Archiv für Oktober 25th, 2008
Der Kater nach dem Klimarausch
Es gibt eine neue Nachdenklichkeit in der europäischen Klimapolitik, denn der Meeresspiegel steigt minimal und seit zwei Jahren gar nicht mehr.

Europa hat lange Zeit als Musterknabe der Klimapolitik aufgetrumpft. Mit einem Wir-retten-die-Welt-Gestus wurden alle Zweifel überrollt und der Rest der Welt, insbesondere Amerika, als ruchlose Verderber des Planeten hingestellt. Jetzt liegt die europäische Klimapolitik in Scherben. Eine Einigung über das Vorhaben, bis 2020 die Kohlendioxid-Emissionen um 20 Prozent zu senken, liegt in weiter Ferne.
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Länder wie Spanien und Großbritannien sind weit davon entfernt, die bisherigen Reduktionsziele und die Vorgaben des Kyoto-Protokolls zu erfüllen. Deutschland gelang die Einhaltung nur wegen des Zusammenbruchs der DDR-Industrie.
Die Klima-Aktivisten drängen dennoch lautstark auf schnelle Entscheidungen. Die Gefahr für den Planeten sei größer denn je. Jetzt müssten die Entscheidungen fallen, sonst stünde uns morgen das Wasser bis zum Hals.
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Die Forschung schreitet voran und viele neuere Erkenntnisse widersprechen den katastrophischen Vorhersagen. Wissenschaftler, die sich mit natürlichen Einflüssen aufs Klima – etwa denen der Sonne – beschäftigen, sagen, dass der Einfluss des Menschen aufs Klima geringer als angenommen sein könnte. Klimahistoriker geben zu bedenken, dass es in der Vergangenheit immer wieder einmal wärmer war und dass diese Warmzeiten gut waren für Mensch und Natur.
Die Antarktis meldet Rekordtemperaturen – Keinen falschen Alarm
Wir werden in den kommenden Wochen zunehmend mit Alarmrufen aus der Klimaforschung konfrontiert werden. Dabei sollten wir genau hinschauen, ob der Alarm auch berechtigt ist.

Die Arktis ist in diesem Jahr besonders warm, melden amerikanische Forscher. Ist die Region um den Nordpol nur die Alarmleuchte für die allgemeine Überhitzung? Schreitet die globale Erwärmung also schneller voran als in vergangenen Jahren vorhergesagt?
Nein. Zurzeit ist das Gegenteil der Fall. Das Jahr 2008 ist das dritte in Folge, in dem die globale Durchschnittstemperatur fiel.