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Ein Umweltphysiker im Klimawandel

Der Michael Mann Hockeystick einmal mehr widerlegt

with 10 comments

Marie-Alexandrine Sicre vom LSCE (Institut “von” Herrn Hoffmann) hat kürzlich diese Arbeit in der renommierten Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht.

Decadal variability of sea surface temperatures off North Iceland over the last 2000 years

Sicre et al. haben Alkenone in einem Sedimentkern, stammend aus Grönland See, untersucht und eine Altersdatierung der Sedimente vorgenommen.

Alkeneone sind organische Substanzen, sog. Biomarker, welche von bestimmten marinen Algenarten in Abhängigkeit von der Wassertemperatur gebildet werden. Sie lassen sich in marinen Sedimentkernen nachweisen und dienen zur Rekonstruktion der Paläotemperatur der Meeresoberfläche. Mittels der Tephrochronologie, einer Datierungsmetode mit Hilfe von vulkanischen Aschelagen, kann dann auf das Alter der Sedimente geschlossen werden.

Für die Grönland See konnte mittels dieses Verfahrens die folgende Meeresoberflächentemperatur rekonstruiert werden.

Vergrößerung: Klick

Sehr schön sind das Klimaoptimum der Römerzeit um das Jahr 0 AD, dass nachfolgende Völkerwanderungs-Pessimum, dass mittelalterliche Optimum um 900-1300 AD und die nachfolgende Kleine Eiszeit zu erkennen. Zum Vergleich: Das heutige Level der Meeresoberflächentemperatur (im Sommer) der Region liegt bei knapp 9°C. Demnach haben wir heute in etwa das Level des mittelalterlichen Optimums und das des Optimums der Römerzeit erreicht. Ähnliches zeigen frühere Arbeiten mit Auswertungen von Sedimentkernen aus der Sargasso-See (Keigwin, Science 1996) und dem östlichen, subtropischen Atlantik (deMenocal et al., Science 2000) (siehe die anliegenden Abbildungen, stammend aus den beiden genannten Arbeiten).

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Written by admin

Freitag, 26 September, 2008 at 16:15

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

10 Antworten

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  1. <>

    Die braucht es auch nicht – das spricht für sich :)

    krishnag

    Freitag, 26 September, 2008 at 17:36

  2. Nach der Sicre-Grafik steht uns also mit Sicherheit keine Eiszeit bevor- wir sind noch mitten drin. :-)

    Wieder mal ein super Beitrag. danke.

    Wetterfrosch

    Freitag, 26 September, 2008 at 19:31

  3. @Muller
    “Marie-Alexandrine Sicre vom LSCE (Institut “von” Herrn Hoffmann) hat kürzlich diese Arbeit in der renommierten Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht.”
    Diese Zeitschriften sind immer dann “renomiert”, wenn in Ihnen etwas erscheint, was auf der gefuehlten Skeptikerskala irgendwie “kritisch” zum IPCC steht, was hier im uebrigen nicht der Fall ist.
    “Der Michael Mann Hockeystick einmal mehr widerlegt”
    Wie koennen die Kurve von Sicre und von Mann in irgendeiner Weise einander widersprechen oder bestaetigen? Sie zeigen unterschiedliche Zusammenhanege. Unsinn.
    In Manns NH Rekonstruktion sind jetzt schon Serien aus Europa/Nordatlantik die eine LIA und MWP zeigen, die entsprechende Box im IPCC sagt dasselbe (MWP in Europa).
    Die DeMenocal Kurve ist 100% Wind-kontrolliert. Denk mal nach warum.

    Georg Hoffmann

    Samstag, 27 September, 2008 at 11:01

  4. @Hoffmann

    ““Der Michael Mann Hockeystick einmal mehr widerlegt”
    Wie koennen die Kurve von Sicre und von Mann in irgendeiner Weise einander widersprechen oder bestaetigen? Sie zeigen unterschiedliche Zusammenhanege. Unsinn.”

    Warum, frage ich mal dumm wie ich bin?

    “In Manns NH Rekonstruktion sind jetzt schon Serien aus Europa/Nordatlantik die eine LIA und MWP zeigen”

    Warum war im 4. IPCC-Bericht von 2007 dann noch der alte Hockeystick unter den Klimakurven zu sehen? Levermann, PIK, die Mann-Gefolgschaft, etc. versuchen den Hockeystick sogar zu rehabilitieren.

    “Die DeMenocal Kurve ist 100% Wind-kontrolliert. Denk mal nach warum.”

    Jatzt nicht vom Thema Sicre ablenken. Sicre verweist selbst auf deMenocal. Aber vermutlich ist auch ihre Arbeit “100% Wind-kontrolliert”. Ich frage mich dann, warum Dahl-Jensens GRIP-Bohrlochrekonstuktion einen sehr ähnlichen Temperaturverlauf zeigt?

    Es wird langsam eng. Jetzt fallen schon die eigenen Leute vom LSCE einem in den Rücken. Würde mich nicht wundern, wenn Sicre Druck aus den eigenen Reihen bekommt. Über die Zeitschrift in welcher sie veröffentlicht hat wird schon hergezogen.

    Müller

    Samstag, 27 September, 2008 at 13:59

  5. @Mueller
    Es geht nicht duemmer als du es bist. Wirklich nicht.
    Die Arbeit von Sicre ist ganz wundervoll und ich habe nicht die geringsten Probleme damit. Ich habe ebenfalls schon in EPSL veroeffentlicht und ihr mittlerweile ehemaliger Editor Edouard Bard ist ein guter Bekannter und Kollege. No Problem.
    Ich habe mich nur darueber amuesiert, wann fuer euch Kapskoepfe mal eine Zeitung “renomiert” ist und wann nicht. EPSL ist es und gerade weil Arbeiten wie die Sicres darin erscheinen. Nun zu den anderen Dummheiten.

    “Warum, frage ich mal dumm wie ich bin?”
    Yo, das koennte jetzt ein Moment tiefer Erkenntnis werden. Mann ist eine NH Rekonstrukion und Sicre ist eine Temperaturmessung in der Groenlandsee.
    Soll ich jetzt noch das mit den Bienchen und Bluemchen erklaeren?

    “Warum war im 4. IPPC-Bericht von 2007 dann noch der alte Hockeystick unter den Klimakurven zu sehen? ”
    Warum nicht? Es ist eine Rekonstruktion unter vielen und war damals die erste ihrer Art. Sie wird vermutlich auch noch im AR5 drin sein.

    “Jatzt nicht vom Thema Sicre ablenken. Sicre verweist selbst auf deMenocal. Aber vermutlich ist auch ihre Arbeit “100% Wind-kontrolliert”.
    Auch die allereinfachsten Fragen kannst du nicht alleine beantworten. De Menocals Rekord taucht oben als Grafik auf, also kommentiere ich ihn auch. Warum gibt es sowenig Ozeankerne, die die letzten 1000 Jahre zeigen? Weil man bei normaler Bioturbation eine geradezu riesige Akkumulation von Sedimentmaterial braucht um 100 Jahre in einem Ozeankern aufzuloesen. De Menocals Rekord ist in der Westafrikanischen Upwelling Zone gebohrt, die sehr hohe Staubablagerungen hat. Die Intensitaet des windgetriebenen Upwellings kontrolliert vollstaendig die Wassertemperatur (schau mal heute auf eine Karte der SSTs). Die Intensitaet der Winde haengt unter anderem von der Position der ITCZ ab. Das ist nunmal die Interpretation von De Menocals Record und nicht etwa ±2Grad im tropischen Atlantik. Natuerlich ist das auch in seinem Paper nachzulesen, aber ich vergass voellig, dass du ja nie ueber den Abstract rauskommst.

    Natuerlich ist jeder Temperatur-Rekord auch von Transport kontrolliert. Dass es in den letzten 30 Jahren in Europa dermassen ueber dem globalen Mittel waermer geworden ist, hat eben mit der NAO zu tun. Und natuerlich hat eine Rekord, der von Wasserzufluss durch die Denmark Strait versorgt wird, mit der Intensitaet dieses Transports zu tun. Fuer den Fall, dass du nichtmals den Abstrakt liest:

    “Spectral
    analyses of the SSTsignal indicate intermittent 20–25 year oscillations, with periods of strong and weak power, that are likely reflecting the ocean response to wind forcing, presumably the North Atlantic Oscillation (NAO).”

    “Aber vermutlich ist auch ihre Arbeit “100% Wind-kontrolliert”. Ich frage mich dann, warum Dahl-Jensens GRIP-Bohrlochrekonstuktion einen sehr ähnlichen Temperaturverlauf zeigt?”
    Nochmal, ich habe nicht die geringsten Probleme mit diesem Rekord und/oder dem Dahl-Jensen Rekord. LIA/MWP sind zumindest (vielleicht mehr?) ein zircumatlantisches Phaenomen, in den Temperaturrekonstruktionen a la Mann sind solche Rekords wie der von Sicre enthalten. Das Problem ist eben, dass es nicht global beobachtet wird. Du kannst ja gerne Rekord fuer Rekord durch die Datenbanken gehen und schaun, welche ein LIA und ein MWP haben. Es ist nicht robust und nicht global.

    “Würde mich nicht wundern, wenn Sicre Druck aus den eigenen Reihen bekommt.”
    Du bist krank.

    @Wetterfrosch
    “Nach der Sicre-Grafik steht uns also mit Sicherheit keine Eiszeit bevor- wir sind noch mitten drin. :-) ”
    Die 9°C Linie hast du schon gesehen in der Grafik, oder?

    Georg Hoffmann

    Samstag, 27 September, 2008 at 15:01

  6. @Hoffmann

    „De Menocals Rekord taucht oben als Grafik auf, also kommentiere ich ihn auch. Warum gibt es sowenig Ozeankerne, die die letzten 1000 Jahre zeigen? Weil man bei normaler Bioturbation eine geradezu riesige Akkumulation von Sedimentmaterial braucht um 100 Jahre in einem Ozeankern aufzuloesen.“

    Na, in Sachen Sedimentkerne ist es mit dem Wissen aber nicht weit her. Normale Sedimentationsraten liegen vielerorts (vergleiche Sicre) durchaus bei 1-2 mm pro Jahr (z.B. Nordsee, Ostsee, …). Ich kann dir zahlreiche Paper mit „Ozeankernen“ aus aller Welt nennen, welche die letzten 1000 Jahre zeigen und eine weitaus geringe Auflösung als 100 Jahre haben.

    „De Menocals Rekord ist in der Westafrikanischen Upwelling Zone gebohrt, die sehr hohe Staubablagerungen hat. Die Intensitaet des windgetriebenen Upwellings kontrolliert vollstaendig die Wassertemperatur (schau mal heute auf eine Karte der SSTs).“

    Mit der Ozeanographie ist es auch nicht weit her. Upwellingzone stimmt. Hohe Staubablagerungen stimmt auch. Das Upwelling windgetrieben ist stimmt auch. Das dieses vollständig die Wassertemperatur kontrolliert ist falsch. Schon mal war von Wärmeaustausch zwischen Atmosphäre und Ozean gehört? Auch im Upwellingbereich der Küsten ist die Temperatur an der Meeresoberfläche deutlich höher als darunter. Ich habe selbst Temperaturprofile vor Westafrika gemessen und kann die gerne einstellen. (Auch hunterte von Metern Sedimentkerne aus der Region habe ich untersucht). Hier mal klassische Temperaturprofile:

    Hier mal die monatlichen Veränderungen in der SST (100% Windgetrieben? Vermutlich durch die Passatwinde?):

    http://www.nodc.noaa.gov/dsdt/ani/monthsst.ani

    Wenn dem so wäre, dass im Upwellingbereich der Küsten die Temperatur „100% Wind-kontrolliert“ ist, dann könntest du im Sommer in der Nordsee, oder Ostsee nicht baden gehen.

    Auch übrigens, dass sagt deMenocal:

    http://whyfiles.org/shorties/059trop_ocean/

    Du schreibst:

    „LIA/MWP sind zumindest (vielleicht mehr?) ein zircumatlantisches Phaenomen, in den Temperaturrekonstruktionen a la Mann sind solche Rekords wie der von Sicre enthalten. Das Problem ist eben, dass es nicht global beobachtet wird. Du kannst ja gerne Rekord fuer Rekord durch die Datenbanken gehen und schaun, welche ein LIA und ein MWP haben. Es ist nicht robust und nicht global.“

    Na, ich hatte dir hier schon einige globale Rekords gezeigt, welche ein LIA und eine MWP in guter Übereinstimmung zeigen.

    http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/09/18/der-hockeystick-wie-die-mittelalterliche-warmzeit-vom-ipcc-aus-der-geschichte-getilgt-wurde/

    Hier noch ein Paper zur Antarktischen Halbinsel (schöne Gegenüberstellungen finden sich auch bei G. Bond, Science 2001) :

    http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6WPN-47G345R-3&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=897221ed8757eec051b4ca7ced2955cf

    Müller

    Samstag, 27 September, 2008 at 17:30

  7. Lieber Georg,

    natürlich weiß ich, wo wir stehen. Die derzeitige Ozeantemperatur entspricht heute etwa der in der MWP. Und wir befinden uns in einer Warmperiode einer Zwischeneiszeit.
    Sorry, dass ich den Text etwas provozierend geschrieben habe, man lernt halt dazu.
    Daher auch der :-) am Ende.

    mfG

    Wetterfrosch

    Samstag, 27 September, 2008 at 18:05

  8. Hallo an alle,

    Was mich beim Lesen hier am meisten erstaunt, ist das Vermischen von globalen und lokalen Werten, von Wetter und Klima.

    Herr Hoffmann hat die extremen Sommer 2003 und 2006 angesprochen: “Dass es in den letzten 30 Jahren in Europa dermaßen ueber dem globalen Mittel wärmer geworden ist, hat eben mit der NAO zu tun.”

    Diese “lokalen” Schwankungen beeinflussen maßgeblich die Globaltemperatur. Es wurde sogar behauptet, dass diese Sommer den anthropogenen Anteil des Menschen Beweisen würden, weil absolut ausserhalb der natürlichen Schwankungsbreite.

    Da kommt dann wieder das (globale?) Wetter ins Spiel. Immerhin gab es bei uns ein extremes Hoch von Mai bis fast Oktober, oft sogar von Skandinavien bis Spanien.

    Dass die erhöhte Luftfeuchtigkeit allein einen solchen Temperaturanstieg (neben Co2 selbstverständlich) hervorgerufen haben soll, halte ich für Unsinn. Es war halt monatelang schönes Wetter.

    Was mich an der ganzen Diskussion stört ist, dass immer wieder lokal und global, Wetter und Klima, durcheinander geworfen werden. Ausserdem nimmt man sich immer dann eine bestimmte Art von Klimaaufzeichnungen zur Hand, wenn es einem in den Kram passt.

    War es z.B. im Mittelalter in Grönland, den Alpen und der Antarktis deutlich wärmer als in der kleinen Eiszeit, und ähnlich warm wie heute, dann bedeutet das für mich, dass diese Klimaperiode global statt fand.

    Bevor man die Gletscher der restlichen Welt so genau untersucht hat, wie die der Alpen, kann man m.E. keine genaueren Aussagen machen.

    Es genügt m.E. nicht, dass irgendeine zweifelhafte Temperaturkurve die mittelalterliche Warmperiode nicht aufzeigt, um zu beweisen dass es diese Periode nur lokal gegeben haben könnte.

    Viele Langzeittemperaturproxies kann man erst dann erfassen, wenn die Zeit Jahrzehnte vorüber ist. Es ist also kaum legitim aktuelle Temperaturaufzeichnungen mit solchen Proxies zu vergleichen, wenn die Techniken dies nicht zulassen.

    Bei den Baumringdaten zeigen gerade aktuell benutzte Daten für die letzten Jahrzehnte einen Rückgang der Temperaturen auf, obschon die Temperatur lokal anstieg. Wie zum Geier könnte man solchen Aufzeichnungen vertrauen?

    Hinzu kommt, dass die Antarktis auch heute keinen eindeutigen Erwärmungstrend aufzeigt. Es wäre also eigentlich legitim zu erklären, die heutige Warmzeit würde bloß lokal auf der Nordhalbkugel stattfinden?! Das würde ich aber nie behaupten, genauso wenig, wie man m.E. behaupten kann, die mittelalterliche Warmperiode habe nur lokal statt gefunden.

    Allein die Behauptung oder implizite Aussage, dass die Erwärmung der Alpen und Grönlands im Mittelalter bloß lokale atlantische Phänomene seien, werden m.E. von der Meteorologie des letzten Jahrzehnts widerlegt.

    Die extreme Erwärmung Europas war imho nur möglich durch zusätzliche extrem warme Winde aus dem Mittelmeerraum und Asien. Schon kleinste Wolkenbedeckung der vorherigen und folgenden Jahre, haben das Phänomen verhindert. Das Klima Europas wird sicherlich maßgeblich vom Atlantik beeinflusst. Einen alleinigen lokalen Einfluss des Atlantiks halte ich jedoch für nicht ausreichend um Europa und Grönland in eine mehr als ein Jahrhundert dauernde Eiszeit, bzw. Warmzeit zu tauchen. Winde werden nicht vom Meer aufgehalten und beeinflussen unser Wetter mindesten ebenso intensiv wie die Meeresströmungen an sich.

    Gerade die Antarktis, Grönland und die Alpen sind Klimaarchive die sehr zuverlässig sind. Immer wieder zu behaupten diese Orte würden bloß lokal vom Wetter beeinflusst halte ich, meines Erachtens, und als Laie (aber trotzdem) für sehr sehr sehr unglaubwürdig.

    Diese Tatsache würde ja auch nicht das Geringste daran ändern, wenn das Klima sich noch weiter um 2 Grad erwärmen sollte in 100 Jahren, was die Mehrheit der Klimatologen ja annimmt.

    Die Diskussion darüber könnte also auch völlig emotionslos erfolgen, ohne dass man gleich als “böser Skeptiker” bezeichnet wird.

    Weiterführende Bestätigungen UND Widerlegungen meiner Ideen, auch von Herr Hoffmann, würden mich brennend interessieren. Denn von Herr Rahmstorf bekomme ich dieselbe Antwort, die ich schon seit 10 Jahren kenne, nämlich dass nicht alle Klimadaten eine mittelalterliche Warmzeit bestätigen.

    Das erklärt mir trotzdem nicht warum die offensichtlichsten Klimaarchive diese Warmzeit bestätigen. Die NAO allein kann das nicht erklären? oder?

    Liebe Grüsse

    Eddy

    Eddy

    Freitag, 10 Oktober, 2008 at 09:51

  9. Es gibt regionale Effekte: Siehe z.B. in den Arbeiten von Drew Shindell und Mitautoren.

    Der nordhemisphärische Temperaturverlauf scheint in der Tat wie eine Art Hockeyschäger auszusehen. Viele regionale Temperaturveräufe spiegeln das wieder, in einigen Regionen sieht das zeitliche Muster hingegen verschieden aus.
    Was ist das Problem? Das komplexe Klimasystem lässt sich nicht auf eine einzige Kurve reduzieren (das gilt nahezu für alle Zeitskalen).

    Zum Schluss noch ein Kommentar: Es gibt bei den Rekonstruktionen wichtige Aspekte, die Gegenstand der Forschung sind:
    -räumliche Heterogenität der Klimaverläufe
    -mögliche Instationaritäten der Telekonnektionen
    -zeitskalenabhängige Muster, die für die Regression wichtig sind
    -das Rekordersystem muss im Detail verstanden werden (z.B. Sesonalität)

    Interessant ist, dass sich bei der Diskussion von Klimakurven Personen an Diskussionen beteiligen, die sich überhaupt nicht mit der Materie befasst haben, ggf. übereilte Schlussforlgerungen anstellen und sich dann in der Öffentlichkeit zu Wort melden. Es lohnt sich, erstmal Zeit und Mühe für das Fachliche zu investieren, sich dann zu streiten und Sachen in Frage zu stellen (z.B. auf Tagungen, Zeitschriften usw.), und dann die Ergebnisse zu dokumentieren. Davon lebt der Fortschritt in der Wissenschaft. Solide Methodik ist da ganz wesentlich.

    Freddy

    Sonntag, 12 Juli, 2009 at 10:48

  10. @Freddy
    Man kann sich gern auf diese dokumentierten Ergebnisse berufen und kommt dann zu dem Schluß, daß das Mittelalterliche Optimum alles andere als regional war, was selbstverständlich nicht heißen soll, daß es keine Regionalen Abweichungen gab.
    Mittelalterliches Optimum

    krishnag

    Sonntag, 12 Juli, 2009 at 13:19


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