Nicht alle Gletscher ziehen sich zurück, z.B. der Franz-Josef Gletscher in Neuseeland ist seit 1970 wieder zunehmend
Diese Tatsache veranschaulicht die folgende Abbildung.

Der Franz-Josef Gletscher und der benachbarte Fox-Gletscher (beide im Westen der Südinsel Neuseelands gelegen) sind außerhalb der Polarregionen die niedrigsten Gletscher über Meereshöhe (ca. 200 m). Beide kalbten früher einmal direkt ins Meer. Von 1865 bis 1970 konnte man am Franz-Josef Gletscher ein Zurückweichen der Gletscherzunge beobachten. Unterhalb der Gletscherzunge bildete sich 1939-1949 ein großer Schmelzwassersee. Der Schmelzwassersee ist inzwischen verschwunden und die Gletscherzunge wächst seit 1970 wieder. Sie hat sich deutlich über ihre Grenzen von 1970 und 1965 vorgeschoben. Zur Zeit wächst der Gletscher um etwa 80 m pro Jahr (Stand 2007). Auch der Fox-Gletscher wächst wieder. Nach über 100 Jahren des Rückzuges, schreitet der Gletscher seit 1985 jeden Tag um 40 cm voran.
Ein weiterer wachsender Gletscher ist der Perito-Moreno Gletscher im Südwesten Argentiniens (Patagonien, Anden). Pro Tag schiebt sich die 60 km lange Eismasse ungefähr einen Meter (im Jahr bis zu 450 m) vorwärts und kalbt in den Lago Argentino.
Diese Beispiele zeigen, dass die lokalen Auswirkungen des Klimawandels doch sehr unterschiedlich sind und Gletscher als „globale“ Indikatoren eher ungeeignet erscheinen.
Weltweit sind lt. dieser Seite:
http://www.iceagenow.com/growing_glaciers.htm
die Glertscher am wachsen.
krishnag
Dienstag, 5 August, 2008 um 20:20
An der Westküste der Südinsel gibt es jährlich über 10 m Niederschlag. Das ist eindeutig extrem, aber irgendwie scheinen die Neuseeländer dieses Extremwetter nicht als Katastrophe zu empfinden. Da muß dringend ein Missionar wie Rahzmstorf hin!
Liberaler
Donnerstag, 7 August, 2008 um 17:24