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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Archiv für Oktober 15th, 2008

”Die globale Erwärmung ist gut für die Artenvielfalt!“

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Derzeit tagt die Weltnaturschutzunion in Barcelona. Experten dort warnen: ein Drittel aller Tierarten ist vom Aussterben bedroht. Das ist schlimm. Auch schlimm ist aber, dass jetzt manch ein Mahner das Artensterben mit dem Klimawandel in Verbindung bringt. Humbug!, sagt unser Meinungsmacher David Harnasch. Im Gegenteil: Wärme ist gut für die Artenvielfalt (Biodiversität). Hauptverantwortlich für das Aussterben vieler Arten ist etwas ganz anderes…

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Geschrieben von klimakatastrophe

Mittwoch, 15 Oktober, 2008 um 12:55

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

„Meeresspiegel steigt schneller als erwartet“

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Das berichtete die DIE WELT in der Ausgabe vom 10.10.2008

Die Meeresspiegel steigen – nur wie schnell? 18 – 59 Zentimeter bis zum Ende des Jahrhunderts, schätzte der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) im Jahr 2007, im Jahr 2001 waren es noch 9 – 88 cm. Der Knackpunkt: In den Klimamodellen zum Meeresspiegelanstieg wird nicht die Eisdynamik der polaren Gebiete berücksichtigt, zu unvorhersehbar erscheint diese dem IPCC. „Wir müssen uns auf einen Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter noch in diesem Jahrhundert einstellen“, verkündet nun Prof. Schellnhuber, aufgrund neuerer Erkenntnisse. Andere Forscher gehen sogar von einen Meeresspiegelanstieg von bis zu 1,5 m bis zum Ende des Jh. aus. Und das auf Grundlage der neusten Modellrechnungen.

Die folgenden Fragen stellen sich mir dabei:

  • Steigt der Meeresspiegel wirklich schneller als erwartet an?
  • Und kann man diesen beschleunigten Anstieg, den die Modelle prognostizieren, jetzt schon beobachten?

Zum globalen Meeresspiegelanstieg hat der Dipl.-Met. Klaus Eckart Puls einen interessanten Beitrag verfasst.

Wie sieht es aber an der deutschen Nordseeküste aus?

Die Folgende Abbildung zeigt die aufgezeichneten Pegelstände für das Mittlere-Tidenhochwasser (MThw = mittlerer Wasserstand bei voller Tide) am Pegel Norderney und am Pegel Cuxhaven.

MThw (Mittleres-Tidehochwasser), MT1/2w = MTmw (Mittleres-Tidemittelwasser/Tidehalbwasser), MTnw (Mittleres-Tideniedrigwasser)

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Am Pegel Norderney wurde ein Anstieg des MThw von ca. 30 cm im Verlaufe der letzten 100 Jahre beobachtet, am Pegel Cuxhaven ein Anstieg von ca. 27 cm im Verlaufe der letzten 100 Jahre. Ein beschleunigter Anstieg ab dem Jahr 2000 ist nicht zu erkennen, dass Gegenteil ist der Fall. Von einem beschleunigten Anstieg gehen aber ein Großteil der Prognosen aus (9 – 88 cm Anstieg zwischen 2000 – 2100, gemäß dem IPCC-Report von 2001). Die nachfolgende Abbildung (Stand 2006) zeigt Messerwerte und Prognosen am Pegel Cuxhaven, für das Mittlere-Tidemittelwasser (MTmw = mittlerer Wasserstand bei halber Tide).

Im Verlaufe der letzten 100 Jahre ist das MTmw in Cuxhaven um keine 25 cm angestiegen. Geht das so weiter, dann würde wir im Jahr 2100 bei in etwa 25 cm über Normalnull (NN) ankommen. In den letzten Jahren ist aber eine Abflachung des Anstiegs zu registrieren. Nichts des so trotz rechnet Prof. Schellnhuber mit einem Anstieg von 1 m über NN bis zum Jahr 2100 und liegt damit jenseits der schlimmsten Prognosen.

Fazit: Der Meeresspiegel steigt weder schneller als erwartet an, noch hat sich der Anstieg in den letzten Jahren beschleunigt. Das Gegenteil ist der Fall. Sowohl global gesehen, als auch an der Nordseeküste ist eine Abflachung des Anstiegs zu erkennen. In den letzten 100 Jahren ist ein Anstieg von ca. 30 cm an der Nordseeküste zu verzeichnen. Das entspricht dem Anstiegsverhalten der letzten ca. 500 Jahre (siehe die nachfolgenden Abbildungen).

null

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Info: In Hinblick auf den Deichausbau sind die Prognosen zum Meeresspiegelanstieg von besonderer Bedeutung. Denn in die Bemessungsgrundlage der Deiche fließt direkt der prognostizierte Meeresspiegelanstieg mit ein, wie die folgende Abbildung zeigt.

Anlage 1: HThw (Höchster Wert des Tidehochwassers) und MThw (Mittleres-Tidehochwasser) an der deutschen Nordseeküste (am Pegel Borkum, Norderney, Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven, Büsum, Husum, List (Sylt)) und HW (höchste Wasserstandswerte) und MH (mittlere Wasserstandswerte) an der Ostseeküste (am Pegel Travemünde). Schön zu erkennen sind die Sturmfluten von 1962 und 1976 an den HThw-Pegelständen der Nordseeküste.

Anlage 2: Globaler Meeresspiegelanstieg

Geschrieben von klimakatastrophe

Mittwoch, 15 Oktober, 2008 um 11:36

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

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