klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Archiv für Oktober 10th, 2008

Klimaforschung: „Die Erwärmung ist nicht abnormal“

mit 11 Kommentaren

Wissenschaftler haben die Klimageschichte der letzten 10.000 Jahre rekonstruiert. Temperaturschwankungen um 1,5 bis zwei Grad innerhalb einiger Jahrzehnte waren in den letzten Jahrtausenden völlig normal.

null

Die Katastrophenszenarien von Klima-Apokalyptikern halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand: Zum einen wird immer wieder behauptet, dass die globale Temperatur auf den höchsten Stand seit langem gestiegen ist. Und zum anderen ist immer wieder zu hören, dass die momentane Erwärmung schneller vor sich geht denn jemals zuvor. Beides ist falsch, wie nun das groß angelegte Forschungsprojekt „Hola“ (Holozänes Lawinengeschehen) zeigt. Dabei wurden Lawinenereignisse im Zillertal seit dem Ende der letzten Eiszeit studiert. Die Lawinen konnten durch Jahresring-Analyse von Holzresten in einem hochalpinen Moor auf das Jahr genau datiert werden. Zudem konnte aus der Breite der Jahresringe auf die damaligen klimatischen Bedingungen geschlossen werden.

Weiter

Siehe auch

Klimawandel und Veränderungen an der alpinen Waldgrenze

null

Abbildung 2: Für den Zeitraum 7000 – 2000 v. Chr. konnten Baum- und Waldgrenze dendrochronologisch nachgewiesen werden. Sie liegen im oder über dem gegenwärtigem potenziellen Niveau. (Krüppelgrenze: An sehr sonnenexpositionierten, felsigen Stellen reichen vereinzelt Zirben, Lärchen oder Fichten über die Baumgrenze hinaus, bleiben aber aufgrund des eingeschränkten Wachstums „Krüppel“. Die Verbindungslinie dieser Holzpflanzen wird als „Krüppelgrenze“ bezeichnet (ELLENBERG, 1996)).

Zur Entwicklung der Waldgrenze in der Nacheiszeit gibt es neue Ergebnisse aus dendrochronologischen Analysen von Baumresten, die teilweise vor Jahrtausenden gewachsen sind. Gefunden wurden diese im zentralen Ostalpenraum an Stellen, die im Höhenbereich der heutigen potenziellen Baumgrenze und darüber liegen. Es konnte ein zeitlich präzises und gut abgesichertes Bild der Veränderungen der Baumgrenze über die Jahrtausende erstellt werden (Abbildung 2). Nachweisbar ist vor allem für die mittlere Nacheiszeit (von 9000 bis 4000 Jahren vor heute) eine Baumgrenze, die durchwegs über der momentanen potenziellen Höhe lag. Im Kaunertal wuchs beispielsweise zwischen 4674 und 4377 v. Chr. ein Baum auf 2400 m Seehöhe. In dieser Höhe ist dort heute kein Baumwachstum möglich.

Klimawandel und Veränderungen an der alpinen Waldgrenze – aktuelle Entwicklungen im Vergleich zur Nacheiszeit

Vergrößerung: Klick

Geschrieben von klimakatastrophe

Freitag, 10 Oktober, 2008 um 13:01

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.