWp zu je 39ct/kWh, in 2010 +1,5GWp zu je 36,3ct/kWh und die letzten Jahre dann eben jeweils +1,5GWp zu je 18,9ct/kWh.

    Ab 2034 lasse ich dann die jeweils 25 Jahre alten Anlagen sterben.

    Mathematische Verienfachung sind, dass die Vergütung nur 20 Jahre gezahlt wird und nicht 25 Jahre wie die angenommene Lebensdauer, d.h. da ist noch eine deutliche argumentative Reserve nach “unten” vorhanden. (würden die Anlagen z.B. nur 20 Jahre leben, dann wären die EEG Preise niedriger)

    Und dann hab ich die PV Kosten nur auf 300TWh im Jahr umgerechnet, also in der Größenordnung nur Haushalte, Handel und Kleinverbraucher, aber nicht Industrie und Gewerbe, um das Argument zu entkräften, dass man damit der deutschen Wirtschaft schaden würde. Die Industrie würde somit 0,00ct für PV Strom zahlen.

    Wenn man sich dann die Zeitreihe betrachtet erreicht man maximale jährliche Kosten von rund 10 Mrd Euro im Jahr 2034, danach sinken die Kosten wieder ab, weil die alten teuren Anlagen (die von heute entfallen. In Wirklichkeit entfallen sie sogar viel früher, in Massen so ab dem 01.01.2025)
    Wenn man davon den durchaus niedrig kalkulierten Wert des Stroms abzieht und nur auf die 300TWh/a verteilt (ohne Industrie und Gewrebe), so eribt sich ein peak bei dem Kosten von 2,4ct/kWh im Jahr 2034, danach fällt es stark ab.
    Würde mans mathematisch korrekter und aufwändiger berechnen wäre der peak irgendwo bei 2,0ct/kWh.

    Wenn eine Regierung mir heute sagt, so machen wir das, dann zahle ich ab dieser Sekunde sofort freiwillig diese 2,0ct/kWh mehr für meinen Haushaltsstrom im Vorschuss.
    2,0ct/kWh zahle ich freiwillig ab sofort drauf für ein massives Ausbauszenario für Windkraft (damit lasse sich viele, viele TWh erzeugen), 2,0ct/kWh für Bioerdgaseinspeisung.
    Wenn die AKW länger laufen werden, dann kann man daraus die Endlager und den Netzausbau finanzieren.

    Wer hier in Sorge um die armen deutschen Haushalte Ängste vor meinetwegen 2,4ct/kWh Maximalkosten an PV-Stromvergütung in 25 Jahren schürt, der sollte meiner bescheidenen Meinung nach viel eher Aufklärungsarbeit im MediaMarkt & Co leisten.

    Es bringt weitaus mehr Kosteneinsparung, bei Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten das effizientere Gerät zu wählen.

    Und diesen PV Kosten stehen ja zahlreiche positive Argumente gegenüber, die ich oben bereits erwähnt habe. Man macht das ja nicht nur zum Spaß.

    Die Integration von 40GWp PV-Strom ins deutsche Netz ist mit moderatem Aufwand machbar, es gibt dazu durchaus hochklassige Studien, die aber nicht frei verfügbar sind.
    Regelkraftwerke werden seit jeher in beständig wechselnden Betriebszuständen gefharen, die Nachfrage nach Strom ist ja ebenfalls keineswegs konstant. Die Kraftwerke sind darauf ausgeelgt.
    In der Mittellast ist der PV Ertrag prognostizierbar.

    PV Strom wird nur in einem Mix von Energieträgern ökonomischen Sinn ergeben. Durch die wohl auch langfrsitig eher hohen Kosten sollte man Überschussstrom weitgehend vermeiden. Das wird künftig Aufgabe der Windkraft sein. Wenn man Überschussstrom aus Windkraft für meinetwegen 3ct/kWh (Mischkalkulation) speichern muss oder meinetwegen zu Wasserstoff o.ä. veredelt, dann ergibt das noch ökonomisch sinnvolle Möglichkeiten zur Speicherentleerung in Spitzenlastzeiten.
    Dementsprechend wird der Anteil an PV Strom in dummen Netzen im einstelligen % Bereich verbleiben, bei Windkraft sehe ich da wesentlich höheres Potential in Kombination mit Verwertungsmöglichkeiten für Überschussstrom.
    Gase (inkl aufbereitetem Biogas) wird eine CO2 arme Regelleistung bereit stellen. Wasserkraft und Tiefengeothermie bleiben wohl im einstelligen % Bereich in der Grundlast.
    Einen gewissen Anteil regenerativen Importstrom halte ich für eine durchas legitime und sinnvolle Sache, z.B. “Wüstensolarstrom” oder Wasserkraft aus Norwegen
    In der Übergangsphase stehen Kohle und Atomkraftwreke zur Verfügung.

    Das alles sind Mittel- und Langfriststszenarien. Die einzige derzeit realitische Gegenposition für Deutschland sehe ich im massiven Ausbau der (Braun-)Kohlekraftwerke, wobei ich nicht glaube, dass das in einigen Jahren noch international durchsetzbar sein wird. (darüber hinaus halte ich es für ethisch absolut unvertretbar).

    Baupläne für ein erstes Fusionskraftwerk für den praktischen Einsatz gibt es vielleicht Mitte des Jahrhunderts, vielleicht aber auch nicht. Kosten unbekannt.
    Ein Einsatzpotential für den Großteil der Weltbevölkerung erscheint unwahrscheinlich.
    Forschen soll man natürlich, aber seine Hoffnung sollte man da besser nicht darauf setzen.

    Neue Fissionskraftwerke sind heute schon unwirtschaftlich. Meines Wissens wird nicht ein einziges neues AKW weltweit gebaut oder wäre in Planung, das nicht staatlich massiv unterstützt wäre.

    Für mich sind erneuerbare Energien daher nicht nur aus ökologischer Sicht vorteilhaft, mir erscheinen sie für den Neubau von Kraftwerken auch rein volkswirtschaftlich die teils mittelfristig, teils aber heute schon überlegene Lösung zu sein.

    mfg

    Cephalotus

    Montag, 28 September, 2009 at 19:33

  37. @Claas.

    Elektromobilität wird in vehicle2grid Konzepten möglicherweise als Minutenreserve interessant sein (sofern die Akkus die Zyklen überleben, aber da siehts derzeit gut aus und sofern man attraktive Vergütungssysteme findet, da siehts derzeit noch zappenduster aus), zur Speicherung von Windstrom über einige Tage mit Flaute hinweg taugen sie leider nicht.

    (ganz grobe Plausbilitätsrechnung: 10 Mio E-Fahrzeuge am Netz mit je 5kWh v2g Kapazität und 10kW Anschlussleistung macht:
    100GW Regelleistung :-), aber nur 50GWh an Regelenergie :-(, das reicht im schlimmsten Fall vielleicht 1 Stunde lang.

    Vielleicht kommt ja irgendwann den nächsten Jahrzehnten doch noch ein Wunderakku fürs Auto. Ich hab allerdings einen ganz guten Blick hinter die Kulissen und ich sehe den nicht, ganz egal was da an Mitteilungen bisweilen durch die Presse geistert.

    100% erneuerbare Energien (davon in Deutschland wohl aus Kostengründen fast 2/3 Windstrom) braucht neue Speicherkonzepte, denkbar sind große stationäre Akkumulatoren (z.B. Natriumschwefel), adiabatische Druckluftspeicher, Wasserstoff und/oder Methan, ein europäisches super-grid oder smart grids mit Lastmaangementfähigen Verbrauchern.
    Am besten vermutlich eine Mischung aus allem.

    Ich fände mit 2/3 erneuerbare Energien und 1/3 fossil im deutschen Strommix, davon überwiegend (Erd-)Gas bis ca. 2050 noch einen Kompromiss, der einen breiten Konsens finden könnte und relativ einfach umsetzbar wäre. Wobei das Erdgas bis dahin vermutlich für die Gebäudeheizung eh schon deutlich zu teuer sein wird.

    mfg

    Cephalotus

    Montag, 28 September, 2009 at 19:53

  38. @Cephalotus, Claas

    Nur 3 Fragen.

    1. Wer soll die Mrd. €, jedes Jahr und über Jahre hinweg, zur Umstellung der Stromversorgung auf PV und EE bezahlen? Woher kommt das Geld?

    2. Wie kann eine grundlastfähige Stromversorgung aus PV und EE hergestellt werden, die bezahlbar ist und den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird? D.h. Strom zu jeder Zeit und in gewünschter Menge, immer dann, wenn er gebraucht wird?

    3. Wenn Ihre Prognosen bzgl. der PV und EE so optimistisch sind, warum leben Sie und andere es nicht vor? D.h. sich vom konventionellen Stromnetz abtrennen und autag, ausschließlich über PV und EE hier in Deutschland versorgen?

    mfg

    Ich halte es nicht mit den Worten, sondern mit den Taten ;)

    klimakatastrophe

    Dienstag, 29 September, 2009 at 02:41

  39. Hallo Klimakatastrophe,

    deine Fragen sind schon in den vorherigen Kommentaren beantwortet worden. Also bitte einfach lesen. Möchtest du Antworten auf deine Fragen oder geht es hier um Fundamentalkritik?

    Hier aber noch einmal kurz:
    zu Frage 1: Es handelt sich bei den beschriebenen notwendigen Zahlungen zum Aufbau der Photovoltaik um Investitionen. Diese werden im PV-Bereich Deutschlands größtenteils von Haushalten getätigt, um aktuell die Einspeisevergütung zu erhalten und die Investition zu refinanzieren. In der mittleren Zukunft werden die gleichen Haushalte die Investition tätigen, um dann Strom aus der Steckdose durch günstigeren PV-Strom zu ersetzen und auf diese Weise zu erstezen. Es werden sich “Kleinstenergieversorger” gründen, die die PV-Anlagen bauen und den Strom direkt vom Dach in das Haus verkaufen werden.

    zu Frage 2: Die Frage habe ich schon zweimal mit dem Hinweis auf das 100%-Szenario des regenerativen Kombikraftwerks beantwortet. Also nochmal bitte auf http://www.kombikraftwerk.de nachsehen. Wenn man von weniger optimistischen Ausbauszenarien wie cephalotus ausgeht (nur 2/3 regenerative Stromversorgung) dann wird es noch einfacher.

    zu Frage 3: Der Kernpunkt ist bei dir, Klimakatastrophe, noch nicht angekommen. Niemand will, dass sich jeder Haushalt zu 100% autark versorgen soll, da der Speicheraufwand zum Ausgleich von Elektrizitätsangebot und -nachfrage in diesem Fall ins Unermessliche steigen würde. Das Stromnetz wird für den lokalen, regionalen und überregionalen Ausgleich von Elektrizitätsangebot und -nachfrage benötigt. Auf diese Weise wird der Speicherbedarf minimiert und Wind, Sonne, Biomasse, etc. können effektiv die Stromerzeugung sichern. Das Ergebnis ist, dass die fossil und nuklear betriebenen Großkraftwerke (insbesondere die trägen Kern- und Braunkohlenkraftwerke) größtenteils überflüssig werden. Die Elektroenergieerzeugung wird so dezentralisiert wie deren Nachfrage schon immer dezentralisiert war. Das Netz und der Elektrizitätsmarkt bleibt als Ausgleichselement aber erhalten.
    Nur so als Randbemerkung: Mein privater Strom wird schon seit einiger Zeit von einem rein regenerativen Stromversorger in das Netz eingespeist und ich investiere mein Geld auch in eine kleine netzgekoppelte PV-Anlage.

    Beste Grüße
    Claas

    Claas

    Dienstag, 29 September, 2009 at 10:22

  40. @Claas

    deine Fragen sind schon in den vorherigen Kommentaren beantwortet worden.

    Hm, sehe ich nicht so.

    Zu 1: Also die Haushalte und die Bürger sollen die Mrd. €, jedes Jahr und über Jahre hinweg, zur Umstellung der Stromversorgung auf PV und EE bezahlen! Sozusagen als Investition in die Zukunft? Die werden begeistert sein. Grade erst haben ca. 10% die LINKE gewählt und ca. 10% gar nicht. Die sog. soziale Unterschicht mit wenig Geld, welche immer größer wird, soll das über erhöhte Strompreise und Subventionen (EEG) mit tragen?

    Zu 2: Regenerative Kombikraftwerke (über ganz Deutschland verstreute Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen) sollen also eine grundlastfähige und bedarfsgerechte Stromversorgung aus PV und EE herstellen! Dazu noch einmal mein Beitrag von 2008

    Deutschland auf dem Weg zum Strom aus 100% Erneuerbarer Energie? Eine Illusion

    Funktioniert im großem Stil nicht in der BRD. Nicht umsonst setzt man bei DESERTEC auf Strom aus der Wüste, d.h. eine dezentrale Energieversorgung aus den EE.

    Da in der BRD weder Wind- noch Solarstrom zur Deckung der Grundlast ausreichen (sieh Ihr Video auf http://www.kombikraftwerk.de/) setzt man auf Biomasse und Wasserspeicher zur Deckung der Grundlast und des anfallenden Strombedarfes. Auf eine Plausibilitäts-Rechnung wird dabei bewußt auf der Seite verzichtet.

    1. Wir haben weder genug Wasserspeicher
    2. Biomasse erzeugt mehr Treibhausgase als Mineralöl und schädigt dabei mehr unsere Umwelt

    Dazu: Die Energiepfanze ist der Raps.

    Rapspflanzen setzen Methylbromid (=Brommethan) frei, was nicht nur ein Treibhausgas ist, sondern auch die Ozonschicht schädigt. (Info: Brom löst ähnlich wie Chlor eine Reaktionskette aus und ist sogar noch 50 mal effektiver im Ozonabbau). Raps allein erzeugt weltweit 6600 Tonnen Methylbromid im Jahr, was 15 Prozent der industriell produzierten Menge entspricht (Gribble 2005).

    Biosprit bzw. Biomasse aus Raps ist klimaschädlicher als Benzin, dass hat eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern um den Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen berechnet. Der Grund liegt in dem gefährlichen Stickoxid (N2O), welches vor allem beim Düngen der Energiepflanzen in die Atmosphäre gelangt.

    Jede Tonne Stickoxid hat nämlich eine fast 300-fach so starke Treibhauswirkung wie dieselbe Menge an Kohlendioxid.

    Wegen der starken Treibhauswirkung von Stickoxid sind die Folgen fürs Klima erheblich: Für Raps-Sprit wäre demnach die relative Erwärmung 1,7-mal höher als der Kühlungseffekt durch die Einsparung von CO2 aus fossilem Treibstoff.

    Siehe

    Nach dem ifeu-Gutachten (Heidelberger ifeu-Institut) fallen zu Ungunsten von Rapsanbau, Rapsöl oder Rapsölmethylesters (RME) folgende Faktoren aus:

    * „Verbrauch an mineralischen Rohstoffen“ (Mineraldünger),
    * „Versauerung“ der Böden und „Eutrophierung“ (Nährstoffanreicherung in Gewässern)
    * sowie „stratosphärischer Ozonabbau“ (Zerstörung der Ozonschicht) durch Freisetzung des ozonschädigenden und gleichzeitig hochwirksamen Treibhausgases Distickstoffoxid (N2O) aus Düngemitteln und Rapsstroh,
    * ferner die „Human- und Ökotoxizität“ von Ammoniak (NH3) und Stickoxiden (NOx). (NOx entstehen durch Umwandlung von N2O und sind Vorläufersubstanzen von bodennahem Ozon (O3) -> Sommersmog). (Des Weiteren sind NOx Säurebildner und tragen zur Versauerung der Böden und zum Waldsterben bei).

    Da ich grade auf Fehmarn war, wo das oben im Beitrag gezeigte Solar-Klärwerk steht, kann ich der Liste hinzufügen:

    Rapsfelder und Getreidefelder, die der Biomassegewinnung dienen, werden mindestens 3-4 mal pro Jahr gespritzt. Nach dem Kulturwechsel (von Raps aus Getreide, bzw. Getreide auf Raps) wird gegen Blattpflanzen bzw. Gräser gespritzt. Dann wird gegen Rapskäfer bzw. Schädlinge gespritzt. Eventuell wird gegen Pilzbefall gespritzt. Zuletzt wird das Getreide noch “kurzgespritzt”, d.h. das Wachstum der Halme wird über Spritzmittel gehemmt. Zudem haben mich ansässige Umweltschüzer darauf hingewiesen, dass viele Knicks (Baumbestände am Ränder der Felder) dem intensiven Ackerbau zum Opfer fallen. Weiter wird der Klärschlamm aus den ansässigen Klärweren direkt auf den Feldern entsorgt!

    Stellen Sie sich so eine grundlastfähige Stromversorgung aus EE mit Hilfe von Biomasse vor?

    Zu 3: Wenn ich von einer autarken Stromversorgung aus PV und EE spreche, dann meine ich damit Wohnsiedlungen, Kommunen, Orte, Städte, die sich als Verbund autark versorgen. Im keinen Maßstab ist es idR leichter eine solche Stromversorgung auf die Beine zu stellen. Bisher ist das in der BRD nicht gelungen. Selbst im kleinen Stil sind immense Investitionen zu tätigen und der Stromverbrauch ist einzuschränken, wenn ein solches Pilotprojekt glücken soll.

    Nur so als Randbemerkung: Mein privater Strom wird schon seit einiger Zeit von einem rein regenerativen Stromversorger in das Netz eingespeist und ich investiere mein Geld auch in eine kleine netzgekoppelte PV-Anlage.

    Meine Randbemerkung: Sie hängen aber weiterhin am öffentlichen Stromnetz, das hauptsächlich mit Strom aus Kohle- und Kernkraft gespeist wird. Sie “kaufen” mit dem Ökostrom, der virtuell gehandelt wird, lediglich ein gutes Gewissen. Den Strom aus Ihrer PV-Anlage nutzen Sie ebenfalls nicht selbst, er wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die Allgemeinheit kommt somit für die Einspeisevergütung und die Förderung des PV-Stroms auf. D.h. der Bürger zahlt die Zeche für diese Zukunftsvisionen.

    mfg

    klimakatastrophe

    Dienstag, 29 September, 2009 at 14:17

  41. Sie „kaufen“ mit dem Ökostrom, der virtuell gehandelt wird, lediglich ein gutes Gewissen

    Ddas nennt man Ökostrom in homöopathischen Dosen.

    krishnag

    Dienstag, 29 September, 2009 at 14:47

  42. Hallo Klimakatastrophe,

    Ich lasse das Argumentieren einfach mal sein, da ich bemerke, dass meine Argumente hier immer wieder verdreht, nicht beachtet oder einfach nur diskreditiert werden. Sie haben gar kein Interesse, die Argumente von Menschen anderer Meinung ernsthaft zu prüfen, auch wenn diese plausibel sind. Ganz im Gegenteil, sie führen Punkte und Berechnungen, die nur Ihre Meinung entsprechen als Fakten auf (z.B. kein Platz für Photovoltaik ohne dass Sie die Potenzialstudien deutscher Dächer erwähnen), reduzieren gern auf den worst case und stellen diesen als Normalfall dar (z. B. Raps als einzige Biomassealternative) oder geben Dinge falsch wider (z. B. “Auf eine Plausibilitäts-Rechnung [Anmerkung: beim Kombikraftwerk] wird dabei bewußt auf der Seite verzichtet” [Anm: einfach mal die Dokumente der Seite durchlesen]). Sie diskutieren gar nicht offen, sondern drehen die Andeutungen, Meinungen und Fakten bis diese Ihrem vorgefertigten Ergebnis entsprechen.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht so verbissen enden wie der Macher der http://www.solarkritik.de, welcher als Opfer eines offensichtlichen und bedauerlichen Betrugsfalls aus eben diesem einen persönlichen Kreuzzug gegen die thermische Solarbranche gemacht hat und wahrscheinlich sämtliches Maß verloren und einen extremen Tunnelblick entwickelt hat.

    Wie auch immer, ich wünsche noch viel Erfolg im weiteren Leben und eine baldige Einsicht, dass erneuerbare Energien die einzige kostengünstige und nachhaltige Alternative zur fossilen und nuklearen Stromerzeugung sind.

    Beste Grüße
    Claas

    Claas

    Dienstag, 29 September, 2009 at 19:46

  43. Wenn alternative Energien im Rahmen des eeg gehandhabt werden, dann sind die alles andere als nachhaltig.
    Der Hunger in Guatemala ist vor allem hausgemacht
    “Energiepflanzen” verdrängen seit Jahren Grundnahrungsmittel

    Beispiele wie Santa Barbara zeigen, dass sich die Ernährungslage schon mit bescheidenen Mitteln verbessern ließe. Doch die Entwicklung geht genau in die entgegengesetzte Richtung. In einem Land mit seit Jahren angespannter Ernährungslage dehnen sich »Energiepflanzen« wie Zuckerrohr und Ölpalmen rapide aus, in nur vier Jahren hat sich Guatemala zu einem der wichtigsten Produzenten des Kontinents entwickelt.

    krishnag

    Dienstag, 29 September, 2009 at 20:10

  44. Ich habe sehr große Sorge, dass die Welt noch während der von mir erhofften Lebenszeit auf einen Kollaps zusteuert und selbstverständlich lässt mich das nicht kalt. Ich käme mir außerdem reichlich blöd vor, Wasser zu predigen und Wein zu saufen.
    Mein Strom stammt von der Naturstrom AG (einer der vier mir bekannten Anbieter der nicht nur “umlabelt”, dafür aber eben auch mehr kostet).
    Ein autonomes Solarszenario mit Batteriespeicher ist in der Mietwohnung nur schwer realisierbar und wäre darüber hinaus sowohl ökonomisch als auch ökologisch absoluter Unsinn.
    Mein derzeitiges Lebensumfeld ist so gewählt, dass ich ganz prima ohne den Unterhalt eines eigenen Autos aus komme (das ist kein Verzicht, sondern ein gewaltiger Zugewinn an Zeit und Geld und somit Lebensqualität), meine Wärme kommt aus Kraftwärmekopplung eines GuD Kraftwerks (in der letzten abgerechneten Heizperiode war das ein Heizenergieverbrauch von grob 1.000kWh und da fehlt keine Null), meine Aktien sind überwiegend in einem Fonds, der nach Nachhaltigkeitskriterien anlegt wird und nicht nur nach maximaler Rendite, usw, usf…

    “Ökologischer Verzicht” liegt mir nicht (Homo sapiens ist ein Egoist) und mir ist heute auch bewusst, das Verzicht kein Lösungsweg ist, den eine Mehrheit mit tragen würde, vielmehr bin ich ein großer Fan von Effizienz und zwar mit einem 100% Ziel, dort wo es umsetzbar ist.

    Erdöl aus der Erde zu pumpen, es für insgesamt viel Geld von Leuten zu kaufen, die man nicht leiden mag und es dann in Heizungen und Motoren zu verbrennen um dann die Abgase einzuschatmen ist furchtbar ineffizient und furchtbar dämlich. Wenn man das ändern kann spricht in meinen Augen wenig dagegen, das auch zu tun.

    Mein Beruf kreist um das Thema Energie und bringt mir ein sehr breites Spektrum an Kontakten, vom kleinen Mann auf der Straße, zu Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Beratern, Banken, Ministern, etc.

    Das Internet ist eine Spielwiese, ihre Seite ist eine davon und ich habe unbestreitbar auch ein gewisses Vergnügen dabei, so dass ich in meiner unbezahlten Freizeit hier auch noch Beiträge schreibe. Ist wohl ein Indiz dafür, dass ich mich mit dem Thema meiner Arbeit auch identifiziere und hier brauche ich als Privatperson auch nicht auf Diplomatie, Strategien und Befindlichkeiten achten, das ist durchaus befreiend.

    Ich seh es auch ein bißchen als “Kontakt zum kleinen Mann”, die Wahrnehmung gewisser Theme hier ist ja doch eine gänzlich andere als die der Forschung bzw. “großen” Politik.

    Zu den erneuerbaren. Die Glorifizierung der Grundlast verstehe ich nicht. Wenn ich mir Jahresganglinien anschaue wird doch offenichtlich, dass ich doch auch im “Grundlastbereich” große Teile durch EE abdecken kann, was sollte mich daran hindern?
    Das einzige, was dagegen spräche sind eine Vielzahl unregelbarer Kraftwerke die sich dem wechselnden Angebot mancher EE nicht anpassen können und man ist ja nicht verpflichtet, diese weiter auszubauen.

    Ein auch für Laien leicht verdauliches, aktuelles und vor allem öffentlich zugängliches Papier ist dieses:

    http://www.wind-energie.de/fileadmin/dokumente/Themen_A-Z/Erneuerbare-Strompotenziale/090915_BEE_IWES_Studie_PK_Hintergrund.pdf

    (man kann einige Punkte hinterfragen, aber im groben trage ich die Aussage mit)

    Sie argumentieren gerne mit großen Zahlen wie “35.000 Windkraftanlagen” oder “x Milliarden”.
    Damit kann man Laien beeindrucken, wie Sie sicherlich bereits erlebt haben. Der Erfolg ermuntert dazu, mit solchen Methoden weiter zu machen.
    Das ist schade, weil so sachlich durchaus richtige Zahlen missbraucht werden, weil der Leser sie nicht einordnen kann.
    (Wobei, nach dem Jahr 2008 sollten Milliardenbeträge doch keinen mehr erschrecken, das können ja heutzutage schon Einzelpersonen verzocken)
    Ein stark vereinfachtes und keineswegs schön gerechnetes Finanzierungsszenario zum Thema PV habe ich Ihnen im obigen Beispiel doch genannt, grob 2ct/kWh für die Hälfte der Stromverbraucher im peak.

    Das ist eine Zahl, die man als Stromverbraucher (und Zahler) doch ganz gut einschätzen können sollte.

    Bei dem verlinkten “Horrorszenario” der 35.000 Windkraftanlagen geben ich zu bedenken, dass wir im Juni 2009 rund 20.500 Windkraftanlagen hatten (wenn auch in anderen Größenklassen).
    Das ist alles absolut machbar, der “Flächenbedarf” von Windkraftanlagen besteht ja im wesentlichen aus Wiesen und Äckern zwischen den Anlagen.
    Bei Straßen sind wir bereit, ganz andere Größenordnungen zu opfern und vollständig zu versiegeln, bei Energiewandlern haben wir heute mehr als 40 Millionen laute und stinkende und sauteure KfZ in der Gegend herum stehen bzw. fahren, weil wir uns einbilden, diesen Irrsinn für unseren Lebensstandard zu benötigen.
    Da möchte ich durchaus mal ein Nachdenken darüber anregen, ob Deutschland nicht eine für alle deutlich lebenswerter wäre, wenn man durch intelligente Systeme und Entscheidungen, diese Mengen reduzieren würde (ohne auch nur irgendwem das Autofahren verbieten zu wollen, wenn er meint, das eigene Auto würde seine Lebenssituation verbessern)

    Ich denke, den Versuch, Ihre drei Fragen zu beantworten kann ich damit abschließen.

    Bzgl der “neuen Front” Pflanzenöl zur Energieerzeugung stimme ich Ihnen in manchen Bereichen zu. Bzgl. Klimagasemissionen ist dabei nicht viel zu gewinnen, teilweise ergeben sich sogar negative Bilanzen (wenn man z.B. ein Erdgas Fahrzeug mit einem Fahrzeug vergleicht, indem Ethanol aus Zuckerrüben, hergestellt mit Wärme aus Braunkohle verfeuert wird).
    Der ursprünglich Ansatz für Pflanzenöl war ein anderer, man hatte versucht, der überproduzierenden Landwirtschaft neue Absatzmärkte zu eröffnen und eine, wenn auch geringfügige Diversifizierung in der Beschaffung auf dem Ölmarkt war vermutlich auch ein gewollter Nebeneffekt.
    (ganz ist mir nicht klar, wieso Ihnen als erklärter “Klimaskeptiker” das Thema CO2e Vermeidung hier plötzlich ein Argument wert ist?)

    Langfristig wird man weiter flüssige Treibstoffe haben wollen, z.B. für den Betrieb von Flugzeugen, Schiffen, etc… Außerdem hat Deutschland sicherlich auch künftig Interesse an Kunststoffen.
    Dieses Öl aus Pflanzenmasse zu erzeugen erscheint mir nachhaltiger, als dafür Ölsande auszuquetschen, großen Mengen Geld in russische Panzer und goldene Wasserhähne arabischer Prinzen zu investieren, oder aber Kohle zu verflüssigen.
    Ob das dann gepresstes Rapsöl sein wird wage ich zu bezweifeln, es sei denn, wir fallen wieder auf eine technologisch niedrigere Stufe zurück, aber das würde selbst meine Sorgen um die Welt der Zukunft noch übertreffen.

    mfg

    Cephalotus

    Dienstag, 29 September, 2009 at 22:01

  45. @Claas, Cephalotus

    Mit Plausibilität sind die vor allem die Kosten solcher Projekte, auf die Sie verweisen, gemeint.

    http://www.kombikraftwerk.de/fileadmin/downloads/2008_03_31_Ma__KombiKW_Abschlussbericht.pdf

    Oder scheitert die Umsetzung schon am Geld? Genau darauf zielen meine Einwände und Berechnungen ab.

    Die Potentiale sind nicht entscheidend, sondern was es kostet.

    Natürlich kann man das Land mit PV-Zellen, Windrädern, Biomassefeldern und Wasserspeichern zupflastern. Nur wollen wir das, ist das ökologisch sinnvoll und können wir das bezahlen? Vor allem wer soll es bezahlen? Das ist meine Kritik, die leider nicht ankommt.

    Und natürlich besteht die Biomassenproblematik, bzgl. der Treibhausgasemissionen über Stickstoffdünger, nicht nur beim Raps. Gilt für alle Energiepflanzen. Zudem sollte man Ernteausfälle, Nahrungsmittelmangel etc. mit berücksichtigen.

    mfg

    P.S.: Das die gesteckten Ziele in Sachen EE oft nicht erreicht werden, dass können Sie u.a. hier nachlesen.

    Der Schwindel mit den Offshore Windparks

    Der dokumentierte Irrtum des Herrn Hohmeyer, Europas Vertreter im UN-Klimarat (IPCC)

    Auch viele Geothermieprojekte in der BRD scheiterten an den gesteckten Zielen, siehe z.B. das Geothermieprojekt am AWI in Bremerhaven.

    Die Wärme, die aus der Tiefe kam

    Bremerhaven: Die Entscheidung ist gefallen. Nach großem Bemühen, fehlende finanzielle Mittel zur Realisierung des Projektes geothermische Strom- und Wärmeversorgung für das Alfred-Wegener-Institut auch außerhalb des Landes Bremens generieren zu können, hat sich die Geschäftsführung der swb Bremerhaven für die Aufgabe ihres ehrgeizigen Projektes entschieden.

    klimakatastrophe

    Dienstag, 29 September, 2009 at 23:21

  46. “” Es ist nach allen bekannten Kostenschätzungen anzunehmen, dass sich spätestens in 2-3 Jahren ein Anlagenpreis von ca. 2.000 €/kWp realisieren lässt und als Marktpreis einstellen wird, da dann die sogenannte Kostenparität (Grid Parity) zwischen PV-Strom und Elektrizitätsstrom eingestellt ist (in 2010 ca. 23 cent/kWh).””

    Das ist leider grundlegend falsch. Die tatsächlichen Stromkosten, liegen im Bereich 4-5ct/kwh. Der Rest sind Verteilungskosten, Wartung der Trafostationen, Freileitungen usw und natürlich der Gewinn der Stromnetzbetreiber. Diese Kosten fallen natürlich weiterhin an. Sprich der Strompreis würde, auch wenn der Preis der Module auf ein Niveau zurückginge, das dem des heutigen Endkundenpreises als Einspeisevergütung entspricht um wenigstens 18-19ct/kwh steigen.

    Und wegen den Subventionen ist es vollkommen nebensächlich, ob die jetzt vom Staat oder einem Konzern kommen. Im Endeffekt zahlt die weder der Staat noch der Konzern, sondern ausschliesslich der Bürger, der diese Leistung abnimmt. Ohne Strom läuft heutzutage halt leider gar nichts mehr.

    uli12us

    Montag, 12 Oktober, 2009 at 12:35

  47. @uli12us
    Ja, das sehe ich auch so.

    Es ist völlig egal, wo wer was dreht.
    Diese Parität kann nicht eintreten, denn die Verbraucherpreise sind von den tatsächlichen Kosten der Stromproduktion längst abgekoppelt.
    Die Verbraucherpreise haben sich seit 2001 ausschließlich erhöht.

    Aus den Firmennachrichten:
    “… Eon will auch für die Dividende 2009 an der bisherigen Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent vom bereinigten Konzernüberschuss festhalten”, teilte das Unternehmen mit. Für 2008 hatte der Konzern bereits angekündigt, die Dividende unter Berücksichtigung des Aktiensplits um 9,5 Prozent auf 1,50 Euro zu erhöhen…”
    “…Das erste Halbjahr hat dem Energiekonzern RWE zwar sinkende Umsätze beschert, aber auch einen Gewinnanstieg…”
    “…Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hält seine hohen Gewinne in Deutschland trotz Krise und wegen Pannen abgeschalteter Atomreaktoren stabil…”

    Eigentlich hätten sich in der Krise wegen veringerter Umsätze auch die Gewinne der Erzeuger vermindern müssen.

    Warum das so ist? ==>Siehe hier – oben rechts: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/WirtschaftAktuell/Preismonitor/Energie/Ueberschrift__Energie,templateId=renderPrint.psml

    D.C.

    Don Carlos

    Freitag, 16 Oktober, 2009 at 22:09

  48. Herzlichsten Dank für Ihre Bild-Zitier-Erlaubnis!

    Sie finden eines Ihrer Bilder – mit Link hierher – auf

    http://www.konrad-fischer-info.de/7temp23.htm – dort auch noch weitere Info zur Krise der Öko-Abzock-Energien im Allgemeinen und Detail.

    Besten Gruß

    Konrad Fischer
    Ökoketzer

    Konrad Fischer

    Donnerstag, 22 Oktober, 2009 at 22:27

  49. Interessant wäre zu erfahren, wieviel von den 7 Millionen Mark für den Bereich Energie Erzeugung ausgegeben wurde und welches die laufenden Wartungskosten waren in den letzten 20 Jahren.

    Bruno Johann S.

    Donnerstag, 8 April, 2010 at 16:30

  50. Es sollte doch ein Leichtes sein, die Engergieversorgung einer Region/Kleinstadt mit sagen wir mal 20tsd Haushalten incl. mittelständischen Unternehmen und alles was so dazu gehört nach EE-Vorstellung als Staatspilotprojekt zu installieren, um endlich zu beweisen obs funktioniert oder nicht.

    Eine Region in Thüringen wäre dazu wohl besonders geeignet. Ländliches Umfeld für Biogas, Windräder, großflächige PV-Anlagen und ein geeignetes Tal für ein Pumpspeicherkraftwerk dürften dort leicht zu finden sein. Würde man dem PIK für die nächsten 10 Jahre die Forschungsgelder halbieren, wäre das ganze wohl auch kostenneutral zu finanzieren ;)

    Um diese Pilot-Region im Zweifel nicht im “Dunkeln tappen” zu lassen, könnte man sie ja auch noch über eine separate Leitung (mit Verbrauchszähler) am allgemeinen Netz notversorgen.

    Aber irgendwie hab ich das Gefühl, daß sich keiner an dieses Experiment heranwagt. Die Angst vor dem Platzen dieser geistigen Seifenblase ist bei unseren Politikern wohl doch zu groß.

    MEstermeier

    Donnerstag, 8 April, 2010 at 20:00

  51. Hallo !

    Habe ein Buch (Fiasko Atomkraft), darin wird die Atomlobby mit folgendem Werbespruch aus 1962 zitiert:

    “Atomstrom wird einmal so billig sein, daß es sich nicht mehr lohnen wird, Stromzähler einzubauen”

    Wer da heute auf Pilotstudien wartet oder gar pladiert, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Im Grunde ist die Situation um das EEG mit einer Zwangsabgabe von allen Bürgern, die lesen KÖNNEN vergleichbar und zwar unabhängig davon ob sie viel, wenig oder gar nicht lesen, wer es kann muß zahlen.

    Ist der Betrug erst groß genug, so ist als solcher nicht mehr erkennbar!

    Blaumann

    Donnerstag, 8 April, 2010 at 21:23

  52. @Blaumann

    “Ist der Betrug erst groß genug, so ist er als solcher nicht mehr erkennbar”

    Liegt wohl in der menschlichen Natur, daß man im Zweifel immer zuerst nach dem Versteckten sucht.

    MEstermeier

    Freitag, 9 April, 2010 at 12:57

  53. Hallo zusammen,

    Ich habe einige Kommentare hier mit sehr viel Interesse und schmunzeln gelesen. Vor allem musste ich feststellen, das es sehr viel “Halbwissen” über die Energiebranche und die regenerative Technik und deren Branche an sich gibt.
    Ich lebe seit 47 Jahren im Südwesten von Leipzig. In meiner Kindheit habe ich erleben müssen wie 23 Dörfer und ein Teil; 1/3!, der Stadt Zwenkau für einen Braunkohletagebau weichen mussten. Ich habe erlebt, wie die Gemeinde Heuersdorf für Braunkohle abgerissen wurde; 2005-2008. Meine Großeltern wurden 1932/33 für den Braunkohlentagebau in Profen bei Zeitz enteignet! Sie waren Landwirte und wurden danach arbeitslos!
    Ich habe jetzt Stiefkinder, von welchen 1 bei der Bundespolizei des öfteren im Einsatz ist, wenn es Proteste gegen Castortransporte gibt, aus der Atomwiederaufarbeitung für Atomkraftwerke.
    Was glauben Sie alle, wer diese Einsätze bezahlt?
    Wer glauben Sie, bezahlt die Umsiedelung der Leute von Heuersdorf oder in Garzweiler II, oder die Sanierung der Tagebaue um Leipzig, die stillgelegt wurden? Wer bezahlt all die anderen Tagebausanierungen von Rheinbraun oder der Ruhrkohle AG?
    Das bezahlen alle Steuerzahler!! Das bezahlt kein Kohle- oder Stromverbraucher! Wer bezahlt die “Atomforschung”, das bezahlen nicht die Betreiber der Kernkraftwerke, wer bezahlt die Forschung für die Endlager in Gorleben, der Steuerzahler; also wir alle!
    Ich war selber in der Energiewirtschaft von 1980 bis etwa 2002 tätig bei einem größeren deutschen EVU welches zur RWE-Gruppe gehört. Ich kenne daher einiges an Praxis, Gebahren usw.
    Die Kilowattstunde Strom kostet auf der Spannungsebene 110 Kilovolt etwa 3-6 Eurocent! Sie alle bezahlen etwa 20 Eurocent und mehr. Die EEG-Umlage beträgt 2 Eurocent; wie begründet man die nächste Strompreiserhöhung von 7 %?? Wir alle wollen und müssen Gewinne erzielen, das ist eben so in dieser Gesellschaft! Zugegeben, ich selber baue als Selbstständiger seit 2003 Anlagen der regenerativen Energietechnik. Was glauben Sie weshalb? Ich will nicht das meine oder anderen Leute Kinder ein Tschernobyl erleben müssen, ich will nicht noch einmal Dörferabriss wegen der Energieversorgung aus Kohle erleben müssen! Wenn alle der obigen Kosten auf die Energieverbraucher; den Verursacher umgelegt würen, würde die Kilowattstunde Strom etwa 45 Eurocent kosten, zuzüglich Steuern! Noch eine Bemerkung am Rande, der vorletzte Bundeswirtschaftsminister hat den 5 großen Energieversorgern die Verschmutzungszerti-fikate die wir von der Regenerativenergie erarbeiten geschenkt! Die armen Energieversorger!?
    Es gibt sicherlich noch mehrere Argumente für die Regenrativen; ich sage nur saurer Regen, Kohlendioxid, Erderwärmung, schmelzende Polkappen und und und!

    Beste Grüße aus Leipzig!

    juergensachsen

    Dienstag, 4 Mai, 2010 at 19:38

  54. Wie oft du hier den Ausdruck “regenerative Energien” verwendest hast, obwohl du eigentlich – als “Energieversorger-Insider” wissen müsstest, dass es “regenerative Energien” physikalisch nicht gibt…

    Also hinterfrage ersteinmal deine eigene Glaubwürdigkeit…und vermeide es besser die “Ökobranche” suggestiv als Branche mit “weisser Weste” darzustellen.

    Rainer Hoffmann

    Dienstag, 4 Mai, 2010 at 19:52

  55. @juergensachsen

    Sie wollen aus der Energiebranche kommen?
    Sorry, dann wüssten Sie wenigstens aus welchen Komponenten sich der Endkundenpreis des Haushaltstromes zusammensetzt.

    Ihre angebliche Lebensgeschichte ist deart unglaubwürdig, da wäre nicht einmal meine Oma darauf hereingefallen und die war schon reichlich naiv.

    Wer hat Sie geschickt und mit Propagandamaterial ausgestattet, Greenpeace? BUND? WWF? oder sonstige Umweltkonzerne…..jedenfalls sind Sie höchstens 15-18 Jahre alt, Ihre Schreibweise deutet jedenfalls darauf hin.

    Ihre Argumente……ich sollte wohl eher “Scheinargumente” dazu sagen, sollten selbst in Ihren Kreisen mal überdacht werden, weil völlig veraltet.

    Saurer Regen…..was denken Sie wie lange schon in den Kohlekraftwerken “Entschwefelungsanlagen” eingebaut worden sind?

    Demos gegen Kastor-Transporte….grünbeseelte Auftragsdemonstranten ketten sich an Schienen und der Steuerzahler darf diesen Unfug bezahlen……das jetzt der Kernkraft in die Schuhe schieben zu wollen ist ja wohl lächerlich.

    Abschmelzende Polkappen…….hmm, mal die realen Ausausdehnungen der letzten 2 Jahre beobachtet….neee, ansonsten hätte man ja seine vorgefertigte Meinung revidieren müssen.

    Das Großkonzerne und Aktiengesellschaften auf Gewinne aus sind, ist ja nun auch nichts neues, das RWE und Co. mauern was das Zeug hält, ist auch bekannt, das aber die Liberalisierung der Strommärkte durch die EU befohlen und von diversen deutschen Regierungen durchgepeitscht worden sind, das vergessen grüne Auftragsschreiber immer ganz gerne.

    Kleiner Tip, kommentieren Sie lieber bei Telepolis oder anderen “klimahypern” weiter, das sind Sie unter sich und müssen keine Widerworte erwarten.
    Hier jedenfalls sind harte Fakten und a bisserl Grundwissen in Sachen Klimawandel und Technik gefragt.

    Tss, Leute schickt das Arbeitsamt………

    Heinz (siehts) Eng

    Heinz Eng

    Mittwoch, 5 Mai, 2010 at 07:44


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