klimanews

Ein Umweltphysiker im Klimawandel

1972 – Ein Klimawissenschaftler verursacht Eiszeitstimmung im Weißen Haus

mit einem Kommentar

Gastbeitrag von Michael Krüger


Dienstag, den 10. November 2009 um 17:13 Uhr von Michael Krüger
George Kukla

Die Geschichte beginnt im Jahre 1972 mit einer wissenschaftlichen Konferenz, einem Schreiben an das Weiße Haus und endet in einem nationalen Klimaprogramm.

Schlüsselfigur dieser Geschichte ist George Kukla.

Zur Person

George Kukla, ist ein in der Tschechei geborener “Klimatologe”. Er war Mitglied der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften und ist emeritierter Professor für Klimatologie an der Columbia University und Forscher am Lamont-Doherty Earth Observatory. Er war einer der führenden und meist gefragten Klimaforscher seiner Zeit, hat zahlreiche Fachpublikationen vorzuweisen und wurde vielfach in der Presse zitiert. [1] [2] [3]

Die Konferenz der 42 Top-Forscher

Im Januar 1972 kamen Georg Kukla und Robert Matthews (Brown University) zu einer Konferenz in der Brown University in Providence/ Rode Island zusammen. Teilgenommen haben 42 der damaligen Top-Forscher aus Europa und Amerika. Diskussionsthema war “The Present Interglacial, How and When will it End?” (”Die aktuelle Warmzeit, wie und wann wird sie enden?”). Die Schlussfolgerungen wurden in zwei Veröffentlichungen von 1972 zusammengefasst. [4] [5]

Das Schreiben an das Weiße Haus

Die Hauptergebnisse der Konferenz teilen Kukla und Matthews dem Büro des US-Präsidenten Nixon im folgenden Schreiben vom 3. Dezember 1972 mit:

Cooling7b

Vergrößerung: Klick

In dem Schreiben warnen Sie vor einer drohenden Eiszeit und deren Auswirkungen.

“Sehr geehrter Mr. Präsident:

In Bewusstsein, Ihrer tiefen Besorgnis über die Zukunft der Welt, fühlen wir uns verpflichtet, Sie über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Konferenz zu informieren, die hier vor kurzem stattgefunden hat. Die Konferenz befasste sich mit den bisherigen und zukünftigen Veränderungen des Klimas, teilgenommen haben 42 Top-Forscher aus Amerika und Europa. Anliegend fügen wir die Schlussfolgerungen, welche bereits in SCIENCE erschienen sind und in Kürze in QUATERNARY RESEARCH erscheinen werden, bei.

Das wichtigste Ergebnis des Treffens war, dass eine globale Verschlechterung des Klimas, von der Größenordnung größer als alle bisher von den zivilisierten Menschheit erlebten, eine sehr reale Möglichkeit ist, die wohlmöglich sehr schnell eintreten kann.

Die Kühlung ist natürlichen Ursprungs und fällt in den Rang von Prozessen, welche die letzte Eiszeit verursacht haben. Dies ist ein überraschendes Ergebnis, welches vor allem auf die jüngsten Studien von Tiefsee-Sedimenten hervorgeht.

Die vorliegenden Daten erlauben bisher keine exakte Vorhersage bzgl. des Eintretens der vorhergesagten Entwicklung, noch eine Beurteilung der Beeinträchtigungen auf die Menschheit, durch den natürlichen Trend. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Abkühlung, welche gerade auf der Nordhalbkugel im Gange ist, der Beginn der erwarteten Klimaumstellung ist. Die aktuelle Rate der Abkühlung scheint schnell genug von statten zu gehen, um eiszeitliche Temperaturen innerhalb eines Jahrhunderts mit sich zu bringen, bei Fortsetzung der gegenwärtigen Geschwindigkeit.

Die praktischen Konsequenzen, die sich daraus für die existierenden sozialen Systeme ergeben, sind unter anderem:

(1) Eine deutlich gesenkte Nahrungsmittelproduktion aufgrund der kürzeren Vegetationsperioden und einer veränderten Niederschlagsverteilung in den wichtigsten Getreideerzeugungsgebieten der Welt, mit Osteuropa und Zentralasien die als erste betroffen sein werden.

(2) Eine erhöhte Häufigkeit und ein stärkeres Auftreten von extremen Wetterereignissen und -anomalien, wie Überschwemmungen, Schneestürme, Tote durch Frostperioden, etc. …”

Die Folgen

Das Schreiben erregte reichlich Aufsehen.

Angesichts der “Getreidekrise” im Jahre 1972 und zahlreicher Wetterkapriolen, welche später auf den El Niño von 1972-1973 zurückgeführt wurden, herrschte eine kollektive Angstsituation, auch im Weißen Haus.

Das Weiße Haus nahm die Angelegenheit sehr ernst und leitete das Kukla-Matthews-Schreiben an das Amt für internationale wissenschaftliche und technische Angelegenheiten des State Departments weiter. (Bureau of International Scientific and Technological Affairs of the State Department). Das wiederum leitete das Schreiben an die höchst beauftragte, ressortübergreifende Stelle, das Interdepartmental Committee for Atmospheric Sciences (ICAS) weiter, um die Angelegenheit “zu überprüfen und geeignete Maßnahmen” einleiten zu können. Das ICAS stellte daraufhin ein Ad-hoc-Gremium zusammen, um auf das Schreiben zu antworten. Darin vertreten waren Dr. David M. Hirschfield ((Chair) Department of Agriculture), Mr. Joseph O. Fletcher (National Science Foundation), Dr. J. Murray Mitchell, Jr. (National Oceanic and Atmospheric Administration), Col. John S. Perry (Department of Defense).

Das folgende Jahr war ein besonders arbeitsreiches, da das Gremium Rat von Experten auf dem Gebiet einholte. Letztendlich kam man zu dem Schluss, dass das Thema von so einer übergeordneten Bedeutung ist, dass man ein nationales Klimaprogramm ins Leben rufen sollte, was dann letztendlich auch geschah.

Die ganze Geschichte ist hier nachzulesen [6] [7] [8] [9]

Der Initiator

George Kukla war der Meinung und ist es heute noch, dass allen Eiszeiten in der Erdgeschichte eine globale Erwärmung voraus ging und das globale Klima in Zyklen verläuft. Die langen Zyklen sind die Erdbahn abhängigen Milankovich-Zyklen. Ihr Zyklus von etwa 100.000 Jahren deckt sich gut mit der Periodizität der Eiszeiten. Zwischen den Eiszeiten liegen die sog. interglazialen Warmzeiten. Das Holozän ist nur eine weitere Warmzeit, das mehr als die Hälfte überschritten ist, sagt Kukla. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis das neue Eiszeitalter starten wird. Die kurzen Zyklen verlaufen im Abstand von 60 bis 80 Jahren, in der einen Hälfte geht es aufwärts und in der andren wieder abwärts. Diesbezüglich sollten wir beobachten, wie sich El Niño und La Niña, eine Temperaturanomalie im tropischen Opstpazifik, entwickeln werden. Er vertritt die Ansicht, dass die jüngste Erwärmung der Erde überwiegend natürlich ist und letztendlich in einer neuen Eiszeit enden wird. [9]

In einem Interview von 2007 sagt er [10]:

“Der Mensch ist nur für einen Teil der globalen Erwärmung verantwortlich, der überwiegende Teil ist natürlich.”

“Das Einzige, worüber man sich bei der globalen Erwärmung Sorgen machen sollte ist der Schaden, welcher durch die Sorge angerichtet werden kann. Warum sind einige Wissenschaftler besorgt? Vielleicht weil sie spüren, dass das Ende der Besorgnis ein Ende der Bezahlung bedeuten kann.”

Quellverzeichnis

[1] VIDEO: George Kukla in „The Weather Machine“ BBC 1974

[2] Newsweek, 28 April 1975, The Cooling World

[3] New York Times, 21 Mai 1975. Scientists Ask Why World Climate Is Changing; Major Cooling May Be Ahead

[4] Kukla, G. J., and R. K. Matthews, 1972, „When will the present interglacial end?,“ Science, 178:190-191

[5] G. Kukla, R.K. Matthews and J.M. Mitchell, Jr., The end of the present interglacial. Quaternary Research 2 (1972), pp. 261–269

[6] Origins of a ‘diagnostics climate center’. Robert W. Reeves and Daphne Gemmill

[7] Global Cooling and the Cold War – And a Chilly Beginning for the United States’ Climate Analysis Center? Robert W. Reeves, Daphne Gemmill, Robert E. Livezey, and James Laver. U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration, National Weather Service

[8] The Deniers, Part XXVII: Forget warming – beware the new ice age. Lawrence Solomon, 15 Jun 2007

[9] klimanews. Der Globale-Cooling-Konsens der 1970er Jahre, alles nur ein Mythos?

[10] Gelf magazine, April 24, 2007. An Unrepentant Prognosticator. Climatologist George Kukla still believes an ice age is likely.



Geschrieben von klimakatastrophe

Mittwoch, 11 November, 2009 um 12:27

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

Großer Schritt zurück

Hinterlasse einen Kommentar »

Zögerliche Geowissenschaftler bremsen die Klimapolitik – ausgerechnet vor Kopenhagen

Was die Chefs großer deutscher Geoinstitute in der vergangenen Woche in Berlin präsentierten, erinnerte an die Klimadiskussion vor zehn Jahren. Es schien, als hätten wir einen großen Schritt zurück gemacht. Die Tagung „Klima im System Erde – Antworten und Fragen aus den Geowissenschaften“ lieferte nämlich kaum Antworten, dafür umso mehr Fragen sowie heftige Kritik an der politischen Fokussierung auf die Reduktion des Kohlendioxid(CO2)-Ausstoßes. So warf Reinhard Hüttl vom Geoforschungszentrum Potsdam den Klimaforschern mehr oder weniger deutlich Alarmismus vor, jedoch ohne klare Belege dafür zu bringen.

Viele Zusammenhänge im Klimageschehen seien noch nicht wissenschaftlich verstanden, natürliche Faktoren müssten stärker berücksichtigt werden, hieß es auf der Konferenz, die auch von der Alfred-Wegener-Stiftung Bremerhaven und der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt/Main unterstützt wurde. Den Zuhörern wurden Plattentektonik, Landhebungen nach der Eiszeit, kosmische Strahlung, ja selbst das Erdmagnetfeld als klimarelevant dargestellt.

Link

Geschrieben von klimakatastrophe

Mittwoch, 11 November, 2009 um 12:16

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

Der “Vater” der wissenschaftlichen Klimatologie bezieht Stellung zum “Klimaschwindel”

mit 5 Kommentaren

Gastbeitrag von Michael Krüger


Sonntag, den 8. November 2009 um 18:21 Uhr von Michael Krüger

Reid Bryson

In den 1960er Jahren stand die moderne Klimaforschung noch am Anfang. Einer der ersten Klimaforscher, der besagte, dass menschliche Aktivitäten das Klima ändern könnten, war Reid Bryson.

Zur Person

Reid Bryson, geboren am 7 Juni 1920 und verstorben am 11 Juni 2008, war ein amerikanischer Atmosphärenforscher, Geologe und Meteorologe. Er war Professor an der Universität von Wiscounsin-Madison. Dort war er Vorsitzender der Abteilung für Meteorologie. Er wurde 1970 der erste Direktor des Instituts für Klimastudien. Er hat fünf Bücher und mehr als 230 andere Publikationen verfasst und wurde vom britischen Institute der Geographen als der am häufigsten genannte Klimaforscher in der Welt identifiziert.

Zwischen 1968-1975 verfasste Bryson einige Bücher und Abhandlungen zum Thema Luftverschmutzung und deren Auswirkung auf das Klima. Er war einer der meist gefragten und anerkanntesten Klimaforscher seiner Zeit. Selbst die CIA hat auf seine Studien zurückgegriffen.

Bryson und die CIA

Schon 1974 hatte die CIA die Regierung darauf aufmerksam gemacht, dass ein Klima-Umschlag stattfinde, der „bereits zu großen Wirtschaftsproblemen auf der ganzen Welt geführt hat“.

So glaubt der amerikanische Klimatologe Reid Bryson von der University of Wisconsin, auf dessen Studien sich die CIA stützte, dass sich auf der gesamten nördlichen Halbkugel das Klima immer mehr abkühle. In ihrem Report warnten die Geheimdienstler vor durch Wetterumschwünge hervorgerufene Energie- und Nahrungsmittelkrisen, die ihrerseits zu politischen Krisen führen könnten. [1]

Angesichts der „Getreidekrise“ im Jahre 1972 herrschte nach etlichen Wetter bedingten Missernten in den sechziger Jahren eine kollektive Angstsituation. Die Nachrichten und Schlagzeilen in den Medien häuften sich und es kam zu einer Nachrichtendichte, die den amerikanischen Geheimdienst CIA veranlasste, den vielen wilden Spekulationen nach den Ursachen dieser Wetterkapriolen nachzugehen und die führenden Klimatologen um Auskunft und Rat zu ersuchen.

Anfang der siebziger Jahre kam die CIA zu dem Ergebnis, dass die Veränderungen des Klimas „vielleicht die größte Herausforderung (seien), der sich Amerika in den kommenden Jahres ausgesetzt sehen wird“. Aus der Angst heraus, dass die USA ihre Vormachtstellung als Getreideexporteur durch Missernten verlieren könnten, gab der CIA mehrere Studien über das Klima der Welt, die wahrscheinlich zu erwartenden Veränderungen und deren vermutliche Auswirkungen auf Amerika und die übrige Welt in Auftrag.

Politischer Sieger unter den diversen Studien war die Wiskonsin-Studie, die unter der Leitung von Professor Reid Bryson entstand. Sie sagte vorher, „dass die Erde zu dem Klimasystem zurückkehrt, das von Beginn des 17. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts geherrscht hat und üblicherweise die neoborale oder „Kleine Eiszeit“ genannt wird.“ In dieser Zeit lebte Nordeuropa überwiegend in der Dämmerung ständigen Winters. Schlechte Ernährung hatte große Epidemien in Europa, Russland, Indien und Afrika zur Folge, während die Iberische Halbinsel, Italien und Griechenland blühten. Professor Brysons Gedankengang lautet so: „Bis etwa 1940 wurde die Welt wärmer; Mitte der vierziger Jahre setzte dann eine entgegen gesetzte Entwicklung ein, da sich die Polarluft nach Süden ausdehnte und sich die nördliche Halbkugel abkühlte. Prof. Bryson glaubte, dass die 3 Hauptfaktoren dabei sind: vulkanische Asche, vom Menschen erzeugter Staub und Kohlendioxid.“ Er glaubte, dass die Chancen für einen beschleunigten Abkühlungstrend hoch sind, wie übrigens viele Klimaforscher seiner Zeit (z.B. Prof. George Kukla).

Die nachrichtendienstlich relevanten Ergebnisse des CIA wurden 1977 in den USA unter dem Titel “The Weather Conspiracy”, “Die Wetter Verschwörung” publiziert. 1978 erschien dieses Buch in Deutschland von einem Impact-Team unter dem Titel “Der Klima-Schock” veröffentlicht. Auf der Titelseite liest man: “Die nächste Eiszeit steht kurz bevor. Der Bedarf an Heizenergie wird unerfüllbar. Große Teile der Erde werden unzugänglich. Der Hunger wird größer.”… [2]

In einem Interview von 2007 nahm, der inzwischen verstorbene Bryson, Stellung zur aktuellen Klimahysterie. [3]

Vor fast 40 Jahren stand Bryson, der als “Vater” der wissenschaftlichen Klimatologie gilt, vor der American Association for the Advancement of Science – weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft und Herausgeber der Zeitschrift Science – und präsentierte eine Veröffentlichung, die besagte, dass menschliche Aktivitäten das Klima ändern könnten.

„Ich wurde ausgelacht, als ich das sagte“ teilte er mit.

In den 1960er Jahren galt diese Idee noch als eine radikale Vorstellung. Heute haben sich die Dinge aber genau ins Gegenteil verkehrt. Erneut ist Bryson ein Gegner der weitläufigen Meinung. Er sagt:

„Das Klima hat sich schon immer geändert und das rapide zu den unterschiedlichen Zeiten, und zwar durch Veränderungen in der Vergangenheit“

„Bevor es genug Menschen gab, vor zwei Millionen Jahren, war Niemand da um das Klima zu verändern und doch änderte sich das Klima. OK?“

„Diese ganze Argumentation, ob die Temperatur steigt, oder nicht, ist absurd. Natürlich geht sie rauf. Sie geht rauf seit den frühen 1800er Jahren, also schon vor der industriellen Revolution und zwar weil wir aus der kleinen Eiszeit kommen und nicht weil wir mehr CO2 in die Atmosphäre entlassen.“

In seinen weiteren Ausführungen weist Bryson auf die mittelalterliche Warmzeit der Wikinger-Ära hin und auf mittelalterliche Funde unter den derzeitigen Alpengletschern.

Angesprochen auf die Treibhauswirkung von CO2, weist er darauf hin, dass Wasserdampf ein vielfach potentielleres Treibhausgas als CO2 ist und eine CO2-Verdopplung nur einen geringfügigen Einfluss auf die Temperatur hat. Die Daten, mit welchen die Computermodelle gefüttert werden, bewerten das CO2 über und den Einfluss der Wolken und des Wasserdampfes unter, so Bryson.

Bryson sagt, er schaut in die entgegengesetzte Richtung, auf vergangene klimatische Bedingungen, um Hinweise über das künftige Klima zu gewinnen. So würden beispielsweise die Studien zu den antarktischen Eiskernen zeigen, dass in den letzten 650.000 Jahren immer zuerst ein die Temperatur angestiegen ist und dann das CO2. [4]

In einem weiteren Interview von 2007 (original erschienen in The Capital Times) sagte er Folgendes [5]

“Keine Frage, die Erde hat sich erwärmt. Immerhin kommen wir aus der “Kleinen Eiszeit”.”

“Wie auch immer, es gibt keinen glaubwürdigen Beweis dafür, dass dieses aufgrund der Menschheit und deren CO2-Ausstoß geschieht. Wir kommen seit 300 Jahre aus der Kleinen Eiszeit… Es erwärmt sich also schon seit langer Zeit.”

“Die Menschen verschmutzen zwar die Luft und fügen der Atmosphäre CO2 hinzu, aber der Effekt ist gering.”

“Das die Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinde an einer vom Menschen verursachten Erwärmung glaubt, dass sagt absolut nichts aus. Konsens beweist gar nichts, in der Wissenschaft oder anderswo, mit Ausnahme in der Demokratie, vielleicht.”

“Damit kann eine Menge Geld gemacht werden. Sie können keine Zuschüsse erhalten, es sei denn, Sie sagen: “Oh die globale Erwärmung, ja, ja, Kohlendioxid.”“

“Da ist sehr wenig Wahrheit, in dem was gesagt wird und eine Menge von Religion. Es ist geradezu eine Religion. Du hast an die anthropogene (vom Menschen gemachte) globale Erwärmung zu glauben, oder du wirst für Verrückt erklärt.”

Bryson hat den Film von Al Gore “An Inconvenient Truth.” (”Eine unbequeme Wahrheit”) nicht gesehen. Er sagt:

“Es ist keine Wissenschaft, es ist nicht wahr.”

In einer TV-Diskussion von 2007 bezieht Bryson noch einmal eindrücklich Stellung.

Reid Bryson in einer TV-Diskussion im Dez. 2007

Quellverzeichnis

[1] Kälte: Carters erste Prüfung. DER SPIEGEL 07/1977 vom 07.02.1977, Seite 78

[2] Geheimdienst CIA propagierte “Blitzkrieg des Schnees”

[3] Wisconsin Energy Cooperative. May 2007 Issue. The Faithful Heretic. A Wisconsin Icon Pursues Tough Questions.

[4] klimanews. Der Globale-Cooling-Konsens der 1970er Jahre, alles nur ein Mythos?

[5] “Global Warming is a Bunch of Hooey” – Legendary Professor of Scientific Climatology

Geschrieben von klimakatastrophe

Montag, 9 November, 2009 um 17:50

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert

Grönland kühlt sich ab – Zur Temperaturgeschichte Grönlands

Hinterlasse einen Kommentar »

Insbesondere die Arktis und auch Grönland gelten als ein Indikator für den globalen Klimawandel. Hier soll die Temperatur aufgrund der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung besonders schnell ansteigen.

Es stellt sich die Frage, ob die derzeitige Klimaentwicklung in Grönland einmalig in der Geschichte der Nacheiszeit (im Holozän) ist, oder ob ähnliche Klimaentwicklungen schon einmal stattgefunden haben?

Zur Temperaturgeschichte Grönlands möchte ich einige Arbeiten vorstellen.

Hier eine Arbeit welche 1998 in Science veröffentlicht wurde.

Past Temperatures Directly from the Greenland Ice Sheet

In der Arbeit werden Temperaturdaten aus Bohrlöchern in Grönland ausgewertet. Mit Hilfe der in Bohrlöchern gemessen Temperaturprofile wurde die Klimageschichte der letzten Jahrtausende rekonstruiert.

In der Arbeit heißt es:

„After the termination of the glacial period, temperatures in our record increase steadily, reaching a period 2.5 K warmer than present during what is referred to as the Climatic Optimum (CO), at 8 to 5 ka. Following the CO, temperatures cool to a minimum of 0.5 K colder than the present at around 2 ka. The record implies that the medieval period around 1000 A.D. was 1 K warmer than present in Greenland. Two cold periods, at 1550 and 1850 A.D., are observed during the Little Ice Age (LIA) with temperatures 0.5 and 0.7 K below the present.”

Die Abbildung unten zeigt die rekonstruierte Temperaturgeschichte aus der GRIP-Bohrung in Zentralgrönland. Dargestellt ist die Klimageschichte Grönlands der letzten 10.000 Jahre inklusive Fehlergrenzen. Sehr schön zu sehen ist das nacheiszeitliche Klimaoptimum des Holozän zwischen 8-5  Jahrtausende vor heute, mit einer Temperatur, die um 2,5°C über der heutigen lag. Weiter sind sehr schön zu sehen, die mittelalterliche Warmzeit um das Jahr 1000 mit einer Temperatur, die nach Dahl-Jensen um ca. +1°C höher lag als die heutige und die nachfolgende Kleine Eiszeit mit Kälteperioden um 1550 und 1850 und einer Temperatur, die ca. –0,5 bis –0,7°C niedriger lag als die heutige.

Greenland-Temperatures-Dahl-Jensen

Eine aktuelle Arbeit von Vinther und Dahl-Jensen et al. aus dem Jahr 2009 (erschienen in Nature) bestätigt den Langzeittrend. (Siehe die untere Abbildung).

Holocene thinning of the Greenland ice sheet

Holocene-Greenland-Temperature

Die (aus Proxydaten, Delta-18O, Sauerstoffisotopenverhältnis in Eiskernen) rekonstruierten Temperaturdaten finden sich hier

Ab den späten 18. Jh. kann man auf Messdaten von Wetterstationen zurückgreifen. Eine Arbeit von Vinther, welche sich mit diesem Thema beschäftigt, ist im Jahre 2006 unter folgendem Titel erschienen:

Extending Greenland temperature records into the late eighteenth century

Unten wird die ermittelte Temperaturgeschichte der letzten ca. 220 Jahre aus dem Süd-Westen Grönlands gezeigt. Verwendet wurden Messdaten aus Qaqortoq, Nuuk und Ilulissat.

Die Daten finden sich hier

South-West-Greenland-Temperature-History

Vinther schreibt:

„The warmest year in the merged record is 1941, while the 1930s and 1940s are the warmest decades“

„The warmest year in the extended Greenland temperature record is 1941, while the 1930s and 1940s are the warmest decades. Two distinct cold periods, following the 1809 (‘‘unidentified’’ volcanic eruption) and the eruption of Tambora in 1815 make the 1810s the coldest decade on record.“

Demnach war 1941 das wärmste Jahr der Aufzeichnungsgeschichte und die 1930er und 1940er Jahre waren die wärmsten Jahrzehnte der Aufzeichnungsgeschichte. Infolge von Vulkanausbrüchen waren die 1810er Jahre das kälteste Jahrzehnt der Aufzeichnungsgeschichte.

Fazit: Damit sollte ersichtlich geworden sein, dass der Temperaturanstieg in Grönland, zwischen ca. 1980 und dem Anfang des 21. Jh., weder einmalig, noch außergewöhnlich ist. Sowohl kurzfristige, als auch langfristige Klimaschwankungen von einigen Grad haben nach der letzten Eiszeit stattgefunden. Über das ganze Holozän gesehen hat sich Grönland sogar um ca. -2,5°C abgekühlt.

Siehe auch

Wird es in Grönland wärmer? Nein – kälter

Geschrieben von klimakatastrophe

Samstag, 7 November, 2009 um 15:20

Veröffentlicht in Klimawandel, Nicht kategorisiert